Bundesweiten Großdemonstration für Afrin in Köln

Während deutsche Panzer nach Efrîn rollen und die Bundesregierung sich darauf beruft, keine genauen Erkenntnisse darüber zu haben, ruft NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e.V.) zu einer bundesweiten Demonstration in Köln auf. Wir dokumentieren den Aufruf: „Am Samstag, dem 20. Januar 2018, hat die türkische Armee ihren Überfall auf die Demokratische Föderation Nordsyrien offiziell begonnen. Unter dem zynischen Namen „Operation Olivenzweig“ steht der Kanton Afrin im Nordwesten Syriens seit Tagen unter massivem Beschuss durch die türkische Artillerie und türkische Kampfjets. Mit dutzenden Luftangriffen wurden zivile Viertel Afrins und Stellungen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) bombardiert.… weiterlesen

Newroz pîroz be! Lang lebe der Widerstand in Afrin!

Die Tage werden wieder länger. Die Temperaturen steigen und die ersten Blüten sprießen. Der Frühling kommt und mit ihm wächst die Hoffnung! Am Tag des Frühlingsbeginns begehen die Kurden und mit ihnen die Völker des Mittleren Ostens das Newrozfest. Am 21. März feiern sie den Neubeginn. Gemäß einer Legende aus vergangenen Zeiten feiern sie den Sieg des Schmiedes Kawa gegen den Tyrannen Dehaq und seiner Unterdrückung. Dieses Fest ist ein Fest des Friedens und der Freiheit. Es drückt den Wunsch der Kurdinnen und Kurden nach Selbstbestimmung und Demokratie aus. Das Gesellschaftsmodell in Nordsyrien ist eine demokratische Alternative für den Mittleren Osten Dieser Wunsch wird derzeit in Nordsyrien mit Leben gefüllt.… weiterlesen

Salih Muslim zum Krieg in Afrin im Haus der Bundespressekonferenz

Unter dem Namen „Operation Olivenzweig“ führt die türkische Armee gemeinsam mit ihren lokalen Partner seit dem 20. Januar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Provinz Afrin im Norden Syriens. Die Berichte und Meldungen, die uns seitdem aus der Region erreichen, sind erschreckend. Fast 200 Zivilisten sind seit Beginn der Offensive ums Leben gekommen, zehntausende Menschen befinden sich auf der Flucht. Um über die gegenwärtige Lage in Afrin zu informieren, aber auch um politische Auswege aus dieser Kriegssituation zu diskutieren, wird Herr Salih Muslim am 19. Februar, Montag kommender Woche im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin sprechen. Herr Muslim ist ein langjähriger erfahrener Politiker aus Nordsyrien/Rojava.… weiterlesen

Gemeinsam gegen die türkischen Angriffe auf Afrin!

Aufruf zur bundesweiten Großdemonstration in Berlin am 3. März 2018 Datum: 03. März 2018 Uhrzeit: 12 Uhr Ort: Alexanderplatz, Berlin Gemeinsam gegen die türkischen Angriffe auf Afrin! Seit dem 20. Januar 2018 greift das türkische Militär gemeinsam mit salafistischen bzw. dschihadistischen Gruppierungen das Gebiet Afrin in Rojava/Nordsyrien an. KurdInnen muslimischen, alevitischen und ezidischen Glaubens stellen die Bevölkerungsmehrheit Afrins. Darüber hinaus ist es Heimat christlicher AssyrerInnen und syrischer AraberInnen sowie vereinzelt ArmenierInnen. Die Stadt Afrin mit ihren umliegenden Dörfern im äußersten Nordwesten Syriens konnte seit Beginn des Kriegs trotz wiederholter Angriffe durch die Nusra-Front, den Islamischen Staat (IS) oder andere islamistische Gruppen sowie das türkische Militär relative Stabilität und den Frieden bewahren.… weiterlesen

Krieg gegen Afrin? Was geht uns das an?

Nun schon seit über fünf Jahren – und von uns kaum bemerkt – bilden die Einwohner in weiten Teilen Nordsyriens eine neue Gesellschaft, die national-staatliche Prinzipien hinter sich lässt und religiösen Fundamentalismus ausschließt. Basierend auf einer basisdemokratischen Beteiligung der Bevölkerung, der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Völkerverständigung nimmt dieses gesellschaftspolitische Experiment zunehmend Gestalt an. Die größte Herausforderung dieses Prozesses stellt die Verteidigung gegenüber Angriffen des IS und der Türkei dar – aktuell der Überfall auf den mehrheitlich von Kurden bewohnten Kanton Afrin, einen der drei Kantone des Selbstverwaltungsgebietes…Wie soll man mit der Gleichzeitigkeit einer entstehenden Demokratie „von unten“ und ihren gewalttätigen Widersachern umgehen?… weiterlesen

Internationaler Aktionstag für Afrin, 24. März: Stoppt den Krieg der Türkei!

Aufruf zu einer internationalen Kampagne zur Verteidigung von Afrin (Global Call for Action) am 24. März 2018, 19.03.2018
Stoppt den Krieg der Türkei gegen die Bevölkerung Afrins! Verteidigt Afrin! Den Widerstand zu unterstützen ist eine historische Pflicht! Macht mit beim globalen Aktionstag für Afrin am 24. März 2018! Der völkerrechtswidrige Angriff auf Afrin stellt eine neue Phase im Krieg des türkischen Staates gegen das kurdische Volk dar. Diese Invasion, die auf ethnische Säuberung abzielt, wird vor den Augen der Menschheit durchgeführt. Dieser Angriff wäre ohne die Komplizenschaft der globalen Akteure nicht möglich. Der heroische Widerstand der Kurden im Kampf um Kobane führte zum Abbruch des Friedensprozesses und zu einer Intensivierung des Krieges in den kurdischen Regionen Syriens.… weiterlesen

Studie: Politische Einstellungen kurdischer Bürger in der BRD im Kontext der Afrîn-Krise

Studie: Kurden unzufrieden mit Politik der Bundesregierung, Civaka Azad Dossier Nr. 15, 11.04.2018
Kurden in Deutschland: Wenn es nach den Medien geht, so sind sie meistens ein tobender Mob, „beschützt“ durch Polizei und Sicherheitskräfte. Im Zweifel sind sie Terrorunterstützer, wenn sie Glück haben dürfen sie mal ein paar wenige Takte zur aktuellen politischen Situation äußern. Wie viele sie aber sind, was sie denken und was ihre Meinung ist, ist dabei vollkommen unbekannt. Die größte europäische Kurdendiaspora lebt in Deutschland und ist verschiedenen Schätzungen zufolge eine der größten migrantischen Gruppen des Landes. Viele sind deutsche Staatsbürger und sind somit politische Akteure, die ein Wahlrecht haben.… weiterlesen

Was wurde im Élysée besprochen? Was erwarten die Kurden nach Afrin?

Fehim Taştekin, Journalist und Syrienexperte, 10.04.2018
Als die Franzosen als Kolonialmacht in Syrien waren, beabsichtigten sie als Drohung gegen den arabischen Nationalismus Minderheiten zu unterstützen. In diesem Rahmen hatten sie phasenweise auch den Kurden den Weg geöffnet. Es waren die Franzosen, die die Bevölkerung der Region dazu anregten, sich anzusiedeln und Landwirtschaft zu betreiben, um die Grenzen mit der Türkei kontrollieren zu können. Die Städte haben in dieser Phase Form angenommen. Als die Kurden jedoch an den Punkt gelangten, an dem sie Autonomie verlangten, waren es die Franzosen, die dieses Begehren ablehnten und dafür sorgten, dass Aufständische unterdrückt wurden.… weiterlesen

Afrin: Ein international unterstützter Besatzungskrieg im 21. Jahrhundert

Songül Karabulut, Mitarbeiterin des „Information Center of Afrin Resistance“, 02.04.2018
Der türkische Staat erklärte am 20. Januar 2018 offiziell den Beginn des Krieges gegen Afrin. Als Grund wurde aufgeführt, dass die Grenzsicherheit der Türkei durch die YGP/YPJ bedroht wäre. Sie untermauerte ihre Anschuldigung mit angeblich 700 Angriffen, die aus Afrin in die Türkei erfolgt sein sollen. Die BBC ging dieser Behauptung nach und untersuchte die genannten Fälle mit dem Ergebnis; dass 674 vorgegebene Angriffe überhaupt nicht existieren, also erlogen sind; dass lediglich 26 Vorfälle zu verzeichnen waren, von denen wiederum nur 15 aus Afrin kamen und die Urheber dieser, aber nicht klar zugeordnet werden können.… weiterlesen

Nein zur türkischen Aggression in den kurdischen Gebieten!

Offener Brief zur Lage in Afrin an Bundesaußenminister Heiko Maas, Jusos in der SPD, 26.03.2018
Sehr geehrter Herr Bundesminister Maas, lieber Heiko, viel ist momentan davon die Rede, dass die Politik wieder glaubwürdig werden muss. Dass die Regierung gerade in Zeiten zunehmender Parteienverdrossenheit nicht nur von demokratischen Werten reden, sondern auch nach ihnen handeln muss. Wir erleben derzeit aber anderes. Viele Abgeordnete aus SPD, Grünen, Linksfraktion, FDP und CDU haben öffentlich wie intern, in den Ausschüssen und im Plenum des Bundestages deutlich gemacht, dass der Angriff der Türkei auf Afrin völkerrechtswidrig ist. Und schließlich hat auch die Bundeskanzlerin zwar das Vorgehen der Türkei in Syrien nach langem Schweigen „scharf verurteilt“.… weiterlesen

Die Besatzung Afrins als Beginn der Teilung Syriens

Journalist Ferda Çetin über die Konsequenzen der türkischen Besatzung in Afrin für Syrien, 21.03.2018
Das Szenario der Teilung Syriens in drei Teile wird Wirklichkeit. Mit der Besatzung des türkischen Staates in Afrin hat die Teilung de facto begonnen. Die Position der USA, Russlands, der EU und der UNO hinsichtlich der Angriffe der Türkei auf Afrin zeigt die unbegrenzte Unterstützung dieser für die Besatzung und weitere Massaker. Ein Syrien ohne Widersprüche zwischen den Ethnien, Religionen und Konfessionen, ohne den Forderungen auf Öl und Boden oder mit den alten Grenzen kommt weder Russland, noch den USA gelegen. Denn für solch ein Syrien zu stehen würde eine Unterstützung des in Nordsyrien und Rojava umgesetzten demokratisch-autonomen Kantonsystems bedeuten.… weiterlesen

»Deutsche Panzer raus aus Kurdistan«

Hintergrundbericht von Meral Çiçek zu deutsch-türkischen Rüstungsgeschäften und der Nutzung deutscher Panzer in Afrin/Nordsyrien, 20.03.2018
»Es ist doch eine große Schande für dieses Land, dass wir […] zu einem der größten Rüstungsexporteure geworden sind. Die Bundesregierung hat sich zum Handlungsgehilfen der Rüstungsindustrie machen lassen und tritt die Werte unserer Außenpolitik mit Füßen. […] Unter Angela Merkel sind wir nun zum Helfershelfer für die Aufrüstung von Diktaturen geworden.« Dieses Zitat von Sigmar Gabriel stammt vom Juni 2013. Damals war seine Partei SPD noch in der Opposition. Derselbe Sigmar Gabriel ist mittlerweile zum »Rüstungsminister« avanciert, der seinem türkischen Kollegen Çavuşoğlu in seiner Heimat türkischen Tee und schmutzige Waffendeals serviert.… weiterlesen

Internationaler Aktionstag für Afrin, 24. März: Stoppt den Krieg der Türkei!

Aufruf zu einer internationalen Kampagne zur Verteidigung von Afrin (Global Call for Action) am 24. März 2018, 19.03.2018
Stoppt den Krieg der Türkei gegen die Bevölkerung Afrins! Verteidigt Afrin! Den Widerstand zu unterstützen ist eine historische Pflicht! Macht mit beim globalen Aktionstag für Afrin am 24. März 2018! Der völkerrechtswidrige Angriff auf Afrin stellt eine neue Phase im Krieg des türkischen Staates gegen das kurdische Volk dar. Diese Invasion, die auf ethnische Säuberung abzielt, wird vor den Augen der Menschheit durchgeführt. Dieser Angriff wäre ohne die Komplizenschaft der globalen Akteure nicht möglich. Der heroische Widerstand der Kurden im Kampf um Kobane führte zum Abbruch des Friedensprozesses und zu einer Intensivierung des Krieges in den kurdischen Regionen Syriens.… weiterlesen

Gegen den Krieg in Afrin

Rede auf dem zentralen Newrozfest am vergangenen Samstag in Hannover vom Mainzer Arzt Gerhard Trabert, 19.03.2018
Der Nationalismus erstarkt überall in der Welt, besonders auch in Europa. Viele Denken das allein die Zugehörigkeit zu einem Staat Sicherheit und Identität schaffen würde. Dies ist ein einfacher aber falscher Irrglaube. Das was uns Europäer, was uns auf dieser Erde verbinden sollte ist Humanität und Menschlichkeit. Und genau dies ist grenzüberschreitend bzw. macht an keiner stattlichen Grenze halt. Aufgrund unseres humanen Wertverständnisses aber auch aufgrund der Kolonialzeit, ein Dokument verbrecherischen Agierens, sowie der beiden Weltkriege hat Europa, hat speziell gerade Deutschland eine ganz besondere Verantwortung für all die Menschen die sich derzeit auf der Flucht befinden, oder in Kriegsregionen leben müssen.… weiterlesen

Um das Schicksal Nordsyriens und ganz Kurdistans

Die Journalistin Rojbin Ekin aus Rojava über den Widerstand in Afrin und seine Folgen; für den Kurdistan Report März/April 2018
Der türkische Staat hat am 20. Januar zusammen mit seinen Verbündeten von der Freien Syrischen Armee (FSA) einen Besetzungsversuch in Afrin und Nordsyrien begonnen. Diese Entscheidung zur Intervention ist keine, die die Türkei selbst getroffen hat. Es ist offensichtlich, dass dieser Angriffsplan der Türkei von Russland und den USA unterstützt wird, beides Kräfte, die im Rahmen bestimmter Vereinbarungen ihren Einfluss in der Region geltend machen. Die Öffnung des syrischen Luftraums für türkische Kampfjets durch Russland und dessen Rückzug aus Afrin als auch der Aufruf der USA zur Besänftigung der Kontrahenten zeigen, dass diese beiden Kräfte eine Vereinbarung mit der Türkei geschlossen haben.… weiterlesen

Newroz heißt Widerstand – Widerstand heißt Afrin

Erklärung von NAV-DEM zum zentralen Newrozfest am kommenden Samstag in Hannover, 16.03.2018
In diesem Jahr möchten wir die Feierlichkeiten dem Widerstand in Afrin gegen die menschenverachtende Invasion der türkischen Armee widmen. In Anlehnung an die Jahrtausende alte Newroz-Tradition und die kurdische Mythologie werden wir Newroz 2018 unter dem Motto “Newroz heißt Widerstand – Widerstand heißt Afrin. Lang lebe Newroz – Lang lebe Afrin” feiern. Die weltweit bekannte Geschichte der mythologischen Widerstandsfigur Kawa wird heute von den kurdischen Kämpferinnen und Kämpfern der YPG und YPJ fortgesetzt. Diese haben in den vergangenen Jahren einen erfolgreichen Kampf gegen den Islamischen Staat geführt.… weiterlesen

Die »zivilisierte« Welt ist mitverantwortlich für den Genozid an den Kurden

Ali Haydar Kaytan, Vorstandsmitglied der KCK (Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans), über den Widerstand in Afrin; für den Kurdistan Report März/April 2018
Nach den wenig positiven Entwicklungen im Zuge des Unabhängigkeitsreferendums in Başûr [Südkurdistan] wurde viel über den Verrat der USA und der westlichen Staaten an den Kurden geschrieben. Unter dem Vorwand des Referendums hat die irakische Armee zum Angriff auf die kurdische Verwaltung gerufen und im Zuge dessen einschließlich Kerkûk fast 50 % der Gebiete eingenommen, die zuvor faktisch unter der Kontrolle der kurdischen Autonomiebehörde standen. Die westlichen Staaten schwiegen zu diesen Ereignissen. Und nun schweigen sie auch zum Besetzungskrieg der türkischen Armee gegen Afrin.… weiterlesen

Der globale Krieg in Syrien und die Bedeutung Afrins

Ramazan Mendanlioğlu über das Schweigen der internationalen Staatengemeinschaft in Afrin, 13.03.2018
In den letzten sieben Jahren des syrischen Bürgerkriegs haben die Kurdinnen und Kurden zusammen mit anderen Volksgruppen erfolgreich diverse islamistische Gruppen bekämpfen können. Ob der IS oder die al-Nusra, die militärischen Stellvertreter von Staaten wie der Türkei oder Saudi-Arabien konnten trotz verschiedener Formen der Unterstützung durch ihre Herren in Nordsyrien keinen Fuß fassen. Nun fällt der Vorhang, die Unterstützer-Staaten greifen selbst ein. Ein grober Umriss der letzten sieben Jahre hinsichtlich der Akteure des Krieges und ihrer Lösungsoptionen für Syrien: In Syrien sind derzeit militärische Einheiten von über 65 Staaten aktiv.… weiterlesen

Vielfalt und Wirtschaftskraft sollen zerstört werden

Seyit Evran über die vierjährige Widerstandsgeschichte in Afrin; für den Kurdistan Report März/April 2018
Nachdem im März 2011 in der nahe der jordanischen Grenze gelegenen syrischen Stadt Daraa Aufstände begonnen hatten, wurde Monate später in Rojava [Westkurdistan] bzw. Nordsyrien der erste Schritt in Richtung Revolution unternommen. Am 19. Juli 2012 wurde das syrische Regime aus Kobanê (Ain al-Arab) vertrieben. Nur zwei Tage später musste es auch Afrin verlassen und alle dortigen Institutionen wurden durch die Selbstverwaltung übernommen. Im Verlauf des Sommers und Herbstes 2012 wurden Sicherheitskräfte für die Verteidigung Afrins nach innen und außen aufgebaut. Auch die Koordination der Revolution in dem nordsyrischen Kanton wurde gegründet.… weiterlesen

Afrin verteidigen, bedeutet nicht von den Straßen zu weichen

Aufruf von NAV-DEM zu friedlichen Solidaritätsdemonstrationen mit Afrin und Warnung vor Provokationen, 12.03.2018
Der Krieg in Afrin hat seine kritischste Phase erreicht. Die Stadt ist nahezu völlig umzingelt. Hunderttausende Menschen werden aktuell durch die türkische Armee und ihre islamistischen Partner belagert. Es drohen zivile Massaker und eine humanitäre Krise. Seit Beginn des Angriffskrieges auf Afrin am 20. Januar sind bereits über 200 Zivilisten durch die Luftangriffe und Bombardements der türkischen Armee ermordet worden. Die Haltung der internationalen Staatengemeinschaft zu diesem Krieg schwankt zwischen passiver Tatenlosigkeit und aktiver Unterstützung für den blutigen Krieg der Türkei. In dieser Situation heißt es für uns, dass wir nicht von den Straßen weichen werden und unseren Protest gegen diesen schmutzigen Krieg ohne Unterbrechung kundtun werden.… weiterlesen