Rojava und Syrien

Rojava (auch Westkurdistan) ist der kleinste der vier Teile, auf denen die kurdischen Siedlungsgebiete aufgeteilt sind. Mit der Revolution von Rojava im Zuge des syrischen Bürgerkriegs hat die Region dennoch weltweite Berühmtheit erlangt. Heute hat das basisdemokratische Gesellschaftssystem Rojavas auch bei den anderen Völkern Nordsyriens Wurzeln geschlagen. Doch die Bedrohung des Gesellschaftsmodells ist weiterhin akut. Wir berichten hier über die aktuellen Entwicklungen in Rojava und Syrien und tragen Hintergrundinformationen zum Gesellschaftsmodell zusammen.
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„Merkel-City“ im Dschihadistengebiet

Mit Unterstützung der EU und der Bundesregierung errichtet die Türkei eine „Stadt“ aus unbewohnbaren Häusern, in denen Schutzsuchende aus Syrien untergebracht werden sollen. Von FERDA ÇETIN

Wird der IS wieder erstarken?

In den vergangenen Tagen ist es zu einer Serie von großangelegten IS-Anschlägen in Syrien gekommen. Was steht hinter dieser „Rückkehr“ des IS? Von ERSİN ÇAKSU

Staatsminister Roth: „Mit kurdischen Stellen im Austausch“

Die Bundesregierung erwägt weitere Rückholungen von Kindern deutscher IS-Angehöriger aus Nordostsyrien. Staatsminister Michael Roth wiederholt die Behauptung, die Selbstverwaltung lehne die Rückführung von Frauen grundsätzlich ab.

Efrîn: 674 Morde und 7.343 Entführungen

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation von Efrîn sind seit Beginn der Invasion in der nordsyrischen Region 674 Zivilist*innen ermordet und 7.343 Personen durch die Besatzungstruppen entführt worden.

Nordostsyrien 2020: Ideologische Angriffe und Widerstand

2020 war ein Jahr, in dem vor allem die ideologischen Angriffe auf die Revolution von Nord- und Ostsyrien zugenommen haben. Auch auf militärischer und politischer Ebene wird die selbstverwaltete Region bedroht.

Deutsche IS-Frauen und Kinder aus Rojava zurückgeholt

Die Bundesregierung hat eine Gruppe deutscher Staatsangehöriger aus Internierungslagern im Autonomiegebiet von Nord- und Ostsyrien zurückgeholt. Dazu war das Auswärtige Amt von mehreren Gerichten verpflichtet worden.

Die Angriffe auf Ain Issa in ihrem strategischen Kontext

Während der türkische Staat den letzten eingeschlossenen Stützpunkt in Idlib räumt, beginnen offizielle Gespräche zwischen der Türkei und Russland über eine Invasion der nordsyrische Stadt Ain Issa.

Unionsfraktion will Abschiebungen in türkische Besatzungszone

Seit Jahren entzieht sich die Bundesregierung ihrer Verantwortung, Deutsche, die im nordsyrischen Autonomiegebiet wegen IS-Verbrechen inhaftiert sind, zurückzunehmen. Syrische Straftäter hingegen sollen nach dem Willen von CDU und CSU abgeschoben werden.

Idlib als Joker für Angriff auf Nordostsyrien

Die Türkei hat sich aus einem Beobachtungsposten in Idlib zurückgezogen, behält die Region jedoch als Joker für Verhandlungen über eine Invasion in den Autonomiegebieten Nord- und Ostsyrien in der Hand.

Nach welchen Kriterien wurden IS-Mitglieder freigelassen?

In Nordostsyrien kamen kürzlich 631 ehemalige IS-Anhänger in den Genuss einer Amnestie. Nach welchen Kriterien die vermeintlichen Ex-Dschihadisten freigelassen wurden, erläutert der Vorsitzende der Volksverteidigungsgerichte, Hesen Silêman.

IS-Anhänger: Dementi der Deutschlandvertretung Nord- und Ostsyriens

Die Vertretung der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien in Deutschland hat einen NDR-Bericht dementiert. In dem Artikel wird behauptet, dass die Rückführung von IS-Anhängern nach Deutschland von der „kurdischen Selbstverwaltung in Nordsyrien“ blockiert wird.

Frauen werden die Revolution verteidigen

Die Rolle der YPJ im Mittleren Osten und ihr Einfluss auf den Frauenkampf - Ein Interview mit Zeynep Efrîn, Kommandantin der Frauenverteidigungseinheiten YPJ

Corona-Virus könnte zum Ausnahmezustand führen

Sozdar Koçer stellt in der aktuellen Ausgabe des Kurdistan Reports dar, welche Gefahren die Corona-Pandemie für die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyriens mit sich bringt.

Corona: Heyva Sor ruft zu Solidarität mit Rojava auf

Die kurdische Rothalbmondorganisation Heyva Sor a Kurdistanê appelliert an die Solidarität der internationalen Gemeinschaft und bittet um Spenden für den Kampf gegen das Coronavirus in Nord- und Ostsyrien. Im Autonomiegebiet mangelt es an allem.

Covid-19: Nordostsyrische Selbstverwaltung bittet um Hilfe

Die Gesundheitskommission der Autonomieverwaltung Nord- und Ostsyriens bittet die internationale Gemeinschaft um Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus. Es fehle an grundlegender medizinischer Ausrüstung, die Flüchtlingslager seien besonders gefährdet.

Drei Stimmen – Nur eine Lösung

Für eine demokratische Lösungen der vielfältigen Probleme in Syrien, allen voran der kurdischen Frage, ist eine Unterstützung des einzigen Akteurs mit Lösungsplan notwendig. Dafür muss der Architekt dieses Konzepts, Abdullah Öcalan, zur Sprache kommen.