Für wen läuten die Glocken im Mittleren Osten?

Sercan Aydin, Kolumnist der Tageszeitung Yeni Özgür Politika

Im Nahen Osten bewegt sich die chaotische Lage in Richtung eines neuen Krieges. Der bewaffnete Konflikt mit Schwerpunkt Syrien weitet sich unter Einbeziehung des Irak und Palästinas zu einer regionalen Auseinandersetzung aus. Auch wenn der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas die Anspannung ein wenig gemindert zu haben scheint, kann nicht von einer Bereinigung der Konfliktsituation die Rede sein. Unter Berücksichtigung der globalen Blöcke, an die sich die genannten Staaten anlehnen, bedarf es nicht der Wahrsagekunst, um zu erahnen, dass die aktuellen und bevorstehenden Ereignisse das Ausmaß eines dritten Weltkrieges haben werden.

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Islamisten rekrutieren in Niederlanden Kämpfer für Syrien und Westkurdistan

Islamisten rekrutieren in Niederlanden Kämpfer für SyrienPressemitteilung, Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 08.02.2013
Laut Angaben der in Europa erscheinenden kurdischen Tageszeitung Yeni Özgür Politika vom 08.02.2013 sollen in der niederländischen Gemeinde Zoetermeer in der Provinz Südholland salafistische Prediger in den Moscheen Jugendliche für den Kampf gegen das syrische Regime und die KurdInnen in Westkurdistan/Nordsyrien anwerben. Zentrum der Anwerbeversuche soll die Kible Moschee in Zoetermer sein, wie ein Jugendlicher berichtet, der zunächst in den „Dschihad“ nach Syrien ziehen wollte, sich aber dann doch dagegen entschloss. Ähnliche Berichte von Anwerbeversuchen junger Dschihadisten für den Krieg in Westkurdistan und Syrien wurden zuletzt auch in den niederländischen Städten Rotterdam und Den Haag bekannt.… weiterlesen

Hintergründe zu den Anschlägen von Kirkuk

kirkukCan Çiçek, Mitarbeiter von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 06.02.2013
In den Morgenstunden des 03. Februar 2013 kam es erneut zu Anschlägen in der südkurdischen / nordirakischen Stadt Kirkuk, bei denen aktuellen Berichten zufolge 25 Menschen ums Leben kamen und etwa 100 Menschen verletzt wurden. Augenzeugenberichten zufolge zündeten zwei Selbstmordattentäter Sprengsätze, während eine Gruppe versuchte das Polizeipräsidium der Stadt einzunehmen. Bereits am 16. Januar war eine Bombe vor dem Parteigebäude der Demokratischen Partei Kurdistan (PDK) gezündet worden. Dabei starben 21 Menschen, 150 wurden verletzt. Schwerbewaffnete Gruppen griffen das Gebäude der PDK bereits am vergangenen Silvesterabend an.… weiterlesen

´Kurdischer Aufbruch´ in Syrien

fachtagungBericht zur Fachtagung „Die Neustrukturierung des Nahen Ostens und der ´Kurdische Aufbruch´ in Syrien“ am 26.01.2013 in Dortmund von Kurd-Akad. Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e.V.
Am 26.01.2013 fand in den Räumen des Reinoldinums in Dortmund nach einer siebenmonatigen Vorbereitungszeit die vierte Wintertagung unseres Netzwerkes statt und erfreute sich einer regen Teilnehmerzahl. Im Mittelpunkt der Tagung standen die Entwicklungen im Nahen Osten im Zuge des sogenannten Arabischen Frühlings und die damit einhergehende Neustrukturierung der Region. Syrien und der kurdische Faktor in der Region, insbesondere auch im Hinblick auf Westkurdistan, bildeten dabei inhaltliche Schwerpunkte. Alle Redebeiträge wurden mittels professioneller Dolmetschertechnik simultan in den Sprachen Deutsch, Kurdisch und Türkisch wiedergegeben.… weiterlesen

Die „guten Absichten“ des Herrn Erdogan

erdogan - asker 1Erdal Er, Journalist, 25.01.2013
Auf den ersten Blick wirkt die [titelgebende] Äußerung des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan human und elegant, wir wissen jedoch um die bitterböse Kriegsrealität, für die eben dieser Erdogan mit seinen Befehlen verantwortlich ist. Er zieht es vor, sich dieser Realität zu entziehen, und betont in letzter Zeit bei jeder Gelegenheit, dass er und seine AKP-Regierung ihre guten Absichten erklärt hätten und diesen Taten gefolgt seien. Hierbei bezieht er sich explizit auf Gespräche mit dem seit über 500 Tagen [verschärfter] Isolationshaft ausgesetzten Abdullah Öcalan. Dabei macht er der kurdischen Bevölkerung Vorwürfe und fordert sie dazu auf, quasi Ruhe zu geben, da er und seine AKP ja ihre guten Absichten bewiesen hätten.… weiterlesen

Westkurdistan: Islamisten fordern Waffenstillstand

krankenwagen1Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 03.02.2013 Nach zwei Wochen intensiver Gefechte zwischen den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und islamistischen Gruppen in der westkurdischen Stadt Serê Kaniyê (Ras al-Ain), haben Letztere einen Waffenstillstand eingefordert. Die bewaffneten Auseinandersetzungen begannen am 16. Januar, nachdem rund 1.500 Mitglieder islamistischer Gruppen über die türkische Grenze nach Serê Kaniyê einzudringen versuchten. Ausgestattet mit insgesamt fünf Panzern gelangten die Gruppen von der Türkei aus in syrisches Staatsgebiet. Ein Mitglied der islamistischen Gruppen mit dem Namen A.K.R., der durch die YPG gefasst wurde, gab an, dass auch zahlreiche islamistische Kämpfer innerhalb der syrischen Grenzen nach Serê Kaniyê mobilisiert worden seien.… weiterlesen

Hat der vermeintliche Mörder von Paris ein Kopfgeld von der türkischen Regierung erhalten?

ErdoganPressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 29.01.2013
Die kurdische Tageszeitung Yeni Özgür Politika vermeldete in ihrer gestrigen Ausgabe vom 28.01.2013, dass Ömer Güney für die Ermordung an den drei kurdischen Politikerinnen und Frauen-aktivisten in Paris am 09.01.2013 bis zu 4 Millionen Türkische Lira (etwa 2 Millionen €) vom türkischen Staat erhalten haben könnte. Grund für die Annahme ist u.a. ein öffentliches Dokument des türkischen Innenministeriums, wonach der türkische Staat Kopfgelder für die Tötung von 50 Führungskadern der PKK (Arbeiterpartei Kurdistan), von denen sich 20 in Europa befinden sollen, ausgesetzt hat. Die materielle Belohnung dafür beläuft sich zwischen 2 und 4 Millionen TL, gerichtet an der Höhe des Ranges des Führungskaders.  … weiterlesen

Informationsdossier zu den Morden an 3 kurdischen Politikerinnen in Paris

Herausgegeben von CENÎ, Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
Hier gelangen Sie zum Informationsdossier   Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, Am 9. Januar 2013 wurden die drei kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez im kurdischen Informationszentrum in Paris kaltblütig ermordet. Sakine Cansız war Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und eine führende Persönlichkeit der kurdischen Frauenbewegung. Fidan Doğan war Vertreterin des Kurdistan-Nationalkongresses (KNK) in Paris. Die 25-jährige Leyla Şaylemez war eine Aktivistin der kurdischen Jugendbewegung in Europa. Die Art und Weise des Tatverlaufs; Ort und Zeitpunkt sowie das bedeutende politische Engagement der ermordeten Frauen deuten darauf hin, dass es sich bei dieser Tat um politische Morde handelt, die durch professionelle Mörder verübt wurden.… weiterlesen

Informationsdossier zu den Morden an 3 kurdischen Politikerinnen in Paris

Herausgegeben von CENÎ, Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
Hier gelangen Sie zum Informationsdossier

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

Am 9. Januar 2013 wurden die drei kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez im kurdischen Informationszentrum in Paris kaltblütig ermordet. Sakine Cansız war Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und eine führende Persönlichkeit der kurdischen Frauenbewegung. Fidan Doğan war Vertreterin des Kurdistan-Nationalkongresses (KNK) in Paris. Die 25-jährige Leyla Şaylemez war eine Aktivistin der kurdischen Jugendbewegung in Europa.

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Frauen als treibende Kraft

westkurdistan_frauenIm Kampf gegen patriarchale Strukturen und für die Selbstverwaltung der Gesellschaft
Eine Bewertung von Rosa Zilan
In dem Bewusstsein, dass es ohne die Befreiung der Frau keine Befreiung der Gesellschaft geben kann, und gesellschaftliche Umwälzungen nicht zwangsläufig mehr Frauenrechte mit sich bringen, haben die kurdischen Frauen beschlossen, sich eigenständig zu organisieren: Gegen das syrische Regime, das ihre kurdische Identität unterdrückt, und gegen die patriarchalen Strukturen der kurdischen Gesellschaft. Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit der schwach ausgeprägten Frauenbewegung in Syrien sowie in der gesamten Region ist von besonderer Bedeutung. Trotz der ideologischen Differenzen betrachten die kurdischen Frauen die Solidarität mit den anderen Frauenorganisationen für die Zukunft der Frauenbewegung als unentbehrlich.… weiterlesen

Der dritte Weg führt zur Demokratie

salih_muslimmDer Co-Vorsitzende der PYD (Partei der Demokratischen Einheit) Salih Müslim im Interview mit Civaka Azad, 23.12.2012
(…) Dieses Lösungsmodell wird eine Bereicherung für das politische und soziale Zusammenleben der Völker sein. Im Konkreten kann zusammengefasst werden, dass in diesem Modell sich der Staat nicht in der Sphären der Politik, Kultur, Sprache, Ökonomie und Ökologie einmischen wird. Ein demokratisches Rätemodell, das nach basisdemokratischem Vorbild errichtet wird, kann als Modell für das gesamte Syrien verstanden werden. Somit würde ein ideales gemeinsames System der verschieden Bevölkerungsgruppen und religiösen Gruppierungen in der Region ermöglicht werden, ohne dass Ausgrenzungen oder Unterdrückung bestehend sind.… weiterlesen

Die „Botschaft“ des alten „zweiten Mannes“ zu einem „neuen“ Attentat

Veysi SarisözenVeysi Sarisözen, Journalist, 21.01.2013
Der AKPler Mehmet Ali Sahin gab zuletzt in Bezug auf das Massaker in Paris von sich, dass solche Morde auch in Deutschland passieren werden. Dieser jemand, der diese Worte von sich gegeben hat, ist nicht irgendein „Freund“ der AKP oder ein Journalist, der in Boulevardblättern für Desorientierung sorgt, sondern es handelt sich um jemanden, der Justizminister und Parlamentspräsident gewesen war – also jemand, der in der Türkei an zweiter Stelle saß … Nachdem wir die Identität des Redners geklärt haben, geben wir nun die Rede Sahins wieder: „Wir als Land sagen den Ländern der EU, Frankreich, Deutschland immer wieder.… weiterlesen

Syrien/Westkurdistan: Islamisten greifen erneut Serê Kaniyê an

suriye-muhaliflerPressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. , 21.01.2013
Gefechte zwischen Islamistischen Gruppierungen und den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) halten seit fünf Tagen an – Auch zwischen YPG und Assads Regimekräften Auseinandersetzungen Seit einem erneuten Angriff von islamistischen Gruppen auf die westkurdische Stadt Serê Kaniyê (Ras al-Ain) am 16. Januar 2013 halten die Gefechte in der Stadt mit den kurdischen Volksverteidigungseinheiten der YPG nunmehr seit fünf Tagen an. Bis zu 1500 Mitglieder dieser Gruppen sind am 16. Januar über die türkische Grenze nach Westkurdistan gelangt. Aktuell sollen sich 600 bis 800 von ihnen in Serê Kaniyê befinden.… weiterlesen

Stellvertretender AKP-Vorsitzender „warnt“ Deutschland vor ähnlichen Mordfällen wie in Paris

mehmet ali şahinPressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 21.01.2013
Nach Angaben der türkischen Tageszeitung Radikal vom 21.01.2013 hat der stellvertretene AKP-Vorsitzende Mehmet Ali Sahin auf einer Veranstaltung in seinem Wahlort Karabük bezugnehmend auf die Morde an drei PKK-Mitgliedern in Paris davor gewarnt, dass ähnliche Fälle auch in Zukunft in Deutschland passieren könnten. Sahin erklärte, dass nun eine Phase seitens der Regierung eingeläutet wurde, in der die PKK dazu gebracht werde, ihre Waffen niederzulegen. „Aufgrund dessen befinden sich nun einige Kreise in Aufruhr. Sie versuchen alles in Gang zu setzen, um diese Phase zu sabotieren.… weiterlesen

Zusammenarbeit Frankreichs bei der Ermittlungen mit der Türkei!

francePresseerklärung von der  Föderation der kurdischen Vereine in Frankreich (FEYKA), 20. Februar 2013
Die Ermittlungen der französischen Behörden zu den politischen Morden in Paris verlaufen in Zusammenarbeit mit der Türkei!
Die kurdische Gemeinschaft ist ernsthaft um die Unabhängigkeit der französischen Ermittlungen zu den Morden besorgt, da seid Anbeginn der Untersuchungen viele Informationen an die Medien herangetragen worden sind, die eben diesen Aspekt gänzlich in Frage stellen. Hüseyin Celik, Sprecher der türkischen Regierung, hatte bereits am Morgen nach den Morden (10. Januar 2013), ohne jegliche Untersuchungsergebnisse abzuwarten, behauptet: „Bei diesen Morden handelt es sich um eine Abrechnung innerhalb der Organisation“.… weiterlesen

Hunderttausende fordern Aufklärung

diyarbakir_zeramonieHunderttausende bei Trauer-Zeremonie für Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez in Amed fordern Gerechtigkeit und Frieden
CENÎ – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. | 17.1.2013
Die Wut und Trauer über den gezielten Mord an Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez halten unvermindert an. Am 09. Januar 2013 waren die drei kurdischen Politikerinnen im Kurdistan Informationszentrum in Paris kaltblütig ermordet worden. Seitdem ist die kurdische Bevölkerung in Europa und allen vier Teilen Kurdistans in Bewegung, um die umgehende Aufklärung der Morde zu fordern und den drei Politikerinnen ihr letztes Geleit zu geben. Gestern Abend waren die Leichname von Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez, begleitet von ihren Angehörigen und Delegationen aus Europa in die kurdische Stadt Amed (Diyarbakir) überführt worden.… weiterlesen

Attentatspläne gegen KurdInnen in Europa existieren schon länger

zubeyir aydarZübeyir Aydar, Mitglied des KCK-Exekutivrates, zu den Attentatsplänen gegen kurdische AktivistInnen in Europa
Zübeyir Aydar, Mitglied des KCK-Exekutivrates, äußert sich im Interview mit Maxime Azadi für die Nachrichtenagentur Firat (ANF) über Hinrichtungskommandos, die bereits im Jahr 2011 nach Europa geschickt worden seien. Nach Aydar hatten der Iran und die Türkei vor zweieinhalb Jahren erste Pläne für die Entsendung von Hinrichtungskommandos gegen kurdische AktivistInnen in Europa gemacht. Im Jahr 2012 soll solch eine Gruppe aus einem anderen europäischen Land nach Belgien gekommen sein. Bereits vor dem Mord in Paris soll es weitere Anschlagspläne auf kurdische AktivistInnen gegeben haben.… weiterlesen

Welche Rolle spielt die antikurdische Politik Frankreichs?

franceDer Mord an den drei kurdischen Aktivistinnen unter den Augen der französischen Regierung?
Mako Qocgiri, Mitarbeiter von Civaka Azad, 14.01.2013
Die Verantwortung der französischen Behörden bei der Aufklärung der Morde an den drei kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez am 9. Januar in Paris ist groß. Am Samstag den 12. Januar haben rund 100 000 Kurdinnen und Kurden aus ganz Europa nicht nur im Gedenken an die drei ermordeten Frauen in Paris demonstriert. Mit dieser Demonstration unterstrichen sie, dass sie solange den französischen Behörden auf die Finger schauen werden, bis der Fall lückenlos aufgeklärt ist.… weiterlesen

Türkische Gladio steckt hinter der Tat

sakine-rojbin-leylaKCK Erklärung zum Mord an drei kurdischen Aktivistinnen
Nach der Ermordung des PKK- Gründungsmitglieds Sakine Cansiz, der KNK-Vertreterin in Frankreich Fidan Dogan und der Jugendaktivistin Leyla Şaylemez in der französischen Hauptstadt Paris gab der der Exekutivrat der Gemeinschaft der Gesellschaften aus Kurdistan (KCK) eine Stellungnahme ab. In ihr heißt es, dass Sakine Cansiz in Europa zum Ziel erklärt wurde. nachdem die Angriffe auf die Führungskader der Kurdischen Bewegung in Kurdistan erfolgslos geblieben waren. Des Weiteren heißt es, dass diese Tat auf Kreise zurückzuführen ist, die die bestehende Kolonisierung des kurdischen Volkes beibehalten wollen. Auszüge aus der Erklärung des KCK zur Ermordung der drei kurdischen politischen Aktivistinnen: „Wir verurteilen zutiefst die gestrige Ermordung unserer standhaften Genossin Sakine Cansiz, Gründungsmitglied der PKK, Führungsmilitante unserer Bewegung, Symbol von Würde und Widerstand, von Fidan Dogan, der unerschrockenen Militanten der Freiheitsbewegung, Frankreich-Vertretung des KNK, wertvolle Diplomatin des kurdischen Volkes und von Leyla Şaylemez, aufopferungsvoller Militante der Jugendbewegung.… weiterlesen

Verzerrung der Medien

medienKommentar zur Medienberichterstattung bezüglich der Ermordung der drei kurdischen politischen Aktivistinnen
Can Cicek, Mitarbeiter von Civaka Azad, 11.01.2013
Wenige Stunden nach Bekanntwerden des blutigen Mordanschlags an drei kurdischen politischen Aktivistinnen im Pariser Büro des Kurdistan- Informationszentrum bemerkte der stellvertretende Vorsitzende der türkischen Regierungspartei AKP, Hüseyin Çelik, dass er die Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) hinter der Tat vermute und äußerte, „es sieht nach einer internen Abrechnung aus“.  Unter den drei ermordeten Frauen befindet sich auch Sakine Cansiz, Gründungsmitglied der im Jahr 1978 gegründeten PKK. Die Vermutungen liegen nah, dass sich der Mordanschlag gezielt auf ihre Person richtete. Der türkische Ministerpräsident Erdogan griff ebenso sehr auf diese These zurück, wie die meisten türkischen und europäischen Medien auch.… weiterlesen