Mit dem Paradigma der PKK den Sozialismus neu schaffen – Teil II

Interview (Teil II) mit Riza Altun, Mitbegründer der PKK und Mitglied des KCK-Exekutivrats, 13.01.2018
Heute veröffentlichen wir Teil II des ausführlichen Gesprächs mit Riza Altun. Riza Altun ist Mitbegründer der PKK und Mitglied des KCK-Exekutivrats. In diesem Gespräch geht er weiter auf die Fragen zu politischen und militärischen Strategien und Taktiken der kurdischen Freiheitsbewegung ein. Er vertieft die Kritik am Realsozialismus und erläutert ihr Verständnis von Demokratie und den Grundlagen von Organisierung. Im Westen, insbesondere in Lateinamerika werden die Regime des Iran und Syriens nicht nur als IS-Gegner, sondern darüber hinaus auch als Antiimperialisten betrachtet. In letzter Zeit hat auch Tayyip Erdoğan angefangen eine antiamerikanische und antieuropäische Sprache zu nutzen.… weiterlesen

Mit dem Paradigma der PKK den Sozialismus neu schaffen – Teil I

Interview (Teil I) mit Riza Altun, Mitbegründer der PKK und Mitglied des KCK-Exekutivrats, 12.01.2018
Wir veröffentlichen ein ausführliches Gespräch mit Riza Altun, Mitbegründer der PKK und Mitglied des KCK-Exekutivrats, in zwei Teilen. In diesem Gespräch beantwortet er Fragen zu politischen und militärischen Strategien und Taktiken der kurdischen Freiheitsbewegung, brennende Fragen zur aktuellen Lage im Mittleren Osten als auch über das Sozialismusverständnis und das neue Paradigma der PKK. An vielen Orten der Welt, vor allem in Südamerika und Europa verfolgen revolutionäre Bewegungen und AktivistInnen den Kampf der PKK und denjenigen in Rojava mit wachsendem Interesse. Die meisten können die Beziehungen zu der US-geführten Koalition dem Widerstand von Kobanê nicht mit der sozialistischen und antiimperialistischen Identität der PKK und den Kräften in Rojava miteinander verbinden.… weiterlesen

Hasankeyf: Der Kampf ist noch lange nicht aufgegeben worden

Ercan Ayboga, Mitarbeiter der Initiative zur Rettung von Hasankeyf, im Gespräch mit ANF Deutsch, 11.01.2018
Ercan Ayboga erklärt in einem Interview die aktuelle Lebensituation der Bevölkerung in der historischen Ortschaft und spricht darüber, wie weit der Bau des Ilisu-Staudamm-Projekts fortgeschritten ist. Ercan Ayboga ist seit der Gründung im Januar 2006 aktives Mitglied der Initiative zur Rettung von Hasankeyfs. Auch zuvor engagierte er sich gegen das Ilisu-Staudamm-Projekt. Zurzeit ist er für die internationale Arbeit des Vereins verantwortlich. Er selbst hat schon zweimal für eine längere Zeit am Tigris gelebt. Wie sieht die Situation in Hasankeyf momentan aus, wie weit ist der Bau des Staudamms fortgeschritten?… weiterlesen

Was wollen die Menschen im Iran, warum der Protest?

Karwan Hewram, Redakteur von ANF-Farsi, zur aktuellen Lage im Iran, 01.01.2018
Die Gründe für die Aufstände der letzten vier Tage gegen Armut, Arbeitslosigkeit, die täglichen Kosten des Lebens und der repressiven Politik der islamischen Republik Iran wird von den verschiedenen Seiten unterschiedlich diskutiert. Im Folgenden ein Interview mit Karwan Hewram, dem Redakteur der Nachrichtenagentur ANF-Farsi. Lange Zeit war es still im Iran. Aber in den letzten vier Tagen haben in der Stadt Meşhed Aktionen begonnen, die sich auf ganz Rojhilat ausweiteten. Wir wollen mit einer sehr allgemeinen Frage beginnen: Was passiert im Iran? Das despotische Regime im Iran unterdrückt seit langen Jahren die Bevölkerung.… weiterlesen

Über die Arbeit zur kurdischen nationalen Einheit

Rıza Altun, Mitbegründer der PKK und Exekutivratsmitglied der KCK, im Interview; für den Kurdistan Report November/Dezember 2017
Warum legt die Bewegung so viel Wert auf eine nationale Einheit der Kurden? Es hat in der Historie immer Probleme bei der Nationbildung der Kurden gegeben. Aufgrund der ständigen Einflussnahme externer Kräfte und der unterschiedlichen gesellschaftlichen Konstellationen haben es die Kurden im Lauf der Geschichte nicht geschafft, einen Prozess der stabilen Nationbildung zu bewerkstelligen. Dieser schmerzhafte Prozess wurde begleitet von der andauernden Teilung und Interventionen von außen. Und dies wiederum führte zu tief greifenden Problemen. Selbstverständlich wird dagegen angekämpft, aber dies bedeutet nicht die Bewältigung des Problems.… weiterlesen

Der Europarat und das CPT machen sich mitschuldig

Der Kolumnist Ferda Çetin über den Protest vor dem Antifolterkomitee des Europarats in Strasbourg und die Verantwortung des CPT, des Europarats und der UNO bezüglich der Isolation gegenüber Abdullah Öcalan, 22.12.2017
Verschiedene Gruppen halten, ob Winter oder Sommer, seit 2002 Tagen eine unbefristete Mahnwache vor dem Europarat in Strasbourg ab. Diese Mahnwache wurde durch die Teilnahme hunderter vergrößert und seit 50 Tagen entstand daraus ein Massensitzstreik. Die Aktivisten fordern vom Europarat und dem CPT, dass die verstärkte Isolation gegenüber der kurdischen Führungspersönlichkeit Abdullah Öcalan, aufgehoben wird. Denn seit dem 11. September 2016 bekommt man keinerlei Informationen über Abdullah Öcalan und seine Mitinsassen.… weiterlesen

Hintergründe zur aktuellen Protestwelle in Südkurdistan

Nilüfer Koç, Kovorsitzende des Kurdistan Nationalkongress (KNK), im Interview mit Civaka Azad, 21.12.2017
Seit vier Tagen gibt es Massenproteste gegen die Regierung in Südkurdistan. Bei einer Protestaktion in Ranya am 19. Dezember sollen bei einem Angriff von Asayish-Kräften mehrere Protestierende ums Leben gekommen sein. Wir haben mit Nilüfer Koç, Kovorsitzende des Kurdistan Nationalkongress (KNK), über die Hintergründe der aktuellen Protestwelle in Südkurdistan gesprochen. Wie ist die aktuelle Lage in Südkurdistan? Warum finden gerade jetzt die Proteste statt? Es wäre zu einfach die öffentlichen Proteste seitens der Bevölkerung in Südkurdistans, losgelöst von den Gesamtereignissen im Nahen Osten handzuhaben.… weiterlesen

Die Stimme von Öcalan hallt in Lateinamerika

Der uruguayische Forscher, Professor, Journalist und Autor mehrerer Bücher über die sozialen Bewegungen in Lateinamerika, Raúl Zibechi über die Bedeutung der Ideen Öcalans in Lateinamerika, 20.12.2017, The Region
Es ist zur Gewohnheit geworden die Ähnlichkeit zwischen dem Kampf der Kurden in Nordsyrien und dem der zapatistischen Bewegung zu vergleichen. Was aber in Rojava im Zusammenhang mit der Ideologie von Abdullah Öcalan in den letzten Jahren geschieht, ist durchaus auf einer Linie mit dem Handeln vieler sozialer Bewegungen in Lateinamerika. Es gibt drei Schnittstellen zwischen diesen Bewegungen. Die erste bezieht sich auf den Nationalstaat. Verschiedene Völker, wie die Mapuche in Chile und Argentinien, die Nasa in Südkolumbien und die Aymaras in Bolivien sowie die indigenen Völker in den Amazonen und dem Tiefland identifizieren sich nicht mit ihren Staaten und versuchen auch nicht Positionen in den staatlichen Institutionen einzunehmen.… weiterlesen

Jineolojî: Von einem Begriff zur Theorie

Andrea Benario über bleibende Strukturen für die Frauenrevolution, 17.12.2017
In den letzten Jahren sind der Begriff und das Konzept der Jineolojî – einer alternativen Wissenschaft der Frau – an vielen Orten und auf verschiedenen Foren vorgestellt und diskutiert worden. In vielen Ländern teilen Frauen das Bedürfnis, von einem Frauenstandpunkt aus eine alternative Wissenschaft zu entwickeln. Denn die patriarchale Wissenschaftslogik, die Wissen als Macht definiert und Wissenschaft als eine Domäne, die darauf ausgerichtet ist, die Natur, Menschen und die Gesellschaft zu beherrschen, zu kontrollieren und für den Profit einer Minderheit auszubeuten, konfrontieren das ökologische Gleichgewicht, die Menschheit und die Menschlichkeit im 21.… weiterlesen

Professor Raúl Zibechi unterstützt die Kampagne „Freedom for Öcalan”

Professor Raúl Zibechi, einer der wichtigsten unabhängigen linken Intellektuellen Südamerikas, unterstützt die Kampagne „Freedom for Öcalan”, 13.12.2017
Der uruguayische Forscher, Professor, Journalist und Autor mehrerer Bücher über die sozialen Bewegungen in Lateinamerika, Raúl Zibechi, hat sich ebenfalls der Kampagne für die Freiheit des kurdischen Volksrepräsentanten Abdullah Öcalan angeschlossen. In einem Gespräch mit Rewşan Deniz von Yeni Özgür Politika sagte Zibechi: „Öcalans Freiheit wird auch zum Frieden im Nahen Osten beitragen.“ Unter dem Motto „Die Zeit ist reif – Freiheit für Öcalan” unterstützen renommierte Politiker*innen, Akademiker*innen, Schriftsteller*innen, Künstler*innen, demokratische Organisationen und Initiativen sowie Gewerkschaften die Kampagne der Internationalen Initiative Freiheit für Abdullah Öcalan.… weiterlesen

Der Kommunalismus und die Feminisierung der Politik

Laura Roth und Kate Shea Baird über das Potential des Kommunalismus die Politik zu feminisieren; für den Kurdistan Report November/Dezember 2017
Der Kommunalismus stellt eine Strategie dar, die die neoliberale politische und wirtschaftliche Ordnung in Frage stellt und auf Forderungen nach einer umfassenderen Demokratie reagiert – als solche weckt er weltweit zunehmendes Interesse. Die Bürgerplattformen, die insbesondere in den großen Städten Spaniens regieren, sowie die »Ciudad Futura« in Argentinien, die »Indy Towns« im Vereinigten Königreich oder der demokratische Konföderalismus in Kurdistan haben uns trotz ihrer Fehltritte und Einschränkungen einen Einblick in das transformative Potenzial lokalen Handelns gegeben.… weiterlesen

Nachrichtenagentur Firatnews (ANF) mit aktuellen Meldungen – nun auch auf Deutsch

Pressemitteilung zum Start der Nachrichtenagentur Firatnews in deutscher Sprache, 05.12.2017
Die Medienlandschaft in der Türkei  gilt als weitgehend gleichgeschaltet. Die meisten Zeitungen, Verlage, Fernsehsender und Nachrichtenagenturen stehen entweder unter staatlicher Kontrolle oder gelten als regierungsnah. Die wenigen Nachrichtenquellen, die sich dieser Tendenz zu widersetzen versuchten, stehen spätestens seit dem Putschversuch 2016 unter massivem Druck der AKP-Regierung. Noch schwieriger wird es, wenn Journalisten sich an das Thema Kurdistan wagen. Auch wenn es nie ein offizielles Gesetz hierzu gab, galt die Berichterstattung über die kurdischen Siedlungsgebiete der Türkei als verboten. Wer sich dennoch daran wagte, musste nicht selten mit dem Leben dafür zahlen.… weiterlesen

Öcalan: „Großer Patriotismus bedeutet Wiederaufforstung und das Pflanzen von Bäumen“

Abdullah Öcalan über die Rückkehr zur Sozialökologie, 04.12.2017
So wie das System die gesellschaftliche Krise in das Chaosintervall geführt hat, so hat auch die Umwelt begonnen, in Form von lebensbedrohen­den Katastrophen S.O.S.-Signale auszusenden. Krebsartig wuchernde Städte, verschmutzte Luft, die durchlöcherte Ozonschicht, das rapide beschleunigte Aussterben von Tier-und Pflanzenarten, die Zerstörung der Wälder, die Verschmutzung der Gewässer durch Abfälle, sich auftürmende Müllberge und das unnatürliche Bevölkerungswachstum haben die Umwelt ins Chaos und zum Aufstand getrieben. Es geht nur um den maximalen Profit, ohne Rücksicht darauf, wie viele Städte, Menschen, Fabriken, Verkehrsmittel, syn­thetische Stoffe, verschmutzte Luft und verschmutztes Wasser unser Planet verkraften kann.… weiterlesen

Frauenrat von Syrien gegründet

Interview mit Nujin Yousuf, Vorstandsmitglied des Frauenrates von Syrien; für den Kurdistan Report November/Dezember 2017
Am 8. September 2017 fand in Manbidsch (kurd.: Minbic, eine am 15. August 2016 durch die Demokratischen Kräfte Syriens QSD vom IS befreite Stadt mit überwiegend arabischer Bevölkerung) der Gründungskongress des Frauenrates von Syrien statt. Dieser Rat spielt als Dachverband von Frauen sowohl für die sozialen Fragen als auch für die Lösung der Krise in Syrien eine wichtige Rolle. Wir fragten Frau Nujin Yousuf, wie es zu diesem Kongress kam, was dort besprochen und beschlossen wurde und welche Rolle dieser Rat spielen wird.… weiterlesen

Deutschland und das PKK-Verbot: Ein Fass ohne Boden

Die aktuelle Debatte um die Ausweitung des Verbots, Civaka Azad Dossier Nr. 13, 28.11.2017
Im Jahr 2014 wurde die deutsche Öffentlichkeit Zeugin eines kurzzeitigen Sinneswandels: „Die PKK gehört zu Deutschland“ titelte die TAZ am 3. September 2014. Man müsse über die Bewaffnung der PKK sprechen, sagte der Fraktionsvorsitzende der CDU Volker Kauder im Interview mit Spiegel Online am 16. Oktober 2014. Ob es nicht „schizophren oder pervers sei“, wenn die Bundesregierung auf der einen Seite die PKK für ihre Taten im Mittleren Osten lobe und sie auf der anderen Seite in Deutschland strafrechtlich weiter verfolge, fragte das Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele am 1.… weiterlesen

Der Gesellschaftsvertrag der Demokratischen Föderation von Nordsyrien

Ein Beispiel für ein friedliches Syrien der Zukunft – Der Gesellschaftsvertrag der Demokratischen Föderation von Nordsyrien, 25.11.2017
Die Revolution von Rojava steht im krassen Kontrast zu den monistischen Staaten des Mittleren Ostens, die auf eine Identität, eine Nation und eine Sprache und eine Religion setzen und jede Abweichung diskriminieren oder gar zu vernichten versuchen. Rojava umfasst viele Ethnien, viele Identitäten, viele Religionen und Weltanschauungen und zielte von Beginn der Revolution darauf ab, durch direkte Repräsentation aller gesellschaftlichen Gruppen ein Modell von pluralistischer, radikaler Demokratie zu schaffen. Dieses Denken schlägt sich auch im Namen wieder – Rojava ist ein kurdischer Name, doch die Demokratische Föderation Nordsyrien repräsentiert nicht nur Kurdinnen und Kurden, daher reichte die ursprüngliche Bezeichnung der Region nicht aus.… weiterlesen

Botschaft aus Chiapas an die Frauenbewegung Kurdistans

Brief des Indigenen Regierungsrats an die Gemeinschaft der Frauen Kurdistans (KJK), 24.11.2017
Compañeras und Hermanas (1), Wir Frauen – versammelt in der Asamblea des Congreso Nacional Indígena (2), der seit 21 Jahren die Pueblos originarios (3) Mexikos verbindet – als Delegiertinnen, Indígenas originarios (4) Mexikos, als Rätinnen und als Sprecherin des Indigenen Regierungsrats (5) der Pueblos Amuzgo, Tojolabal, Ñahñu/Ñatho, Nahua, Wixárika, Tzeltal, Maya, Tohono Odham, Totonaco, Binniza, Tzotzil, Guarijio, Kumiai, Chol, Purépecha, Mayo, Rarámuri, Tepehuano, Me ´phaa, Popoluca, Zoque, Cochimi, Coca, Cora, Yaqui, Mam, Mazahua, Tenek, Chiananteco, Na Savi, Cuicateco, Mixe, Triqui, Ikoots, Chichimeca und Mazateco – senden Euch einen schwesterlichen Gruß (6).… weiterlesen

Ilısu-Staudamm wieder in der Öffentlichkeit und Kritik – aber die Zerstörung geht weiter

Ercan Ayboga, Initiative zur Rettung von Hasankeyf, 23.11.2017
Die Diskussion über das Ilısu-Staudamm- und Wasserkraftwerksprojekt am Dicle (Tigris) in Nordkurdistan und die Kritik daran haben im Sommer 2017 wieder erheblich zugenommen. Jahrelang war es in der breiten Öffentlichkeit relativ still gewesen, selten kamen Nachrichten über das Ilısu-Projekt und den von der Flutung bedrohten antiken Ort Heskîf (Hasankeyf) in den Mainstream- oder größeren türkischen oder internationalen Medien. Nur kurdische und einige linke Medien waren regelmäßiger interessiert, wie es mit einem der weltweit kon troversesten Talsperrenprojekte aussieht. Ein Schritt zurück … Das Ilısu-Projekt wurde 1997 von der türkischen Regierung in Angriff genommen, fast genauso alt sind die Kampagnen gegen dieses zerstörerische Projekt.… weiterlesen

Die Freiheit erkämpfen, spüren und leben können …

Ein Gespräch über den Aufbau der ersten Internationalen Akademie der YPJ, von Andrea Benario für den Kurdistan Report November/Dezember 2017
Wie können Frauen zu einer Kraft werden, in der sie sich aus der ihnen auferlegten »Opferposition« befreien? Was bedeuten die Erfahrungen der YPJ für Frauen, die in verschiedenen Ländern der Welt gegen jegliche Form von patriarchaler Gewalt und Militarismus ihre Selbstverteidigung organisieren wollen? Wie können Frauen zu einer organisierten Kraft werden und ihre Kämpfe miteinander verbinden? Für Frauen, die auf der Suche nach Antworten auf diese und ähnliche Fragen sind, hat die YPJ nun mit dem Aufbau einer Internationalen Frauenakademie begonnen.… weiterlesen

„Che würde heute an Seite der PKK kämpfen“

Jean Ziegler im Gespräch mit Serkan Demirel von der Nachrichtenagentur Firatnews, 13.11.2017
Der Freund des lateinamerikanischen Revolutionärs Ernesto „Che“ Guevara, Vize-Präsident des Beirats des UN-Menschenrechtsrats, früherer UN Spezialbeauftragter in Fragen des Rechts auf Essen, Soziologe sowie Autor Jean Ziegler bewertete in einem Gespräch mit Firatnews die Entwicklungen in der Türkei und in Kurdistan. „Was gerade in Nordkurdistan geschieht ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ Ziegler sprach über den UN im März veröffentlichten UN-Bericht zur Lage in den nordkurdischen Provinzen und sagte: „Der türkische Staat hat in den Provinzen Nordkurdistans grausame Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit haben ein solches Ausmaß erreicht, dass die Türkei vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht werden sollte.… weiterlesen