Westkurdistan: Islamisten fordern Waffenstillstand

krankenwagen1Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 03.02.2013 Nach zwei Wochen intensiver Gefechte zwischen den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und islamistischen Gruppen in der westkurdischen Stadt Serê Kaniyê (Ras al-Ain), haben Letztere einen Waffenstillstand eingefordert. Die bewaffneten Auseinandersetzungen begannen am 16. Januar, nachdem rund 1.500 Mitglieder islamistischer Gruppen über die türkische Grenze nach Serê Kaniyê einzudringen versuchten. Ausgestattet mit insgesamt fünf Panzern gelangten die Gruppen von der Türkei aus in syrisches Staatsgebiet. Ein Mitglied der islamistischen Gruppen mit dem Namen A.K.R., der durch die YPG gefasst wurde, gab an, dass auch zahlreiche islamistische Kämpfer innerhalb der syrischen Grenzen nach Serê Kaniyê mobilisiert worden seien.… weiterlesen

Hat der vermeintliche Mörder von Paris ein Kopfgeld von der türkischen Regierung erhalten?

ErdoganPressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 29.01.2013
Die kurdische Tageszeitung Yeni Özgür Politika vermeldete in ihrer gestrigen Ausgabe vom 28.01.2013, dass Ömer Güney für die Ermordung an den drei kurdischen Politikerinnen und Frauen-aktivisten in Paris am 09.01.2013 bis zu 4 Millionen Türkische Lira (etwa 2 Millionen €) vom türkischen Staat erhalten haben könnte. Grund für die Annahme ist u.a. ein öffentliches Dokument des türkischen Innenministeriums, wonach der türkische Staat Kopfgelder für die Tötung von 50 Führungskadern der PKK (Arbeiterpartei Kurdistan), von denen sich 20 in Europa befinden sollen, ausgesetzt hat. Die materielle Belohnung dafür beläuft sich zwischen 2 und 4 Millionen TL, gerichtet an der Höhe des Ranges des Führungskaders.  … weiterlesen

Informationsdossier zu den Morden an 3 kurdischen Politikerinnen in Paris

Herausgegeben von CENÎ, Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
Hier gelangen Sie zum Informationsdossier   Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, Am 9. Januar 2013 wurden die drei kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez im kurdischen Informationszentrum in Paris kaltblütig ermordet. Sakine Cansız war Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und eine führende Persönlichkeit der kurdischen Frauenbewegung. Fidan Doğan war Vertreterin des Kurdistan-Nationalkongresses (KNK) in Paris. Die 25-jährige Leyla Şaylemez war eine Aktivistin der kurdischen Jugendbewegung in Europa. Die Art und Weise des Tatverlaufs; Ort und Zeitpunkt sowie das bedeutende politische Engagement der ermordeten Frauen deuten darauf hin, dass es sich bei dieser Tat um politische Morde handelt, die durch professionelle Mörder verübt wurden.… weiterlesen

Informationsdossier zu den Morden an 3 kurdischen Politikerinnen in Paris

Herausgegeben von CENÎ, Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
Hier gelangen Sie zum Informationsdossier

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

Am 9. Januar 2013 wurden die drei kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez im kurdischen Informationszentrum in Paris kaltblütig ermordet. Sakine Cansız war Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und eine führende Persönlichkeit der kurdischen Frauenbewegung. Fidan Doğan war Vertreterin des Kurdistan-Nationalkongresses (KNK) in Paris. Die 25-jährige Leyla Şaylemez war eine Aktivistin der kurdischen Jugendbewegung in Europa.

weiterlesenInformationsdossier zu den Morden an 3 kurdischen Politikerinnen in Paris

Frauen als treibende Kraft

westkurdistan_frauenIm Kampf gegen patriarchale Strukturen und für die Selbstverwaltung der Gesellschaft
Eine Bewertung von Rosa Zilan
In dem Bewusstsein, dass es ohne die Befreiung der Frau keine Befreiung der Gesellschaft geben kann, und gesellschaftliche Umwälzungen nicht zwangsläufig mehr Frauenrechte mit sich bringen, haben die kurdischen Frauen beschlossen, sich eigenständig zu organisieren: Gegen das syrische Regime, das ihre kurdische Identität unterdrückt, und gegen die patriarchalen Strukturen der kurdischen Gesellschaft. Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit der schwach ausgeprägten Frauenbewegung in Syrien sowie in der gesamten Region ist von besonderer Bedeutung. Trotz der ideologischen Differenzen betrachten die kurdischen Frauen die Solidarität mit den anderen Frauenorganisationen für die Zukunft der Frauenbewegung als unentbehrlich.… weiterlesen

Der dritte Weg führt zur Demokratie

salih_muslimmDer Co-Vorsitzende der PYD (Partei der Demokratischen Einheit) Salih Müslim im Interview mit Civaka Azad, 23.12.2012
(…) Dieses Lösungsmodell wird eine Bereicherung für das politische und soziale Zusammenleben der Völker sein. Im Konkreten kann zusammengefasst werden, dass in diesem Modell sich der Staat nicht in der Sphären der Politik, Kultur, Sprache, Ökonomie und Ökologie einmischen wird. Ein demokratisches Rätemodell, das nach basisdemokratischem Vorbild errichtet wird, kann als Modell für das gesamte Syrien verstanden werden. Somit würde ein ideales gemeinsames System der verschieden Bevölkerungsgruppen und religiösen Gruppierungen in der Region ermöglicht werden, ohne dass Ausgrenzungen oder Unterdrückung bestehend sind.… weiterlesen

Die „Botschaft“ des alten „zweiten Mannes“ zu einem „neuen“ Attentat

Veysi SarisözenVeysi Sarisözen, Journalist, 21.01.2013
Der AKPler Mehmet Ali Sahin gab zuletzt in Bezug auf das Massaker in Paris von sich, dass solche Morde auch in Deutschland passieren werden. Dieser jemand, der diese Worte von sich gegeben hat, ist nicht irgendein „Freund“ der AKP oder ein Journalist, der in Boulevardblättern für Desorientierung sorgt, sondern es handelt sich um jemanden, der Justizminister und Parlamentspräsident gewesen war – also jemand, der in der Türkei an zweiter Stelle saß … Nachdem wir die Identität des Redners geklärt haben, geben wir nun die Rede Sahins wieder: „Wir als Land sagen den Ländern der EU, Frankreich, Deutschland immer wieder.… weiterlesen

Syrien/Westkurdistan: Islamisten greifen erneut Serê Kaniyê an

suriye-muhaliflerPressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. , 21.01.2013
Gefechte zwischen Islamistischen Gruppierungen und den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) halten seit fünf Tagen an – Auch zwischen YPG und Assads Regimekräften Auseinandersetzungen Seit einem erneuten Angriff von islamistischen Gruppen auf die westkurdische Stadt Serê Kaniyê (Ras al-Ain) am 16. Januar 2013 halten die Gefechte in der Stadt mit den kurdischen Volksverteidigungseinheiten der YPG nunmehr seit fünf Tagen an. Bis zu 1500 Mitglieder dieser Gruppen sind am 16. Januar über die türkische Grenze nach Westkurdistan gelangt. Aktuell sollen sich 600 bis 800 von ihnen in Serê Kaniyê befinden.… weiterlesen

Stellvertretender AKP-Vorsitzender „warnt“ Deutschland vor ähnlichen Mordfällen wie in Paris

mehmet ali şahinPressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 21.01.2013
Nach Angaben der türkischen Tageszeitung Radikal vom 21.01.2013 hat der stellvertretene AKP-Vorsitzende Mehmet Ali Sahin auf einer Veranstaltung in seinem Wahlort Karabük bezugnehmend auf die Morde an drei PKK-Mitgliedern in Paris davor gewarnt, dass ähnliche Fälle auch in Zukunft in Deutschland passieren könnten. Sahin erklärte, dass nun eine Phase seitens der Regierung eingeläutet wurde, in der die PKK dazu gebracht werde, ihre Waffen niederzulegen. „Aufgrund dessen befinden sich nun einige Kreise in Aufruhr. Sie versuchen alles in Gang zu setzen, um diese Phase zu sabotieren.… weiterlesen

Zusammenarbeit Frankreichs bei der Ermittlungen mit der Türkei!

francePresseerklärung von der  Föderation der kurdischen Vereine in Frankreich (FEYKA), 20. Februar 2013
Die Ermittlungen der französischen Behörden zu den politischen Morden in Paris verlaufen in Zusammenarbeit mit der Türkei!
Die kurdische Gemeinschaft ist ernsthaft um die Unabhängigkeit der französischen Ermittlungen zu den Morden besorgt, da seid Anbeginn der Untersuchungen viele Informationen an die Medien herangetragen worden sind, die eben diesen Aspekt gänzlich in Frage stellen. Hüseyin Celik, Sprecher der türkischen Regierung, hatte bereits am Morgen nach den Morden (10. Januar 2013), ohne jegliche Untersuchungsergebnisse abzuwarten, behauptet: „Bei diesen Morden handelt es sich um eine Abrechnung innerhalb der Organisation“.… weiterlesen

Hunderttausende fordern Aufklärung

diyarbakir_zeramonieHunderttausende bei Trauer-Zeremonie für Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez in Amed fordern Gerechtigkeit und Frieden
CENÎ – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. | 17.1.2013
Die Wut und Trauer über den gezielten Mord an Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez halten unvermindert an. Am 09. Januar 2013 waren die drei kurdischen Politikerinnen im Kurdistan Informationszentrum in Paris kaltblütig ermordet worden. Seitdem ist die kurdische Bevölkerung in Europa und allen vier Teilen Kurdistans in Bewegung, um die umgehende Aufklärung der Morde zu fordern und den drei Politikerinnen ihr letztes Geleit zu geben. Gestern Abend waren die Leichname von Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez, begleitet von ihren Angehörigen und Delegationen aus Europa in die kurdische Stadt Amed (Diyarbakir) überführt worden.… weiterlesen

Attentatspläne gegen KurdInnen in Europa existieren schon länger

zubeyir aydarZübeyir Aydar, Mitglied des KCK-Exekutivrates, zu den Attentatsplänen gegen kurdische AktivistInnen in Europa
Zübeyir Aydar, Mitglied des KCK-Exekutivrates, äußert sich im Interview mit Maxime Azadi für die Nachrichtenagentur Firat (ANF) über Hinrichtungskommandos, die bereits im Jahr 2011 nach Europa geschickt worden seien. Nach Aydar hatten der Iran und die Türkei vor zweieinhalb Jahren erste Pläne für die Entsendung von Hinrichtungskommandos gegen kurdische AktivistInnen in Europa gemacht. Im Jahr 2012 soll solch eine Gruppe aus einem anderen europäischen Land nach Belgien gekommen sein. Bereits vor dem Mord in Paris soll es weitere Anschlagspläne auf kurdische AktivistInnen gegeben haben.… weiterlesen

Welche Rolle spielt die antikurdische Politik Frankreichs?

franceDer Mord an den drei kurdischen Aktivistinnen unter den Augen der französischen Regierung?
Mako Qocgiri, Mitarbeiter von Civaka Azad, 14.01.2013
Die Verantwortung der französischen Behörden bei der Aufklärung der Morde an den drei kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez am 9. Januar in Paris ist groß. Am Samstag den 12. Januar haben rund 100 000 Kurdinnen und Kurden aus ganz Europa nicht nur im Gedenken an die drei ermordeten Frauen in Paris demonstriert. Mit dieser Demonstration unterstrichen sie, dass sie solange den französischen Behörden auf die Finger schauen werden, bis der Fall lückenlos aufgeklärt ist.… weiterlesen

Türkische Gladio steckt hinter der Tat

sakine-rojbin-leylaKCK Erklärung zum Mord an drei kurdischen Aktivistinnen
Nach der Ermordung des PKK- Gründungsmitglieds Sakine Cansiz, der KNK-Vertreterin in Frankreich Fidan Dogan und der Jugendaktivistin Leyla Şaylemez in der französischen Hauptstadt Paris gab der der Exekutivrat der Gemeinschaft der Gesellschaften aus Kurdistan (KCK) eine Stellungnahme ab. In ihr heißt es, dass Sakine Cansiz in Europa zum Ziel erklärt wurde. nachdem die Angriffe auf die Führungskader der Kurdischen Bewegung in Kurdistan erfolgslos geblieben waren. Des Weiteren heißt es, dass diese Tat auf Kreise zurückzuführen ist, die die bestehende Kolonisierung des kurdischen Volkes beibehalten wollen. Auszüge aus der Erklärung des KCK zur Ermordung der drei kurdischen politischen Aktivistinnen: „Wir verurteilen zutiefst die gestrige Ermordung unserer standhaften Genossin Sakine Cansiz, Gründungsmitglied der PKK, Führungsmilitante unserer Bewegung, Symbol von Würde und Widerstand, von Fidan Dogan, der unerschrockenen Militanten der Freiheitsbewegung, Frankreich-Vertretung des KNK, wertvolle Diplomatin des kurdischen Volkes und von Leyla Şaylemez, aufopferungsvoller Militante der Jugendbewegung.… weiterlesen

Verzerrung der Medien

medienKommentar zur Medienberichterstattung bezüglich der Ermordung der drei kurdischen politischen Aktivistinnen
Can Cicek, Mitarbeiter von Civaka Azad, 11.01.2013
Wenige Stunden nach Bekanntwerden des blutigen Mordanschlags an drei kurdischen politischen Aktivistinnen im Pariser Büro des Kurdistan- Informationszentrum bemerkte der stellvertretende Vorsitzende der türkischen Regierungspartei AKP, Hüseyin Çelik, dass er die Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) hinter der Tat vermute und äußerte, „es sieht nach einer internen Abrechnung aus“.  Unter den drei ermordeten Frauen befindet sich auch Sakine Cansiz, Gründungsmitglied der im Jahr 1978 gegründeten PKK. Die Vermutungen liegen nah, dass sich der Mordanschlag gezielt auf ihre Person richtete. Der türkische Ministerpräsident Erdogan griff ebenso sehr auf diese These zurück, wie die meisten türkischen und europäischen Medien auch.… weiterlesen

Pariser Morde: Cui bono?

parisKommentar von Murat Çakir
Heute Morgen wurde bekannt, dass die PKK-Mitbegründerin Sakine Cansiz, die Vertreterin des Kurdischen Nationalkongresses Fidan Dogan und die kurdische Aktivistin Leyla Şaylemez, gestern Abend im Pariser Büro einer kurdischen Organisation umgebracht wurden. Die Umstände der Tat machen deutlich, dass dies ein geplanter und von langer Hand geplanter Mord war. Noch ehe französische Behörden etwas erklären konnten, begannen die türkischen Medien die PKK selbst mit den Morden zu bezichtigen. Dies, die Erklärung von AKP-Vize Ömer Celik, dass »es eine organisationsinterne Abrechnung« sein könne, der »das Ziel hat, den (Friedens-)Prozess zu sabotieren« sowie von verschiedenen türkischen Tageszeitungen fabrizierten »Provokation«-Berichte deuten auf eine koordinierte Berichterstattung hin.… weiterlesen

Forderung nach lückenloser Aufklärung des Attentats auf drei kurdische Exilpolitikerinnen in Paris

montagneOffener Brief an den Botschafter der Französischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Maurice Gourdault-Montagne
Am Abend des 09.01.2013 wurden in Paris das Gründungsmitglied der PKK, Sakine Cansiz, die KNK-Vertreterin Fidan Dogan und die junge Aktivistin Leyla Şaylemez im Büro des Kurdistan-Informationszentrums in Paris Opfer eines heimtückischen Attentats. Nicht nur der Einsatz schallgedämpfter Waffen weist darauf hin, dass professionelle Auftragskiller im Einsatz waren, sondern auch andere Tatumstände wie z. B. die gezielten Todesschüsse. Der Zeitpunkt des Attentats lässt auf einen Zusammenhang mit den jüngsten politischen Konsultationen schließen: Seit einigen Wochen werden Gespräche zwischen türkischem Geheimdienst und dem auf der Gefängnisinsel Imrali in Totalisolation inhaftierten Vorsitzenden der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan, geführt.… weiterlesen

Die Gespräche von Imrali

ocalanAnalyse von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 09.01.2013
In den internationalen Medien, besonders aber in der Türkei, haben die Gespräche vom 3. Januar 2013 auf der Gefängnisinsel Imrali mit Abdullah Öcalan große Wellen geschlagen. Am 3. Januar waren der Co-Vorsitzende des DTK (Kongress für eine de­mokratische Gesellschaft) Ahmet Türk und die Abgeordnete der BDP (Partei für Frieden und Demokratie) Ayla Akat zu Gesprächen bei Abdullah Öcalan auf Imrali. Zudem wurde bekannt, dass seit November 2012 Delegationen des türkischen Staates ebenfalls mehrfach zu Gesprächen auf Imrali gewesen sind. Mehrheitlich wird in den Medien die optimistische Ansicht vertreten, dass die Gespräche zu einer Lösung der kurdischen Frage führen können.… weiterlesen

Bayik: Gespräche sind die die letzte Chance für die AKP

cemil bayikCemil Bayik, KCK Exekutivratsmitglied
In seiner Kolumne für die kurdischen Tageszeitungen Yeni Özgür Politika und Azadiya Welat bewertet Cemil Bayik, Mitglied der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK), die aktuellen Gespräche zwischen Staat und Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali. Mit der Überschrift „Die letzte Chance für die AKP“ bringt Bayik in seiner Kolumne zum Ausdruck, dass die Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) aufgrund des Widerstandes des politischen Repräsentanten des kurdischen Volkes Abdullah Öcalan gegen die Erpressungspolitik des Staates nach eineinhalb Jahren gezwungen war, erneut Gespräche zu beginnen. Ebenfalls haben der Widerstand der Bevölkerung und der Guerilla die AKP zu den Gesprächen bewogen, so Bayik.… weiterlesen

Drogen und Selbstmorde haben in Ostkurdistan erschreckende Ausmaße erreicht

ostkurdistanWas die Anzahl der Drogenkonsumenten in einem Land angeht, hat die Islamische Republik Iran weltweit die Nase vorn. Vor den Augen der Regimekräfte hat die Zahl der Drogenkonsumenten vor allem in Ostkurdistan (Nordwestiran) erschreckende Maße erreicht. Allein in der Region Sine sollen ca. 21 000 Menschen Drogen konsumieren. Auch die Zahl der Selbstmorde in Ostkurdistan hat Rekordhöhen erreicht. Nach Untersuchungen gibt es im Iran wöchentlich 13 Selbstmorde, von denen allein in der Provinz Ilam vier passieren. Im Iran ist ein Transitland für Drogen und ein beachtlicher Teil wird im Inland konsumiert. Während im gesamten Iran schon Millionen von Menschen Drogen nehmen, wächst auch die Zahl der Konsumenten in Ostkurdistan täglich weiter an.… weiterlesen