Ein paar Fragen zu Afrin

Der Journalist Ragıp Duran stellt offene Fragen zur Situation in Afrin, Artı Gerçek, 23.01.2018
Krieg ist politisch als auch ideell ein wichtiges Reagenzpapier. Um das Ereignis zu verstehen und zu begreifen muss man Fragen stellen. Und die Antworten suchen. Ankara stuft die PYD/YPG als terroristisch ein. Was sind die konkreten, sachlichen Begründungen und Beweise für diese Definition? Aufgrund welcher Politiken und Aktionen wurde die PYD/YPG als terroristisch deklariert? Welche Terroranschläge hat die PYD/YPG gegen die Türkei verübt? Stellt es für Ankara kein Problem dar, dass in keiner anderen Hauptstadt die PYD/YPG als terroristisch eingestuft wird? Hat Ankara das Recht seine Nachbarn zu mögen oder nicht zu mögen?… weiterlesen

Türkische Invasion in Afrin

Erklärung des Informationsbüros der Bewegung der Demokratischen Gesellschaft (TEV-DEM), 22.01.2018
Die Türkei ist sehr über die Errungenschaften Rojavas beim Sieg über den Islamischen Staat (IS) und beim Neuaufbau eines Systems, das auf direkter Demokratie, Gleichberechtigung der Geschlechter, interethnischer Zusammenarbeit, Säkularismus und Umweltschutz beruht, beunruhigt. Der türkische Staat ist sich bewusst, dass die Stärkung dieses demokratischen Projekts, das als Vorbild für den Rest der Region dienen kann, gleichbedeutend mit dem Niedergang des Autoritarismus ist, für den es selbst steht. Deshalb mobilisierte der türkische Staat von Anfang an all seine Ressourcen, um die demokratische Selbstverwaltung in Rojava und Nordsyrien zu zerschlagen.… weiterlesen

Newsticker: Krieg in Afrin

Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 21.01.2018
Wir beenden den Newsticker an dieser Stelle. Einen fortlaufenden Newsticker findet ihr auf der Homepage von ANF Deutsch unter diesem LINK. Zudem könnt ihr über unseren Twitter- und Facebook-Account, sowie die Homepage von ANF Deutsch die neuesten Ereignisse in Afrin mitverfolgen. Auch auf unserer Seite werden wir mit regelmäßigen Beiträgen die weiteren Entwicklungen für euch analysieren. *** 18:07 Uhr – Kommandant: „Wir kämpfen Schulter an Schulter. Glaubt den Lügen der Türkei nicht“ Der Kommandant der Gruppe Ceyş’ül Suvar,  Hecî Ehmed, äußerte sich in einer Stellungnahme zu den Behauptungen türkischer und russischer Medien, dass einige Gruppen sich von dem Bündnis mit der YPG/YPJ abgespalten und auf die Seite der Türkei gewechselt hätten: „Schenkt den türkischen Medien keinen Glauben.… weiterlesen

Was passiert in Idlib und Afrin?

Der Journalist Seyit Evran zu den Hintergründen der Drohungen Erdogans, eine Militäroffensive gegen den Kanton Afrin zu starten; 17.01.2018
Der türkische Staatspräsident nähert sich mit seiner Politik erneut der USA an. Mit Bezug auf den Kanton Afrin drohte er mit den Worten: „Entweder werden sie sich ergeben, oder wir werden Afrin dem Erdboden gleichmachen. Innerhalb einer Woche wird jeder sehen was passiert“. Was aber steht hinter dieser Drohung? In Idlib findet ein unausgesprochener Krieg statt Die Türkei schoss im November 2015 ein russisches Flugzeug ab. Später wurde der russische Botschafter Andrej Karlow im Dezember 2016 vor laufenden Kameras erschossen.… weiterlesen

Mit dem Paradigma der PKK den Sozialismus neu schaffen – Teil II

Interview (Teil II) mit Riza Altun, Mitbegründer der PKK und Mitglied des KCK-Exekutivrats, 13.01.2018
Heute veröffentlichen wir Teil II des ausführlichen Gesprächs mit Riza Altun. Riza Altun ist Mitbegründer der PKK und Mitglied des KCK-Exekutivrats. In diesem Gespräch geht er weiter auf die Fragen zu politischen und militärischen Strategien und Taktiken der kurdischen Freiheitsbewegung ein. Er vertieft die Kritik am Realsozialismus und erläutert ihr Verständnis von Demokratie und den Grundlagen von Organisierung. Im Westen, insbesondere in Lateinamerika werden die Regime des Iran und Syriens nicht nur als IS-Gegner, sondern darüber hinaus auch als Antiimperialisten betrachtet. In letzter Zeit hat auch Tayyip Erdoğan angefangen eine antiamerikanische und antieuropäische Sprache zu nutzen.… weiterlesen

Mit dem Paradigma der PKK den Sozialismus neu schaffen – Teil I

Interview (Teil I) mit Riza Altun, Mitbegründer der PKK und Mitglied des KCK-Exekutivrats, 12.01.2018
Wir veröffentlichen ein ausführliches Gespräch mit Riza Altun, Mitbegründer der PKK und Mitglied des KCK-Exekutivrats, in zwei Teilen. In diesem Gespräch beantwortet er Fragen zu politischen und militärischen Strategien und Taktiken der kurdischen Freiheitsbewegung, brennende Fragen zur aktuellen Lage im Mittleren Osten als auch über das Sozialismusverständnis und das neue Paradigma der PKK. An vielen Orten der Welt, vor allem in Südamerika und Europa verfolgen revolutionäre Bewegungen und AktivistInnen den Kampf der PKK und denjenigen in Rojava mit wachsendem Interesse. Die meisten können die Beziehungen zu der US-geführten Koalition dem Widerstand von Kobanê nicht mit der sozialistischen und antiimperialistischen Identität der PKK und den Kräften in Rojava miteinander verbinden.… weiterlesen

Menschenrechtsbeobachtung während Newroz-Fest 2018 in Nordkurdistan

Aufruf zur Menschenrechtsbeobachtung der HDP-Deutschland, 12.01.2018
Die neu gegründete Deutschland-Vertretung der Demokratischen Partei der Völker (HDP) ruft für das Newroz-Fest am 21. März 2018 zur Teilnahme an einer Menschenrechtsbeobachtung in Nordkurdistan (Südosttürkei) und der Türkei auf. Wie jedes Jahr wird am diesjährigen 21. März wieder das Newroz-Feuer in Kurdistan entfacht. Das Newroz-Fest symbolisiert für die Kurdinnen und Kurden sowie zahlreiche weitere Völker des Mittleren Ostens den Widerstandswillen und den Kampf für die Freiheit. Es ist ein Ausdruck der farbenfrohen Kultur Mesopotamiens und des gesamten Mittleren Ostens. Für die kurdische Gesellschaft wird in diesem Jahr die Forderung nach demokratischen Grundrechten in ihrer Heimat Kurdistan und der Türkei eine zentrale Rolle spielen.… weiterlesen

Wogen im Teeglas geglättet

Der Journalist und Historiker Nick Brauns über das Treffen von Cavusoglu und Gabriel in seiner Heimatstadt Goslar und über die aktuelle Lage der deutsch-türkischen Beziehung, 10.01.2018
Mit Tee und Kuchen hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel am Wochenende seinen „Freund“, den türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu in seiner Heimatstadt Goslar bewirtet. Von einem „Neustart“ der deutsch-türkischen Beziehungen, wie in den Medien zu lesen ist, kann allerdings kann nicht die Rede sein. Gekittet wurden vielmehr oberflächliche Risse in der ansonsten seit 150 Jahren bestehenden Waffenbrüderschaft der deutschen und türkischen herrschenden Klassen. Denn den von Cavusoglu benannten „Differenzen“, „Problemen“, „Spannungen“ und „Eskalationen“ lagen keine tieferen ökonomischen oder politischen Ursachen im deutsch-türkischen Verhältnis zugrunde.… weiterlesen

Mordanschlag auf Deniz Naki macht deutlich – Erdoğan-Kritiker sind in Deutschland nicht sicher

Pressemitteilung von NAV-DEM – Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland, 08.01.2018
„Der Anschlagsversuch auf Deniz Naki beweist das, wovor wir die ganze Zeit gewarnt haben. Kritiker des Erdoğan-Regimes sind in Deutschland längst nicht mehr sicher“, mit diesen Worten bewertet Ayten Kaplan, Ko-Vorsitzende des größten kurdischen Dachverbands NAV-DEM in Deutschland, die in der Nacht abgefeuerten Schüsse auf der Autobahn A4 in der Nähe von Aachen auf das Auto des kurdischen Fußballspielers. Kaplan kritisiert zugleich auch die Bundesregierung dafür, dass sie die Gefahr, die vom türkischen Geheimdienst und ihren Auftragsmördern gegen kurdische Aktivisten und türkischen Oppositionellen in Deutschland ausgeht, nicht ernst genug nimmt: „Es ist bezeichnend, dass Deniz Naki, der in Amed (Diyarbakir) Fußball spielt, gerade in Deutschland zum Ziel solch eines Angriffs wird.… weiterlesen

Immer noch auf der Suche nach der Wahrheit

Mahmut Şakar über die drei in Paris ermordeten kurdischen Revolutionärinnen; für den Kurdistan Report Januar/Februar 2018
Am 9. Januar 2013 wurden die drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez im Kurdistan-Informationszentrum im Herzen von Paris ermordet. Kurz darauf wurde bekannt, dass es sich bei dem Mörder Ömer Güney um einen türkischen Nationalisten handelte. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Deutschland hatte er sich in die kurdische Gesellschaft und deren Institutionen in Paris eingeschlichen. Dokumente belegen heute, dass Güney für den türkischen Geheimdienst MIT (Millî İstihbarat Teşkilâtı) arbeitete und in Kontakt stand mit Personen der höchsten Leitungsebene des MIT.… weiterlesen

“Wir müssen eine demokratische und freie Widerstandsplattform gegen das Regime aufbauen”

Mezlum Heften, Mitglied des Leitungskomitees der „Freien und demokratischen Gesellschaft aus Ostkurdistan“ (KODAR), äußert sich zu den Hintergründen und Perspektiven der aktuellen Proteste in Ostkurdistan und dem Iran; 05.01.2018
Heften äußerte sich zu den Gründen der Proteste wie folgt: „Ob nun ökonomische, nationale oder konfessionelle Probleme, die Grundlage all dieser Probleme liegt in dem Zustand des iranischen Regimes. Aufgrund seines Herrschaftsverständnisses verschlimmern sich Arbeitslosigkeit und Armut von Tag zu Tag. Zudem nehmen auch die Beschneidung der Freiheit und die Menschenrechtsverstöße immer stärker zu. Daher gibt es nichts mehr, was die iranische Gesellschaft ruhig hält.“ Laut Heften könne man derzeit beobachten, wie neue Bewegung in den Mittleren Osten komme: “Mit dem Beginn des arabischen Frühlings wurden gewisse Errungenschaften erkämpft.… weiterlesen

„Das iranische Regime wird in seinen Grundfesten erschüttert“

Der Journalist Seyit Evran zu den aktuellen Entwicklungen im Iran und Ostkurdistan, sowie dem Potential der gegenwärtigen Protestwelle; 03.01.2018
Die Menschen im Iran und Ostkurdistan sind in den letzten 20 Jahren zum dritten Mal in Massen auf die Straßen gegangen. In der Volkserhebung, die vor drei Tagen begann, werden klare Parolen wie “Nieder mit der Diktatur, wir möchten Freiheit” gerufen. Ein zentraler Unterschied dieser Volkserhebung zu vorherigen Protesten ist, dass sie diesmal in den ideologischen Zentren des Mullah-Regimes begonnen hat. Ostkurdistan und der Freiheitsplatz in Teheran 19 Jahre nachdem Chomeini im Iran das Mullah-Regime gründete gab es auch im Jahr 1999 breite Aufstände.… weiterlesen

Was wollen die Menschen im Iran, warum der Protest?

Karwan Hewram, Redakteur von ANF-Farsi, zur aktuellen Lage im Iran, 01.01.2018
Die Gründe für die Aufstände der letzten vier Tage gegen Armut, Arbeitslosigkeit, die täglichen Kosten des Lebens und der repressiven Politik der islamischen Republik Iran wird von den verschiedenen Seiten unterschiedlich diskutiert. Im Folgenden ein Interview mit Karwan Hewram, dem Redakteur der Nachrichtenagentur ANF-Farsi. Lange Zeit war es still im Iran. Aber in den letzten vier Tagen haben in der Stadt Meşhed Aktionen begonnen, die sich auf ganz Rojhilat ausweiteten. Wir wollen mit einer sehr allgemeinen Frage beginnen: Was passiert im Iran? Das despotische Regime im Iran unterdrückt seit langen Jahren die Bevölkerung.… weiterlesen

Vom Sieg in Kobanê zur Befreiung von Raqqa – Ein Jahresrückblick in demokratisch-konföderaler Hinsicht

Ali Çiçek, Mitarbeiter von Civaka Azad, 30.12.2017
Zu Jahresbeginn 2017 erklärten ranghohe Vertreter sowohl des türkischen Staates als auch seines Militärs, dass in diesem Jahr niemand mehr den Namen der PKK kennen und in den Mund nehmen werde. »Gott ist mein Zeuge, dass wir die PKK vernichten werden«, sagte Innenminister Süleyman Soylu. Mit dieser seit Beginn des Widerstands der PKK nun alljährlich verkündeten Losung legte der türkische Staat seinen Fahrplan für 2017 fest, dass nämlich ihre eigene Existenz innen- wie außenpolitisch untrennbar mit dem Kampf gegen die PKK und die kurdische Gesellschaft verbunden ist. Dieser Ankündigung zum Trotz feierte die kurdische Gesellschaft zusammen mit solidarischen und internationalistischen Kreisen um den 27.… weiterlesen

Straffreiheit für Morde an Erdogan-Kritiker? – Notstandsdekrete 695 und 696 eingeführt

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 28.12.2017
Die türkische Regierung verabschiedet zum Jahreswechsel auf Basis des Ausnahmezustands zwei weitere umstrittene Notstandsdekrete. Am Sonntag, den 24. Dezember traten die Notstandsdekrete Nummer 695 und 696 in Kraft. Dem Dekret 695 zufolge müssen Untersuchungs- und Strafgefangene zu Gerichtsterminen in einem einheitlichen Overall erscheinen. Neben der Einführung dieser einheitlichen Häftlingskleidung wird mit dem Dekret 696 de facto Straffreiheit für paramilitärische Gruppen gewährt. So sind nicht nur Handlungen gegen den Putschversuch und “terroristische Taten” vom Juli 2016 ab sofort straffrei, sondern auch solche, die sich gegen “die Fortsetzung davon” richten.… weiterlesen

Über die Arbeit zur kurdischen nationalen Einheit

Rıza Altun, Mitbegründer der PKK und Exekutivratsmitglied der KCK, im Interview; für den Kurdistan Report November/Dezember 2017
Warum legt die Bewegung so viel Wert auf eine nationale Einheit der Kurden? Es hat in der Historie immer Probleme bei der Nationbildung der Kurden gegeben. Aufgrund der ständigen Einflussnahme externer Kräfte und der unterschiedlichen gesellschaftlichen Konstellationen haben es die Kurden im Lauf der Geschichte nicht geschafft, einen Prozess der stabilen Nationbildung zu bewerkstelligen. Dieser schmerzhafte Prozess wurde begleitet von der andauernden Teilung und Interventionen von außen. Und dies wiederum führte zu tief greifenden Problemen. Selbstverständlich wird dagegen angekämpft, aber dies bedeutet nicht die Bewältigung des Problems.… weiterlesen

Wahlbeobachtungsbericht – Wahlen in Nordsyrien oder die Entstehung einer neuen Art des Lebens

Bahadır Altan, Sprecher des Blocks für Frieden (Türkei), über seine Erfahrungen als Wahlbeobachter in Nordsyrien, 23.12.2017
Mit großer Aufregung und einem Gefühl der Ehre nahm ich auf Einladung an einer Delegation teil, deren Aufgabe darin bestand, die Wahlen in der Demokratischen Föderation Nordsyrien vor Ort zu beobachten. Unübersehbar und in gewisser Weise vorrangig vor meinen Beobachtungen bezüglich der Wahlen waren meine Eindrücke von der Entstehung einer neuen Art des Lebens in einer Region, die gerade erst den Krieg überwunden und sich erst vor Kurzem vor den brutalen Angriffen des Islamischen Staates (IS) gerettet hatte. Es ist unmöglich angesichts der Bemühungen, der Ausdauer, der Mühen und der Kreativität, mit denen gegen ein erneutes Aufkommen der vergangenen dunklen Tage gekämpft wird, nicht eine gewisse Art der Bewunderung zu empfinden.… weiterlesen

Erdoğan als Patriarch, Herrscher und Wegweiser

Cansu Özdemir (Ko-Fraktionsvorsitzende der Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft) über die tödlichen Netzwerke Erdoğans in Europa; für die Tageszeitung Yeni Özgür Politika, 23.12.2017
Die österreichische Philosophin Isolde Charim beschreibt in einer Zeitungskolumne, nachdem Recep Tayyip Erdoğan den deutschen Satiriker Jan Böhmermann wegen Beleidigung angezeigt hatte, die Politik des türkischen Staatspräsidenten als „autoritäre Politik der neuen Art“. Charim spricht von einem „transnationalen Nationalismus“: Erdoğan entterritorialisiere die türkische Nation und betrachte das türkische Staatsgebiet als nicht mehr eingegrenzt; die Türkei sei nun überall dort, wo von Türken gesprochen werde, wo Türken lebten. Überall dort gelten, so Erdoğans Vorstellung, seine Regeln, ohne Rücksicht auf die Verfassung und Souveränität europäischer Staaten.… weiterlesen

Der Europarat und das CPT machen sich mitschuldig

Der Kolumnist Ferda Çetin über den Protest vor dem Antifolterkomitee des Europarats in Strasbourg und die Verantwortung des CPT, des Europarats und der UNO bezüglich der Isolation gegenüber Abdullah Öcalan, 22.12.2017
Verschiedene Gruppen halten, ob Winter oder Sommer, seit 2002 Tagen eine unbefristete Mahnwache vor dem Europarat in Strasbourg ab. Diese Mahnwache wurde durch die Teilnahme hunderter vergrößert und seit 50 Tagen entstand daraus ein Massensitzstreik. Die Aktivisten fordern vom Europarat und dem CPT, dass die verstärkte Isolation gegenüber der kurdischen Führungspersönlichkeit Abdullah Öcalan, aufgehoben wird. Denn seit dem 11. September 2016 bekommt man keinerlei Informationen über Abdullah Öcalan und seine Mitinsassen.… weiterlesen

Hintergründe zur aktuellen Protestwelle in Südkurdistan

Nilüfer Koç, Kovorsitzende des Kurdistan Nationalkongress (KNK), im Interview mit Civaka Azad, 21.12.2017
Seit vier Tagen gibt es Massenproteste gegen die Regierung in Südkurdistan. Bei einer Protestaktion in Ranya am 19. Dezember sollen bei einem Angriff von Asayish-Kräften mehrere Protestierende ums Leben gekommen sein. Wir haben mit Nilüfer Koç, Kovorsitzende des Kurdistan Nationalkongress (KNK), über die Hintergründe der aktuellen Protestwelle in Südkurdistan gesprochen. Wie ist die aktuelle Lage in Südkurdistan? Warum finden gerade jetzt die Proteste statt? Es wäre zu einfach die öffentlichen Proteste seitens der Bevölkerung in Südkurdistans, losgelöst von den Gesamtereignissen im Nahen Osten handzuhaben.… weiterlesen