Die Entvölkerungspolitik Rojavas …

rojavaSelahattin Erdem, 26.08.2013
Der Exekutivrat der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistan (KCK) hat in seiner letzten Erklärung die Bevölkerung von Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien) dazu aufgerufen, nicht aus ihrer Heimat zu flüchten. Der Grund für diesen Aufruf ist die massenhafte Fluchtbewegung aus Rojava der letzten Zeit. Durch den Krieg in Syrien, der ohne jeglichen Regeln geführt wird, wird Rojava geradezu entvölkert.  Die KCK erklärt diese Politik als Spiel, das gegen Rojava gespielt wird. Zunächst wurden gewisse bewaffnete Gruppen aufgebaut, unterstützt und gegen die Revolution und die Bevölkerung von Rojava gehetzt. Diese Angriffe werden gegenwärtig vor allem durch die Al-Nusra-Front durchgeführt.… weiterlesen

Ohne die Freiheit der Frau keine Demokratie

Die PYD CO-Vorsitzende Asya Abdullah im Gespräch mit Pınar Ögünç für die Tageszeitung Radikal, 22.08.2013
Die Türkei führt alle ihre diplomatischen Gespräche über Rojava (Westkurdistan/Syrien) mit der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) mit Salih Muslim. Doch an der PYD-Spitze ist auch eine Frau, Asya Abdullah, vertreten. Wir sprachen mit ihr über den Kampf der Frauen, über die Aufrufe zur Vergewaltigung von kurdischen Frauen durch die Islamisten und über die kommenden Wahlen. Die Türkei hat bezüglich ihrer Politik zu Rojava Salih Muslim statt Sie zum Gesprächspartner erkoren. Ist das das Ergebnis einer Arbeitsteilung? Oder wollte die Türkei das so?… weiterlesen

Bewegung in Rojava ein Modell für das friedliche und gleichberechtigte Zusammenleben der Völker

HDK solidarisiert sich in Istanbul mit Widerstand in RojavaResolution zur Verteidigung und zum Schutz der Kurden in Rojava, 17.08.2013

Nach Jahrzehnten staatlicher Unterdrückungs-, Verleugnungs- und Ausgrenzungspolitik gegenüber den Kurdinnen und Kurden in Syrien hat die Bevölkerung in Rojava (Westkurdistan) seit dem Sommer 2012 ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen. In Rojava wurde mit dem Aufbau einer demokratischen Selbstverwaltung begonnen, die anstellte von engstirnigem und ausgrenzendem Nationalismus oder religiöses Sektierertum auf die Einbeziehung und Repräsentanz aller ethnischen und religiösen Gruppen des Bevölkerungsmosaiks der Region setzt. Eine führende Rolle spielen dabei die Frauen, die sich durch Selbstorganisation von patriarchalen Strukturen und Denkweisen zu befreien versuchen.

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Die Bevölkerung von Rojava soll entscheiden!

westkurdistan_rojawa_1„Demokratische Autonomie“: Das Gesellschaftsmodell für eine friedliches Miteinander der Völker der Region
Devris Çimen, Journalist und Mitarbeiter im Kurdischen Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 23.08.2013
(…) “Wir haben unser Projekt VertreterInnen der KurdInnen, AraberInnen, AssyrerInnen und ArmenierInnen vorgestellt. Wir haben mit allen diskutiert und sie dazu eingeladen, beim Aufbau des Projekts mitzuwirken. Nun werden wir mit allen Kreisen gemeinsam Sitzungen abhalten, auf denen wir über die nächste Stufe des Aufbaus der Demokratischen Autonomie sprechen werden. Es soll eine Art Gesellschaftsvertrag ausgearbeitet und eine an ihn angebundene Kommission aus allen Teilen der Gesellschaft gegründet werden. Diese Kommission soll Bedingungen für eine demokratische Wahl in Rojava erarbeiten.” (…) „Wir müssen unseren Widerstand auf eine solche Art und Weise führen, dass, nachdem das Assad-Regime abgelöst sein wird, sich die Völker weiterhin in die Augen schauen können.“ Salih Muslim, Kovorsitzender der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) Der syrische Nationalstaat versinkt im Chaos und ein Ende des Bürgerkriegs ist nicht abzusehen.… weiterlesen

Riesige Flüchtlingsströme aus Rojava erreichen Südkurdistan

semalkaPressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 21.08.2013
Allein seit dem 15. August sind 30.000 Menschen nach Südkurdistan geflohen – Scharfe Kritik aus Rojava gegenüber der südkurdischen Regierung Infolge der anhaltenden Angriffe islamistischer Gruppen und des Baath-Regimes auf die kurdischen Siedlungsgebiete in Syrien (Rojava), haben sich binnen kürzester Zeit riesige Flüchtlingsströme in Richtung Südkurdistan (Nordirak) gebildet. So sind nach Angaben der UN nach Öffnung des Grenzübergangs in Semalka rund 30.000 Menschen nach Südkurdistan geflüchtet. Eine vor Ort tätige Mitarbeiterin der US-amerikanischen Flüchtlingsorganisation „International Rescue Committee“ (IRC) sprach davon, dass sie Flüchtlingsströme von solchem Ausmaß noch nie miterlebt hätte.… weiterlesen

„Ausbeutungscamp“ für kurdische Flüchtlinge aus Rojava in Istanbul

Syrien FrauenTugçe Tatari, Journalistin, 15.08.2013
Ich habe mich schon immer nach der Geschichte der Kinder gefragt, die im Istanbuler Stadtteil Eminönü barfuß auf den Straßen Wasser verkaufen. Ich dachte mir immer, dass Erwachsene diese Kinder ausbeuten, ihnen verdreckte Kleidung geben und sie auf die Straßen zum Verkauf schicken. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass wir unsere Menschlichkeit verloren haben oder, dass wir diejenigen, die ihre Menschlichkeit verloren haben, als normalen Teil unserer Gesellschaft betrachten. Aber ich dachte immer, dass diese Kinder bloß eine „Inszenierung“ von irgendwelchen Erwachsenen sind. Für 200 Lira nach Istanbul Was in Syrien und in den letzten Tagen in Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien) vorgeht, ist uns durch die Medien bekannt.… weiterlesen

Wir sind eigentlich von Anfang an an der Revolution in Syrien beteiligt

mithat sancar_salih mslimSalih Müslim im Interview mit Mithat Sancar, 15.08.2013
(…) Infolge dieses Krieges hat die kurdische Sache an Bedeutung gewonnen und sich in einer gewissen Weise internationalisiert. Langsam wird verstanden, dass ohne die Lösung der kurdischen Frage keine Demokratie in Syrien entstehen kann. Aus diesem Grund ist die Angelegenheit um Westkurdistan (Rojava/Nordsyrien) in den Interessensbereich aller getreten(…)  Im Folgenden ein Interview des Journalisten Mithat Sancar mit dem Kovorsitzenden der Partei der Demokratischen Einheit (PYD), Salih Müslim, das am 15. August in der türkischen Tageszeitung Milliyet veröffentlicht wurde. In den letzten Wochen befinden Sie sich in einem intensiven diplomatischen Austausch.… weiterlesen

Kurden in Syrien werden zunehmend von Banden der al-Qaida terrorisiert

KNKPresseerklärung von Kurdistan National Kongress (KNK), Brüssel, 12. August 2013
Seit gut einem Jahr greifen in Syrien Dschihadisten immer wieder die Kurdinnen und Kurden an. Bis vor einem Monat waren diese Angriffe lokal und unorganisiert. Seit 16. Juli 2013 aber haben sich diese Angriffe intensiviert. In Syrien herrscht seit zwei Jahren ein Bürgerkrieg, in dem die Bevölkerung mit grausamen Tragödien konfrontiert wird. Auch die Kurden sind davon betroffen und leiden immer mehr an den Folgen. Von Beginn an haben die Kurden versucht, in diesem Krieg keine Partei zu ergreifen. Es wurden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, damit diese kriegerischen Auseinandersetzungen sich nicht auf ihre Gebiete ausweiten.… weiterlesen

Auf wessen Seite stehen Sie?

Ferda ÇetinFerda Cetin / Journalist und Kolumnist, 05.08.2013
In Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien) findet ein abscheulicher Krieg gegen die Kurden statt, die ihre Heimat vor allem gegen islamistische Aggressoren zu verteidigen versuchen. Die mobilen Dschihadisten aus aller Welt, vor allem aus Afrika, Afghanistan, Sudan, Nigeria, Großbritannien, Deutschland und der Türkei sind nach Syrien angereist, um hier ein islamistisches Kalifat zu errichten. Jedoch geht es ihnen vordergründig eigentlich darum zu verhindern, dass die Kurden ihre Freiheit erlangen und somit ihr bereits vor langer Zeit eingeschlagener ,,Dritter Weg‘‘ sie zum Erfolg führt. Nun hat ein abscheulicher Krieg mit den Angriffen der aggressiven Invasoren gegen die lokalen Freiheitskämpfer begonnen.… weiterlesen

Die Lösung der kurdischen Frage im zukünftigen Syrien

konferenz_kurden_syrienBeiträge der internationalen Konferenz “Die Lösung der kurdischen Frage im zukünftigen Syrien“, Civaka Azad Nr. 4, April 2013
Am 17. April 2013 waren wir gemeinsam mit dem Dialog-Kreis und Robert Schaddach (MdA, SPD) Mitveranstalter einer internationalen Konferenz im Berliner Abgeordnetenhaus mit dem Titel „Die Lösung der kurdischen Frage im zukünftigen Syrien – Ein Beitrag für Dialog, Demokratie und Frieden“. In dieser Ausgabe präsentiert das Redaktionsteam der Civaka Azad Infoblätter die Dokumentation der Redebeiträge der Konferenz, sowie die Ergebnisse und Forderungen, die aus der Konferenz herausgehen. Wir haben die Reden nach Mitschrift sinn- und inhaltsgemäß zusammengefasst oder digital eingereichte Beiträge sachgemäß gekürzt, um ihnen einen Überblick und tiefe Einblicke in das Thema und die auf der Konferenz geführten Diskussionen zu geben.… weiterlesen

Die mobilen Dschihadisten und unser neuer Nachbar Afghanistan

Cüneyt Özdemir* / Journalist und Kolumnist, 04.08.2013
Diejenigen die der türkischen Außenpolitik eine sunnitisch-religiöse Prägung verpasst haben, sind bemüht, die mobilen Dschihadisten zu übersehen, die im Moment ein Massaker in Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien) verüben. Der Preis für das wegsehen wird unermesslich sein. Um das aktuell stattfindende Massaker in Rojava, direkt an unserer Grenze, besser verstehen zu können ist es von Nöten ein Bild genauer zu betrachten. Denn dieses Bild allein reicht dafür aus, um uns zu erklären, wer nur 50 Meter entfernt von unserer Grenze auf der Seite von Rojava Krieg gegen die Kurden führt. Dieses Bild stellt Ebu Musab in der Hand mit einer Kalaschnikow und einem schwarzer Baskenmütze dar.… weiterlesen

Eine Verleugnung der Kurdinnen passt nicht mehr ins Konzept

günay aslan riza altunWelche Rolle spielen die KurdInnen in einem sich verändernden Mittleren Osten?
Riza Altun im Interview, befragt von Günay Aslan
Riza Altun, Mitbegründer der PKK, beantwortete im Kandil Fragen des Journalisten Günay Aslan zu den Kräfteverhältnissen im Mittleren Osten, zum Wandel in der PKK und den entsprechenden Auswirkungen, zur Situation der PKK und der KurdInnen in der neuen Ära, zu Risiken und Chancen, dem gesellschaftlichen Wandel und über die Anforderungen der aktuellen Phase. Wie beurteilen Sie im allgemeinen Kontext die tiefgreifenden Entwicklungen im Mittleren Osten? Es ist unmöglich, die tiefgreifenden Entwicklungen im Mittleren Osten unabhängig von den globalen Entwicklungen zu betrachten.… weiterlesen

“Die Konfrontation mit der Vergangenheit in Roboski beginnen!”

2.Jahrestag des Roboski-MassakersTausende Menschen fordern am zweiten Jahrestag des Roboski-Massakers am Ort des Geschehens Gerechtigkeit, 28.12.2013 ANF, ISKU
Anlässlich des zweiten Jahrestages des Roboski Massakers kamen tausende Menschen in Roboski zusammen. Am 28. Dezember 2011 sind in Roboski 34 Menschen, die vom Grenzhandel in der Region lebten, durch die türkische Luftwaffe ermordet worden. An der Gedenkveranstaltung nahmen neben den Angehörigen der Getöteten zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) und der Demokratischen Partei der Völker (HDP) teil. Auch die Angehörigen der Opfer der Massaker von Sêwas (Sivas 1993), Gurgum (Maraş, 1978) und Pîran (Lice, 1993) waren genauso anwesend wie Familienangehörige der Opfer der Gezi-Proteste und der vor kurzem in Gever (Yüksekova) von Polizeikräften ermordeten drei Personen.… weiterlesen

Gibt es überhaupt ein wirkliches Interesse an einer Friedenslösung?

Ulla JelpkeEuropa und die kurdische Karte
Ulla Jelpke, Innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Anfang April feierten Kurdinnen und Kurden aus Berlin auf dem Alexanderplatz den Geburtstag des Gründers der Arbeiterpartei Kurdistans PKK, Abdullah Öcalan. Mit der öffentlichen Geburtstagsfeier sollte zugleich der Hoffnung auf Frieden in Kurdistan Ausdruck gegeben werden. Schließlich hatte der weiterhin in Isolationshaft auf der Insel Imrali gefangene Öcalan nach geheimen Verhandlungen mit dem Staat am Newroz-Tag im März zu einem Rückzug der Guerilla aus der Türkei aufgerufen, um für eine friedliche und demokratische Lösung der kurdischen Frage den Weg zu bereiten.… weiterlesen

Freie Syrische Armee und Islamisten erklären den KurdInnen den Krieg

fsa_alkaidaPressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 04.08.2013
In Aleppo werden kurdische ZivilistInnen massakriert – Freie Syrische Armee erklärt KurdInnen den Krieg – Entscheidung zum Angriff gegen kurdische Selbstverwaltungsstrukturen in Türkei getroffen – PYD: Demokratische Kräfte müssen uns in unserem Kampf unterstützen In den Orten Til Hasil und Til Aran im Gebiet von Aleppo werden kurdische ZivilistInnen von al-Qaida-Gruppen und Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) massakriert. Kurdische Jugendliche werden allein aufgrund ihrer kurdischen Identität ermordet. Zugleich wurden hunderte kurdische Frauen und Kinder von den Gruppen entführt. Bereits am 31. Juli und am 1.… weiterlesen

Angriffe Al-Qaida naher Gruppen auf kurdische Selbstverwaltung

angriff_rojavaPressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 02.08.2013
Islamistische Gruppen greifen westkurdische Städte an – Schwere Gefechte zwischen kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und islamistischer Gruppen – nahezu 300 kurdische Zivilisten als Geisel genommen – Grenzstadt Serê Kaniyê von Stromzufuhr abgeschnitten – Ranghoher kurdischer Politiker ermordet Die gewaltsamen Auseinandersetzungen die am 16. Juli 2013 nach einem Angriff islamistischer Gruppen, darunter der Al-Qaida nahestehenden Al-Nusra-Front, auf die westkurdische Stadt Serê Kaniyê (Ras al-Ain), haben sich in den letztes Wochen nun auf mehrere zumeist oder teilweise kurdische bewohnte Städte und Orte nahe der türkisch-syrischen Grenze ausgeweitet. Die islamistischen Gruppierungen verüben hierbei immer wieder Kriegsverbrechen wie Entführungen und Tötungen von ZivilistInnen, Bombardierung von Stadtteilen, ethnisch bedingte Vertreibung sowie Folter.… weiterlesen

… eine genaue Vorstellung von dem Lösungsprozess …

Erdal ErDer schwierige Weg vom Krieg zum Frieden
Erdal Er, Journalist
Ich bin im November 2012 in die Meder-Verteidigungsgebiete gefahren. Zu dieser Zeit hielten die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und dem türkischen Militär in all ihrer Härte an. Die türkische Luftwaffe bombardierte die Meder-Verteidigungsgebiete ununterbrochen. Und in Nordkurdistan war die Situation auch nicht sonderlich anders. Die Schlagzeilen waren bestimmt von Krieg, von Festnahmen und von den Hungerstreiks in den Gefängnissen. In jenen Tagen wagten die Menschen noch nicht einmal von einem Frieden, von einer leisen Hoffnung auf eine Lösung, zu träumen. Aber dann sollte das Unerwartete doch geschehen.… weiterlesen

Die Vereinbarungen mit der Türkei sind nun öffentlich

salih_muslimmDer Kovorsitzende der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) Salih Müslim, hat in einem Interview mit der türkischen Tageszeitung Radikal über seine Gespräche mit türkischen Staatsvertretern gesprochen / 29.07.2013
(…) Wir haben über den Aufbau einer vorläufigen Verwaltungsinstanz gesprochen und uns geeinigt. Wir haben ihnen erklärt, dass einige Parteien dies falsch verstanden haben. Wir haben erklärt, dass wir im Hinblick auf die Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen in der Region von einer zivilen Verwaltung sprechen, die keine Regierung darstellt. Und sie haben uns verstanden. Sie haben dies akzeptiert. Wir haben ihnen mitgeteilt, dass unser Ziel in dieser Verwaltungsinstanz ist, alle Kreise der Gesellschaft, darunter Kurden, Araber, Assyrer und Turkmenen, ihren Platz haben, wir uns aber noch in einem Diskussionsprozess darüber befinden.… weiterlesen

Wir Frauen vertrauen uns selbst …

kadin konferansiAbschlussresolution der 1. Frauenkonferenz des Mittleren Ostens
Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V., Düsseldorf, 4. Juni 2013
Vom 31. Mai bis zum 2. Juni fand in Amed (Diyarbakir) die 1. Frauenkonferenz des Mittleren Ostens statt. Die von der DÖKH (Demokratische Freie Frauenbewegung) organisierte Veranstaltung stand unter dem Motto »Jin, Jiyan, Azadî« (Frauen, Leben, Freiheit) und war den drei am 9. Januar in Paris ermordeten kurdischen Politikerinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez gewidmet. Drei Tage diskutierten 250 Frauen aus 26 Ländern des Mittleren Ostens sowie Nordafrikas über ihre Erfahrungen und Perspektiven im Kampf für die Befreiung vom patriarchalen Herrschaftssystem und über die aktuellen politischen Entwicklungen in der Region.… weiterlesen

Den Fortschritt vorleben …

PYD-Asya AbdullahInterview mit Asya Abdullah, der Kovorsitzenden der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) über die Frauen und den Aufbau der Demokratischen Autonomie in Westkurdistan
(…) Wir betrachten die Gewalt nicht als Mittel zur Lösung unserer politischen Fragen. Allerdings sind auch wir in diesem Krieg ständigen Angriffen von allen Seiten ausgesetzt. Die Bevölkerung will die Demokratische Autonomie aufbauen und ist auch bereit, sie zu verteidigen. Das ist legitim. In diesem Sinne verfügen wir mit den Volksverteidigungseinheiten (YPG) auch über bewaffnete Kräfte. Ihre Aufgabe ist es allerdings nicht, irgendwelche Angriffe auf andere Gruppen durchzuführen oder Gebiete außerhalb Westkurdistans gewaltsam einzunehmen, sondern die Errungenschaften der Revolution vor möglichen Angriffen zu schützen.… weiterlesen