Ein Widerstand für alle Frauen dieser Welt

hevi ibrahimDie Vorsitzende der demokratisch-autonomen Verwaltung im Bezirk Afrîn, Hêvi Ibrahim, im Gespräch mit der Tageszeitung Radikal, 01.02.2014
(…) Wir wollen, dass alle Frauen in ihrem Leben erfolgreich sind. Heute leistet die kurdische Frau in Rojava einen wichtigen Widerstand für alle Frauen dieser Welt. Aber auch hier hat sie noch viel Arbeit zu erledigen. Sie muss noch mehr arbeiten, gerade weil sie bis heute überhaupt keine Stellung im öffentlichen Leben haben durfte. Die Frau in Rojava hatte am meisten zu gewinnen und insbesondere sie war bei dieser Revolution immer ganz vorn mit dabei. Damit sie nun die Rolle einnehmen kann, die ihr gebührt, muss sie nun auch in der demokratisch-autonomen Verwaltung ihren Platz einnehmen.… weiterlesen

Alle kurdischen Kantone rufen Demokratische Autonomie aus

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 31.01.2014
Ausrufung der Demokratischen Autonomie in Cizîre, Kobanî und Efrin – Wahlen binnen vier Monaten geplant – Feierlichkeiten und Solidatitätsbekundungen über die Grenzen Rojavas hinaus – „Vorgeschmack auf pluralistisches und demokratisches Syrien“
Im Norden Syriens haben die drei kurdischen Kantone Cizîre, Kobanî und Efrin die Demokratische Autonomie ausgerufen. Alle drei mehrheitlich von Kurdinnen und Kurden besiedelten Gebiete verfügen nun über eine eigenständige Verwaltungen, die aus je einem 101-köpfigen gesetzgebendem Rat, 21 Ministerien und drei Exekutivratssprechern bestehen. Bereits Anfang Januar hatte der „Übergangsrates zur Bildung der Selbstverwaltung in Westkurdistan“ die kurdischen Gebiete im Norden Syriens in drei Kantone aufgeteilt und der Bevölkerung in den jeweiligen Kantonen den Auftrag gegeben, ihre Demokratisch-Autonomen Verwaltungen aufzubauen.… weiterlesen

Für die Ermöglichung humanitärer Hilfe in den kurdischen Provinzen Syriens – Rojava

civaka azadErklärung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 30.01.2014
Die kurdische Bevölkerung setzt sich in Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 intensiv für Frieden sowie den Aufbau einer demokratischen und gleichberechtigten Gesellschaft ein. Trotzdem – oder gerade deshalb – verhindern sowohl das syrische Regime als auch Gruppen, die zur Al-Qaida gehören, ebenso wie die Türkei, Saudi-Arabien, Katar sowie weitere Regionalmächte, dass humanitäre Hilfsmittel und lebenswichtige Ressourcen wie Lebensmittel, Öl, Gas, Wasser und Medikamente diese Region erreichen können. Faktisch wird seitens der genannten Akteure, neben ständigen militärischen Angriffen, ein Embargo gegen die kurdische Bevölkerung und die demokratischen Strukturen in der Region aufrechterhalten.… weiterlesen

Basisdemokratie im Bürgerkrieg – Reise nach Rojava

syria_thanks_visitReisebericht des Bundestagsabgeordneten Jan van Aken, 22.01.2014
Anfang Januar 2014 konnte ich mit einer kleinen Delegation den überwiegend kurdisch bewohnten Nordosten Syriens besuchen. Dort hat sich inmitten des blutigen Bürgerkrieges eine demokratisch organisierte Selbstverwaltung gebildet, die von außen massiv bedroht wird: militärisch durch das Assad-Regime wie durch Dschihadisten, und ökonomisch durch ein striktes Embargo der Nachbarländer. Es ist absurd, gerade für jemanden der Krieg und Waffen so sehr ablehnt wie ich. Aber von all den starken Eindrücken unserer Syrien-Reise drängt sich mir ein Bild immer wieder auf: Ein rosa Haarband. Eine junge Frau, inmitten Dutzend anderer kurdischer Männer und Frauen, stillgestanden, Kalaschnikow in der Hand, auf kurzem Fronturlaub, nur notdürftig militärisch ausgestattet, in privaten Turnschuhen, mit Jeans und eben diesem rosa Haarband. … weiterlesen

Syrien: zwischen Krieg, Embargo und Basisdemokratie

jan-van-akenPlenarrede von Jan van Aken (DIE LINKE) im Bundestag, 16.01.2014
(…) Dieses demokratische Experiment wird jetzt von zwei Seiten existenziell bedroht, auf der einen Seite durch militärische Angriffe: Die Islamisten, aber auch die Assad-Truppen greifen ständig an und versuchen, das zu zerstören. Auf der anderen Seite ist die Region durch ein striktes Embargo seitens der Türkei und des Irak fast komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Dahinter steht die Politik der Türkei, Herr Steinmeier, die versucht, jede Art von kurdischer Selbstverwaltung in der Region schon im Keim zu ersticken. Deshalb versucht die Türkei, die eine Region in Syrien, die sich gegen den Krieg stellt, die sich demokratisch organisiert, durch eine strikte Blockade in die Knie zu zwingen.(…) Frau Präsidentin!… weiterlesen

Sollten die Kurden nicht als dritte Kraft anerkannt werden, werden sie die Genfer Konferenz ablehnen!

Sabri OkSabri Ok, Mitglied des Exekutivrats der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans KCK, im Gespräch mit Firatnews (ANF). 15.01.2014
Sabri Ok erklärte gegenüber ANF, dass wenn die Kurden nicht als dritter Kraft anerkannt werden, sie die Genfer Konferenz 2 ablehnen müssen. „Sie sagen, die Kurden können ohne [eigene] Identität nach Genf kommen. Das ist ungerecht und beleidigend gegenüber den Kurden“, so Ok, „Es wird keine Lösung ohne Kurden in Syrien geben. (…) Rojava hat sowieso schon seinen Status bestimmt.“ Im Vergleich zu Lausanne [1923] und Genf sind die Kurden nicht dieselben Kurden wie zur Zeit von Lausanne. Auch die internationalen Kräfte haben nicht die selbe Initiative vor Ort wie damals.… weiterlesen

Der Tigris ist nicht nur innerkurdische Grenze, er markiert die Grenze zweier Gesellschaftssysteme

Embargo gegen die Revolution, Nick Brauns, Journalist und Historiker
Die Revolution in Rojava (Westkurdistan/Nordostsyrien) ist von vielen Seiten bedroht. So kontrollieren und terrorisieren djihadistische Banden weiterhin ganze Regionen und es kommt zu blutigen Anschlägen wie dem gegen die Zentrale des Kurdischen Roten Halbmondes in Kobanî (Ain al-Arab). Doch neben der militärischen Bedrohung sieht sich die Revolution einem Hungerembargo ausgesetzt. Diese Blockade wird nicht nur von der Türkei und den terroristischen Banden durchgesetzt, sondern auch von der Kurdischen Regionalregierung (KRG) im nordirakischen Hewlêr (Arbil) unter Präsident Massud Barzanî mitgetragen. Der Grenzübergang zwischen Südkurdistan und Rojava über den Dicle (Tigris) bei Sêmalka (Faysh Khabur) wurde nach Abschluss des Hewlêr-Abkommens eröffnet.… weiterlesen

Demokratische Autonomie als Lösung für Syrien

salih muslim genf2VertreterInnen der kurdischen und christlichen Gemeinschaft in Syrien kritisieren ihre Nichteinbeziehung in die Syrien-Friedenskonferenz in Montreux
“Der Ausweg aus der Krise in Syrien lautet Demokratische Autonomie”, so die Worte des Co-Vorsitzende der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) Salih Müslim auf einer Pressekonferenz am 23. Januar in der Schweiz. Gemeinsam mit den zwei Vertretern der christlichen Minderheit in Syrien Hanibal Yacoubu (Syrisch-Christliche Einheitspartei) und Bessam Ishak (Syrisch-Christlicher Einheitsrat) sowie die Vertreterin der Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft (TEV-DEM) Ilham Ahmed kritisierte Müslim auf der Pressekonferenz, dass obwohl die Kurden und die christlichen Minderheiten in Syrien rund 20% der Gesamtbevölkerung des Landes ausmachen, nicht zur Syrien Friedenskonferenz eingeladen worden sind.… weiterlesen

Demokratische Autonomie in Rojava

Cizîre ruft als erster der drei kurdischen Kantone in Syrien die Demokratisch Autonome Verwaltung ausDer Kanton Cizîre ruft die Autonome Verwaltung aus, 21.01.2014
Der Kanton Cizîre, einer von insgesamt drei kurdischen Kantone im Norden Syriens, hat am 21. Januar die „Demokratisch Autonome Verwaltung“ ausgerufen. Nach einer Sitzung des „Übergangsrates zur Bildung der Selbstverwaltung in Westkurdistan“ in Amudê wurde bekannt gegeben, dass Cizîre fortan eine eigene Verwaltung mit einem Vorsitz und insgesamt 22 Ministerien erhalten wird. Zum Vorsitzenden der Demokratisch autonomen Verwaltung wurde der Kurde Ekrem Heso gewählt, seine StellvertreterInnen sind die Assyrerin Elizabet Gewriyê und der Araber Husen Ezem. Der Autonome Verwaltungsrat wird aus 101 Mitgliedern bestehen und soll die gesamte Vielfalt des Kantons repräsentieren.… weiterlesen

Rojava-Revolution: Wichtige Schritte in Richtung Selbstverwaltung

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 08.01.2014
Der Übergangsrat zur Bildung der Selbstverwaltung in Westkurdistan hat bei seiner Tagung am 6. Januar in Amudê wichtige Beschlüsse gefasst. So wurde die Region Westkurdistans in drei Kantone, namentlich Cizîr, Kobanê und Efrîn aufgeteilt. Jede dieser Kantone wird ihre eigene “Demokratisch-Autonome Verwaltung” wählen, welche aus je 101 Gewählten zusammengesetzt werden soll. Um in diesem gesetzgebenden Selbstverwaltungsrat gewählt zu werden, bedarf jeder Kandidat 15.000 Stimmen. Binnen vier Monaten sollen in allen drei Kantonen Wahlen vorbereitet und durchgeführt werden. In einem nächsten Schritt soll daraufhin eine Koordination der drei Kantone untereinander geschaffen werden.… weiterlesen

Beweise, dass Waffen nach Syrien gehen

Al-qaidaTolga Tanis, Journalist, Hürriyet, 15.12.2013
Die [türkische] Regierung behauptet immer „wir besorgen keine Waffen für Syrien.“ Aber es gibt Belege dafür, dass seit dem Juni 2013 bisher 47 Tonnen Waffen und Munition nach Syrien geschickt wurde. Die Quelle der Beweise sind die Vereinten Nationen (UN) und des türkischen Statistikamtes (TÜIK). Ich bin zunächst über die Daten der UN auf die Situation aufmerksam geworden. Die UN hat diese Prozedur anhand der Informationen der staatlichen Grenzzölle begonnen. Alle Import-Export Aktivitäten in der Welt werden in der Datenbank Comtrade (Warenhandel), die dem Departement für Statistik unterliegt, zusammengeführt … Und seit dem letzten Monat sind die Informationen auf der Website von Comtrade der Öffentlichkeit zugänglich.… weiterlesen

»Wir sind unter Belagerung«

angriff_rojavaKurden wollen mit eigener Delegation an Syrien-Gesprächen in Genf teilnehmen. Ein Gespräch mit Abdulsalam Mustafa Interview: Karin Leukefeld, Junge Welt, 13.12.2013
Abdulsalam Mustafa ist stellvertretender Europasprecher der Partei der Demokratischen Union (PYD). Er stammt aus Derbasiya in Syrien. Als Kurde nennt er seine Heimat Westkurdistan oder »Rojava« (…) Wir fordern nationale Rechte für die Kurden, und wer diese Forderung unterstützt, den unterstützen wir. Aber, es tut mir leid, das zu sagen: Weder die Opposition noch die Regierung verstehen uns. Wir gehen einen dritten Weg. Darum sind wir auch Mitglied des Nationalen Koordinationskomitees für Demokratischen Wandel, das gegen jede Gewaltanwendung in Syrien ist.… weiterlesen

Das Rojava-Modell wird zum Vorbild werden

Aldar XelilAldar Xelîl, Mitglied des Kurdischen Hohen Rats, hat auf Fragen der Tageszeitung Yeni Özgür Politika zu dem vorübergehenden Regierungsmodells in Rojava (Nordsyrien) beantwortet
Aldar Xelîl, Mitglied des Kurdischen Hohen Rats, erklärte, dass in Kürze in Rojava eine Übergangsregierung ausgerufen wird. Dieses Modell soll auf der Grundlage der Einheit der Völker und einem gemeinsamen Leben zum Vorbild werden. Xelîl erklärte, dass sie im Vorfeld der Genfer Konferenz in Rojava eine Übergangsregierung ausrufen werden und darin der Wille zum gemeinsamen und autonomen Leben aller gesellschaftlichen Gruppen vertreten sein wird. „Die konstituierende Versammlung wird einen gesellschaftlichen Vertrag vorbereiten. Darin sollen die Rahmenbedingungen für das Arbeiten, den Dialog und die Beziehungen untereinander festgelegt werden.… weiterlesen

Die Syrien-Friedenskonferenz „Genf II“ und die Position der KurdInnen

Bewertung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 04.11.2013

Eigentlich war die Syrien-Friedenskonferenz „Genf II“ für den 23. November anberaumt worden. Dass dieser Termin noch eingehalten werden kann, scheint jedoch eher unwahrscheinlich, denn es gibt noch zu viele offene Fragen. Da wäre beispielsweise die entscheidende Frage, wer an der Konferenz teilnehmen wird. Aus den Reihen der sehr heterogenen syrischen Oppositionen haben bereits 19 Gruppen – vor allem islamistischer Couleur – ihre Teilnahme abgesagt. Andere Oppositionsgruppen möchten die Forderung nach einem Rücktritt Assads zur Bedingung ihrer Teilnahme an der Konferenz machen. Auch die Frage, welche Länder an der Genfer Konferenz teilnehmen werden, ist noch nicht geklärt. Zuletzt hatte sich Japan dazu bereit erklärt, was von Russland begrüßt wurde.

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Syrien: Stellvertreterkrieg und »Dritter Weg«

syrienÜber die Hintergründe der Angriffe auf die Revolution in Rojava/Nordsyrien
Devris Çimen, Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e. V.
Ich möchte in diesem Beitrag erörtern, weshalb es zu einem großangelegten Angriff islamistischer Banden und der Freien Syrischen Armee (FSA) auf die befreiten und weitestgehend friedlichen Gebiete Rojavas (Westkurdistans) in Nordsyrien gekommen ist. Dabei gilt es vor allem, die Motive der Unterstützer um die Al-Kaida-Dschihadisten und die FSA zu identifizieren, da es nur so möglich sein wird, die auf den ersten Blick recht widersprüchlichen Angriffe und die chaotische Gemengelage fassbar zu machen. Rahmen der Angriffe Die Angriffe auf Rojava fallen genau in eine Phase der militärischen Zurückdrängung oppositioneller Kräfte um die sogenannte Freie Syrische Armee im Zuge des syrischen Bürgerkrieges.… weiterlesen

Angriffe in Westkurdistan, um einen Status der Kurden in Syrien zu verhindern

serekaniye1Cemil Bayik zum Hintergrund der Situation in Syrien
Von Martin Dolzer, Journalist, Südkurdistan, Ende August 2013
(…) Die Kurden sind nicht mehr die alten Kurden der Ära des 1. und 2. Weltkrieges. Sie haben ihre eigene Identität entwickelt, eigene Organisationen aufgebaut und Repräsentanten gewählt. Sie fordern ein Mitsprache- und Mitbestimmungsrecht bei der Gestaltung der Region. Obwohl versucht wurde die Kurden aus der Geschichte der Menschheit herauszuhalten, haben sie sich zu einer bestimmenden und der dynamischsten Kraft im Mittleren Osten entwickelt. Die Kurden sind diejenigen, die die Demokratisierung der Region vorantreiben und sich für Demokratie und gleiche Rechte für alle Bevölkerungs- und Religionsgruppen einsetzen.… weiterlesen

Die Entvölkerungspolitik Rojavas …

rojavaSelahattin Erdem, 26.08.2013
Der Exekutivrat der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistan (KCK) hat in seiner letzten Erklärung die Bevölkerung von Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien) dazu aufgerufen, nicht aus ihrer Heimat zu flüchten. Der Grund für diesen Aufruf ist die massenhafte Fluchtbewegung aus Rojava der letzten Zeit. Durch den Krieg in Syrien, der ohne jeglichen Regeln geführt wird, wird Rojava geradezu entvölkert.  Die KCK erklärt diese Politik als Spiel, das gegen Rojava gespielt wird. Zunächst wurden gewisse bewaffnete Gruppen aufgebaut, unterstützt und gegen die Revolution und die Bevölkerung von Rojava gehetzt. Diese Angriffe werden gegenwärtig vor allem durch die Al-Nusra-Front durchgeführt.… weiterlesen

Ohne die Freiheit der Frau keine Demokratie

Die PYD CO-Vorsitzende Asya Abdullah im Gespräch mit Pınar Ögünç für die Tageszeitung Radikal, 22.08.2013
Die Türkei führt alle ihre diplomatischen Gespräche über Rojava (Westkurdistan/Syrien) mit der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) mit Salih Muslim. Doch an der PYD-Spitze ist auch eine Frau, Asya Abdullah, vertreten. Wir sprachen mit ihr über den Kampf der Frauen, über die Aufrufe zur Vergewaltigung von kurdischen Frauen durch die Islamisten und über die kommenden Wahlen. Die Türkei hat bezüglich ihrer Politik zu Rojava Salih Muslim statt Sie zum Gesprächspartner erkoren. Ist das das Ergebnis einer Arbeitsteilung? Oder wollte die Türkei das so?… weiterlesen

Bewegung in Rojava ein Modell für das friedliche und gleichberechtigte Zusammenleben der Völker

HDK solidarisiert sich in Istanbul mit Widerstand in RojavaResolution zur Verteidigung und zum Schutz der Kurden in Rojava, 17.08.2013

Nach Jahrzehnten staatlicher Unterdrückungs-, Verleugnungs- und Ausgrenzungspolitik gegenüber den Kurdinnen und Kurden in Syrien hat die Bevölkerung in Rojava (Westkurdistan) seit dem Sommer 2012 ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen. In Rojava wurde mit dem Aufbau einer demokratischen Selbstverwaltung begonnen, die anstellte von engstirnigem und ausgrenzendem Nationalismus oder religiöses Sektierertum auf die Einbeziehung und Repräsentanz aller ethnischen und religiösen Gruppen des Bevölkerungsmosaiks der Region setzt. Eine führende Rolle spielen dabei die Frauen, die sich durch Selbstorganisation von patriarchalen Strukturen und Denkweisen zu befreien versuchen.

weiterlesenBewegung in Rojava ein Modell für das friedliche und gleichberechtigte Zusammenleben der Völker

Die Bevölkerung von Rojava soll entscheiden!

westkurdistan_rojawa_1„Demokratische Autonomie“: Das Gesellschaftsmodell für eine friedliches Miteinander der Völker der Region
Devris Çimen, Journalist und Mitarbeiter im Kurdischen Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 23.08.2013
(…) “Wir haben unser Projekt VertreterInnen der KurdInnen, AraberInnen, AssyrerInnen und ArmenierInnen vorgestellt. Wir haben mit allen diskutiert und sie dazu eingeladen, beim Aufbau des Projekts mitzuwirken. Nun werden wir mit allen Kreisen gemeinsam Sitzungen abhalten, auf denen wir über die nächste Stufe des Aufbaus der Demokratischen Autonomie sprechen werden. Es soll eine Art Gesellschaftsvertrag ausgearbeitet und eine an ihn angebundene Kommission aus allen Teilen der Gesellschaft gegründet werden. Diese Kommission soll Bedingungen für eine demokratische Wahl in Rojava erarbeiten.” (…) „Wir müssen unseren Widerstand auf eine solche Art und Weise führen, dass, nachdem das Assad-Regime abgelöst sein wird, sich die Völker weiterhin in die Augen schauen können.“ Salih Muslim, Kovorsitzender der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) Der syrische Nationalstaat versinkt im Chaos und ein Ende des Bürgerkriegs ist nicht abzusehen.… weiterlesen