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Hamburg: Rojava und Kobanê – Zwischen Selbstverwaltung, Demokratie und Angriffen des IS

19. November 2014 19:00

Diskussion / Vortrag
Mit Salih Muslim, Co-Vorsitzender der Partei der demokratischen Einheit (PYD) | Jan van Aken, außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE | Cansu Özdemir, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft (Moderation)

In Syrien herrscht seit 2011 ein furchtbarer Bürgerkrieg, in dem verschiedenste bewaffnete Gruppen und das Assad-Regime sich bekämpfen. Über 200.000 Menschen wurden bisher getötet, Millionen sind geflüchtet. Im Schatten dieses Krieges hat die Bevölkerung im überwiegend kurdischen Norden Syriens (Rojava) seit der Befreiung von Kobane am 18. Juli selbstverwaltete Strukturen aufgebaut, die das Überleben der Menschen sichern und darüber hinaus Ansätze für ein demokratischeres Syrien ganz praktisch aufzeigen. Die Menschen in Rojava versuchen mit ihrem Projekt der Demokratischen Autonomie ein alternatives Gesellschaftsmodell jenseits von nationalistischen, religiös-fundamentalistischen und patriarchalen Vorstellungen zu entwickeln. Doch gerade durch diese Perspektive gerät das Gesellschaftsmodell von Rojava zugleich ins Visier zahlreicher lokaler und regionaler Kräfte und wird von diesen angegriffen.

Wir wollen mit unserer Veranstaltung das Modell Rojava näher beleuchten, und zugleich über die Hintergründe der gegenwärtigen Angriffe des sog. Islamischen Staates (IS) auf den Kanton Kobanê in Rojava sprechen. Welche Perspektiven bietet die Demokratische Autonomie von Rojava? Warum wird Rojava so vehement vom IS angegriffen? Welche Rolle spielt die Türkei hierbei? Wie ist das Verhältnis der Kurden zum syrischen Regime? Und wie ist die Unterstützung durch die Anti-IS-Koalition aus der Luft bei der Verteidigung von Kobanê zu werten?

Diese und weitere Fragen wollen wir mit dem Co-Vorsitzenden der Partei der demokratischen Einheit (PYD) Salih Muslim, einem der führenden politischen Vertreter aus Rojava, sowie mit Jan van Aken, dem außenpolitischen Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, der Anfang des Jahres die Region Rojava bereist hat, diskutieren.

Eine Kurdisch-Deutsche Übersetzung ist gewährleistet

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg in Kooperation mit dem Kurdischen Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit – Civaka Azad e.V. | Unterstützt durch das Referat für internationale Studierende (RIS) der Uni Hamburg

Details

Datum:
19. November 2014
Zeit:
19:00

Veranstaltungsort

Universität Hamburg / HG ESA 1
Edmund-Siemens-Allee 1
Hamburg, 20146
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