Langer Marsch „Freiheit für Öcalan – Verteidigt die Revolution in Kurdistan“ im Februar 2018

Einladung zum Langen Marsch „Freiheit für Öcalan – Verteidigt die Revolution in Kurdistan“ von Luxemburg nach Straßburg vom 8. bis 17. Februar 2018 vom “Komitee für die Freiheit Öcalans und aller politischer Gefangener”, 10.11.2017
Liebe Freundinnen und Freunde, seit dem langen Marsch im vergangenen Jahr haben wir in unserem Kampf für eine freie Gesellschaft jenseits von Staat, Macht und Gewalt große Erfolge erzielen können. Die kurdische Freiheitsbewegung wird mit ihrer Verbundenheit zu radikaler Demokratie, Ökologie und der Frauenbefreiung, sowie ihrer politischen Weitsicht im Krieg und Chaos im Mittleren Osten immer mehr ein zentraler Faktor. Das praktische Beispiel der Demokratischen Föderation Nordsyrien nimmt mit der Befreiung der IS-Hauptstadt Rakka hierbei immer mehr an Form an.… weiterlesen

Es lohnt sich, für die Utopie zu kämpfen

Norman Paech, Völkerrechtler, Yeni Özgür Politika, 09.11.2017
Seit zweieinhalb Jahren wird Abdullah Öcalan in totaler Isolation auf der Insel Imrali wie in einem Käfig gehalten. Niemand aus seiner Familie, keiner seiner Freunde, seiner Anwälte und der Zehntausende seiner Anhänger weiß, wie es ihm geht. Das ist das Dunkel, in dem Gerüchte entstehen und Spekulationen umlaufen. In Deutschland hingegen sind die Medien und die Politik voll Sorge und Empörung über das Schicksal der zahlreichen Journalistinnen und Journalisten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie der Intellektuellen, die nun seit einigen Monaten in den überfüllten Gefängnissen auf ihre Prozesse warten. Doch kein Wort zur menschenunwürdigen Situation auf Imrali.… weiterlesen

Die Zeit ist reif. Wirklich?

Reimar Heider, Internationale Initiative »Freiheit für Abdullah Öcalan – Frieden in Kurdistan«, 08.11.2017
Seit dem 9. Oktober 2017, dem 19. Jahrestag der Abreise Öcalans aus Syrien, läuft offiziell die globale Kampagne »Die Zeit ist reif! Free Öcalan!«. Die Kampagne wurde von einer Demonstration der kurdischen Frauenbewegung in Europa am Sitz des Europarats in Straßburg/Frankreich eröffnet. Im Gebäude des Europarats fand eine Pressekonferenz mit Ibrahim Bilmez, einem der AnwältInnen Öcalans, Havin Guneser von der Internationalen Initiative »Freiheit für Abdullah Öcalan – Frieden in Kurdistan« und Simon Dubbins von der größten britischen Gewerkschaft Unite the Union statt. Gleichzeitig tourt momentan ein Bus durch Europa, der auf Öcalans Situation und seine Bücher aufmerksam macht.… weiterlesen

Die Partei der »dritten« Revolution Kurdistans

Ali Çiçek beleuchtet den Paradigmenwechsel der PKK und seine theoretischen und praktischen Bezugspunkte, 01.11.2017; für den IL-Debattenblog
Die politische Theoretikerin Hannah Arendt analysiert und vergleicht in ihrer Studie »Über die Revolution« die Französische, die Amerikanische sowie weitere Revolutionen, um »die wesentlichen Charaktere des revolutionären Geistes« zu bestimmen. Diese erkennt sie in der Möglichkeit, etwas neu zu beginnen, sowie im gemeinsamen Handeln von Menschen. Sie beschäftigt vor allem die Frage, warum dieser »Geist« keine »Institution« fand und in den Revolutionen verloren ging (Hannah Arendt, Über die Revolution). Anderswo schreibt Arendt: »Wenn ich sage: keine der Revolutionen, deren jede ja eine Staatsform gestürzt und durch eine andere ersetzt hat, habe den Staatsbegriff erschüttern können, so meine ich damit etwas, was ich in meinem Buch über die Revolution ausgeführt habe: Seit den Revolutionen des 18.… weiterlesen

Öcalans geistige Revolution gegen das Panoptikum

Esra Yula, Mitarbeiterin von Civaka Azad, 01.11.2017
»Durch die Unsichtbarkeit des Beobachters kann der Gefangene nicht wissen, wann und ob er gerade tatsächlich von einem Aufseher überwacht wird. Er fühlt sich unter dauerhafter Beobachtung und wird schließlich zu seinem eigenen Überwacher. Verkehrt wäre es, hier nur das Überwachungssystem geschlossener Institutionen zu sehen. Die Disziplinierungsmacht des „Panoptikums“ entfaltet sich über die gesamte Gesellschaft. Wir leben in einer Gesellschaft, in welcher der „Panoptismus“ herrscht. Das Panoptikum ist somit nicht nur ein architektonisches Gebilde, sondern eine Form der Machtausübung.« Panoptikum- „der Allsehende“ In seinem Werk „Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses“ (1975) analysiert Foucault das Gefängnis als eine Institution in einem Netz von Machtkomplexen, das im 19.… weiterlesen

Ununterbrochener Protest bis die Totalisolation Öcalans durchbrochen ist

Europaweite Aktionswelle für Abdullah Öcalan, Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 18.10.2017
In dutzenden Städten Deutschlands und anderen Ländern Europas gehen seit letztem Sonntag tausende Kurdinnen und Kurden auf die Straße. Sie fordern Klarheit über die Situation Abdullah Öcalans, dem seit 1999 auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali inhaftierten PKK-Vorsitzenden. Anlass für die Proteste sind Meldungen in den türkischen Medien aus der vergangenen Woche, wonach Öcalan im Gefängnis verstorben sei. Auch auf den Straßen Deutschlands protestieren seither jeden Tag tausende Menschen. In Dresden, Halle, Leipzig, Stuttgart, Duisburg, Frankfurt a. M., Mannheim, Hamburg, Berlin, Freiburg, Wuppertal, Ulm, Darmstadt, Saarbrücken, Karlsruhe, Hannover, Hildesheim, Dortmund, Essen, Bielefeld, Münster, Bremen und Kiel fanden seither fast täglich Demonstrationen und Kundgebungen für die Freiheit Öcalans statt.… weiterlesen

Die Isolation und Bedrohung von Abdullah Öcalan ist die Isolation und Bedrohung des Friedens

Tag gegen Gewalt an FrauenPresseerklärung von CENÎ – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V., 16.10.2017
Der kurdische Repräsentant Abdullah Öcalan ist nach dem internationalen Komplott vor 19 Jahren einer anhaltenden Isolationshaft ausgesetzt. Seitdem vor anderthalb Jahren die Friedensgespräche, die 2013 geführt wurden, seitens der AKP Regierung abgebrochen wurden, unterliegt er einer totalen Isolation. Im Rahmen der Zusammenarbeit der zunehmend faschistischen AKP und der ultranationalistischen MHP hat sich in den letzten Jahren die Lage der Menschenrechte verschlechtert. In dem jede Art von Gewalt seitens der Regierung und Erdogan legitimiert wird, breitete sich eine von faschistischen Pogromen geprägte Welle über das Land aus.… weiterlesen

Was für eine Rolle spielten die USA, Deutschland und Großbritannien bei der Entführung von Öcalan?

Der Kolumnist Ferda Çetin erinnert an die Unterstützer des internationalen Komplotts, das vor 19 Jahren seinen Anfang nahm, 11.10.2017
Die kurdische Gesellschaft bezeichnet die Phase vom 9. Oktober 1998 bis zum 16. Februar 1999 als das „internationale Komplott”. Binnen dieser Zeitspanne wurde Abdullah Öcalan zunächst in Syrien zur persona non grata erklärt, durchlebte anschließend eine Odyssee durch verschiedene Länder Europas, um schließlich in der kenianischen Hauptstadt Nairobi entführt und an die Türkei ausgeliefert zu werden. An dieser langatmigen Operation gegen einen der bedeutendsten Führungspersönlichkeiten der Kurden waren zahlreiche internationale Unterstützer beteiligt. Doch heute können wir sagen, dass das internationale Komplott ihr eigentliches Ziel nicht erreicht hat.… weiterlesen

Demokratische Selbstverwaltung in Kurdistan

Abdullah Öcalan zur politischen Programmatik der Arbeiterpartei Kurdistans und der Kompromissformel „Demokratie plus Staat als allgemeine öffentliche Autorität“, 25.09.2017
Hauptpunkt der politischen Programmatik sollte also eine Reform sein, die eine Bereitschaft des Staates zur Demokratie jenseits leerer Verspre­chungen garantiert. Im alten PKK-Programm wurde der bestehende Staat komplett abgelehnt, er sollte also komplett abgeschafft werden. An sei­ne Stelle dachten wir – wenn auch recht unkonkret – an so etwas wie einen kurdischen Staat. Diese Ansicht finde ich falsch, nicht weil sie schwer umzusetzen ist, sondern weil der Etatismus meiner Weltsicht prinzipiell widerspricht. Zwar ist auch die unmittelbare Ablehnung jeglichen Staates nicht realistisch und klingt eher nach Nihilismus und angestaubtem Anar­chismus.… weiterlesen

Öcalan und Bakunin: Eine unvollständige Diskussion

Carlos Pazmiño, Call for papers von der dritten Konferenz »Die kapitalistische Moderne herausfordern«, Kurdistan Report Juli/August 2017
Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung des zweiten Kapitels aus meiner MSc-Thesis in Soziologie »Desmantelar al Estado. Elementos para entender la transición teórico-práctica del Partido de los Trabajadores del Kurdistán (PKK) hacia el Confederalismo democrático« (»Den Staat demontieren. Elemente für das Verständnis des theoretisch-praktischen Wandels der PKK zum Demokratischen Konföderalismus«). Sie stellt vielleicht eine der ersten akademischen Arbeiten in Lateinamerika zur kurdischen Frage dar und wird voraussichtlich in den nächsten Monaten veröffentlicht. Der vorliegende Artikel wird die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Abdullah Öcalans (Vorsitzender der PKK und der kurdischen Freiheitsbewegung) und Michail Bakunins (einer der bedeutendsten anarchistischen Theoretiker und linke Führungspersönlichkeit des 19.… weiterlesen

„Demokratisches Kurdistan, Demokratische Mittelostföderation, Globaler Demokratiekongress“

Abdullah Öcalan über die Formel „Staat plus Demokratie in Kurdistan“ und die Zukunft in der Region, 04.08.2017
Konkret ist Kurdistan mit der Geschichte, Geographie und den Völkern des Mittleren Ostens so untrennbar verwoben. Diese Tatsache wird durch den Ausschluss des Nationalismus noch bedeutsamer. Der Nationalismus ist der tiefere Grund für die Sackgasse, in der die Beziehungen zwischen Palästina und Israel stecken. Dass dem Nationalismus einer Nation noch religiöser Nationalismus hinzugefügt wurde, hat die Katastrophe vervielfacht. Wenn man stattdessen demokratische Lösungsmöglichkeiten genutzt hätte, hätte es wahrscheinlich weniger Leid gegeben und eine Ordnung errichtet werden können, die günstiger ist als die heutige.… weiterlesen

Die kurdisch-türkischen Beziehungen

Abdullah Öcalan zu möglichen Lösungsoptionen der kurdischen Frage und einer politisch-gesellschaftlichen Wende in der Türkei, 24.07.2017
Der Schlüssel für die Lösung der kurdischen Frage liegt in den kurdisch­-türkischen Beziehungen in der Türkei. Die Kurden im Iran, Irak und in Syrien besitzen nur ein begrenztes Potential, um für sich allein eine dauer­hafte Lösung zu erzielen. Solche Lösungen tragen eher Ersatzcharakter. Die Phasen, die die kurdische Frage im Irak durchgemacht hat, beweisen diese Tatsache. Der heutige kurdische Bundesstaat ist ein Gebilde, welches als Gegenleistung für die Bemühungen der Türkei entstanden ist, die USA und ihre Verbündeten die PKK als „terroristisch“ deklarieren zu lassen.… weiterlesen

Der andere Öcalan

Buchrezension zu Abdullah Öcalans »Zivilisation und Wahrheit« von Kerem Schamberger, 13.07.2017
Die deutschen Medien kennen in der Regel nur einen Abdullah Öcalan – den Machtmenschen, den Terroristen.  Öcalan hat die PKK gegründet, die Arbeiterpartei Kurdistans, in Deutschland seit 1993 verboten und in vielen Staaten auf der Terrorliste. Mehr muss der Zeitungsleser hierzulande nicht wissen. Sein Buch „Zivilisation und Wahrheit“ zeigt den anderen Öcalan: einen linken Vordenker. „Zivilisation und Wahrheit“ ist der erste Teil eines fünfbändigen Opus magnum. Von 2007 bis 2010 füllte der 68jährige 2300 A4-Seiten. Ganz ohne Laptop und Internet. Seit dem 15. Februar 1999 sitzt Öcalan Gefängnisinsel Imrali in Isolationshaft.… weiterlesen

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker neu definieren

Abdullah Öcalan analysiert selbstkritisch die etatistische Interpretation des Selbstbestimmungsrechts der Völker, 11.07.2017
Ein (…) bedeutender Fehler der PKK rührte von ihrer Definition der Nation und des nationalen Befreiungskampfes her. Wie ein quasi-religiöses Gebot hatten wir auswendig gelernt, dass der Weg zur Bildung einer Nation über einen nationalen Befreiungskampf führt. Die Klassiker des Sozialismus und die zeitgenössischen Kriege befahlen dies. Ohne Nation zu sein, würden wir weder Freiheit noch Gleichheit erlangen, der Weg in die Moderne bliebe versperrt. Der Weg dahin führte über einen mit ganzer Kraft geführten nationalen Befreiungskrieg in drei Stufen: Strategische Verteidigung, strate­gisches Gleichgewicht und strategischer Angriff.… weiterlesen

Die Zivilisation des Mittleren Ostens

Abdullah Öcalan zur Widerständigkeit der mittelöstlichen Zivilisation und Wegen aus dem Chaos, 06.07.2017
Der Mittlere Osten erlebt gerade eine für ihn spezifische Art eines dritten Weltkrieges. Dieser Krieg unterscheidet sich jedoch von klassischen militärisch-politischen Auseinandersetzungen durch einige Besonderheiten. Tatsächlich findet ein „Kampf der Kulturen“1 statt, jedoch wird dieser Begriff oft falsch interpretiert. Seine historischen und gesellschaftlichen Dimensionen werden oft zu wenig beleuchtet. Die beteiligten Seiten, ihre Methoden und Ziele bleiben so im Unklaren. Obwohl von verschiedenen Plänen und Projekten die Rede ist, wirkt dieser Krieg, als ob er planlos und spontan geführt werde. So, als ob es das Ziel dieses Krieges sei, ein Chaos zu schaffen.… weiterlesen

“Das demokratische Lösungsmodell ist die primäre Methode um Probleme zu lösen”

Ein Beitrag von Abdullah Öcalan zur demokratischen Lösung der kurdischen Frage und dem Spannungsfeld zwischen Konföderalismus und Nationalstaat, Civaka Azad, 27.06.2017
Die Probleme, welche die kapitalistische Moderne verursacht, wurden stets mit den nationalstaatlichen und nationalistischen Paradigmen angegangen. Der Nationalstaat wurde immer als der wichtigste Akteur für die Lösung dieser Probleme präsentiert. Um die Nationalstaaten richtig zu verstehen, müssen wir ihre Stellung im hegemonialen System, sowie ihre Verbindungen zum Kapitalismus und Industrialismus begreifen. Auch die sozialistische Ideologie konnte keine grundsätzliche Lösung für das Problem des Staates entwickeln und verschleierte es auf diese Weise noch mehr. Doch die ausschlaggebende Ursache für die Vertiefung dieses Problems war, dass das Selbstbestimmungsrecht der Völker als gleichbeutend mit der Losung „für jede Nation einen Staat“ aufgefasst wurde.… weiterlesen

Die arabische Frage im Mittleren Osten

Eine Bewertung von Abdullah Öcalan zur historischen Ursache der heutigen arabischen Probleme und möglichen Lösungsperspektiven, Civaka Azad, 09.06.2017
Um zu begreifen warum zweiundzwanzig arabische Nationalstaaten gegründet wurden, muss zunächst die hegemoniale Konstruktion der kapitalistischen Moderne im Mittleren Osten richtig verstanden werden. Mit historischen Auffassungen, die durch geschichtliche Darstellungen wie der „glorreichen Gründung des Nationalstaates” der Realität spotten, ist eine fundierte Analyse von Staats- und Gesellschaftsfragen nicht möglich. Die sogenannte arabische Frage ist somit nicht mit gängigen links- oder rechtsorientierten, religiös-konfessionellen, ethnischen und stammesartigen Geschichtsinterpretationen des etatistisch-kleinbürgerlichen Nationalismus erklärbar. Die  „arabische Frage“ ist auch nicht reduzierbar auf die Situation von Israel und Palästina, wie es gerne suggeriert wird.… weiterlesen

Rechtsanwalt Cengiz Çiçek: Weiße Folter gegen Öcalan auf Imrali

imrai-ocalanInterview mit Öcalans Anwalt, Cengiz Çiçek zur anhaltenden Isolationshaft auf Imrali, 23.05.2017
Die verschärfte Isolation der kurdischen Führungspersönlichkeit Abdullah Öcalan dauert weiter an. Seit dem letzten Besuch durch den Bruder Mehmet Öcalan am 11. September 2016 gibt es keinerlei Kontakt mehr zu Öcalan. Auffällig sind vor allem die Einzelhaftstrafen, mit denen Öcalan während der anhaltenden Isolation konfrontiert ist. Cengiz Çiçek, einer der Anwälte von Öcalan, bewertet in einem Interview die spezifischen Gesetze und Praktiken gegenüber Öcalan, die Isolationshaft und die damit verbundene schlechte Behandlung auf der Gefängnisinsel Imrali. Was sind die sogenannten „Öcalan-Gesetze“, können Sie deren Inhalte erläutern?… weiterlesen

„Das Internationale Komplott als Teil des Greater Middle East Projects wurde mit Rojava zerschlagen“

kckErklärung der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK) anlässlich des Jahrestages der Entführung und Festnahme Abdullah Öcalans, ANF, 13.02.2017
Anlässlich des 18. Jahrestages der Entführung des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan am 15. Februar hat sich die Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK) mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt. Darin begrüßt die KCK sowohl den Widerstand Abdullah Öcalans, den dieser seit dem ersten Tag seiner Festnahme gegen seine Bedingungen leistet, als auch den weltweiten Protest gegen das internationale Komplott, mit welchem der PKK-Vorsitzende 1999 festgenommen und an die Türkei ausgehändigt wurde. „In der Person unseres Vorsitzenden Öcalans wurde die kurdische Bevölkerung in Geiselhaft genommen“ Im Folgenden wird die Erklärung der KCK in Teilen wiedergegeben: „Die kurdische Bevölkerung befand sich im gesamten 20.… weiterlesen

Gramsci, Öcalan und der Postmoderne Fürst

oecalan-gramsciMeral Çiçek, 16.11.2016
„Machiavelli wollte mit seinem Werk „Der Fürst“ den idealen Fürsten des Mittelalters erschaffen. In Anspielung auf Machiavellis Fürsten hat Gramsci dies im Sinne der revolutionären Partei, der Führung der revolutionären Partei, ihrer Strategie und Taktiken abgewandelt. Während der Fürst von Machiavelli die Eigenschaften eines erfolgreichen Fürsten definiert, listet Gramsci die Eigenschaften der revolutionären Partei und seiner Militanten auf. Gramsci macht wichtige Analysen zur Frage, wie die sozialistische politische Organisierung geschehen muss. Ich selbst habe eigentlich den modernen Fürst von Gramsci auf die Demokratische Moderne und seinen wahrheitsliebenden Militanten angepasst. Eigentlich gibt es beachtliche Gemeinsamkeiten zwischen Gramsci und mir.“ (Abdullah Öcalan) Italien hat die ersten Jahre nach dem Ersten Weltkrieg auf sehr turbulente Weise erleben müssen.… weiterlesen