»Jin – Jiyan – Azadi« Women, Life, Freedom Sonja Hamad

Photographs about the Kurdish Female Fighters movement, curated by
Min-young Jeon
Wassertorstr. 62,
10969 Berlin,
18 Aug– 7 Sep 2018,
Wed – Sat: 11 am – 6 pm and by appointment

Opening: 17. August, 7 pm

Die erste Einzelausstellung mit Fotografien über die kurdischen Kämpferinnen von Sonja Hamad nimmt die gesamte Serie von 30 Fotografien und einer Soundinstallation mit Gesängen der Kämpferinnen in den Blick. Die Fotografien sind 2015 und 2016 in Nordsyrien und Nordirak entstanden. Dort begleitete die Fotografin kurdischer Abstammung über einen Zeitraum von mehreren Wochen Frauen, die sich dem Freiheitskampf der Guerillakämpferinnen und der YPJ, der …

Die Kriminalisierung des kurdischen Widerstands

Vortrag zum Thema “Die Kriminalisierung des kurdischen Widerstands – Geschichte und aktuelle Entwicklung”

Die Kriminalisierung von Kurd*innen begann bereits in den 1980er Jahren. Seitdem gehen die Strafverfahren gegen kurdische Aktivist*innen und auch solidarische deutsche Linke wegen des öffentlichen Zeigens angeblich verbotener Symbole in die Tausende. Aufgrund der sogenannten Vereinigungsdelikte nach den Strafrechtsparagraphen 129, 129 a und 129b (Mitgliedschaft in einer kriminellen bzw. terroristischen Vereinigung) kam es zu Hunderten von Anklagen, Verhaftungen und Verurteilungen von Personen, denen in den meisten Fällen nicht mehr vorzuwerfen war als ihr politisches Engagement für die kurdische Befreiungsbewegung.
Beachtlich ist die Kontinuität der Repression ungeachtet der …

Die Zeit nach dem IS

Wie die Organisation groß werden konnte und wie es nun weitergehen soll…
Von Devriş Çimen und Mako Qocgirî, erschienen im Kurdistan Report 203 | Mai/Juni 2019

In langen Reihen sitzen sie in der Wüste. Männer zumeist im mittleren Alter, auch einige Ältere sind unter ihnen. Sie sehen ziemlich mitgenommen aus. Die letzten Tage scheinen für sie nicht sonderlich einfach gewesen zu sein, das sieht man ihnen an. Kaum zu glauben, dass es sich um dieselben Männer handelt, die noch vor wenigen Jahren mit ihren Propagandavideos die Welt in Angst und Schrecken versetzt hatten. Nun sitzen sie harmlos in der Wüste …

Deutschland ist in Afrin Kriegspartei an der Seite der Türkei

Dr. Elmar Millich; für den Kurdistan Report Mai/Juni 2018

In der ersten Hälfte der 1990er Jahre erreichten Krieg, Vertreibung und Massaker in Kurdistan einen Höhepunkt. Ermöglicht wurde das der türkischen Armee durch massive Waffenlieferungen aus Deutschland, darunter Leopard-II-Panzer und Waffenbestände der frisch aufgelösten Nationalen Volksarmee. Auch innenpolitisch lag die deutsche Regierung auf der Linie der Türkei. 1993 wurde die PKK (Arbeiterpartei Kurdistan) in Deutschland verboten. Es folgten ungezählte Strafverfahren; jeder Protest der in Deutschland lebenden KurdInnen gegen die Massaker in ihrer Heimat wurde kriminalisiert und unmöglich gemacht.

Heute rollen wieder deutsche Leos gegen die KurdInnen, diesmal in der syrisch-kurdischen Enklave …

Vielfalt und Wirtschaftskraft sollen zerstört werden

Seyit Evran über die vierjährige Widerstandsgeschichte in Afrin; für den Kurdistan Report März/April 2018

Nachdem im März 2011 in der nahe der jordanischen Grenze gelegenen syrischen Stadt Daraa Aufstände begonnen hatten, wurde Monate später in Rojava [Westkurdistan] bzw. Nordsyrien der erste Schritt in Richtung Revolution unternommen. Am 19. Juli 2012 wurde das syrische Regime aus Kobanê (Ain al-Arab) vertrieben. Nur zwei Tage später musste es auch Afrin verlassen und alle dortigen Institutionen wurden durch die Selbstverwaltung übernommen.

Im Verlauf des Sommers und Herbstes 2012 wurden Sicherheitskräfte für die Verteidigung Afrins nach innen und außen aufgebaut. Auch die Koordination der Revolution …

Lasst Afrin nicht zu einem zweiten Kobanê werden!

Internationaler Aufruf von Akademikern und Menschenrechtsaktivisten für Afrin, 23.01.2018
Wir, die unterzeichnenden Akademiker und Menschenrechtsaktivisten, fordern, dass die Staatschefs von Russland, Iran und den USA sicherstellen, dass die Souveränität der syrischen Grenzen nicht durch die Türkei verletzt wird und dass der Bevölkerung von Afrin in Syrien erlaubt wird, in Frieden zu leben.

Afrin, dessen Bevölkerung überwiegend kurdisch ist, ist eine der stabilsten und sichersten Regionen in Syrien. Mit sehr wenig internationaler Hilfe hat Afrin in den letzten fünf Jahren so viele syrische Flüchtlinge aufgenommen, dass sich die Bevölkerung auf 400.000 verdoppelt hat. Nun ist Afrin umgeben von Feinden wie von …

Ein paar Fragen zu Afrin

Der Journalist Ragıp Duran stellt offene Fragen zur Situation in Afrin, Artı Gerçek, 23.01.2018

Krieg ist politisch als auch ideell ein wichtiges Reagenzpapier. Um das Ereignis zu verstehen und zu begreifen muss man Fragen stellen. Und die Antworten suchen.

Ankara stuft die PYD/YPG als terroristisch ein. Was sind die konkreten, sachlichen Begründungen und Beweise für diese Definition? Aufgrund welcher Politiken und Aktionen wurde die PYD/YPG als terroristisch deklariert?

Welche Terroranschläge hat die PYD/YPG gegen die Türkei verübt? Stellt es für Ankara kein Problem dar, dass in keiner anderen Hauptstadt die PYD/YPG als terroristisch eingestuft wird?

Hat Ankara das Recht seine …

Türkische Invasion in Afrin

Erklärung des Informationsbüros der Bewegung der Demokratischen Gesellschaft (TEV-DEM), 22.01.2018

Die Türkei ist sehr über die Errungenschaften Rojavas beim Sieg über den Islamischen Staat (IS) und beim Neuaufbau eines Systems, das auf direkter Demokratie, Gleichberechtigung der Geschlechter, interethnischer Zusammenarbeit, Säkularismus und Umweltschutz beruht, beunruhigt. Der türkische Staat ist sich bewusst, dass die Stärkung dieses demokratischen Projekts, das als Vorbild für den Rest der Region dienen kann, gleichbedeutend mit dem Niedergang des Autoritarismus ist, für den es selbst steht. Deshalb mobilisierte der türkische Staat von Anfang an all seine Ressourcen, um die demokratische Selbstverwaltung in Rojava und Nordsyrien zu zerschlagen. Da …

Newsticker: Krieg in Afrin

Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 21.01.2018

Wir beenden den Newsticker an dieser Stelle. Einen fortlaufenden Newsticker findet ihr auf der Homepage von ANF Deutsch unter diesem LINK.

Zudem könnt ihr über unseren Twitter- und Facebook-Account, sowie die Homepage von ANF Deutsch die neuesten Ereignisse in Afrin mitverfolgen. Auch auf unserer Seite werden wir mit regelmäßigen Beiträgen die weiteren Entwicklungen für euch analysieren.

*** 18:07 Uhr – Kommandant: „Wir kämpfen Schulter an Schulter. Glaubt den Lügen der Türkei nicht“

Der Kommandant der Gruppe Ceyş’ül Suvar,  Hecî Ehmed, äußerte sich in einer Stellungnahme zu den Behauptungen türkischer und russischer …

Y und die YPG

Historiker und Journalist Dr. Nick Brauns zu der Fotoreportage über Kämpferinnen und Kämpfer der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG/YPJ in der Bundeswehrzeitschrift Y, 9.12.2017

„Y“ ist das Autokennzeichen der Bundeswehr. „Y“ ist auch der Name einer im Auftrag der Verteidigungsministerin und des Generalinspekteurs der Bundeswehr erscheinenden Zeitschrift, die an die Soldaten verteilt wird. Mit Y beginnen auch die Namen der erfolgreichsten Kampfverbände gegen den terroristischen Islamischen Staat (IS) in Syrien: YPG und YPJ. Doch mit einem Rundschreiben im März 2017 hat der Bundesinnenminister die Symbole und Fahnen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG/YPJ in Deutschland verboten. Es handele sich um Ersatzsymbole für …

Deutschland und das PKK-Verbot: Ein Fass ohne Boden

Die aktuelle Debatte um die Ausweitung des Verbots, Civaka Azad Dossier Nr. 13, 28.11.2017

Im Jahr 2014 wurde die deutsche Öffentlichkeit Zeugin eines kurzzeitigen Sinneswandels: „Die PKK gehört zu Deutschland“ titelte die TAZ am 3. September 2014. Man müsse über die Bewaffnung der PKK sprechen, sagte der Fraktionsvorsitzende der CDU Volker Kauder im Interview mit Spiegel Online am 16. Oktober 2014. Ob es nicht „schizophren oder pervers sei“, wenn die Bundesregierung auf der einen Seite die PKK für ihre Taten im Mittleren Osten lobe und sie auf der anderen Seite in Deutschland strafrechtlich weiter verfolge, fragte das Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian …

Tall Abyad/Girê Sipî: Angelpunkt im Kampf gegen den IS

kobaneElke Dangeleit und Michael Knapp, Telepolis, 02.07.2015

Mit der Stadt ist ein in der Region einzigartiges politisch fortschrittliches Projekt verbunden, das den Strategien der Türkei zuwiderläuft und auch von den USA nicht begünstigt wird

Am 16. Juni befreiten Einheiten von YPG/YPJ und dem Bündnis Burkan al Firat die seit 2012 von Dschihadisten und seit 2014 vom IS beherrschte Stadt Tall Abyad oder kurdisch: Girê Sipî. Nun wird davon berichtet, dass IS-Milizen von Vororten im Osten aus von Neuem versuchen, in die Stadt einzudringen.

Girê Sipî oder Tall Abyad ist eine strategisch bedeutende Station für Nachschubwege in die Türkei …

Nach dem Widerstand: Die Zukunft von Kobanê

KobaneFür den Wiederaufbau von Kobanê braucht es jegliche Unterstützung
Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e. V., 18.02.2015, für Kurdistan Report*

Am 26. Januar vermeldete Idris Nassam, stellvertretender Außenminister des Rojava-Kantons Kobanê, die Befreiung der Enklave. 135 Tage nach dem Beginn der Großoffensive des sogenannten Islamischen Staates (IS) verdrängten ihn die widerstandleistenden Volksverteidigungseinheiten (YPG) und Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) aus der Stadt. Tags zuvor war der strategisch äußerst wichtige Hügel Girê Kanî zurückerobert worden, auf dem der IS schwere Artillerie stationiert hatte, die sein Vorrücken aus dem Stadtviertel Kanîya Kurdan ins Zentrum absicherte. Gemeinsam mit den YPG, YPJ, Peschmergaeinheiten, den FSA-Brigaden …

Asia Abdullah aus Kobanê: Mythos der Unbesiegbarkeit des IS ist gebrochen

Kobane_26.01.15Pressemitteilung vom Civaka Azad, 26.01.2015

Nachdem die Volksverteidigungseinheiten (YPG) und Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) den seit dem 15. September 2014 andauernden Angriffen des Islamischen Staats (IS) auf Kobanê (Rojava/Nordsyrien), Einhalt geboten haben und den IS an den meisten Fronten zurückdrängen konnten, erklärt die YPG nun, dass sie kurz vor der vollständigen Befreiung Kobanês steht.

„Baldige Verkündung des Sieges“
Gegenüber der Nachrichtenagentur ANF erklärte der YPG-Kommandant an der Ostfront von Kobanê, Mazlum Kobanê, dass mit der am 23. Januar begonnenen Befreiungsoperation der YPG/YPJ die Straßen Sukulhal, Seyda Cami und Seyda gesäubert wurden und der IS in die Region Kaniya Kurda zurückgedrängt wurde: „Die …

Gewinner und Verlierer in Kobanê

kobane7Gegen den IS-Terror kämpften arabische und kurdische Organisationen Schulter an Schulter
Sinan Cudi, Journalist*

Der Islamische Staat (IS), der Anfang August die Bezirke Sengal (Sindschar) und Zummar im Kreis Mûsil (Mossul) einnahm, erreichte noch am selben Tag Maxmur, das Tor nach Hewlêr (Arbil). Nach der Einnahme Mûsils traf dieser rasche Vormarsch viele unerwartet.

Doch die Angriffe auf Hewlêr waren taktischer Natur. Die psychische Verfassung nach der Flucht der Pêsmerge (Peschmerga) aus Sengal und Zummar nutzend sollte die Regierung der kurdischen Autonomieregion in eine Verteidigungsposition gezwungen und Hilfe für die in das Sengal-Gebirge geflüchteten zehntausende ÊzîdInnen verhindert werden.

Zur Vervollständigung der …

Der Kampf um Şengal: Der IS wird immer weiter zurückgedrängt

sengal_azad

Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V, 25.12.2014

Am 20. Dezember konnten erstmals kurdische bewaffnete Einheiten seit der Einnahme von Şengal durch den Islamischen Staat (IS) am 03. August in die Stadt vordringen. Seitdem kommt es dort jedoch zu schweren Auseinandersetzungen mit dem IS. Der IS verliere zwar immer weiter an Boden, aber er kontrolliere immer noch rund 60 bis 70% der Stadt. Zudem versucht der Islamische Staat aus der benachbarten Stadt Tal Afar weitere Kräfte in Richtung Şengal zu ziehen.

Auf der kurdischen Seite nehmen im Kampf gegen den IS in Şengal neben den lokalen Einheiten der Şengal-Verteidigungseinheiten …

Belagerung und Angriffe auf Kobanê halten an

ypg_pesmerge_kobanePressemitteilung vom Civaka Azad, 09.11.2014
YPG-Kommandant Xebat: Der Krieg in Kobanê geht weiter, deswegen muss die Unterstützung auch weitergehen

Am 55. Tag des Widerstands von Kobanê haben die Kommandanten der YPG, der YPJ und der Peshmerga-Einheiten eine gemeinsame Pressekonferenz in der Stadt abgehalten. Der YPG Kommandant Dijwar Xebat erklärte hierbei, dass die Kämpfe mit dem Islamischen Staat (IS) weiter in all ihrer Heftigkeit anhalten. Vor allem an der Ostfront werden erbitterte Kämpfe geführt. Man habe den Vorstoß des IS allerdings erfolgreich stoppen und einige Stellungen zurückerobern können. „Es gibt keinen Tag, an dem es keine Kämpfe gibt. Sie haben neue …

Ein Bericht aus der belagerten Stadt Kobanê

kobane_einfahrtErsin Çaksu, Journalist, Özgür Gündem, 07.11.2014

Seit knapp zwei Monaten haben die Kämpfer des Islamischen Staates (IS) die kurdische Stadt Kobanê in Rojava belagert. Ersin Çaksu ist einer der wenigen Journalisten, die täglich aus der belagerten Stadt Kobanê berichten.

Ich kam am 19. September, vier Tage nach dem Beginn der Angriffe des IS, nach Kobanê. Die meisten ZivilistInnen, die ich da gesehen habe, sind verschwunden. Einige von ihnen sind in die Türkei geflohen, andere sind leider bei den Kämpfen getötet wurden.

In Kobanê und den 360 umliegenden Dörfern lebten ungefähr 400.000 Menschen. Jetzt leben nur noch 4.000 Menschen in den …

Kobanê: Was steckt alles in diesem Namen?

kamran_matinDr. Kamran Matin, Kurdistan Report 176 | November/Dezember 2014

Der epische Widerstand von Kobanê gegen den völkermörderischen Angriff des Islamischen Staates (IS) geht nun in seinen 30. Tag. Bisher reagierte die Linke im Westen vor allem mit Solidarität. Dennoch scheint sie sich darüber uneins zu sein, wie Kobanê am besten zu unterstützen wäre. Ein großer Teil der Linken schreckte unter Bezug auf antimilitaristische und antiimperialistische Grundprinzipien davor zurück, für die hauptsächlichen VerteidigerInnen der Region, die Volksverteidigungseinheiten (YPG) und die Frauenverteidigungseinheiten (YPJ), den militärischen Flügel der Partei der Demokratischen Einheit (PYD)1, Waffen- und logistische Hilfe von der US-geführten Anti-IS-Koalition zu fordern. …

“Um diese Umzingelung zu brechen, brauchen wir dringend einen Korridor”

asiya_abdullah1Aktuelles Interview mit Kovorsitzende der PYD Asia Abdullah über die Lage in Kobanê, ANF, 11.10.2014

In den letzten Tagen soll die IS weitere Kampfeinheiten in Richtung Kobanê verlegt haben. Es wird auch berichtet, dass junge Araber vom IS zum Kampf in Kobanê gezwungen werden. Was kannst du uns dazu berichten?

Der IS hat große Verluste in seinen Reihen zu verzeichnen. Deswegen werden ständig neue Kämpfer aus Städten wie Minbic, Dscharabulus  Raqqa, Tel Ebyad und Eyn Issa nach Kobanê beordert. In den letzten Tagen haben wir auch mehrfach davon gehört, dass der IS junge Menschen aus den Gebieten, die sie unter …