Die Proteste in Iran und Ostkurdistan gegen das Mullah-Regime in Teheran dauern unvermindert an. Gleichzeitig eskaliert die staatliche Gewalt: Zehntausende Menschen wurden durch Einheiten des Regimes getötet, weitere Zehntausende verhaftet. In vielen Regionen bleibt das Internet blockiert, was einen gezielten Versuch des Regimes darstellt, Informationen zu unterdrücken und Solidarität zu verhindern. Die systematische Abschottung soll internationale Aufmerksamkeit schwächen und die Protestbewegung isolieren. Doch trotz dieser Repression bleibt der Widerstand ungebrochen.
Krieg gegen die Bevölkerung
Das iranische Regime führt einen blutigen Krieg gegen die Bevölkerung. Berichte über Exekutionen, Folter und gezielte Tötungen erschüttern seit Wochen die Öffentlichkeit. Etliche Videos zeigen überfüllte Leichenhallen und Straßen voller toter Menschen. Zeug:innen berichten von Regime-Überfällen auf Kliniken, Verschleppungen Verwundeter und Lösegeldforderungen für Leichname. Laut der Menschenrechtsorganisation HRANA wurden bislang 5.459 Todesopfer bestätigt, darunter mindestens 60 Minderjährige. Weitere 17.031 Todesfälle werden noch untersucht. Die Zahl der Todesopfer dürfte Schätzungen zufolge allerdings viel höher liegen. Des Weiteren gelten über 7.400 Menschen als schwer verletzt. Die Zahl der Festnahmen liegt bei mindestens 40.887. Viele der Festgenommenen sind verschwunden, ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Protest trotz brutaler Repression
Seit dem 28. Dezember halten die landesweiten Aufstände trotz brutaler Gewalt an. Polizei, Militär und paramilitärische Einheiten gehen mit tödlicher Härte gegen Demonstrierende vor. Internetabschaltungen und Kommunikationssperren erschweren die Dokumentation. Dennoch gehen die Menschen weiter auf die Straße. Willkürliche Verhaftungen, Folter, sexualisierte Gewalt in Haft und gezielte tödliche Angriffe sollen den Widerstand brechen. Doch der Mut der Protestierenden bleibt ungebrochen, sie fordern Freiheit, Gerechtigkeit und ein Ende der Tyrannei.
Internationale Kritik und Forderungen
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch schlagen Alarm: Gefangene in Iran werden isoliert, gefoltert und misshandelt. Viele von ihnen verschwinden spurlos. Eine unabhängige Berichterstattung ist kaum möglich, denn staatliche Zensur, Repression gegen Angehörige und medizinisches Personal sowie gezielte Desinformation verhindern Transparenz.