Generalmobilmachung in Nordostsyrien
Angesichts anhaltender militärischer Angriffe durch die syrische Übergangsregierung hat die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) am 18. Januar 2026 die Generalmobilmachung ausgerufen. In einer entschlossenen Erklärung wirft die Selbstverwaltung der Regierung in Damaskus vor, Friedensinitiativen systematisch zu sabotieren und gezielt eine Eskalation herbeizuführen. Trotz Rückzügen aus einzelnen Gebieten und dem Bemühen um politische Lösungen würden die Angriffe auf die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) unvermindert fortgesetzt. Die DAANES spricht von einem klaren Bruch bestehender Abkommen.
Aufruf zur kollektiven Selbstverteidigung
Die Selbstverwaltung betont die Notwendigkeit der Selbstverteidigung als kollektive Pflicht. Die Bevölkerung, insbesondere in den Regionen Cizîrê und Kobanê, wird aufgerufen, sich zu bewaffnen und aktiv an der Verteidigung ihrer Städte zu beteiligen. Ziel der Angriffe sei es, die durch die Revolution geschaffene gesellschaftliche Geschwisterlichkeit zu zerstören, ethnische Spannungen zu schüren und die kulturelle Vielfalt der Region zu unterdrücken.
Widerstand als existenzielle Notwendigkeit
Die Erklärung der DAANES markiert den aktuellen Moment als historischen Wendepunkt. Es gehe um nicht weniger als den Erhalt der Würde, der Identität und der Errungenschaften der Revolution. Der einzige Weg zur Verteidigung dieser Werte sei der des bewaffneten Volkswiderstands. Die Bevölkerung wird aufgerufen, sich geschlossen mit den QSD und den Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) zu verbünden, um den Angriffen mit Entschlossenheit entgegenzutreten.
