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Berlin – Buchvorstellung: Zivilisation und Wahrheit

21. Juli 2017 18:00:20:00

Öcalan kritisiert nicht nur den Kapitalismus, sondern weitet den Blick auf die zugrunde liegenden Strukturen der Zivilisation. Indem er die Methoden zum Verständnis von Gesellschaft, Wissen und Macht hinterfragt, bereitet er einer Soziologie der Freiheit den Boden. In diesem ersten Band des »Manifests der demokratischen Zivilisation« reflektiert Abdullah Öcalan seine Erkenntnisse aus 35 Jahren revolutionärer Theorie und Praxis und 10 Jahren Isolationshaft auf der türkischen Gefängnisinsel İmralı.

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Über die Internationale Initiative

Am 15 Februar 1999 geriet der Vorsitzende der Arbeiterpartei Kurdistans, Abdullah Öcalan, in einer Nacht- und Nebelaktion, unterstützt von einem staatlich gelenkten Bündnis von Geheimdiensten, in die Hände der Türkischen Republik. Empört über die Ungeheuerlichkeit dieses völkerrechtswidrigen Vorgehens, gründen verschiedene Intellektuelle und Vertreter von zivilgesellschaftlichen Organisationen eine Initiative zur Freilassung von Abdullah Öcalan. Mit der Eröffnung eines zentralen Koordinationsbüros im März 1999 nimmt diese unter dem Namen Internationale Initiative »Freiheit für Abdullah Öcalan – Frieden in Kurdistan« ihre Arbeit auf.

Die Internationale Initiative begreift sich als eine multinationale Friedensinitiative, die sich für eine friedliche und demokratische Lösung der kurdischen Frage einsetzt. Auch nach vielen Jahren im Gefängnis gilt Abdullah Öcalan für den Großteil der kurdischen Bevölkerung als unumstrittene Führungspersönlichkeit. So erscheint die Annahme realistisch, dass die Lösung der kurdischen Frage in der Türkei eng mit seinem weiteren Schicksal verbunden ist. Als Architekt des »Friedensprozesses« sehen ihn alle Seiten als Schlüsselfigur für seinen erfolgreichen Abschluss. Dies setzt zunehmend seine Freilassung auf die Agenda. Durch Kampagnen und eine kontinuierliche Lobby- und dezidierte Öffentlichkeitsarbeit versucht die Internationale Initiative, einen Beitrag dazu zu leisten. Durch die Herausgabe von Öcalans Gefängnisschriften hofft sie, zu einem besseren Verständnis der Ursachen des Konflikts und möglicher Lösungen beizutragen.

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Abdullah Öcalan, geboren 1949, studierte politische Wissenschaften in Ankara. Von der Gründung der PKK 1978 an bis zu seiner Entführung am 15. Februar 1999 führte er als Vorsitzender der PKK den kurdischen Befreiungskampf aktiv an. Er gilt weiterhin als führender Stratege und einer der wichtigsten politischen Repräsentanten des kurdischen Volkes. In Isolationshaft auf der Insel Imrali verfasste Öcalan mehr als zehn Bücher, welche die kurdische Politik revolutionierten. Mehrfach initiierte er einseitige Waffenstillstände der Guerilla und lieferte konstruktive Vorschläge für eine politische Lösung der kurdischen Frage. Ein »Friedensprozess« begann 2009, als der türkische Staat auf Öcalans Aufrufe, die kurdische Frage politisch zu lösen, reagierte. Seit dem 27. Juli 2011 befindet er sich auf der Gefängnisinsel Imrali wieder in nahezu vollständiger Isolation. Seit dem 5. April 2015 ist das gesamte Gefängnis von der Außenwelt abgeschnitten. Mehr als 10.000.000 Menschen haben in einer weltweiten Unterschriftenkampagne seine Freilassung gefordert.

Details

Datum:
21. Juli 2017
Zeit:
18:00:20:00

Veranstalter

YXK

Veranstaltungsort

Mehringhof
Gneisenaustraße 2a
Berlin, 10961
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