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Seit 2011 berichten wir mit regelmäßigen Analysen und Hintergrundberichten über die Entwicklungen in allen Teilen Kurdistans. Hier findet ihr alle Artikel seit der Gründung unseres Büros.
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Solidarität mit den Forderungen des Hungerstreiks von mehr als 400 kurdischen politischen Gefangenen in der Türkei

zindanSeit dem 15. Februar 2012 befinden sich über 400 kurdische politische Gefangene in türkischen Gefängnissen in einem unbefristeten Hungerstreik. Unter ihnen sind auch die inhaftierten Abgeordneten der Demokratischen Friedenspartei BDP Selma Irmak, Ibrahim Ayhan. Gulser Yildirim sowie Faysal Sariyildiz.
Die Hungerstreikenden protestieren gegen die anhaltende Repressionswelle gegen kurdische PolitikerInnen, MenschenrechtlerInnen, AnwältInnen, FrauenrechtlerInnen und JournalistInnen. Seit den Kommunalwahlen 2009 wurden mehr als 6.200 Menschen ohne haltbare juristische Grundlage inhaftiert.

Ein weiterer Anlass des Hungerstreiks sind die Haftbedingungen von Abdullah Öcalan. Die türkischen Behörden isolieren den führenden kurdischen Politiker seit über einem halben Jahr auf der Gefängnisinsel Imrali vollständig von der Außenwelt. …

Was um alles in der Welt ist diese Kurdenfrage, ich kann es nicht sehen!

ezgi basaranEzgi Basaran/Journalistin, Kolumnistin der Zeitung Radikal

Kurdenfrage heißt, kleine Kinder zu „Steinewerfern” zu machen, im Anschluss wegen Steinewerfens in den Knast zu stecken und im Knast an diesen sexuelle und psychologische Gewalt auszuüben.
In einem der 5-Sterne Hotels Ankaras fand eine Präsentationsversammlung zu einem 3,15 Mio. € Projekt statt. Minister Sadullah Ergin erklärte das Projekt mit den Worten: „Die zur Kriminalität verführten und im Strafvollzug sitzenden Kinder brauchen spezielle Betreuung, Hilfe und gesetzlichen Schutz während ihrer Entwicklung und wegen der Folgen negativer Lebenserfahrungen in physiologischer, geistiger, sozialer und psychologischer Hinsicht.” Ein Rechtsprojekt für die Kinder. Welch Ironie …

Zwei …

Wenn die AKP zum Staat wird

kck-festnahmeDie KCK-Operationen sollen die Zukunft der Kurden verfinstern
Kenan Kirkaya, Journalist, Türkei

Seit zwei Jahren wird die kurdische Politik mit Hilfe der unmittelbar politisch organisierten KCK-Operationen schwer unter Druck gesetzt. Die Aussage der US-nahen Lumpenproletarier „wir ebnen die Zukunft der kurdischen Politik“ entspringt derselben imperialistischen Denkstruktur wie die damalige Behauptung der USA, die Demokratie in den Irak zu bringen, aber gleichzeitig eine Million Menschen umzubringen. Ob unter KCK (Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans) oder einer anderen Bezeichnung, die laufenden Operationen dienen dazu, die kurdische Zukunft zu verfinstern und die Kurden mundtot zu machen.

Die KCK-Operationen, die am 14. April 2009, …

Iran: Vom wichtigen Akteur der antikurdischen Koalition zur außenpolitischen Isolation

turkei lupe1Mako Qocgiri

Die politische Tagesordnung im Nahen und Mittleren Osten befindet sich in einem Prozess des rasanten Wandels. Für die wichtigen politischen Akteure ist es sehr schwierig, zuverlässige Voraussagen über die politischen Entwicklungen in ihrer Region zu machen. Der Status quo ist ins Schwanken geraten. Die Mächtigen der Region müssen sich neu formieren, um ihre Interessen zu wahren. Hierbei ist jeder auf seinen eigenen Vorteil bedacht.

Da kann es durchaus auch einmal sein, dass dein Bündnispartner von gestern morgen auf der Gegenseite seinen Platz einnimmt. Diese bittere Erfahrung musste auch der Iran in den letzten Monaten machen: Noch im Sommer …