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Veranstaltungsreihe: Ein Leben auf Imrali – Freiheit und Widerstand gewidmet

14. Dezember 2018 18:00:20:00

14.12.2018, 18 Uhr, Alte Feuerwache, Eingang Oranienstraße 96, 10969 Berlin

Wir laden euch herzlich ein zu einer Veranstaltung mit Solomon Lechesa Tsenoli, stellvertretender Parlamentspräsident Südafrikas, Ebru Günay, HDP Mardin-Abgeordnete und Rojda Yildirim, Vertreterin der Kurdischen Frauenbewegung in Europa.

Am 9. Oktober 1998 sah sich Abdullah Öcalan gezwungen, Syrien zu verlassen, um einem Krieg der Türkei gegen Syrien zuvor zu kommen. Nach einer Odyssee durch mehrere Länder wurde er am 15. Februar 1999 dem türkischen Staat ausgeliefert – unter direkter Beteiligung internationaler Mächte wie der USA, Israel oder der EU. Der PKK-Gründer Abdullah Öcalan befindet sich seit seiner Verschleppung aus der griechischen Botschaft in der kenianischen Hauptstadt Nairobi im Februar 1999 auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali. Elf Jahre war er der einzige Häftling und wurde von mehr als 1000 Soldaten bewacht. Der letzte Besuch seiner Anwält*innen fand vor mehr als sieben Jahren statt. Seit dem 4. April 2015 befindet sich Öcalan faktisch in Totalisolation. Auch Besuchsanträge seiner Familienangehörigen werden seit über zwei Jahren abgelehnt. Zuletzt konnte ihn sein Bruder Mehmet Öcalan im September 2016 kurz besuchen.

Alle Rechte sind dem kurdischen Vordenker, Öcalan, mit verschiedenen Begründungen aberkannt worden. Internationale Institutionen wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und das Komitee zur Verhinderung von Folter (CPT) legitimieren die Folter.

Da es seit 2016 keine Nachrichten oder Informationen von oder über Abdullah Öcalan gibt, macht sich die Kurdische Bevölkerung mittlerweile ernsthafte Sorgen.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies im September diesen Jahres die Klage Öcalans wegen Folter als nicht ausreichend belegt ab. Das Gericht wies in seinem Urteil (Beschwerdenummer 12261/10) auf einen Bericht des CPT hin, in dem es heißt, Öcalan werde nicht gefoltert. Das CPT hatte in seinem Bericht vom Januar 2010 die Haftbedingungen des kurdischen Vordenkers als „generell akzeptabel“ bezeichnet.

Für eine Lösung der politischen Konflikte in der Türkei, Irak und Syrien ist die Freiheit von Abdullah Öcalan unabdingbar. Durch ihre Positionierung konnte sich die kurdische Bevölkerung organisieren und für Freiheit und Demokratie kämpfen. Vor allem für die kurdische Frauenbewegung ist die Arbeit von Abdullah Öcalan essentiell. Der kurdischen Bevölkerung, insbesondere den Frauen, ist es gelungen sich ihre eigene Identität und Geschichte wieder zu erkämpfen. Der Aufbau der Selbstverwaltung in Rojava, die eine demokratische Alternative zu Herrschaft darstellt und die Freiheit von Frauen garantiert, wäre nicht möglich ohne den Einsatz und die Philosophie Abdullah Öcalans.

In unserer Veranstaltung wird Solomon Lechesa Tsenoli über seine Erfahrungen mit Nelson Mandela und dessen Weg zur Befreiung sprechen. Ebru Günay wird als kurdische Rechtsanwältin und Abgeordnete der HDP über das Imrali-System und den Widerstand Öcalans berichten. Rojda Yildirim wird über den kurdischen Frauenwiderstand und die Bedeutung Öcalans für die kurdische Gesellschaft berichten.

Wir freuen uns auf unsere gemeinsamen Diskussionen!

Veranstalter: Verband der Frauen aus Kurdistan in Deutschland (YJK-E), Kurdischer Frauenrat Berlin (DEST-DAN), Kongreya Star-Europa

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Details

Datum:
14. Dezember 2018
Zeit:
18:00:20:00
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Alte Feuerwache Berlin
Oranienstraße 96
Berlin, 10969
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