Diaspora

Der jahrzehntelage Krieg in Kurdistan hat unzählige Menschen ihrer Heimat beraubt. Viele mussten ins Ausland flüchten und sich dort ein neues Leben aufbauen. Alleine in Deutschland leben heute rund eine Millionen Kurdinnen und Kurden, die aus der sog. Gastarbeitergeneration stammen. Doch ein nicht unbeachtlicher Teil der hier lebenden Kurdinnen und Kurden sind Kriegsgeflüchtete. Neben den gesellschaftlichen und politischen Problemen, denen alle in Deutschland lebenden Migrantengruppen ausgesetzt sind, erleben die Kurdinnen und Kurden auch eine „kurdenspezifische“ Benachteiligung in Deutschland. Diese äußert sich beispielsweise durch das Fehlen von muttersprachlichem Unterricht für Schüler mit kurdischen Wurzeln oder durch die Repressionen gegen politisch aktive Kurdinnen und Kurden im Zusammenhang mit dem PKK-Verbot. Diesen Themen widmen wir uns im Speziellen in diesem Themenbereich.
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Antikurdische Anfeindungen gegen Deniz Undav

Beim Freundschaftsspiel zwischen dem VfB Stuttgart und Fenerbahçe Istanbul am 23. Oktober 2025 wurde Nationalspieler Deniz Undav Ziel offen rassistischer und antikurdischer Angriffe. In den sozialen Medien setzte sich die Hetze fort. Kurdische Organisationen in Deutschland – darunter NAV-YEK, der ZMRK und die IAKR – verurteilten die Vorfälle scharf und mahnten an, antikurdischen Rassismus endlich als strukturelles Problem zu erkennen.

E-Mailkampagne: Abschiebung von Mehmet Çakas stoppen

Am 28. August 2025 soll Mehmet Çakas aus der JVA Uelzen in die Türkei abgeschoben werden – trotz laufender Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg und dem Bundesverfassungsgericht. Civaka Azad ruft dazu auf, jetzt aktiv zu werden: Wähle eine unserer E-Mail-Vorlagen, trage deinen Namen ein und sende sie an das niedersächsische Innenministerium. Jede E-Mail zählt, um den Druck zu erhöhen und die Abschiebung zu stoppen.

Appell von NGOs: Mehmet Çakas darf nicht abgeschoben werden

Über zwei Dutzend Berliner Vereine und migrantische Parteien wenden sich mit einem gemeinsamen Appell an die Bundesrepublik, um sich gegen die Abschiebung von Mehmet Çakas auszusprechen. Dem Kurden droht in der Türkei Folter.

PKK reicht Klage gegen Betätigungsverbot in Deutschland ein

Die PKK hat Klage gegen ihr Betätigungsverbot in Deutschland eingereicht. Nach Friedenssignalen aus Kurdistan fordern Jurist:innen und Politiker:innen ein Ende der Kriminalisierung und konkrete Schritte für den Friedensprozess.

Die Stimme der Frauen: Newroz für Freiheit und eine demokratische Gesellschaft

In diesem Interview begegnen sich die junge kurdische Aktivistin Berivan und Ayten Kaplan, Sprecherin der Kurdischen Frauenbewegung in Europa, TJK-E. Im Dialog beleuchten sie die zentrale Rolle der kurdischen Frauenbewegung in der Gesellschaft und deren Einsatz für Gleichberechtigung, Frieden und Demokratie.

Die kurdische Frage und die Demokratisierung der Türkei

In unserem aktuellen Civaka-Info Newsletter setzen wir uns mit dem Appell Abdullah Öcalans auseinander und zeigen auf, wie die nächste Bundesregierung und die Zivilgesellschaft die Chancen auf Frieden stärken können.

AZADÎ fordert Aufhebung des PKK-Betätigungsverbots

Am 26. November 1993 trat in Deutschland das Betätigungsverbot für die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Kraft. Der Kölner Rechtshilfefonds AZADÎ e.V. fordert dessen Aufhebung und die Abschaffung der Gesinnungsparagrafen 129a und 129b.

Eine feministische Außenpolitik, die das Singen verbietet

Während die Bundesregierung einen Dialog mit der PKK und der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien als heikel betrachtet, öffnet sie gleichzeitig die Tür zu autoritären Regimen und extremistischen Gruppen.

Bericht über türkische Geheimdienstaktivitäten in Deutschland

Die kurdische Investigativplattform Lekolîn berichtet über die Entsendung von MIT-Agenten nach Deutschland, darunter auch Kriegsverbrecher aus Syrien. Civaka Azad warnt vor einer erhöhten Gefahr für kurdische Aktivist:innen.

Terror in Solingen: Bekämpfung der Ursachen notwendig

Der kurdische Dachverband KON-MED mahnt nach dem Anschlag von Solingen, dass Debatten über Asylrechtsverschärfungen und Massenabschiebungen den Diskurs immer weiter nach rechts schieben. Es brauche eine konsequente Bekämpfung islamistischer Akteure.