Aufruf zum Internationalen Aktionstag gegen Feminizid

Erklärung der Frauenfreiheitsbewegung der Êzidinnen (TAJÊ), 21.07.2017
Am 3. August 2017 jährt sich der genozidale Angriff des sog. Islamischen Staats (IS) gegen ezidische KurdInnen im nordirakischen Sindschar [kurd. Şengal] zum dritten Mal. Die am 3. August 2014 begonnenen Angriffe und Massaker führten nicht nur zu einer humanitären Katastrophe, sondern hatten zum Ziel, die ezidische Religionsgemeinschaft auszulöschen. Als Mittel dazu richtete sich der Angriff systematisch gegen Frauen. Daher stellt dieser Genozid in seiner Form zugleich auch einen Feminizid dar. Am 3. August 2014 wurde die Weltöffentlichkeit Zeuge eines genozidalen Angriffs durch den IS mit Ziel der Auslöschung einer der ältesten Religionsgemeinschaften, den Eziden.… weiterlesen

Ein Beitrag zur Geschichte der Menschlichkeit

Zur Rolle der PKK bei der Verteidigung Şengals, von Kanî Spî, 25.04.2017
In den frühen Morgenstunden des 3. August 2014 griff der Daesch (IS, Islamischer Staat) Şengal (Sindschar) an. Was folgte, war ein Völkermord an den Êzîden Şengals. Möglich wurde er, weil Tausende in Sinune, einer im Norden Şengals gelegenen Stadt, stationierte Peşmerge, die der Demokratischen Partei Kurdistans (PDK) nahestehen, ohne die geringste Gegenwehr Şengal fluchtartig verlassen hatten und die Bevölkerung somit schutzlos den Schergen Daeschs auslieferten. Auch die Asayîş (Sicherheitskräfte) des Regimes von Bagdad taten nichts, um die Êzîden zu schützen. Die Ereignisse der letzten Wochen und Monate im Zusammenhang mit Şengal machen es notwendig, die Tage des „73.… weiterlesen

“Anerkennung des Massenmords an Eziden durch EU und Bundesregierung überfällig”

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Presseerklärung der Veranstalter der Fachtagung “Şengal: Vom Genozid zur Selbstverwaltung – die Êzîden nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand”, 14.10.2016
Unter der Beteiligung von 80 Teilnehmer aus Politik und Zivilgesellschaft fand am 13. Oktober 2016 die Fachtagung mit dem Titel „Şengal: Vom Genozid zur Selbstverwaltung – die Êzîden nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand“ statt. Die Fachtagung wurde organisiert Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., Dachverband des Ezidischen Frauenrats e.V. und NAV- YEK – Dachverband der êzidischen Vereine in Deutschland e.V. Einig waren sich die Referenten, dass eine Anerkennung des Massenmords in der Şengal-Region durch die Bundesregierung dringend notwendig ist.… weiterlesen

Mit den Anschlägen von Paris sind die Stellvertreterkriege beendet worden

nilüfer_kocCihan Özgür im Gespräch mit Nilüfer Koc, Kovorsitzende des Kurdistan Nationalkongress,  8. Dezember 2015
Derzeit gibt es in Rojava und in Syrien bedeutende Entwicklungen. Einerseits gibt es die Russland/Türkei-Krise und andererseits erklären US-amerikanische Verantwortliche, dass kurdische Kräfte nicht auf einen etwaigen Angriff auf Dscharabulus beteiligt sein werden. Europa befindet sich seit den Anschlägen von Paris in Verteidigungsbereitschaft. Wie bewerten Sie das gegenwärtige Kräfteverhältnis und die Widersprüche? Wie werden sich Ihrer Meinung nach dieses Kräfteverhältnis, und auch die Kämpfe, auf Rojava und die KurdInnen auswirken?  In Syrien hat eine neue Zeit begonnen. Seit fünf Jahren haben verschiedene Kräfte ihre Kriege durch die syrische Opposition führen lassen.… weiterlesen

Situation der êzîdischen Frauen unter den Flüchtlingen, Nord-Kurdistan (Südost-Türkei)

ezidische_frauenDr. Leyla Ferman, August 2015
Die Situation der Frauen unter den êzîdischen Flüchtlingen ist in den ersten Wochen der Flucht nach Nord-Kurdistan dadurch aufgefallen, dass Frauen unter tiefen traumatischen Erfahrungen litten. Viele der Frauen konnten kaum aufrecht gehen und waren durch den Schock verstummt. Erst durch den Einsatz von Antidepressiva konnte den Frauen vorerst geholfen werden. Es kann von verschiedenen Etappen des tiefen Traumas ausgegangen werden:    Als sie erfuhren, dass der Islamische Staat (IS) Şengal angriff.  Die Einkesselung in den Şengal-Bergen und der Tod vieler Menschen – besonders der Kinder und älterer Menschen – durch Hunger und Durst.… weiterlesen

„Sie haben die Eziden schutzlos zurückgelassen“

sait_hesenInterview mit dem Vorsitzenden der Demokratisch-Freiheitlichen Êzîdischen Bewegung (TEVDA) und Sprecher des Volksrats von Șengal Sêid Hesen
Das Interview wurde geführt von Michael Knapp, Juli 2015
Beginnen möchte ich mit der Frage, was TEVDA ist? TEVDA ist eine Bewegung, mit einer politischen, als auch eine gesellschaftliche Dimension, die sich vor Allem für die Belange der ezidischen Bevölkerung einsetzt. Sie wurde 2004 gegründet. Ich bin seit 2006 Vorsitzender. Wir haben Mitglieder innerhalb und außerhalb des Iraks. Sie arbeitet politisch, kulturell und macht ebenfalls Bildungsarbeit. Kannst du uns über die aktuelle Situation in Șengal berichten? Die Stadt Șengal (Sindschar, liegt ebenfalls südlich des Șengal Massives) ist teilweise befreit und in den übrigen Teilen kämpfen neben der YBȘ (Widerstandseinheiten von Șengal) auch die Einheiten der YPG/YPJ (Volks- bzw.… weiterlesen

Zur Situation der ezidischen Flüchtlinge in Nordkurdistan/Türkei

Leyla FermanDr. Leyla Ferman, Juli 2015
Eines der zentralen Zufluchtsländer der ezidischen Bevölkerung mit Einnahme Şengals durch den sog. Islamischen Staat (IS) waren die kurdischen Siedlungsgebiete in der Türkei. Schätzungsweise 28.000 Eziden gelang in den Tagen und Wochen nach dem Fall von Şengal die Flucht über die türkische Grenze. Ein Jahr nach dem Genozid von Şengal leben nun noch rund 15.000 ezidische Flüchtlinge in den Flüchtlingscamps in Nordkurdistan (Osttürkei). Der überwiegende Teil der übrigen Flüchtlinge ist nach Südkurdistan (Nordirak) zurückgekehrt, obwohl ihre Heimatstadt weiterhin umkämpft ist. In Nordkurdistan gibt es zwei Arten von Flüchtlingscamps, in welchen die Eziden untergebracht sind: Diejenigen, die von den Stadtverwaltungen der HDP (Demokratische Partei der Völker) unterhalten werden, und diejenigen, die von der türkischen Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement – kurz AFAD – geführt werden.… weiterlesen

Erklärung und Forderungen der Eziden anlässlich des Jahrestags des Genozids von Şengal

FKEVorstand der Föderation der Êzîdischen Vereine e.V., 03. August 2015
Die Glaubensgemeinschaft der Eziden gehört zu den ältesten noch bestehenden Religionsgemeinschaften der Welt. Die Majorität dieser Gemeinschaft lebt – bedauerlicherweise gegenwärtig in der Vergangenheitsform, „lebte“ – im Sindschar-Gebiet. Über Jahrhunderte hinweg erlebten die Eziden Verfolgung, Unterdrückung, Zwangskonvertierung, Verleumdung und unzählige Genozide. Seit der Staatsgründung des Iraks – im Zuge der territorialen Verschiebungen nach dem 1. Weltkrieg – bis heute, hat man es versäumt der Stimme der Eziden Gehör zu verleihen. So wurde der Status der Eziden als Religionsgemeinschaft bisher nicht anerkannt; weder durch den Irak, noch durch die ‘Vereinten Nationen’.… weiterlesen

Jahrestag des 73. Ferman an den Êzîden

Eziden_FluchtCivaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 02. August 2015
Die Glaubensgemeinschaft der Êzîden spricht von 72 Ferman -Völkermorden -, denen sie in ihrer langen Geschichte ausgesetzt waren. Am 03. August des vergangenen Jahres wurden die Êzîden mit der Eroberung Şengals (Sindschar) durch den sog. Islamischen Staat (IS) einem weiteren Völkermord, dem 73. Ferman, überlassen. Besonders tragisch bei dem aktuellsten Völkermord gegen die Êzîden ist, dass sie von den kurdischen Peshmerga-Einheiten der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) schutzlos der Barbarei des IS überlassen worden sind. In einer Nacht und Nebelaktion verließen die KDP-Einheiten die Stadt und am nächsten Morgen waren die Islamisten schon vor den Toren der Stadt Şengal.… weiterlesen

Der 73. Völkermord an die EzidInnen in Shengal durch den IS muss von der UN als solches anerkannt werden!

ezidenErklärung von NAV-DEM, 30. Juli 2015
Am 3. August 2014 griffen Banden des Islamischen Staates (IS) die Region Shengal im Irak an. Sie ist das Hauptsiedlungsgebiet der EzidInnen, eine uralte kurdische Religionsgemeinschaft. Mehrere Tausend Menschen, insbesondere ezidische Frauen, wurden durch den IS, bei diesem Angriff verschleppt, vergewaltigt, auf Sklavenmärkten verkauft oder auf brutalste Art ermordet. Das Ziel dieses Angriffes war regelrecht „die Ausrottung“ dieser jahrtausendealten Religionsgemeinschaft in dieser Region. Tausende ezidische Frauen befinden sich bis heute noch als SklavInnen in den Händen dieser Terrorbanden. Dieser Angriff auf EzidInnen ist nicht der erste in ihrer Geschichte In den Überlieferungen der ezidischen Geschichte ist dieser Angriff der 73.… weiterlesen

Êzîden: Das Leid der Vergessenen

ezidenFast ein Jahr nach Şengal geht der Genozid weiter – diesmal sehr still.
von Rosa Burc, Politikwissenschaftlerin, 02.07.2015
Vierundsiebzig. Schon lange mehr als nur eine Zahl für das êzîdische Volk. Vierundsiebzig Mal verraten, vertrieben, zwangsislamisiert, entführt, enteignet, vergewaltigt und massakriert. Vierundsiebzig Mal der gleiche Schmerz eines stillen Genozids. So still, dass die Weltöffentlichkeit erst mit dem Einfallen des IS in Şengal (Sindschar) letzten Sommer von der Existenz des êzîdischen Volkes erfuhr. Die Bilder der Frauen, Männer und Kinder, die Barfuß in der glühenden Sommerhitze wochenlang zur türkischen Grenze marschierten, um sich so gut wie möglich in Sicherheit zu bringen, sorgten für einen Moment der internationalen Empörung und des Mitgefühls.… weiterlesen

Informationsdossier: Die Freiheit der Frauen in Shengal ist die Freiheit der Menschheit

CENÎ – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V., 07.04.2015
Mit diesem Dossier möchten wir Ihnen wichtige Informationen darüber geben, wie die gegenwärtige Situation der ezidischen Frauen und Kinder in Shengal ist. Außerdem dazu, wie Frauen sich gemeinsam vereinen können, um die über 7000 Frauen und Kinder aus der Gewalt des IS zu befreien. Die terroristische Organisation IS (Islamischer Staat) hat am 3. August 2014 eine mörderische Offensive auf die überwiegend von ezidischen Kurdinnen und Kurden besiedelte Stadt Shengal im Nordirak gestartet. Betroffen sind weiterhin neben den ezidische KurdInnen vor allem auch turkmenische, christliche und schiitische Volksgruppen. Tausende Menschen sind brutal ermordet worden.… weiterlesen

Der Kampf um Şengal: Der IS wird immer weiter zurückgedrängt

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Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V, 25.12.2014
Am 20. Dezember konnten erstmals kurdische bewaffnete Einheiten seit der Einnahme von Şengal durch den Islamischen Staat (IS) am 03. August in die Stadt vordringen. Seitdem kommt es dort jedoch zu schweren Auseinandersetzungen mit dem IS. Der IS verliere zwar immer weiter an Boden, aber er kontrolliere immer noch rund 60 bis 70% der Stadt. Zudem versucht der Islamische Staat aus der benachbarten Stadt Tal Afar weitere Kräfte in Richtung Şengal zu ziehen. Auf der kurdischen Seite nehmen im Kampf gegen den IS in Şengal neben den lokalen Einheiten der Şengal-Verteidigungseinheiten (YBŞ) und Einheiten der Volks- und Frauenverteidigungskräfte (HPG und YJA-Star) auch Einheiten der südkurdischen Peshmerga teil.… weiterlesen

Die Êzîd*innen auf dem Berg Şengal warten dringend auf Hilfe

SengalbergeDilser Ernesto/ Bahoz Amed, Şengal-Gebirge, 11.11.2014
Eine schlimme, humane Tragödie spielt sich gerade für über zehntausend Êzîd*innen ab, die sich vollkommen abgeschnitten von der Außenwelt auf dem Berg Şengal (Sindschar) befinden. Die Bevölkerung von Şengal, auf die ein Winter in löchrigen Zelten wartet, appelliert an die internationale Gemeinschaft, dringend etwas zu unternehmen. Die Schergen des Islamischen Staates (IS), die am 10. Juni kampflos Mossul eingenommen haben, haben sich gegen andere Völker, Religionen und Konfessionen gewendet. Im Zuge dieser Angriffswelle waren, als die Banden sich am 3. August dem Berg Şengal zugewendet haben, über 200 000 Menschen der Gefahr eines Massakers ausgesetzt.… weiterlesen

Ein Armutszeugnis

Fotos_Flüchtlingscamp_Rojava_NewrozLage und Situation der Flüchtlinge nach den Angriffen in Sengal und Rojava
Dr. med. Gisela Penteker, Türkeibeauftragte des Vorstands der deutschen IPPNW-Sektion; Yilmaz Kaba, Vorstandsmitglied der Föderation der Êzîdischen Vereine e.V.,
November/Dezember 2014, Kurdistan Report
Wir waren zehn Tage lang, vom 14.09.2014–24.09.2014 in Nord-Irak und Rojava. Die humanitäre Situation der Flüchtlinge war nur ein Teilaspekt unserer Delegationsreise. Seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien haben sich viele Angehörige von Minderheiten in die mehrheitlich von Kurden bewohnten Gebiete im Norden gerettet. In allen Kantonen hat sich durch die Binnenflucht die Zahl der Bevölkerung verdoppelt, zum Teil sogar verdreifacht.… weiterlesen

Aktuelles zu den Kämpfen zwischen den Kurden und dem IS

Pressemitteilung vom Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 2. Oktober 2014
Kämpfe zwischen IS und Kurden in Südkurdistan/Irak – Kämpfe in Kobanê halten unverändert an – Fernsehaufnahmen: IS-Kämpfer passieren im Beisein türkischer Soldaten die Grenze Kämpfe zwischen IS und Kurden in Südkurdistan/Irak Während die Belagerung der Stadt Kobanê in Rojava/Nordsyrien durch den Islamischen Staat (IS) weiter anhält, haben sich nun auch die Kämpfe zwischen den Kurden und der IS in Südkurdistan/Nordirak intensiviert. So wird sowohl von heftigen Gefechten in den Städten Kirkuk und Mosul als auch weiter im Westen im Gebiet Şengal (Sindschar), Rabia und Cezaa berichtet.… weiterlesen

Feminizid ist ein Verbrechen gegen die Menschheit!

Logo der Demokratischen Freien Frauenbewegung (DÖKH)Aufruf zur Kampagne: Die Freiheit der Frauen in Shengal ist die Freiheit der Menschheit!, 09.09.2014
Frauen vereint Euch gegen die frauenfeindlichen Angriffe der Terrorgruppe IS!
Die menschenverachtenden und mörderischen Angriffe der Terrorgruppe IS (Islamischer Staat) bedrohen die Existenz verschiedener Völker und Glaubensgemeinschaften im Mittleren Osten. Nach den Angriffen auf Kobanê (Westkurdistan, Syrien) seit Anfang Juni 2014 und die Besetzung von Mossul (Südkurdistan, Irak) durch die IS-Milizen, richten sich ihre Angriffe seit Anfang August insbesondere gegen die kurdische, ezidische Bevölkerung in der Region Shengal (Südkurdistan). In den Gebieten, die von den IS-Banden völkerrechtswidrig besetzt wurden, kommt es zu Massenexekutionen, Menschen werden zur Konversion zum Islam gezwungen oder ermordet.… weiterlesen

Spendenaufruf für Şengal: Zusammen für Frieden und Menschlichkeit

Föderation_Eziden Föderation der Ezidischen Vereine e.V., August 2014
In der Nacht vom 02. auf den 03. August 2014 begannen mit die brutalsten Verfolgungen der Eziden in Şengal / Sinjar (Süd-Kurdistan/Nord-Irak) durch die islamistische Terrororganisation IS. Nach internationalen und vor allem dortigen Einschätzungen wurden seither mehr als 4.000 Menschen hingerichtet – über 250.000 Eziden sind auf der Flucht und nun im kurdischen Kanton Cizire in Rojava (West-Kurdistan/Nord-Syrien) (ca. 25.000), in der Region Kurdistan/ Nord-Irak (ca. 170.000) oder in der Ost-Türkei (4.000). Des Weiteren befinden sich noch immer mehrere Zehntausend Flüchtlinge auf den Şengalbergen – jedoch auch unzählige Leichen von verdursteten und verhungerten.… weiterlesen

ISIS ANGRIFFE UND KURDISCHER WIDERSTAND IN KURDISTAN

Kind aus ŞengalInformationsdossier des Kurdistan Nationalkongresses (KNK), 11.08.2014
In diesem Dossier wollen wir mit Ihnen wichtige Informationen über den anhaltenden Krieg in Syrien und im Irak teilen. Es wird gezeigt, dass ein großer Krieg im Nahen Osten und vor allem in ganz Kurdistan stattfindet. Der Bericht zeigt auch, dass die Terroristen von ISIS ein umfassendes Massaker gegen das kurdische Volk und andere ethnische und religiöse Gruppen (Schiiten, Christen, Jesiden etc.) in der Region durchführen. Die Kurden führen einen legitimen Selbstverteidigungskrieg, um diesem schmutzigen Krieg gegen die Menschlichkeit ein Ende zu bereiten. Sie bekämpfen ISIS mit begrenzten Waffen und Militärtechnik und haben nur ihre Willenskraft und die Unterstützung der Bevölkerung.… weiterlesen

Der lange Marsch der Êzîden

Sengal_göcIsmail Eskin für Özgür Gündem, 13.08.2014
Wir verfolgen die kleinen Fußspuren êzidischer Kinder, die sie Barfuß hinterlassen haben. Während die Kinder, die geboren werden, ihre Namen auf der Flucht bekommen, rufen die Alten, die die Hitze nicht mehr aushalten „Ey Tausî Melek, Oh Engelspfau“. Durst, Hitze und Verrat vervollständigen den schweren Weg der Vertreibung des êzîdische Volkes. Die Schreie der Kinder nach Wasser, bringen den Himmel zum Beben. „Sie haben den Beschluss zu unserem Genozid gefasst“ sagt die alte Frau. Keinen Tropfen Milch mehr hat eine andere in ihren Brüsten, vergeblich versucht sie, ihr Baby zu stillen.… weiterlesen