Die Region Şehba auf dem Weg zum Kanton – oder wird die kurdische Bevölkerung von der Türkei vertrieben?

Michael Knapp, Historiker, für den Kurdistan Report Nr. 189 | Januar/Februar 2017

Während sich mittlerweile die Kantone Afrîn, Kobanê und Cizîrê als Bestandteile der Föderation Nordsyrien – Rojava immer weiter konsolidiert haben, rückt nun die Şehba-Region stärker in den Fokus der Auseinandersetzungen. Das Şehba-Gebiet stellt die vierte autonome Region der demokratischen Föderation Nordsyriens dar und ist im Moment Schauplatz schwerster kriegerischer Auseinandersetzungen. Das im Süden durch Aleppo, im Norden die türkische Grenze, im Osten den Euphrat und im Westen den Kanton Afrîn begrenzte Gebiet hat sich seit der Invasion der Türkei und ihrer Verbündeten und der Befreiung von Städten wie Minbic (Manbidsch) durch die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) als eine Region der Entscheidung für etliche regionale und internationale Akteure herauskristallisiert. Viele Städte des ehemals durch Aleppo verwalteten Gebietes sind zu Symbolen dieses Kampfes geworden, einige wichtige Namen sind Cerablus (Dscharablus), Minbic, Al-Bab, Azaz, Tişrîn, Al-Rai (Çobanbey), Til Rifat, Mare, Qebasîn, Erîma und Exterin. Die Region ist die letzte verbliebene, über welche die Türkei direkte logistische Unterstützung für ihre dschihadistischen und nationalistischen Verbündeten liefern kann. Der Grenzstreifen zum türkischen Staatsgebiet ist etwa 90 km lang. Um den aktuellen Diskurs um Şehba einordnen zu können, ist jedoch ein Blick in die Geschichte geboten.

Die Region Şehba – der Name taucht etwa 400 v. u. Z. das erste Mal in Quellen auf – stand in ihrer Geschichte unter den verschiedensten Herrschaften, von der neolithischen Besiedlung über die Ammoriter_innen, Seleukid_innen, Römer_innen, Byzanz, das Osmanische Reich, die französische Mandatsmacht bis hin zur Arabischen Republik Syrien. Traditionell stellt die Region eine der zentralen Handelsrouten aus dem Osten zum Mittelmeer dar und verbindet die Zentren Aleppo, Riha (Urfa), Dîlok (Antep), Bagdad, Mûsil (Mossul) und Teheran als Durchgangszentrum. Es gibt natürliche Gasvorkommen und fruchtbare Böden.

Hier lebt traditionell ein hoher kurdischer wie auch turkmenischer, insbesondere in den ländlichen Gebieten außerdem ein starker arabischer Bevölkerungsanteil. Gewöhnlich leben in der in ethnischer wie religiöser Hinsicht sehr heterogenen Region die Bevölkerungsgruppen friedlich miteinander.

Während des Osmanischen Reiches wurde die demografische Struktur der Region massiv durch eine Sunnitisierungs- und Türkisierungspolitik angegriffen. Nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches wurden interethnische und -konfessionelle Konflikte häufig schon von den Mandatsmächten gemäß ihrer »Divide et impera«-Strategie angefacht.1

In der 1961 ausgerufenen »Arabischen Republik Syrien« behielt Şehba seine strategische Bedeutung. Frisch an die Macht geputscht, setzte das baathistische Regime ab 1965 in Rojava entlang der türkischen Grenze das Projekt des »arabischen Gürtels« um – die kurdische Bevölkerung wurde auf einem 10–15 km breiten Streifen vertrieben und umgesiedelt und arabische Wehrdörfer wurden errichtet. Şehba war das erste Gebiet, in dem solche Wehrdörfer zwischen damals etwa 250–300 kurdische Siedlungen gesetzt und teilweise auch kurdische Dörfer zwangsarabisiert wurden, um die kurdischen Gemeinschaften, denen politisch misstraut wurde, voneinander zu isolieren. Die Anzahl der Dörfer stieg aus diesem Grund auf bis zu 450.2 Weitere Maßnahmen folgten. Es wurde verboten, Kurdisch zu sprechen, und eine Verleugnungs- und Assimilationspolitik gegenüber der kurdischen Bevölkerung praktiziert.

Trotz der Versuche der Arabisierung der Region durch das syrisch-arabische Regime verblieb insbesondere von Minbic bis weit hinter Al-Bab eine kurdische Bevölkerungsmehrheit. Sogar Al-Bab ist etwa zur Hälfte kurdisch. Die Bevölkerung der etwa 5 000 km² großen Şehba-Region wird auf über eine Million geschätzt, davon 500 000–800 000 Kurd_innen – diese leben in 212 der 4503 Dörfer des Territoriums.4 Şehba ist also typisch für das dortige Bevölkerungsmosaik. Während das Einzugsgebiet von Aleppo eigentlich bis weit nach Nordkurdistan/Türkei reicht, durchschneidet die türkische Grenze die Region. Insbesondere im Hinblick auf die Vergangenheit, aber auch auf politische und ökonomische Interessen stellt Şehba ein Pivot-Element neoosmanischer Politik des Erdoğan-Regimes dar.5 Zentrales ökonomisches Interesse ist der vom Erdoğan-Regime über die Firma Powertrans massenhaft praktizierte Erdölschmuggel durch Minbic und Cerablus.6 Die Verbindung von Erdoğans Schwiegersohn und Energieminister – in Personalunion – Berat Albayrak zur Firma Powertrans, über die der Ölhandel des IS mit der Türkei abgewickelt wurde, ist erneut im Dezember 2016 durch Wikileaks-Veröffentlichungen7 bestätigt worden. Aber auch politisch-militärisch interessiert das Gebiet – denn wer Şehba kontrolliert, hat großen Einfluss auf Aleppo und Afrîn. Die Kontrolle über Şehba und dann Aleppo würde einen schweren Schlag für das Modell eines demokratischen föderalen Syrien bedeuten. Auch aus diesem Grund steht Şehba im Moment im Zentrum der Kämpfe.

Die urbanen Zentren von Şehba

Cerablus

Eines der wichtigen Zentren der Region ist Cerablus, etwa 125 km nördlich von Aleppo und 40 km westlich von Kobanê am westlichen Euphrat-Ufer. Bei einer Volkszählung 2004 wurden 58 000 Einwohner_innen erfasst.8 Die Bevölkerung ist mehrheitlich kurdisch und arabisch geprägt. 2011 wurde das Baath-Regime aus Cerablus vertrieben. Danach wurde es von der Nationalen Koalition (der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte, ETILAF), Al-Nusra und schließlich vom Islamischen Staat (damals noch ISIS) besetzt. Nachdem die Stadt Minbic im Sommer 2016 nach 73 Tagen Kampf und unter großen Opfern durch die QSD aus den Händen des IS befreit worden war, zog dieser sich aus Cerablus zurück und überließ die Stadt kampflos dem türkischen Militär und den mit diesem verbundenen Milizen. Etliche IS-Kader wurden direkt in die türkisch-dschihadistische Besatzungsmacht übernommen.

Minbic

Minbic liegt etwa 75 km von Aleppo entfernt. Seine Bevölkerung setzt sich zu 68 % aus Araber_innen, 25 % Kurd_innen, 5 % Turkmen_innen und 2 % Tscherkess_innen zusammen. Minbic war eine der ersten Städte, die sich 2011 gegen das Baath-Regime erhoben hatten, wurde aber ähnlich wie Cerablus zunächst von Einheiten der sogenannten Freien Syrischen Armee (FSA) und schließlich vom IS besetzt. Es wurde zu einem der entscheidenden strategischen Versorgungszentren des IS über die Route Türkei–Raqqa–Mûsil. Insbesondere für neue aus der Türkei geschleuste IS-Rekrut_innen stellte Minbic ein wichtiges Erstausbildungs- und Verteilungszentrum dar und letzten Endes damit auch eine der wichtigen Brücken des IS über die Türkei nach Europa und zurück.

Al-Bab

Al-Bab kommt in der aktuellen Lage eine besondere strategische Bedeutung zu, so dass die deutsche Übersetzung für Al-Bab – »das Tor« – fast wie ein Omen klingt. Es ist die Stadt, über die im Moment noch eine Verbindung zwischen Kobanê und dem isolierten Afrîn möglich ist, und ebenfalls eine wichtige Kreuzung in das 38 km entfernte Aleppo. Insofern versuchen es das Erdoğan-Regime und seine Alliierten so schnell wie möglich einzunehmen, um ihr schon so oft gescheitertes Ziel der Isolierung der Kantone zumindest im Hinblick auf Afrîn doch noch umsetzen zu können. Al-Bab mit seinen Kreisstädten hat etwa 400 000 Einwohner_innen, vor allem arabische, kurdische und turkmenische. 2011 wurde das Baath-Regime vertrieben und die Stadt zunächst von türkeinahen FSA-Milizen besetzt, anschließend durch den IS.

Eine weitere wichtige Grenzstadt der Region ist Azaz – auch sie mit ihren 75 000 Einwohner_innen war abwechselnd von der Besetzung durch IS und FSA betroffen und ist aktuell von einem türkischen Einfall bedroht.

Die jüngere Geschichte der Region

Gegen Ende 2012 stand die ganze Region unter der Kontrolle türkeiabhängiger ETILAF-Milizen und mit ihnen verbündeter dschihadistischer Verbände. Es kam zu massiven interfraktionellen Kämpfen, allein in Minbic hielten sich Anfang 2013 über hundert verschiedene, häufig konkurrierende Milizen auf. Mit dem zunehmenden Konflikt zwischen Al-Qaida und ISIS begann Letzterer, Minbic und Al-Bab als erste Städte in Şehba zu besetzen. Al-Qaida und Al-Nusra verließen daraufhin die meisten Stellungen in Şehba und der ISIS konnte nun auch Cerablus besetzen. Allein Orte wie Azaz, Mare und Til Rifat (Arfet) blieben unter ETILAF-Kontrolle.

Die kurdische Freiheitsbewegung und die Partei der Demokratischen Einheit (PYD) hatten in der Region eine große Unterstützer_innengemeinschaft, was sich in Volkshäusern und gesellschaftlicher Organisierung in Städten wie Minbic bis hin zu kleinen Dörfern zeigte. Die strategische Bedeutung der Region für die Türkei zeigte sich auch 2013 mit den massiven Angriffen auf die kurdische Bevölkerung der Region, insbesondere gegen alle, die als »Apocu«, also Anhänger_innen der demokratischen Autonomie angesehen wurden. Besonders bitter ist dabei die Feststellung, dass rechte kurdische Milizen der Azadî-Partei und der »Kurdischen Islamischen Front«, die in den Reihen des ETILAF-Vorgängers, des Obersten Militärrats (SMC), kämpften, mindestens logistische Unterstützung für Massaker geliefert hatten.

Durch die Angriffe und die Besetzung zunächst durch ETILAF- und Al-Qaida-nahe Truppen und schließlich durch den sogenannten IS kam es zu einer massiven Fluchtbewegung der kurdischen Bevölkerung aus der Region. Andere begannen sich in Zentren in revolutionär-demokratisch orientierten Selbstverteidigungsgruppen unter Namen wie Dschabhat al-Akrad, Dschaisch as-Suwar, Schams asch-Schimal und weiteren zu organisieren. Sie schlossen sich im Oktober 2015 unter dem Dach der QSD mit den Volksverteidigungs-/Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) und anderen Gruppen zusammen und bereiteten die Befreiung der Region vor. Das AKP-Regime zog immer neue rote Linien – würden die Gebiete westlich des Euphrat von den QSD betreten, dann würde es einmarschieren lassen. Also kurz gesagt – die Vertreibung des IS wäre ein Interventionsgrund für türkische Truppen. Trotz dieser Drohungen wurde Tişrîn aus den Händen des IS befreit und die Offensive auf Minbic begann. Währenddessen fand Anfang 2016 eine Versammlung von Vertreter_innen aus der gesamten Şehba-Region in Afrîn statt und für Al-Bab, Azaz, Minbic, Cerablus und Sifîre wurden Exilvolksräte ausgerufen. Außerdem wurde nochmals die Einheit der verschiedenen Bevölkerungsgruppen Syriens betont.

Nach der aufopferungsvollen Befreiung Minbics durch die QSD fiel die Türkei mit eigenen und sogenannten FSA-Truppen in Şehba ein und besetzte unter anderem Cerablus. Dschihadistische und turkmenisch-rechtsextremistische Bewaffnete und türkische Soldaten patrouillieren nun gemeinsam durch die Straßen dieser Stadt, und ihre Offensive auf Al-Bab läuft, um endgültig die Kontrolle über Şehba zu gewinnen und sich Kobanê und Afrîn zuwenden zu können. Das Schweigen der USA und Russlands nach dem »Wachwechsel« zwischen der Türkei und dem IS in Cerablus und den Angriffen auf die Region ist beredt. Die USA wollen damit höchstwahrscheinlich einerseits der politisch ins Abseits geratenen Türkei ein Zugeständnis machen, um ihr die Vorzüge einer Anbindung an die USA zu zeigen, und andererseits die QSD und die Föderation Nordsyrien warnen – sich endlich politisch dem Willen der USA zu beugen, ansonsten werde man sich nach anderen Bündnispartnern umschauen und wieder die »türkische Karte« spielen. Die kurdische Bewegung zeigte mit ihrer Antwort, sie werde die Offensive auf Raqqa stoppen und ihre Kräfte nach Şehba verlegen, wenn die USA nicht die Türkei zurückpfiffen, dass sie dieses Spiel mindestens genauso gut beherrscht. Vor diesem Hintergrund kam es zu einigen Waffenstillständen in der Region. Nach Cerablus übergab der IS Anfang September die Stadt Al-Rai an die Türkei, die sich selbst rühmte, all die Städte mehr oder weniger kampflos vom IS übernommen zu haben. Verglichen mit dem Kampf um Minbic scheint der IS die Städte mehr übergeben als verteidigt zu haben. Immer wieder tauchen Hinweise auf IS-Kader auf, die einfach in neuer Uniform ihren Dienst in den Reihen von Ahrar Al-Scham oder anderen mit der Türkei verbündeten Gruppen fortsetzen. Auch Patrick Cockburn erhielt in einem Interview mit einem IS-Kämpfer die Aussage, sie würden sich weiter in Cerablus aufhalten, hätten sich nur die Bärte etwas zurechtgestutzt.9 Nun sollten höchstwahrscheinlich Azaz, Til Rifat und schließlich Al-Bab und Minbic folgen und anschließend Afrîn ausgeschaltet werden. Allerdings blieb die Offensive der Türkei und ihrer Milizen aufgrund des massiven Widerstands und wachsenden internationalen Drucks vor Azaz und Til Rifat stecken, woraufhin sie sich Al-Bab und Minbic zuwandte. Während die Türkei Al-Bab um jeden Preis vor der Befreiung durch die QSD besetzen will, greifen die türkische Armee und die Milizen insbesondere die Zivilbevölkerung in den Dörfern vor Minbic an. Dabei kam es mittlerweile schon zu einer hohen Zahl getöteter Zivilist_innen und tausenden Vertriebenen.

Aktuelle Lage in Şehba

Etliche Landkreise sind noch immer vom IS besetzt, andere werden von der türkischen Armee bzw. mit ihr verbündeten Gruppen kontrolliert. Aktuell besteht die Koalition der Türkei aus diversen salafistischen, Ex-Al-Nusra- und Al-Qaida-, türkisch-rechtsextremistischen Gruppen und anderen. Insbesondere in der Şehba-Region agiert die Türkei in enger Abstimmung mit Saudi-Arabien und Qatar. Die Anzeichen häufen sich, dass auch Einheiten unter der Kontrolle des türkischen Nachrichtendienstes MIT und der südkurdischen Demokratischen Partei Kurdistans (PDK) an der Operation teilnehmen. Die sogenannten Rojava-Peşmerge rekrutieren sich aus dem Umfeld des Kurdischen Nationalrats in Syrien (ENKS) und haben enge Verbindungen zum türkischen Geheimdienst. Gleichzeitig strahlen türkische Staatssender ENKS-Propaganda aus, sogar auf Kurdisch, in der die türkische Besatzung der Region gelobt und die Selbstverwaltung der Föderation Nordsyrien massiv angegriffen wird.10

Al-Bab, Til Aren, Til Hasil und Til Belat befinden sich unter IS-Besatzung, etliche Gebiete entlang der Grenze zu Kobanê unter der Kontrolle von in den QSD organisierten Gruppen und des Militärrats von Minbic. Russland andererseits versucht das Baath-Regime mit aller Kraft an der Macht zu halten, um seinen eigenen Einfluss im Mittleren Osten und im Mittelmeerraum zu stärken und den der USA einzudämmen.

Weiterhin ist es ein zentrales Ziel der Türkei, durch Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung die Kontrolle über die Region zu erlangen. Während die demokratische Föderation Nordsyrien für eine gemeinsame Organisierung des Lebens durch alle Bevölkerungsgruppen einsteht, setzt die Türkei, wie auch die von ihr abhängige Opposition, auf das gegenseitige Ausspielen dieser Bevölkerungsteile. Der Flüchtlings-Deal der EU mit der Türkei hat eine in Europa wenig diskutierte Dimension. Die Türkei hat ihre Grenze zu Syrien für Flüchtlinge komplett schließen lassen, täglich hören wir von durch das türkische Militär Erschossenen. Türkische Militärangehörige teilen in den sozialen Medien immer wieder Videos, in denen sie mit der Folter an kurdischen Flüchtlingen prahlen.

Die Türkei will die Flüchtlinge, anstatt sie einreisen zu lassen, in Nordsyrien festhalten und beispielsweise in Şehba entsprechende Lagerkomplexe installieren und »verlassene Dörfer« arabischen oder turkmenischen Flüchtlingen überlassen. So hat das türkische Militär in Şehba die Bewohner_innen des kurdischen Dorfes Hizwan vertrieben und dort hundert turkmenische Familien aus Mûsil angesiedelt. Auf diese Weise sollen einzelne Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden und gleichzeitig soll ein türkisch-arabischer Gürtel entstehen.11

Auch vom Süden her droht Gefahr für die Region, denn das Regime ist auf dem Vormarsch und hat angekündigt, die Föderation Nordsyrien auf keinen Fall zu akzeptieren. Im Moment sind deren Kräfte im Vorteil und können auch Minbic gegen Angriffe der Türkei verteidigen. Eine Annäherung der Türkei an Assad und der USA an Russland ist möglich – das würde den Handlungsspielraum in Rojava weiter einschränken. Internationale Solidarität mit dem von allen Seiten angegriffenen Projekt der Föderation Nordsyrien – Rojava ist dringend notwendig, um die Belagerung der Region zu durchbrechen.

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Der Beitrag ist erschienen im Kurdistan Report Nr. 189 | Januar/Februar 2017

Originallink: http://kurdistan-report.de/index.php/archiv/50-2017/kr-18-januar-februar-2017/537-die-region-sehba-auf-dem-weg-zum-kanton-oder-wird-die-kurdische-bevoelkerung-von-der-tuerkei-vertrieben

 

  1. Vgl. McDowall, David, »A Modern History – The Kurds«, S. 468. []
  2. Zahlen sind relativ unklar – siehe oben. []
  3. Je nach Quelle differieren diese Zahlen entscheidend, so schwanken die Zahlen der Dörfer und Ansiedlungen in der Region von 450 bis 1000 und analog die der Kurd_innen zwischen 500 000 und 800 000. []
  4. http://www.diclehaber.com/news/content/view/471855?from=1510667103 []
  5. https://anfturkce.net/kurdistan/savasin-merkezi-sehba-i []
  6. http://gazeteyolculuk.net/aktuel/ortadoguda-bir-petrol-kacakcisi-profili-damat-berat-ve-powertrans.html []
  7. https://wikileaks.org/berats-box/ (Hier können die etwa 50 000 geleakten E-Mails ebenfalls nach Stichwörtern durchsucht werden.) []
  8. http://www.cbssyr.sy/new%20web%20site/General_census/census_2004/NH/TAB02-39-2004.htm []
  9. http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/isis-to-rebuild-in-africa-if-defeated-in-syria-and-iraq-a7234456.html []
  10. http://firatnews.com/kurdistan/enks-adina-konusan-mit-elemanlari []
  11. http://tr.hawarnews.com/turk-devletinin-turk-kemeri-siyaseti-suruyor/ []