Demokratischer Konföderalismus als Alternative zum Kapitalismus

Mustafa Karasu, Exekutivratsmitglied der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK), für den Kurdistan Report Juli/August 2017
Ich grüße hochachtungsvoll die ehrenvollen Teilnehmer der Konferenz, die das Paradigma der Ideen des Vorsitzenden Apo [gemeint ist Abdullah Öcalan, der Ehrenvorsitzende der PKK und der kurdischen Freiheitsbewegung; Anm. d. Red.] diskutieren. Die auf dieser Konferenz diskutierten Ideen sind sehr wertvoll. Insbesondere zur jetzigen Zeit, da die Menschheit in ihrer tiefsten Krise und Depression steckt, die Gedanken des Vorsitzenden Apo zur Lösung dieses Chaos und dieser Krise zu diskutieren, wird vor allem für Europa und die restliche Welt wegweisend dafür sein, eine Lösung für die aus dem Kapitalismus erwachsenden Probleme zu finden.… weiterlesen

„Demokratisches Kurdistan, Demokratische Mittelostföderation, Globaler Demokratiekongress“

Abdullah Öcalan über die Formel „Staat plus Demokratie in Kurdistan“ und die Zukunft in der Region, 04.08.2017
Konkret ist Kurdistan mit der Geschichte, Geographie und den Völkern des Mittleren Ostens so untrennbar verwoben. Diese Tatsache wird durch den Ausschluss des Nationalismus noch bedeutsamer. Der Nationalismus ist der tiefere Grund für die Sackgasse, in der die Beziehungen zwischen Palästina und Israel stecken. Dass dem Nationalismus einer Nation noch religiöser Nationalismus hinzugefügt wurde, hat die Katastrophe vervielfacht. Wenn man stattdessen demokratische Lösungsmöglichkeiten genutzt hätte, hätte es wahrscheinlich weniger Leid gegeben und eine Ordnung errichtet werden können, die günstiger ist als die heutige.… weiterlesen

Die gewöhnliche Banalität der USA

Ferda Çetin, Yeni Özgür Politika, 22.07.2017
Eine Nachricht und ein Bild: Weil die eine Hälfte der Kuppel noch unbeschädigt ist, ist zu erkennen, dass es sich bei dieser Ruine um eine Moschee handelt. Rund um diese Ruine sind Häuser zu sehen, die ineinander gefallen sind. Unter dem Bild ist folgender tragisch komischer Titel zu lesen: Es wird an die Zeit nach dem Sieg in Mossul gedacht. Der Weg, der zum „Sieg“ führte, begann am 18. Dezember 2010 mit der Selbstverbrennung des Tunesiers Muhammed Buazizi. Die Volksaufstände, welche in Tunesien begannen und dann nach Ägypten, Jemen, Algerien, Saudi Arabien, Jordanien, Marokko, Irak und Syrien überschwappten und somit den ganzen Mittleren Osten und Nordafrika umfassten, bereiteten den Weg zum „Sieg“.… weiterlesen

Der Mittlere Osten nach dem Islamischen Staat

Die Rolle regionaler staatlicher und nichtstaatlicher Akteure und Europas bei der Stabilisierung des Mittleren Ostens, Civaka Azad Dossier Nr. 11, 18.07.2017
Die Entwicklungen im Mittleren Osten stehen kurz vor entscheidenden Veränderungen. Der seit 2014 andauernde Krieg gegen den Islamischen Staat (IS) findet derzeit mit den erfolgreichen Operationen in Mossul (Nordirak) und Rakka (Demokratische Föderation Nordsyrien) seinen Abschluss. Während in beiden Städten der militärische Kampf gegen den IS mit voller Intensität andauert, werden auf politischer Ebene die Karten für die Zeit nach dem IS bereits neu gemischt. Die regionalen und globalen Akteure suchen intensiv nach Bündnispartnern, um die Lücke gemäß ihrer Interessen zu füllen, die der IS in Syrien und dem Irak hinterlassen wird.… weiterlesen

Zeit der turbulenten Veränderungen

Eine aktuelle Bewertung von Songül Karabulut, Kurdistan Nationalkongress KNK, für den Kurdistan Report Juli/August 2017
Der Besuch von US-Präsident Trump in Riad und Israel, die Katar-Krise, die fortschreitende Offensive in Raqqa, die Angriffe des Islamischen Staates (IS) in Teheran, der Abzug der Bundeswehr aus Incirlik, die Ankündigung eines Unabhängigkeitsreferendums in Nordirak, die Festnahme eines CHP-Abgeordneten in der Türkei, die wachsende Distanz zwischen EU und USA und vieles mehr sind die Weichensteller der aktuellen politischen Entwicklungen. All diese Entwicklungen zeigen, dass wir noch weit davon entfernt sind, anhand der Puzzleteile schon ein Bild erkennen zu können, wie die neue Weltordnung aussehen wird.… weiterlesen

Die Chiffren zur Demokratisierung des Iran

Fûad Berîtan, Kovorsitzender der freien und demokratischen Gesellschaft aus Ostkurdistan (KODAR), zur orientalistischen Sichtweise auf den Iran und den allgemeinen gesellschaftlichen Dynamiken im Mittleren Osten, 14.07.2017
Die Ereignisse nach den iranischen Wahlen und die sich entwickelnde politische Situation betrifft sowohl die Region als auch die ganze Welt. In der Region betrifft es insbesondere die Kurden. Daher müssen die Entwicklungen im Iran auch richtig bewertet werden, was derzeit leider nicht der Fall ist. Die Entwicklungen werden mit genau demselben Blick betrachtet wie in Europa oder in anderen Teilen der Welt. Dabei haben bisherige westlich geprägte Analysen zu Ereignissen und Entwicklungen im Mittleren Osten immer zu falschen Ergebnissen geführt.… weiterlesen

Der Dreißigjährige Krieg des Mittleren Ostens

Der Journalist Rauf Karakocan vergleicht die gegenwärtige Konfliktsituation im Mittleren Osten mit dem Dreißigjährigen Krieg in Europa und erklärt, weshalb gerade im Falle von Katar der Konflikt eine neue Ebene erreicht. Zum Schluss weist er am Beispiel des kurdischen dritten Weges Perspektiven für die Überwindung des “Dreißigjährigen Krieges des Mittleren Ostens” auf, 10.07.2017
Der Dreißigjährige Krieg begann als Religionskrieg und entwickelte sich zu einem Hegemonialkrieg um die Vorherrschaft im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und anderen Teilen Europas. Er fand schließlich sein Ende in der Gründung des europäischen Staatensystems. Es ist die Rede vom Dreißigjährigen Krieg, der zwischen 1618 und 1648 den europäischen Kontinent in Angst und Schrecken versetzte.… weiterlesen

Die Kurden, ernsthafte politische Akteure im Mittleren Osten

Rıza Altun, Exekutivratsmitglied der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK), zum Status quo im Mittleren Osten und die Dynamiken der Veränderung, für den Kurdistan Report Juli/August 2017
Im Mittleren Osten findet ein sehr komplizierter Kampf statt. Dessen Ergebnis wird zweifellos Veränderung bedeuten. An erster Stelle der grundlegenden Dynamiken, welche die Region zur Veränderung zwingen, kommen die lokalen Akteure; die Völker, Glaubensrichtungen, Frauen sowie revolutionäre und demokratische Kräfte. Die zweite Dynamik stellen die internationalen Kräfte dar. Erstere kämpfen dafür, alle unrechtmäßigen und undemokratischen Zwänge, die der alte Status quo mit sich brachte, zu überwinden und eine demokratische und freie Zukunft aufzubauen.… weiterlesen

Die Zivilisation des Mittleren Ostens

Abdullah Öcalan zur Widerständigkeit der mittelöstlichen Zivilisation und Wegen aus dem Chaos, 06.07.2017
Der Mittlere Osten erlebt gerade eine für ihn spezifische Art eines dritten Weltkrieges. Dieser Krieg unterscheidet sich jedoch von klassischen militärisch-politischen Auseinandersetzungen durch einige Besonderheiten. Tatsächlich findet ein „Kampf der Kulturen“1 statt, jedoch wird dieser Begriff oft falsch interpretiert. Seine historischen und gesellschaftlichen Dimensionen werden oft zu wenig beleuchtet. Die beteiligten Seiten, ihre Methoden und Ziele bleiben so im Unklaren. Obwohl von verschiedenen Plänen und Projekten die Rede ist, wirkt dieser Krieg, als ob er planlos und spontan geführt werde. So, als ob es das Ziel dieses Krieges sei, ein Chaos zu schaffen.… weiterlesen

Die Krise am Golf: Bedeutet eine Niederlage Katars auch die Niederlage der Türkei?

Eine Analyse des Akademikers İlhan Uzgel zur jüngsten Krise in der arabischen Welt und der Rolle der Türkei, 31.06.2017
In den Köpfen der Öffentlichkeit gibt es einige vorurteilsbelastete Einstellungen zur arabischen Welt. Zum Einen dachte man, dass Länder wie Kuwait, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain alle über dieselben gesellschaftlichen und religiösen Wurzeln verfügen und deswegen auch dieselbe Außenpolitik verfolgen würden. Und zum Anderen dachte man, dass all diese Länder in ihrer Außenpolitik stringent auf dem vorgegebenen Kurs  der USA fahren würden. Die jüngste Krise am Golf hat deshalb für einige Verwirrung in den Köpfen der Menschen geführt.… weiterlesen

„Die Kurden werden die großen Verlierer in Syrien sein”

Ein Kommentar von Harun Ercan zu den Apellen der regionalen Staaten im Mittleren Osten gegenüber den Kurden in Syrien, 28.06.2017
Der Mittlere Osten ist eine Region in der sich die ungeahntesten Dinge ereignen können. Bei einem Rückblick in den Oktober 2014 kommt einem die Zeit ins Gedächtnis, in der ein paar dutzend Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten von Rojava (YPG) in den letzten freien Straßen Kobanês kämpften um zu sterben. Heute im Juni 2017 sehen wir die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) unter der Vorreiterrolle der YPG die Hauptstadt des Islamischen Staates (IS) umzingeln und Stadtteil für Stadtteil von den IS-Kämpfern befreien.… weiterlesen

Die arabische Frage im Mittleren Osten

Eine Bewertung von Abdullah Öcalan zur historischen Ursache der heutigen arabischen Probleme und möglichen Lösungsperspektiven, Civaka Azad, 09.06.2017
Um zu begreifen warum zweiundzwanzig arabische Nationalstaaten gegründet wurden, muss zunächst die hegemoniale Konstruktion der kapitalistischen Moderne im Mittleren Osten richtig verstanden werden. Mit historischen Auffassungen, die durch geschichtliche Darstellungen wie der „glorreichen Gründung des Nationalstaates” der Realität spotten, ist eine fundierte Analyse von Staats- und Gesellschaftsfragen nicht möglich. Die sogenannte arabische Frage ist somit nicht mit gängigen links- oder rechtsorientierten, religiös-konfessionellen, ethnischen und stammesartigen Geschichtsinterpretationen des etatistisch-kleinbürgerlichen Nationalismus erklärbar. Die  „arabische Frage“ ist auch nicht reduzierbar auf die Situation von Israel und Palästina, wie es gerne suggeriert wird.… weiterlesen

Britanniens neuer Mittelost-Report

Kolumne von Meral Çiçek, Yeni Özgür Politika, 01.06.2017
Im Mittleren Osten findet momentan ein Dritter Weltkrieg statt. Das Weltsystem der kapitalistischen Moderne versucht sich seit allgemein 200, speziell 100 Jahren im Mittleren Osten zu konstruieren. Der Dritte Teilungskrieg ist unmittelbar als Teil dieses Prozesses zu werten. Die Nationalstaaten, deren künstliche Grenzen nach dem Ersten Weltkrieg gezogen worden sind, besitzen in diesem Zusammenhang funktionellen Charakter und stellen ein Instrument dar, das kontinuierlich Krisen und Chaos, Widersprüche und Konflikte reproduziert. Der Nationalstaat als Modell entspricht nicht dem kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Gewebe des Mittleren Ostens und bekommt sowohl äußerlich als auch innerlich immer tiefere Risse.… weiterlesen

Eine Reise mit der Türkei in die Tiefen der Diplomatie

Hintergrundartikel zum diplomatischen Tauziehen im Mittleren Osten von Harun Ercan, 31.05.2017
Das US-Repräsentantenhaus wurde Ort einer Veranstaltung des Unterausschusses für Auswärtige Angelegenheiten für Europa, Eurasien und aufkommende Bedrohungen1. Die Sitzung hat das für seine Nähe zu Trump bekannte Mitglied im US-Repräsentantenhaus Dana Tyrone Rohrabacher organisiert um über den Gewaltexzess der Leibwächter Erdoğans während seiner US-Reise zu diskutieren. Zu dieser Diskussionsveranstaltung waren auch kurdische, ezidische und armenische Protestierende eingeladen, die Opfer von den Übergriffen der Leibwächter wurden. Es wurden Sätze formuliert, die wahrscheinlich bislang gegenüber keinem anderen Staatspräsidenten formuliert wurden, zu dem die USA auch nur ein minimales Interessensbündnis unterhält.… weiterlesen

Der Orientalist Trump

Fehim Taştekin, 25. Mai 2017, Gazete Duvar
Eine Analyse des Riad-Besuchs von Trump und der Beziehungen zwischen der USA und Saudi-Arabien
Nach der ergiebigen Riad-Reise, auf der die USA ihre Geldbeutel unter Säbelrasseln gefüllt hat, ist es wichtig zu betrachten, wie sich die Beziehung der USA mit Saudi-Arabien auf die regionalen Angelegenheiten auswirken werden. Das ist der eigentliche kritische Punkt. Die Ergebnisse dieser Reise werden einen wichtigen Platz in der Irak- und Syrienpolitik Trumps einnehmen. Diese auf die Eindämmung des  Irans ausgerichtete Annährung kann dazu führen, dass viele gegenwärtige Beziehungen, wie z.B. das Bündnis mit den Kurden in Syrien, neu definiert werden.… weiterlesen

Die kurdische Frage gewinnt einen regionalen Charakter, der türkische Status quo bröckelt

Sykes-PicotBaki Gül, Journalist, Aktuelle Bewertung für den Kurdistan Report Nr. 186  | Juli/August 2016
Die kurdische Frage ist aufgrund ihrer geografischen Auswirkungen, Bevölkerungsanteile und des Charakters der Staaten, auf die Kurdistan aufgeteilt ist, eine Frage der ganzen Region. Denn die Staaten, die heute Kurdistan unter ihrer Herrschaft behalten wollen, Iran, Türkei, Irak und Syrien, durchleben Entwicklungen, die die Tagesordnung des Mittleren Ostens und der Welt bestimmen. Kurdistan wurde 1639 mit dem Abkommen von Qasr-e Schirin zwischen dem safawidischen Iran und dem Osmanischen Reich, der osmanische Teil dann am 16. Mai 1916 mit dem englisch-französischen Sykes-Picot-Geheimabkommen zwischen den späteren Staaten Syrien, Irak und Türkei aufgeteilt.… weiterlesen

Weiterer Schritt in Richtung Präsidialdiktatur: Türkisches Parlament akzeptiert neues Immunitätsgesetz

adana_hdpCivaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 20.05.2016
Das Immunitätsgesetz der AKP hat heute das türkische Parlament passiert. Insgesamt 376 Abgeordnete stimmten für das Gesetz, das in erster Linie gegen die Abgeordneten der Demokratischen Partei der Völker (HDP) gerichtet ist. Da es sich bei dem Gesetz um eine vorübergehende Verfassungsänderung handelt, waren mindestens 367 Ja-Stimmen für die Verabschiedung des Immunitätsgesetzes notwendig. Das Ergebnis zeigt, neben den Abgeordneten der regierenden AKP und der nationalistischen MHP haben auch Teile der kemalistischen CHP für das Immunitätsgesetz gestimmt. Nur 140 Abgeordnete stimmten gegen die Gesetzesvorlage der AKP. HDP: Kampf um demokratische Politik findet nicht nur im Parlament statt In einer ersten Stellungnahme zur verabschiedeten Verfassungsänderung erklärte Ayhan Bilgen, Sprecher der HDP-Fraktion, folgendes: Die Fraktionen der AKP, CHP und MHP haben unter Beweis gestellt, dass das Bestreben, Lösungen für die gesellschaftlichen Probleme in der Politik zu finden, für sie keine Bedeutung hat.… weiterlesen

Hundert Jahre Sykes-Picot: Zerstörung und Aufbau Kurdistans in Zeiten des Chaos

nilüfer_kocAktuelle Bewertung von Nilüfer Koç, Kovorsitzende des Nationalkongresses Kurdistan (KNK), für den Kurdistan Report Nr. 185  | Mai/Juni 2016
Vor hundert Jahren, also am 16. Mai 1916, wurde zwischen Großbritannien und Frankreich das Sykes-Picot-Abkommen zur Aufteilung des Osmanischen Reiches unterzeichnet. Später wurde auch Russland einbezogen. Der britische Offizier Mark Sykes und der französische Diplomat Georges Picot hatten eine geheime Landkarte für den Nahen Osten und Nordafrika erarbeitet, in der sie die osmanischen Provinzen unter sich aufgeteilt hatten. Das Sykes-Picot-Abkommen war Ausdruck reiner imperialer Macht ohne Berücksichtigung der Interessen und Belange der Völker der Region. Es handelte sich hier um absolute koloniale Willkür, die den Grundstein für eine Neuordnung der Region entsprechend ihren eigenen Interessen legte.… weiterlesen

Wer zusieht und diese Kriegsverbrechen zulässt, macht sich mitschuldig

Songül-Karabulut-ist-Exekutivratsmitglied-des-Kurdistan-Nationalkongresses-KNKSongül Karabulut, Bewertung aus der Ausgabe 184 des Kurdistan Reports, März 2016
Es gibt zwei Alternativen, mit ausbleibenden Ergebnissen umzugehen. Die erste besteht darin zu schauen, ob der Lösungsansatz vielleicht falsch war, um ihn zu korrigieren und weiter an der Lösung zu arbeiten, oder zu glauben, der Lösungsansatz sei nicht ausreichend genug vertreten und umgesetzt worden. Die zweite führt dazu, noch fester auf diesem Ansatz zu beharren. Was momentan in der Türkei passiert, kann, denke ich, vor diesem Hintergrund beleuchtet werden. Staatliche Gewalt in den Stätten in NordkurdistanZur Existenzgrundlage der Türkei gehört es seit ihrer Gründung, alle Multiidentitäten ihrer Gesellschaften zu türkisieren und somit zu vereinheitlichen.… weiterlesen

Waffenstillstand in Syrien? – “Gemäßigte” Opposition führt Krieg gegen KurdInnen in Aleppo

Ccpd6F9WEAQpIGGPressmitteilung des Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 08.03.2016
Seit dem offiziellen Beginn des Waffenstillstands in Syrien haben die islamistischen Gruppen der sog. gemäßigten Opposition ihre Angriffe auf Şêx Meqsûd (Scheich Maksud), den kurdischen Stadtteil von Aleppo, deutlich erhöht. Durch den wahllosen Raketenbeschuss und den Einsatz von sog. Höllenkanonen sind allein seit dem 6. März mindestens 17 Zivilisten ums Leben gekommen und 26 weitere Menschen verletzt worden. Am 6. März wurde die Beobachtungsstelle für den Waffenstillstand in Syrien durch die Volksverteidigungseinheiten der YPG schriftlich über die Angriffe islamistischer Gruppen auf Şêx Meqsûd informiert. Die YPG erklärte darin, dass diese Gruppen, den seit dem 27.… weiterlesen