“Entweder Sozialismus oder Barbarei, entweder die Gesellschaft oder das Nichts”

Abdullah Öcalan-neuBotschaft von Abdullah Öcalan zum 1. Mai
Wir befinden uns inmitten der kapitalistischen Krise und noch nie in der Geschichte der Menschheit war das Bedürfnis nach dem Sozialismus so groß wie heute. Doch gerade heute befindet sich der Sozialismus aufgrund von ideologischen und praktischen Mängeln ebenso sehr in einer Krise wie der Kapitalismus. Es gibt keine objektiven Gründe für die sozialistische Krise, die Gründe sind viel mehr subjektiver Natur. Sie beruhen auf mangelndem Bewusstsein, fehlender Organisierung und einer unzureichenden Praxis. Selbstverständlich ist auch die Hegemonie der kapitalistischen Ideologie ein Grund für die sozialistische Krise. Aber die Hauptursache liegt in der mangelnden sozialistischen Ideologie und Praxis, an der fehlenden Einheitlichkeit von Bewusstsein und Praxis.… weiterlesen

Internationale Persönlichkeiten fordern Freilassung kranker Gefangener in der Türkei

hastatutsakInternationaler Appell an die türkische Regierung, 10. April 2014
In einem Brief an Mi­nis­ter­prä­si­dent R.T. Erdoğan und Jus­tiz­mi­nis­ter Bekir Bozdağ haben welt­weit Hun­der­te, dar­un­ter In­tel­lek­tu­el­le, Po­li­ti­ke­rIn­nen und Künst­le­rIn­nen, die Frei­las­sung kran­ker Ge­fan­ge­ner in tür­ki­schen Ge­fäng­nis­sen ge­for­dert. Zu den Un­ter­zeich­ne­rIn­nen ge­hö­ren unter an­de­rem Prof. Noam Chomsky, Prof. Im­ma­nu­el Wal­ler­stein, Des­mond Tutu, Sela­hat­tin De­mir­taş, Ko-Vor­sit­zen­der der Par­tei für Frie­den und De­mo­kra­tie, Oscar Oli­vera, Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te, die bri­ti­schen Men­schen­rechts­an­wäl­te Fran­ces Web­ber, Mar­ga­ret Owen OBE, Ga­reth Peir­ce, Loui­se Chris­ti­an, die Sinn-Fein-Ab­ge­ord­ne­ten Pat Shee­an und Conor Mur­phy, der Phi­lo­soph und ehe­ma­li­ge un­ga­ri­sche Ab­ge­orndne­te G. M. Tamás und der ka­tho­li­sche Bi­schof Jac­ques Gail­lot.… weiterlesen

Öcalans Botschaft zu Newroz 2014: Zeit für Verhandlungen

Abdullah Öcalan-neuAbdullah Öcalan, 21. März 2014, Gefängnis Imrali
(…) Der Frieden ist schwieriger als der Krieg, aber jeder Krieg hat seinen Frieden. Wir haben furchtlos Widerstand geleistet, wir werden auch den Frieden nicht fürchten. Unser Widerstand richtete sich nicht gegen die Geschwistervölker, sondern gegen ein System mit hegemonialem Charakter, das ignorierte, vernichtete, verleugnete und unterdrückte. Daher ist auch unser Frieden nicht für die Regierungen oder Staaten, sondern für die Völker Anatoliens, Kurdistans und Mesopotamiens, die sich die Jahrtausende alten Werte dieses Bodens zueigen gemacht und ein kulturelles Welterbe geschaffen haben. Regierung und Staat fällt die Aufgabe zu, eine dementsprechende Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen.… weiterlesen

»Wir fordern keine Amnestie. Wir fordern die Anwendung des Gesetzes.«

kelebekFreilassung der kranken Gefangenen in der Türkei!
Bianca Winter, Kampagne Demokratie hinter Gittern
»Die Schmerzen, die Erinnerungen und die Wut des kurdischen Volkes sind noch frisch. Wenn es um die politischen Entwicklungen in unserem Land geht, sind die Gefängnisse deswegen genau die Orte, die wir besonders beobachten.« Trotz des begonnenen Dialogs zwischen der kurdischen Freiheitsbewegung und türkischem Staat halten die Verhaftungen im Rahmen der sogenannten KCK-Verfahren (KCK = Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdi­stans) an. Wegen Terrorvorwürfen wurden seit 2009 über 9.000 meist kurdische JournalistInnen, RechtsanwältInnen, MenschenrechtsaktivistInnen, GewerkschafterInnen, Frauenaktivistinnen, BürgermeisterInnen oder Studierende hinter Gitter gebracht. Die AKP-Regierung ist deswegen auch international stark unter Druck geraten, aber bislang nicht bereit, diese Gefangenen freizulassen.… weiterlesen

KINOSTART: „HÊVÎ – HOFFNUNG“

poster-heviab 6. März im Kino, ein Film von Yüksel Yavuz
Der Dokumentarfilm Hêvî -Hoffnung handelt von vier kurdischen Frauen, die sich gegen die Unterdrückung und Gewalt in ihrem Land einsetzen. Der Regisseur Yüksel Yavuz porträtiert die Schicksale dieser Frauen, welche auf unterschiedliche Weise Wege gefunden haben, Widerstand gegen Ungerechtigkeiten zu leisten. Die Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Eren Keskin schildert ihre Erfahrungen aus den  90er Jahren. Keskin geht insbesondere auf die Lage der kurdischen Frauen während des bewaffneten Krieges zwischen den kurdischen Guerillas und dem türkischen Staat ein, die vor allem mit sexueller Gewalt erniedrigt und unterdrückt wurden.… weiterlesen

HEUTE BEGINN DER JINEOLOJÎ-KONFERENZ + LIVESTREAM

jineolojiRadikales Denken aus Frauenperspektive – 1. Frauenkonferenz der Jineolojî – 28. Februar bis 02. März an der Uni Köln
Heute beginnt ab 15 Uhr die erste Frauenkonferenz zur Jineolojî an der Universität in Köln mit dem Titel „Radikales Denken aus Frauenperspektive“. Neben Eröffnungsreden und Grußbotschaften wird es auch einen Film und Konzert von kurdischen Musikerinnen geben. Am Samstag und Sonntag wird es verschiedenste Vorträge geben von Referentinnen aus Südafrika, den Philippinen, verschiedenen europäischen Ländern, der Türkei und Kurdistan in denen relevante Aspekte der Jineolojî beleuchtet werden. Es werden die Bedeutung von alternativen Geschichtswissenschaften und matriarchalen Gesellschaften diskutiert werden.… weiterlesen

Der Öcalan-Moment

Internationale Initiative »Freiheit für Abdullah Öcalan – Frieden in Kurdistan«,  14.02.2014
In jeder größeren Stadt in Europa sind die Plakate dieser Tage unübersehbar. In riesigen Lettern porträtieren sie Nelson Mandela mit drei Worten: „Revolutionär, Gefangener, Präsident‟. Hinter ihnen sehen wir Mandela mit einer in die Höhe gereckten Faust. Hollywood verdichtet die Geschichte einer Revolution auf eine Erzählung von 141 Minuten. Im wirklichen Leben dauern die Kämpfe länger, zu lange, unerträglich lang. Mandela war 27 Jahre im Gefängnis, der Kampf gegen die Apartheid für politische Gleichheit währte Jahrzehnte. Auch die Kurden kämpfen seit Dekaden für Freiheit, und ihr Anführer ist noch immer im Gefängnis.… weiterlesen

Öcalans Freiheit ist eine Notwendigkeit für die Lösung des Kurdistan-Konflikts

Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK)Analyse der YXK zur Rolle Abdullah Öcalans im aktuellen İmralı-Prozess, 15.02.2014
Die Kurdische Frage ist eines der gravierendsten gesellschaftlichen Proble-me des Nahen und Mittleren Ostens. Sie hält die Gesellschaften Syriens, Iraks, Irans und vor allem der Türkei über die Grenzen der bestehenden Nationalstaaten hinweg in Atem. Die kurdische Identität ist nach wie vor nicht akzeptiert, sodass KurdInnen ihre kulturellen und politischen Rechte vorenthalten werden. In der Vergangenheit wurde die kurdische Identität vollständig verleugnet und verboten. Dagegen richtet sich seit langem Widerstand, unter anderem der der 1978 gegründeten Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), deren Mitbegründer und damals wie heute führender Theoretiker und Praktiker Abdullah Öcalan ist.… weiterlesen

Radikales Denken aus Frauenperspektive – Jineolojî

jineoloji konferenz1. Frauenkonferenz der Jineolojî – 28. Februar bis 02. März an der Uni Köln
(…) Das Anliegen dieser Konferenz ist es, die herrschende Wissenschaft und ihre patriarchale und kapitalistische Struktur zu hinterfragen und zu demontieren und gleichzeitig zukunftsgerichtet alternative Konzepte von Frauenwissenschaften und alternative Formen des Denkens und Lebens zu entwerfen, zu teilen und zu diskutieren. Wir beabsichtigen im Rahmen dieser Konferenz 2½ Tage gemeinsam zu verbringen und gemeinsam als Frauen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Kontexten, Fachbereichen, Kämpfen und geografischen Regionen uns auszutauschen, mit dem Ziel weitere Schritte aufeinander zuzugehen um gemeinsam für eine freie, demokratische und ökologische Gesellschaft zu kämpfen.… weiterlesen

Eine neue Form der internationalen Solidarität

Duran KalkanDemokratische Autonomie versus Nationalstaat, Duran Kalkan, Mitglied des Exekutivrates der KCK im Gespräch für den Kurdistan Report
Was können wir unter Demokratischer Autonomie oder dem Demokratischen Konföderalismus verstehen? Ist dieses System regional begrenzt und wird damit nur die kurdische Bevölkerung angesprochen? Die Demokratische Autonomie kann ich, indem ich einen historischen Abriss mache, wie folgt erklären: Früher gab es die Bezeichnung einer außerstaatlichen Gesellschaft, die später auch als Zivilgesellschaft bekannt wurde. Sie stand auch für demokratische Errungenschaften. Gewisse Teile der Gesellschaft haben durch eine Form der Selbstorganisierung gewisse ökonomische und demokratische Rechte errungen. Vor einiger Zeit waren beispielsweise in Westeuropa die Gewerkschaften sehr stark.… weiterlesen

Eine kurdische Geschichte: “Der Imker”

präsentiert von Bravehearts International mit Unterstützung von Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. 
Kinostart 30.01.2014
Nach «Unser Garten Eden» erzählt Mano Khalil die berührende Geschichte von Ibrahim Gezer. Die Wirren des türkisch-kurdischen Krieges haben ihm alles genommen: seine Frau und Kinder, seine Heimat und mit seinen über fünfhundert Bienenvölkern auch die Lebensgrundlage. Geblieben ist ihm nur seine Liebe zu den Bienen und das unerschütterliche Vertrauen in den einzelnen Menschen, egal welcher Herkunft. Nach einer langen und entbehrungsreichen Odyssee hat der Imker dank seiner Leidenschaft für die Bienenzucht in der Schweiz zurück zum Leben gefunden. Synopsis von “Der Imker” In „Der Imker“ zeichnet Mano Khalil ein berührendes Portrait von Ibrahim Gezer.… weiterlesen

Rojava-Revolution: Wichtige Schritte in Richtung Selbstverwaltung

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 08.01.2014
Der Übergangsrat zur Bildung der Selbstverwaltung in Westkurdistan hat bei seiner Tagung am 6. Januar in Amudê wichtige Beschlüsse gefasst. So wurde die Region Westkurdistans in drei Kantone, namentlich Cizîr, Kobanê und Efrîn aufgeteilt. Jede dieser Kantone wird ihre eigene “Demokratisch-Autonome Verwaltung” wählen, welche aus je 101 Gewählten zusammengesetzt werden soll. Um in diesem gesetzgebenden Selbstverwaltungsrat gewählt zu werden, bedarf jeder Kandidat 15.000 Stimmen. Binnen vier Monaten sollen in allen drei Kantonen Wahlen vorbereitet und durchgeführt werden. In einem nächsten Schritt soll daraufhin eine Koordination der drei Kantone untereinander geschaffen werden.… weiterlesen

Öcalans Nachruf auf Nelson Mandela

ocalan“Ein glänzender Stern, der die Völker Afrikas erleuchtete”
Die Tränen, die Menschen heute überall auf der Welt für Mandela vergießen, die Geschichten die nun über ihn erzählt werden, sowie die Weisheit, die er allen anderen Freiheitsbewegungen hinterlassen hat, zeigen uns seine Bedeutung auf. Die Geschichte der Völker der Welt wird zumeist durch die rück­sichtslose Überheblichkeit derjenigen gestaltet, die sie in ihren Klauen zu halten versuchen. Diese Überheblichkeit zeigt sich bisweilen deswegen, weil die ganze Welt der Unterdrückung zuschaut, ohne sie zu sehen, bisweilen durch das Böse eines Totalitarismus und die Banalität, welche es nährt. Während die Paten des Bösen stets voller Scham das Knie beugen und um Vergebung bitten oder als eine zwielichtige Seite im Buch der Geschichte landen, zeigt sich der Kampf gegen die Banalität des Bösen und den aufstrebenden Totalitarismus in der einzigen Sache, die alle Böden der Welt zugleich befeuchtet: den Tränen des unterdrückten Menschen.… weiterlesen

Bese Hozat: Die PKK ist eine Partei der Frauen

Bese Hozat, Kovorsitzende des Exekutivrats der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK), im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Firat (ANF)
Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Firat (ANF) bewertet die Kovorsitzende des KCK-Exekutivrates Bese Hozat anlässlich des 35. Jahrestages der Gründung der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) den Kampf um die Freiheit der Frau in den Reihen der PKK. Im Folgenden geben wir eine gekürzte Fassung des Interviews wieder: Wenn von der PKK die Rede ist, dann ist eines der ersten Themen, die einem in den Sinn kommt, die Rolle der Frauen innerhalb der Partei. Der inhaftierte PKK-Vorsitzende Abdullah Öcalan sprach einmal davon, dass die PKK eine Partei der Frau ist.… weiterlesen

Es lebe der organisierte Kampf und die internationale Frauensolidarität!

Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V., 11.11.2013
Zum 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, grüßen wir alle Frauen im Sinne des Kampfes um Freiheit, Demokratie und gesellschaftlicher Gerechtigkeit. Am 25. November 1960 wurden die drei Mirabal-Schwestern, die einen aktiven Platz in dem Kampf gegen die Trujillo-Diktatur der Dominikanischen Republik einnahmen, ermordet. Dieses Datum steht genauso für den Widerstand gegen ein 5000 Jahre andauerndes patriarchales System der Frauen-Vernichtung. Indem wir mit Respekt den Mirabal-Schwestern gedenken, grüßen wir auch alle sich organisierenden, kämpfenden Frauen der vier Himmelsrichtungen. In der heutigen Realität durchleben alle Kräfte des kapitalistischen Systems einen Prozess des großen Chaos.… weiterlesen

Es gibt keine Rezeptlösung für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Diskussionen über die Wirtschaft in der Demokratischen Autonomie, von Mako Qoçgirî
Der Lösungsprozess in der kurdischen Frage kommt derzeit wahrlich langsam voran. Die kurdische Seite ist ihrer Verantwortung in der ersten Stufe des Prozesses gerecht geworden, nun ist die türkische Regierung am Zug. Doch bisher reden die Herrschaften der AKP zwar viel von Lösung, in der Praxis hat sich bislang jedoch recht wenig getan. Für die kurdische Seite bedeutet das aber noch lange nicht, dass es derzeit nichts zu tun gäbe. Denn die Frage, wie das Leben in der kurdischen Gesellschaft in Zukunft gestaltet werden soll, ist mehr von Bedeutung denn je.… weiterlesen

Eine demokratische Lösung der kurdischen Frage

Staat Gewalt und macht-Abdullah ÖcalanProf. Werner Ruf
Rezension: Jenseits von Staat, Macht und Gewalt / von Abdullah Öcalan
(…) Gerade im kulturellen und konfessionellen Pluralismus des Nahen und Mittleren Ostens sieht Öcalan die Chance für eine lebendige, basisorientierte Demokratie. Sie ist nur durch ein Höchstmaß an Autonomie und Abbau zentralstaatlicher Gewalt zu erreichen. Die mittel- bis langfristige Perspektive für eine solche am Frieden in der Region orientierte Lösung ist ein föderales zusammengehen der Staaten, die dadurch nicht in ihrem derzeitigen territorialen Bestand gefährdet werden, wohl aber in ihren inneren Strukturen verändert werden müssen. (…) Der Autor der Buches, Führer der PKK, wurde am 15.… weiterlesen

Verlauf und Forderungen im Lösungsprozess in der kurdischen Frage

newroz 2013“Der Weg zur Lösung” – Verlauf und Forderungen im Lösungsprozess in der kurdischen Frage, Civaka Azad Dossier Nr. 5,  August 2013
(…) Der Beginn der Guerillakräfte hat begonnen und die erste Phase des Lösungsprozesses gilt seit dem 1. Juni als abgeschlossen. Nun ist die türkische Regierung in der zweiten Stufe des Lösungsprozesses zum Handeln aufgefordert. Zwar hat sie gleich mehrfach öffentlich bekundet, dass sie sich ernsthaft der Lösung der kurdischen Frage annehmen will und dadurch große Erwartungen in der kurdischen und internationalen Öffentlichkeit geweckt. Doch in der Praxis lassen die notwendigen Schritte noch auf sich warten.… weiterlesen

„Erdogan könnte gemeinsam mit Abdullah Öcalan den Friedensnobelpreis bekommen …“

Essa MoosaUlf Petersen führte das Interview mit Essa Moosa
(…) Abdullah Öcalan genießt unter den ehemals Unterdrückten in Südafrika viel Sympathie und Unterstützung, da ihre Anführer gleiche Erfahrungen gemacht haben. Sie haben sich mit dem Kampf des kurdischen Volkes identifiziert. Wir haben eine Organisation von Veteranen des Kampfes gegen die Apartheid. Sie haben Verbindungen zu einer kurdischen Veteranenorganisation aufgebaut und Abdullah Öcalan einen Friedenspreis für seine Rolle als Initiator eines friedlichen Dialogs mit der Erdogan-Regierung verliehen. Sie suchen noch nach einem Weg, ihm diesen Preis zukommen zu lassen. (…) Essa Moosa war einer der Anwälte Nelson Mandelas.… weiterlesen

Für alle, die eine andere Welt für möglich halten

sebahat tuncelDemokratische Autonomie als antikapitalistische Perspektive
Sebahat Tuncel, BDP-Abgeordnete im türkischen Parlament, Istanbul
Wie Sie wissen, hat die kurdische Frage eine beinahe 200-jährige Geschichte im Nahen/Mittleren Osten. Die KurdInnen spielten im sogenannten „Befreiungskampf“ der Türkei eine wichtige Rolle, weswegen die Verfassung von 1921 diesen Umstand entsprechend mit Vorsicht behandelte. Diese „Vorsicht“ hielt jedoch nicht lange an: Mit der neuen türkischen Verfassung von 1924 wurden alle nicht-türkischen Kulturen, Identitäten, allen voran die KurdInnen, verleugnet. Durch die verfassungsmäßige Legitimation konnte die offizielle türkische Staatsdoktrin, die die Assimilation beinhaltet, widergespiegelt werden; und wenn Assimilation nicht verwirklicht werden konnte, drohte die Vernichtung.… weiterlesen