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00:30 Uhr

Der berühmte kurdisch-iranische Regisseur Bahman Ghobadi, bekannt durch seine Filme „Zeit der trunkenen Pferde“ und „Rhino Season“, hat dem Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu einen Brief über die Angriffe des IS auf Kobanê geschickt. Der Schluss des Briefes lautet wie folgt:
Geehrter Herr Ministerpräsident, der heutige Tag zählt und die Zeit arbeitet gegen uns. Die Rechnung von gebrochenen Versprechen und Unentschlossenheit wird uns alle teuer zu stehen kommen. Falls Sie die Schmerzen des in Kobani Gräueltaten erlebenden kurdischen Volkes fühlen können, ihre Schreie hören können, dann reichen Sie diesem ihre helfende, gütige Hand und öffnen Sie die Grenze, damit sich die Kurden aus der Türkei, auch wenn sie unbewaffnet sind, der Tyrannei der IS mit Fäusten, Steinen und Stöcken entgegenstellen können, denn sie drängen darauf, ihren Geschwistern auf der anderen Seite der Grenze helfen zu können. Öffnen Sie diese, damit die ganze Welt sieht, dass die Kurden ihr Land zu verteidigen nicht aufgeben haben, dass sie sich nicht gebeugt haben.
Geehrter Herr Davutoğlu, morgen kann es schon viel zu spät sein. Zu spät für Kobani, für Sie und für die Welt.
Bahman Ghobadi

Der vollständigen Brief ist hier

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Freitag, 10.10.14

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23:47 Uhr

Heftige Gefechte in Kobanê halten auch in der Nacht an

Auch in der Nacht gehen die Angriffe auf Kobanê weiter. Die Mitglieder des IS greifen weiterhin an drei Fronten an und feuern immer wieder Raketen auf den Grenzübergang Mürşitpınar ab. Vor allem im Süden von Kobanê sind die Auseinandersetzungen in den letzten Stunden nochmal heftiger geworden. Des Weiteren verlegen die Mitglieder des IS weiterhin schwere Waffen aus Städten wie Raqqa und Deir ez-Zor nach Kobanê.

ANF

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23:42 Uhr

ZDF/ Maybritt Illner:
Martin Schulz: “Unterscheidung zwischen guten und schlechten Kurden nicht mehr haltbar.”

ZDF

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23:36 Uhr

Islamistische Paramilitärs entführen 5 kurdische Zivilisten

Lokalen Berichten zufolge wurden in Amed (Diyarbakir) 5 kurdische Aktivisten seitens islamistischer Paramilitärs entführt. Wohin die kurdischen Zivilisten verschleppt worden sind, konnte bis jetzt nicht ermittelt werden. Bereits am Vortag wurden 11 kurdische Zivilisten von islamistischen Paramilitärs verschleppt und gewaltsam misshandelt. Anschließend übergaben die islamistischen Paramilitär die Zivilisten an die örtliche Polizei. Anstatt gegen die gewalttätigen Islamisten vorzugehen, wurden die gefolterten Zivilisten seitens der türkischen Polizei festgenommen.
Eine kurdische Aktivistin, die unerkannt bleiben möchte, äußerte sich diesbezüglich folgendermaßen: „Nicht diejenigen, die die Gesetze brechen werden festgenommen, sondern Menschen, die nichts gemacht haben, von fanatischen Islamisten gewaltsam entführt und gefoltert wurden, werden von der türkischen Polizei festgenommen. Was für ein Abkommen hat der türkische Staat mit den islamistischen Paramilitärs geschlossen? Die türkischen Sicherheitskräfte schauen nicht nur zu, während kurdische Demonstranten von Islamisten angegriffen werden. IS-Anhänger und türkische Sicherheitskräfte gehen in Kooperation gegen Kurdinnen und Kurden vor.

CA

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23:35 Uhr

Gaziantep am Abend des 09.10.2014

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RADIKAL

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23:20 Uhr

Ein Kommentar von David L. Phillips zum PKK-Verbot, 09.10.2014

The United States can help calm the situation by removing the PKK from its list of Foreign Terrorist Organizations (FTOs). Dignifying the non-violent struggle of Kurds for greater political and cultural rights would encourage moderation, accelerating the PKK’s transformation into a political party. […]

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CNBC

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23:15 Uhr

Türkische Polizei ermordet fünf weitere Menschen in Çewlik (Bingöl)

Im Bezirk Genç haben türkische Sicherheitskräfte das Feuer auf ein fahrendes Auto eröffnet und die fünf Insassen des Autos ermordet. Laut regierungsnahen Medien soll es sich bei vier der fünf Autoinsassen um PKKler gehandelt haben, die für die Ermordung von zwei türkischen Polizisten in Çewlik (Bingöl) verantwortlich sein sollen. Derzeit sind die Identitäten der fünf getöten Personen noch ungeklärt.

ANF

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23:08 Uhr

In Amed (Diyarbakir) wurden wieder 2 Kinder bei Übergriffen der Polizei auf Solidaritätsdemonstrationen zu Kobanê verletzt.

Die Polizei und Sonderoperationseinheiten des Militärs schießen willkürlich in eine demonstrierende Menschenmenge. Der Jugendliche Hakan Çiçek wurde, während er mit vier Freunden am Polizeirevier vorbeigeht, verhaftet und auf das Polizeirevier gebracht, gefoltert und dann wieder freigelassen worden.

ANF

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23:00 Uhr

Bewaffneter Übergriff in Çewlik (Bingöl): 1 Toter, 1 Schwerverletzter

Zwei Personen wurden auf offener Straße auf dem Bürgersteig aus einem Auto mit Schüssen ins Visier genommen. 15 Schüsse fielen, einer der Getroffenen starb nach am Tatort, die zweite Person wurde schwer verletzt ins Krankenhaus transportiert, ihr Zustand ist immer noch kritisch.

ANF

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22:58 Uhr

4 Tote in Dîlok (Antep)

In Dîlok wurden mit der Unterstützung der Polizei 4 Personen von IS-Anhängern während einer Solidaritätsdemonstration für Kobanê ermordet. Es kam zu Gefechten, mindestens 20 Personen sind verletzt worden. Die DBP-Gebäude in Körkün (Şahinbey) und Şehitkamil wurden in Flammen gesetzt.

Die IS-Anhänger, Faschisten und die Polizei haben die Demonstrierenden mit Gewehren, Pistolen und Schwertern angegriffen. Bei den Gefechten sind Süleyman Balcı (15), Sevgi Alıcı (16) und Ömer Uçeker (27) und ein namentlich Unbekannter getötet worden.

ANF

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22:41 Uhr

Cemil Bayik, KCK-Kovorsitzender, Kolumne bei Azadîya Welat, 09.10.2014

«Die AKP-Regierung und der grüne JITEM sind aktiv. Die Angriffe durch Polizei, Militär, Hüda-Par und JITEM wurden ausgeübt, um die Unterstützung der kurdischen Gesellschaft für Kobanê zu unterbinden. Sie werden mit diesem Vorhaben nicht erfolgreich sein. Jene, die einen schmutzigen Krieg betreiben, werden in diesem vergossenen Blut ertrinken. Und das kurdische Volk wird in naher Zukunft in Freiheit und Demokratie leben können.»

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CA

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22:15 Uhr

Polizei greift Studierende der Boğaziçi Universität an
Die Polizei verprügelt zuerst 8 Studierende der Boğaziçi Universität und verhaftet sie anschließend. Die Studierenden beginnen eine Demonstration zur Solidarität mit Kobanê, die Polizei begegnet ihnen mit Tränengas.

ANF

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21:58 Uhr

Proteste in Amed haben wieder begonnen
Um gegen die Angriffe auf Kobanê zu protestieren haben die Demonstrationen in verschiedenen Bezirken von Amed vom neuem begonnen. Bei intensiven Auseinandersetzungen in Bağlar haben Jugendliche den Verkehr blockiert und die Gasbomben seitens der türkischen Polizei mit Steinwürfen und Molotowcocktails beantwortet. Die Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei konzentrierten sich auf die Bezirke Bağlar, Kayapınar, Sur und Yenişehir.

ANF

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21:24 Uhr

Angriff auf Rojava- Solidaritätsaktion einer Fraueninitiative in Istanbul: 46 Festnahmen

Die Fraueninitiative “Frauen gegen Krieg” hatte heute aus Solidarität mit Kobanê eine Besetzungsaktion im Abflugterminal des Atatürk Flughafens in Istanbul durchgeführt. Die Aktion, bei der Slogans wie “Mörder IS, Kollaborateur AKP” oder “Kobanê ist nicht allein” gerufen wurden, ist von der Polizei angegriffen worden. 46 Frauen wurden festgenommen, während die Pressevertreter daran gehindert wurden, Aufnahmen zu machen. Während dem Transport der Festgenommenen zur Gesundheitskontrolle ins staatliche Krankenhaus Bakirköy sollen die Frauen von den Polizisten belästigt worden sein.

ANF

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21:07 Uhr

Türkisches Militär ermordet ein Kind aus Rojava

Die Zahl der Toten bei den Protesten in Nordkurdistan steigt weiter an. Das jüngste Opfer ist ein achtjähriges Kind aus Rojava. Zuvor versammelten sich tausende Menschen an der türkisch-syrischen Grenze sowohl im nordkurdischen Nisebin (Nusaybin) als auch in der Stadt Qamişlo in Rojava (Nordsyrien). Türkische Soldaten eröffneten daraufhin auf die Menschenmenge auf beiden Seiten der Grenze das Feuer. Dabei ermordeten sie ein achtjähriges Kind aus Qamişlo und verletzten 13 weitere Menschen. Die Menschenmenge griff daraufhin die Soldaten mit Steinen an, worauf stundenlange Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und den Demonstranten ausbrachen.

ANF

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19:58 Uhr

Statement von Zuhal Ekmez, Co-Bürgermeisterin von Pîrsûs (Suruç) : Türkei hält die vierte Front gegen Kobanê gemeinsam mit dem IS

Wenige hundert Meter Luftlinie von unserer Stadt entfernt wird ein erbarmungsloser Krieg geführt. Während unsere Bekannten und Verwandten gleich hinter den Grenzzäunen den grausamen Angriffen des IS ausgesetzt sind, während sie der Gefahr eines schrecklichen Massakers ausgesetzt sind, bleibt uns nicht viel übrig, als die Situation von hier aus zu verfolgen und zu hoffen, dass der schlimmste Fall nicht eintrifft. Ein Großteil der Menschen, die aus Kobanê geflohen sind, befinden sich derzeit hier bei uns in Suruç und hoffen, dass der Angriffe des IS bald gestoppt werden können. Wir versuchen diesen Menschen entsprechend unserer Möglichkeiten zu helfen. Es gibt niemanden, der hungert. Aber das ist derzeit auch nicht der springende Punkt.

Das Problem ist, dass die Weltpolitik sich aufgrund der Gräueltaten des IS nicht in Bewegung setzt.  Eigentlich müsste doch jeder gegen die Barbaren des IS die Stimme erheben. Denn die Menschen werden von drei Fronten aus angegriffen. Zudem greift das türkische Militär immer wieder die Menschen in Mürşitpinar an. Das ist sozusagen die vierte Front gegen Kobanê. Und unterstützt wird die Türkei an der vierten Front auch vom IS, der immer wieder Raketen in Richtung der Demonstranten an der Grenze abschießt.

Die Dörfer am Grenzgebiet wurden aus vermeintlichen Sicherheitsgründen geräumt. Die Polizei und das Militär greifen die Menschen hier erbarmungslos an. Auch Journalisten sind Angriffen der türkischen Sicherheitskräfte ausgesetzt. Trotz Sendelizenzen werden ihre Fahrzeuge und Ausrüstungen beschlagnahmt. Auch wurden rund 20 Journalisten, die aus Sicherheitsgründen Kobanê in Richtung der Türkei verlassen mussten, von türkischen Sicherheitskräften festgenommen. Wieviel der türkische Staat von der Pressefreiheit hält, beweist er dieser Tage hier in Suruç.

Uns verstört auch die Zurückhaltung der europäischen Regierungen. Wie kann man zu der Gefahr solch eines großen Massakers schweigen? Das verstehen wir wirklich nicht. Schweigen in solch einer Situation bedeutet aus unserer Sicht, dass man die menschenverachtende Organisation duldet. Zumindest duldet man sie, wenn die Opfer anscheinend Kurden sind.

CA

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19:31 Uhr

Polizei schießt auf Demonstranten in Cizîr : 20 Verletzte

Bei Proteste in der nordkurdischen Stadt Cizîr (Cizre/Provinz Sirnak) ist es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten gekommen. Die Polizei hat bei den Auseinandersetzungen mehrfach scharf in die Menschenmenge geschossen. Dabei wurden mindestens 20 Menschen verletzt. Der Zustand von zwei Verletzten, darunter einem Journalisten, ist kritisch.

ANF

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19:21 Uhr

Achter Angriff des IS seit gestern Nacht

Am frühen Abend haben die Kämpfer des IS nun bereits zum achten Mal seit gestern Abend einen Vorstoßversuch in Kobanê gestartet. Die Auseinandersetzungen mit den kurdischen Kräften der YPG und YPJ, die die größten Teile der Stadt weiterhin kontrollieren, konzentrieren sich auf den Osten und den Süden der Stadt. In den Reihen der Islamisten soll es große Verluste geben. Die Reporter der Nachrichtenagentur Hawarnews (ANHA) berichten aus Kobanê, dass alle Angriffsversuche des IS bislang zurückgeschlagen werden konnten.

Seit den Morgenstunden setzten die Islamisten verstärkt den Grenzübergang Mürşitpınar unter Beschuss. Ihr Ziel scheint es zu sein, das Grenzgebiet zur Türkei unter ihre Kontrolle zu bringen, um die Stadt völlig von allen vier Seiten zu umzingeln.

In der letzten Erklärung der Volksverteidigungseinheiten (YPG) heißt es außerdem, dass die Kräfte der YPG und der YPJ seit heute morgen im Osten der Stadt und in der Umgebung des strategisch wichtigen Hügels Miştenûr mehrere Angriffe gegen den IS gestartet haben. Dabei seien bislang rund 60 Islamisten sowie neun Kämpfer aus den kurdischen Reihen ums Leben gekommen.

ANF

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18:48 Uhr

Pressemitteilung des Kurdisch-deutschen Kulturzentrums e.V. in Hamburg aufgrund der Auseinanderstzungen der letzten Tage zwischen Kurden und Islamisten in der Stadt:

Aus gegebenem Anlass möchten wir wie folgt zu den Ereignissen der letzten Tagen Stellung nehmen:

Das Vorrücken der IS-Banden auf Kobane und den türkischen Staatsterror in Nordkurdistan verfolgen wir mit großer Bestürzung. Wir rufen alle in Hamburg und der gesamten Bundesrepublik lebenden Kurdinnen und Kurden dazu auf, ihren Protest auf einer friedlichen und demokratischen Ebene zum Ausdruck zu bringen. Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung lehnen wir ab.

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18:27 Uhr

Der AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar kommentiert die heutige Pressekonferenz des HDP-Kovorsitzende Selahattin Demirtaş (wir berichteten 13:25 Uhr) über Twitter und stellt sein häßliches antisemitisches Gesicht zur Schau:

“Wir wissen derzeit nicht, ob im Fernseher der Pressesprecher der israelischen Regierung spricht oder der Vorsitzende der HDP”, so Tayyar.

Radikal

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18:07 Uhr

Deniz Yücel in einem Kommentar für die TAZ:

Was wollen die Kurden?

Die Kurden sind auf der Straße, weil sie der Türkei Untätigkeit vorwerfen, berichten deutsche Medien. Klingt plausibel, ist aber Unsinn.
Die Kurden protestieren auf der Straße, in der Türkei, aber auch in Westeuropa. Was aber wollen die Demonstranten? „Sie forderten die türkischen Regierung auf, mehr zum Schutz der überwiegend kurdischen Bevölkerung zu tun“, weiß der deutschsprachige Dienst von Reuters.

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17:37 Uhr

Ein weiterer Toter in Nordkurdistan: Militär hatte Feuer auf Demonstranten eröffnet

Wir berichteten bereits davon, dass in Kerboran (Dargeçit) das türkische Militär das Feuer auf die Menschen bei einer Gedenkveranstaltung eröffnet hatte (siehe Meldung um 15:40 Uhr). Einer der hierbei verletzten Personen konnte im Krankenaus nicht mehr gerettet werden.

Bilder vom Angriff finden sie hier

ANF

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17:29 Uhr

Solidaritätserklärung der DKP mit Rojava:

Aufruf zur Solidarität mit den Verteidigern von Kobanê

Die Vorsitzenden der DKP rufen zur dringenden Solidarität mit den Verteidigern der kurdischen Stadt Kobanê (Nordsyrien) auf, die sich gegen die bereits in die Stadt eingerückten Mörderbanden des IS – Islamischer Staat – verteidigen.

Wir klagen den US-Imperialismus und seine Bündnispartner in der NATO – vor allem die BRD und die Türkei an, nicht nur die Entstehung der IS gefördert zu haben, sondern bis heute die IS zu unterstützen.

Die IS wurde hochgepäppelt durch die Angriffe auf die territoriale Integrität des Iraks und Syriens. Die IS wird mit Waffen und Infrastruktur u.a. aus Saudi-Arabien, Katar und der Türkei beliefert. Die Bundesregierung liefert Waffen in diese Länder. Sie trägt Mitschuld an dieser Situation. Die friedliebenden Menschen in unserem Land stehen in der Pflicht den Druck auf die Bundesregierung, die NATO und das NATO-Land Türkei zu erhöhen.

Stoppt die Mörderbanden der IS!
Hände weg von den kurdischen Siedlungsgebieten!
Hände weg von Syrien !
Weg mit dem PKK-Verbot!
Keine Waffen, keine Unterstützung für die IS-Helfer in der Türkei, Katar und Saudi-Arabien!

Gehen wir dafür auf die Straße.

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16:05 Uhr

In der heutigen Kolumne von Rainer Hermann mit dem Titel Kampf gegen IS-Terror/Warum der Westen Kobane nicht rettet heißt es:

“Kobane ist mehr als eine weitere Etappe auf dem brutalen Eroberungszug des „Islamischen Staats“. Es ist zum Symbol für die Unfähigkeit der Staatengemeinschaft geworden, die Dschihadisten zu stoppen. Die Interessen der westlichen und prowestlichen Staaten sind zu verschieden. (…) Sollte Kobane in die Hände des IS fallen, wäre das ein ideologischer Sieg für die Terroristen – und auch ein strategischer. Denn sein „Staatsgebiet“ schlösse sich immer weiter. Für den Westen käme das einem schandhaften Scheitern gleich.”

FAZ

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15:55 Uhr

Friedensmütter laufen an Grenze

Die Initiative der Friedensmütter, die seit Tagen an der Grenze zu Kobanê eine Mahnwache hält, sind heute an die Grenze beim Dorf Mehser gelaufen. Das Dorf befindet sich, gegenüber vom Hügel Miştenur an dem es intensive Gefechte gibt.
Döndü Ergil, ein Mitglied der Initiative erklärte bei einem Sitzstreik an der Grenze: ,,Der türkische Staat, der die IS-Banden unterstützt, ist verantwortlich für das vergossene Blut der Bevölkerung von Kobane.“
Ezine Dal, eine weitere Friedensmutter erklärte: ,,Wenn in Kobanê dieses Massaker weiter andauert und das Schweigen der Welt weitergeht, dann wird die Menschlichkeit ermordet.“
DIHA

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15:40 Uhr

Feuer auf Bevölkerung vom Polizeigebäude in Kerboran eröffnet

Bei einer Gedenkzeremonie für die zwei Demonstranten, die am Mittwoch durch Anhänger der radikalislamistischen Organisation Hüda-Par getötet wurden, gab es in Kerboran (Dargeçit/Provinz Mardin) erneut Übergriffe auf die  Bevölkerung. Vom Polizeigebäude aus wurde das Feuer auf die gedenkenden Menschen eröffnet. Mehrere Menschen, darunter der Ko-Bürgermeister Sinan Kann, wurden verletzt.
ANF

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Update: 15:38 Uhr

Kurdische Jugendliche haben die CSU-Zentrale in München besetzt!

Etwa 20 Demonstranten sind in die Münchner CSU-Zentrale eingedrungen und eine Sitzstreik aus. Sie fordern mehr Sensibilität der internationalen Staatengemeinschaft gegen den “Islamischen Staat” (IS) sowie mehr Druck auf die Türkei, die ihre Unterstützung für die IS beenden soll. “Wir haben die CSU-Landesleitung symbolisch besetzt, natürlich gewaltfrei”, sagt einer der Aktivisten, Kerem Schamberger. Sie fordern die Aufhebung des PKK-Verbots und Dialog mit einem CSU Politiker. Weiterhin heisst es in einer Presseerklärung: “Wir als Verband der Studierenden aus Kurdistan – YXK und Cîwanên Azad führen diese Aktion des zivilen Ungehorsams in der Münchner CSU-Zentrale durch, um die Weltgemeinschaft und demokratische zivilgesellschaftliche Institutionen auf die Gefahr eines großen Massakers durch den IS in Kobanê aufmerksam zu machen, die Medien darüber zu sensibilisieren und um den Widerstand gegen den Terror des IS in Kobanê zu unterstützen. Unser Ziel ist es die CSU und ihre Koalitionspartner dazu zu bewegen endlich Schritte einzuleiten.”

ANF, Die Zeit, ISKU

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15:15 Uhr

Kolumne von Cengiz Çandar bei Radikal: Die AKP ist für die Türkei die größte “Sicherheitsgefahr”

(…)Die jüngste Geschichte der Türkei hat schlechte Regierungen gesehen, aber einen so offensichtlich unfähigen und inkompetenten politischen Kader hatte sie noch nicht gesehen.
Zuerst habe ich vom türkischen Präsidenten bei einer Rede in Gaizantep, nahe von Kobanê, die Worte die wie eine frohe Botschaft klangen „Kobanê ist gefallen, es wird fallen“ gehört. (…)
Für Millionen Kurden, die Staatsbürger der Türkei sind, repräsentiert Kobanê ihre eigene Identität. Die Kurden in der Türkei sehen die Massakergefahr unter denen die Menschen in Kobanê stehen, als Gefahr für ihre eigene Zukunft.
Den Widerstand von Kobanê sehen sie als eigenen Widerstand und Erfolg, und mit diesem “Selbstvertrauen” stehen sie nun auf.
An der Führung der Türkei haben wir eine Regierung, die dies nicht bemerken und verstehen will. Mit diesem Verstand bringen sie das Land an die Grenzen eines “Bürgerkriegs”.
Gestern hat sich in Ankara (08.10) der “Sicherheitsrat” getroffen. Diejenigen die daran teilnahmen, sehen, wenn sie in den Spiegel schauen würden, die größte Sicherheitsgefahr der Türkei in ihrem Spiegelbild.
Radikal

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14:20 Uhr

YPG: Nachschublieferung der IS / Erfolgreicher Widerstand

Das Pressezentrum der Volkverteidigungseinheiten (YPG) erklärt, dass die Angriffe der IS-Terrorbande in den letzen 24 Stunden in der selben Intensität weiterlaufen. Die Gefechte sollen sich den Angaben der YPG zufolge auf 7 verschieden Orten zutragen. Durch den Widerstand der YPG- Kämperinnen und Kämpfer seien dutzende IS-Terroristen getötet worden. Zeitgleich kamen bei den Gefechten 9 Kämpferinnen und Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) und der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) ums Leben.

Weiter heißt es in der Erklärung, dass die Nachschublieferung von Waffen aus Raqqa, Dera Zor, Mimbic, Tel Ebiad und aus verschieden Orten des Iraks weiterhin vollzogen werden. Entgegen den Angriffen, die zeitgleich in der Ost-, Süd- und Westfront vollzogen werden, wird ein unermüdlicher Widerstand geleistet.
ANF

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14:10 Uhr

Proteste in Österreich: Hungerstreik in Innsbruck und Wien
Eine Gruppe von hauptsächlich kurdischen Demonstranten protestiert seit Mittwochabend vor dem Tiroler Landesmuseum in Innsbruck gegen die IS-Terror. Drei der rund 20 Teilnehmer traten auch in Hungerstreik. Sie wollen damit auf die Situation in der belagerten Stadt Kobane in Rojava aufmerksam machen. Auch in Wien waren am Montag zehn Kurden vor dem UNO-Gebäude in Wien in den Hungerstreik getreten.

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14:02 Uhr

IS verstärkt Angriffe auf Grenzübergang Murşitpinar
Einem ANHA-Journalisten zufolge, welcher sich im Gebiet Kobanê befindet, hat die IS ihre Angriffe mit schwerem Geschütz auf den Grenzübergang Murşitpinar zwischen Kobanê und Suruc verstärkt.
ANHA

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13:42 Uhr

Nothilfe Kobane: medico international fordert von Türkei Grenzöffnung

Die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international fordert von der türkischen Regierung die Öffnung der Grenze zum vom IS belagerten Kobane. Laut Berichten der örtlichen medico-Partner seien immer noch zahlreiche Zivilisten in der Stadt und es gäbe immer mehr Verletzte durch den andauernden Artilleriebeschuss durch die IS-Milizen. Nahrungsmittel und Medikamente gingen zur Neige.

Da Kobane nur noch über die Türkei erreicht werden könne, fordert medico-Nahostreferent Martin Glasenapp: „Mit humanitärer Hilfe allein ist Kobane nicht mehr zu retten. Die Türkei muss endlich die Grenze öffnen, damit die bedrängte kurdische Bevölkerung nicht nur fliehen kann, sondern auch die Möglichkeit hat, ihre eigene Stadt in Syrien zu schützen“.

In Zusammenarbeit mit der medizinischen Kommission von Kobane gelang es medico international noch vor Ausbruch der Kämpfe eine Blutbank in die bedrängte Enklave zu bringen. Auf Anfrage Bürgermeisterin versorgt medico im türkischen Suruc Flüchtlinge mit Decken. „Viele kurdische Flüchtlinge verweigern die Aufnahme in die staatlichen Flüchtlingscamps der türkischen Regierung, da diese in ihren Augen nicht der Hilfe, sondern der Kontrolle dienen“, sagt Glasenapp.

Für mehr Informationen und Spenden www.medico.de

Medico, CA

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13:35 Uhr

Österreich: Forderung zu Grenzöffnung/ Grüne Abgeordnete blockierten türkische Botschaft

Am Donnerstag um 10 Uhr blockierten vierzehn Grüne Nationalrats-Abgeordnete die türkische Botschaft in der Wiener Prinz-Eugen-Straße, um eine Forderung an die türkische Regierung zu stellen: Öffnet die Grenze zu Kobane, damit die Kurdinnen und Kurden die Chance haben, sich selbst zu verteidigen.

Kurz vor der Botschaftsaktion hat Peter Pilz mit Vertretern der Kurden in Kobane telefoniert. Er will den Hilferuf aus Kobane heute im außenpolitischen Ausschuss um 13 Uhr an alle anwesenden Abgeordneten und Regierungsmitglieder weitergeben.

“Die Kurdinnen und Kurden in Kobane sind der bedrängteste Teil der weltweiten Anti-Terror-Allianz. Sie haben ein Recht auf unsere Hilfe. Wir erwarten vom österreichischen Außenminister, dass er im Namen Österreichs von der türkischen Regierung die sofortige Aufhebung der Blockade fordert. Erdogan muss entscheiden, auf welcher Seite er seht: Auf Seite der IS oder auf Seite der weltweiten Anti-Terror-Koalition”, sagt der Sicherheitssprecher der Grünen, Peter Pilz.

Berivan Aslan, einzige Kurdin im österreichischen Parlament, hat vor der türkischen Botschaft appelliert, den Menschen, die sie zum Teil persönlich kennt, und den Familien denen sie sich verbunden fühlt, zu helfen. “Erdogan hat den Kurdinnen und Kurden einen Korridor versprochen. Wir müssen ihn zwingen, dieses Versprechen endlich einzulösen.”

“Signal aussenden!”
Die außenpolitische Sprecherin Tanja Windbüchler kündigt an, im heutigen außenpolitischen Ausschuss einen Antrag einzubringen. “Wir wollen, dass der österreichische Nationalrat als erstes europäisches Parlament ein klares Signal an die Verteidiger von Kobane und an die türkische Regierung sendet. Österreich wird nicht zusehen, wie eine ganze kurdische Stadt dem IS-Terrorismus geopfert wird.”

www.heute.at

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13:30 Uhr

Ehemaliger Vorsitzender des Militärausschusses der NATO Kujat: Bundesregierung muss demonstrativ Patriotraketen aus der Türkei zurückentsenden

Staatspräsidenten Erdogans kritisiert

“Die Türkei betreibt eine ganz schmutzige Politik”, so Jan van Aken, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses. Aken wirft Ankara in ihrer Syrienpolitik lediglich die Verfolgung von geopolitischen Zielen vor. Man wolle Assad stürzen und die basisdemokratischen multiethnischen und multireligiösen Strukturen von Rojava zerschlagen. Indessen wies Ex-Generalinspekteur Harald Kujat hin, dass ein wichtiges Zeichen des deutschen Bundesregierung die Rückbeorderung der in der Türkei stationierten deutschen Patriotraketen wäre. Der Bündnisfall sei laut Kujat, in der derzeitigen Situation nicht akzeptabel. “Im Grunde bahnt sich vor den Augen der Welt eine Tragödie an”, so Kujat weiter, der betonte, dass es viele Maßnahme gäbe, die die Türkei zu spüren lassen würden, dass ihr Verhalten nicht richtig ist.

Anne Will / ARD

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Update: 13:25 Uhr
 
Stellungnahme zu aktuellen Entwicklungen von HDP-Kovorsitzende Selahattin Demirtaş

Mitteilung von Öcalan

Der HDP-Kovorsitzende Selahattin Demirtaş erklärte auf einer Pressekonferenz, dass sie mit dem auf Imrali inhaftierten PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan einen kurzen Schriftverkehr hatten. Öcalan soll erklärt haben, dass man gegen mögliche Massaker den Dialog vertiefen müsse.

Demirtaş: AKP geht oberflächlich an die Ereignisse dran
Im Folgenden einige Aussagen vom HDP-Kovorsitzenden Selahattin Demirtaş bei der heutigen Pressekonferenz zu den Protesten in der Türkei aufgrund der Lage in Kobanê:

,,Wenn wir nicht richtig analysieren wie wir zu diesem Punkt angelangt sind, können wir auch nicht das vor uns stehende erkennen. Man kann in diesem chaotischen Zustand in dem sich der Mittlere Osten befindet und den seit 30 Jahren andauernden innerstaatlichen Krieg und dessen Auswirkungen auf die Türkei nicht einfach mit Vorwürfen auf die HDP abschließen. Die Ereignisse auf Erklärungen der HDP zu schieben ist eine oberflächliche Herangehensweise und zeigt dass nichts verstanden wurde. (…) Seit fast zwei Jahren gibt es einen Friedensprozess auf Aufruf von Öcalan. Menschen die in 81 Provinzen der Türkei leben, haben vom ganzen Herzen diesen Friedensprozess unterstützt, damit dieser in kürzester Zeit zum Frieden führt. Sie haben auf schnelle Schritte gewartet.

Seit 25 Tagen…

Wenn Syrien unsere innere Angelegenheit ist, dann sind die Ereignisse in Kobanê eine Angelegenheit innerhalb unserer eigenen Wohnungen. Diese diskriminierende Rhetorik und Haltungen haben den Weg zu Zerbrechungen geführt. Es ist nun offensichtlich, dass mit zweitausend Lastwagen Waffen geliefert wurden. Diese sind zum Teil in die Hände von Gruppen die in Verbindung zur El Nusra und El Qaida stehen gekommen, und es wurde viel diskutiert, ob die von der IS benutzen Waffen aus der Türkei kommen. Dies hat zu einem Zerbrechen in der Gesellschaft geführt. (…) Zuletzt haben diese vergewaltigenden Banden sich an die Grenze Kobanês gelehnt. Seit 25 Tagen versuchen sie in unsere Häuser einzudringen. Vor der gesamten Welt machen sie den Aufruf, dass sie in Kobanê eindringen werden, die Köpfe der Menschen abtrennen, die Frauen vergewaltigen und auf den Märkten verkaufen wollen. Sie erklären, dass kurdische Frauen „Helal“ seien.

Sie [die YPG/YPJ-Kämpfer] versuchen die Panzer zu stoppen, indem sie ihre eigene Körper in Feuerbälle verwandeln und sich unter die Panzer legen. Wir rufen unsere eigene Regierung deren Staatsbürger wir sind auf. Doch diejenigen die keine ernste Kritik an der IS üben, schlagen und werfen Gas auf unsere Bevölkerung seit 25 Jahren. Dies zerbricht die Gesellschaft. Trotz all dem haben wir mehrmals Kontakt zur Regierung gesucht. Wir haben uns mit dem Ministerpräsidenten getroffen. Wir haben nach diesem Treffen versucht die Hoffnung zu stärken. Wir haben dem Ministerpräsidenten versucht die Prozesse zu erklären. Wir haben versucht das Zerbrechen innerhalb der Gesellschaft zu erklären. Wir haben erklärt, dass die Situation kritisch und empfindsam ist. Der Ministerpräsident hat folgendes gesagt: „Sind die Kurden so unkontrolliert weil sie keinen Staat haben…“ und Davutoglu sagte „Die Kurden haben einen Staat, wir sind es“. (…)

Wir haben sie daraufhin darum gebeten, in der Praxis zu zeigen, dass sie der Staat der Kurden sind. Wir haben gesagt, dass es nicht reicht nur Verurteilungen auszusprechen und 180 Tausend Flüchtlinge aufzunehmen. Es ist eine Angelegenheit die direkt den Lösungsprozess beeinflusst. Lasst uns Kobanê zusammen helfen. Ihr könnt gegen die IS mit 40 Ländern auf der Welt eine Koalition eingehen, aber nicht mit eurer eigenen Bevölkerung. (…)
Wir haben niemanden dazu aufgerufen, Gewalt anzuwenden. Natürlich wird man sich auf der Straße mit Kobanê solidarisieren: im Rahmen des demokratischen Rechts der Verfassung… Die kritische Phase in Kobanê ist nicht abgeschlossen.

ANF, Radikal

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13:05 Uhr
 
NATO: Keine Pufferzone auf unserer Tagesordnung

NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärt nach seinem Ankara-Besuch und der Zusammenkunft mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu, dass die Errichtung einer Pufferzone nicht auf der Tagesordnung der NATO-Allianz  steht.

ANF

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12:45 Uhr

Demirtas: 23 Tote

Der Co-Vorsitzender der Demokratischen Partei der Völker (HDP) Selahattin Demirtas erklärt im Rahmen einer Pressekonferenz, dass die Anzahl der getöten Menschen bei den Kobanê-Protesten, die Opfer von türkischer Staatsgewalt wurden, mittlerweile auf 23 gestiegen ist.

ANF

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12:20 Uhr

Karabulut: Das “tamilische Konzept” ist im Gange  

Songül Karabulut, Sprecherin der außenpolitischen Kommission des Kurdistan Nationalkongresses (KNK) erklärt gegenüber Civaka Azad, dass ein weit aus größeres internationales Konzept hinter den Geschehnissen in Kobanê steckt. „Ein ähnlicher Liquidationsplan wie der der tamilische Befreiungsbewegung soll jetzt gegen die Kurdinnen und Kurden in Kobanê, und später auch in den anderen Regionen vollzogen werden. Wie auch schon damals in Sri Lanka, wo die singhalesische Regierung die tamilische Zivilbevölkerung grausam massakriert hatten, schaut heute die Weltgemeinschaft der Menschentragödie von Kobanê nur zu. Auch in Sri Lanka, sind dem Massaker scheinbaren Verhandlungen vorhergegangen. (…) Die türkische AKP-Regierung hat in den zwei Jahren der Verhandlungsphase mit dem PKK-Vorsitzenden Öcalan keine wirklichen Schritte in Richtung Lösung getätigt. Konträr dazu wird mit äußerster Gewalt gegen kurdische Demonstranten vorgegangen, bei denen es bist jetzt zu mehr als ein Dutzend Toten kam  Die Grenze zu Kobanê wird vom türkischen Militär versperrt gehalten. Ausgangssperren werden in den kurdischen Städten der Türkei erteilt.”

CA
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Update: 11:30 Uhr

Öcalan: JITEM arbeitet daran, den (Friedens-)Prozess zu zerstören

Der PKK-Vorsitzende Abdullah Öcalan hat bei dem Besuch seines Bruders Mehmet Öcalan wichtige Aspekte zu Kobanê und über die aktuelle Lage im Friedensprozess abgegeben: „Der JITEM [dt.: Geheimdienst und Terrorabwehr der Gendarmerie] arbeitet daran, den Prozess zu zerstören. Falls der JITEM nicht ausgeschaltet wird und nicht aus dem Prozess herausgehalten wird, wird dieser nicht weitergehen.“ Er sprach über die Angriffe auf Kobanê und rief auf: „Gegen diese Politik müssen sich alle KurdInnen, überall wo sie sich befinden, erheben. Sie müssen starken Widerstand gegen den Islamischen Staat (IS) zeigen. Wenn sie dies heute nicht tun, wird es morgen schon zu später sein können.“

„Überall müssen sich die KurdInnen gegen die Angriffe auf Kobanê erheben“
Zu den Angriffen auf Kobanê erklärte er: „Das kurdische Volk ist ein unschuldiges Volk. Das Volk von Kobanê ist ein unschuldiges Volk. Es ist eine Grenze zwischen uns gezogen worden. Das Volk von Kobanê steht dort mit eigener Kraft. Sie haben sich ein eigenständiges System aufgebaut. Der Staat kann dies nicht ertragen. Sie müssten sie unterstützen, tun dieses aber nicht. Unsere Menschen in Kobanê werden bis zum Schluss Widerstand leisten. Dort wo KurdInnen leben, werden wir bis zum Schluss Widerstand gegen den IS leisten. Es wird keinerlei Zugeständnisse an den IS geben. Der IS ist eine künstliche Organisation. Wo immer es solche Angriffe auf KurdInnen gibt, muss diesem beharrlich entgegengetreten werden.“ Öcalan habe betont, dass der international unterstützte IS versucht, die KurdInnen zu vernichten. Niemand hat das Recht, ein Volk zu vernichten. Gegen diese Politik müssen die KurdInnen sich überall erheben. Sie müssen gegen den IS einen heftigen Widerstand leisten. Wenn sie das heute nicht tun, kann es morgen schon zu spät sein. „Seht her was sie aus uns machen. Einen Teil von uns verzehren sie zum Frühstück, einen Teil zum Mittagessen und einen Teil zum Abendessen. Dies kann und darf nicht akzeptiert werden. Niemand hat das Recht, Kobanê im Stich zu lassen. Es muss ein heftiger Widerstand gegen den IS stattfinden. Kobanê ist alles für uns. Der Prozess in Kobanê gilt allen. Das kurdische Volk ist dort ein Schirm. Unter diesem Schirm können auch TurkmenInnen, AraberInnen, ArmenierInnen und alle anderen dort ansässigen ethnischen Gruppen ihr Leben führen“, so Abdullah Öcalan.

„Der JITEM muss ausgeschaltet werden“
Öcalan habe außerdem gesagt: „Ich nehme zudem an, dass sich der JITEM eingeschaltet hat, um den Prozess zum Erliegen zu bringen. Falls der JITEM nicht ausgeschaltet wird, nicht herausgehalten wird, dann wird dieser Prozess nicht voran schreiten. Haltet den JITEM aus dem Prozess heraus, damit dieser demokratisch weiterläuft. Wir sind zu allem bereit, aber es muss ein richtiger und realistischer Prozess sein. Wir wollen keine Hinhaltetaktiken.“ Gegenüber der Bevölkerung habe Abdullah Öcalan gesagt, dass sie gegenüber dem JITEM wachsam sein soll: „Unser Volk soll wachsam sein. Es ist unklar, was morgen passieren wird. Jede und jeder soll seine Haltung einnehmen. Morgen kann es schon viel zu spät sein.“

„Theoretisch gibt es den (Lösungs-)Prozess, praktisch passiert nichts“
Über den Lösungsprozess habe Öcalan gesagt: „Unsererseits ist alles geklärt. Unsere Pflichten haben wir erfüllt und werden wir weiter erfüllen. Aber dieser Prozess kann einseitig nicht funktionieren. Die Türkei verabschiedet Gesetze. Sie sagen, dass die Bevölkerung aus dem Flüchtlingslager Maxmur kommen soll. Aber haben sie in dieser Hinsicht ein Gesetz erlassen? Nein, haben sie nicht. Sie sagen, die kurdischen KämpferInnen sollen kommen, aber gibt es dafür ein Gesetz? Nein. Also, warum sollen die KurdInnen dann kommen? Sollen sie sich ins Gefängnis werfen lassen? Dies ist unakzeptabel. Ich habe ihnen schon zu Beginn gesagt, wenn ein Prozess in Gang gesetzt werden soll, dann darf es keine Hinhaltetaktik geben. Es müssen korrekte und wahre Verhandlungen sein. Ich habe um einen Sekretär gebeten, damit alles Notwendige niedergeschrieben werden kann, sogar das haben sie nicht geschafft. Theoretisch gibt es den (Lösungs-)Prozess, aber praktisch passiert nichts. Auf diese Weise wird der Prozess nicht vorankommen.“ Mehmet Öcalan erklärte, dass Öcalan darauf aufmerksam gemacht habe, dass die Regierung und der Staat seit zehn Jahren über diesen Prozess ihre Macht aufrecht erhalten haben. „Wenn die Fortführung des Prozesses gewünscht ist und richtige Verhandlungen stattfinden sollen, so sind wir zu allem bereit. Wir verlangen die richtige Fortführung des Prozesses. Falls sie dies bis zum 15.Oktober nicht machen sollten, dann werde ich meinerseits den Prozess für beendet erklären. Für mich gibt es nichts mehr zu tun. Seit fünf Jahren läuft das und es ist nichts entstanden. Dies ist nicht richtig.“

Fortsetzung folgt

DIHA

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11:22 Uhr 
Weiterer Toter nach Protesten in Sêrt (Siirt)
Nachdem bereits am Mittwoch in Folge von einem Angriff staatlicher Dorfschützer auf Demonstranten zwei Menschen starben, erlag nun eine weitere Person, die bei den Angriffen schwer verletzt worden war, seinen Verletzungen und verlor sein Leben. 
Staatliche Dorfschützer und andere IS-Anhänger griffen mit scharfen Waffen Demonstranten, die gegen die Haltung der AKP-Regierung protestieren wollten, an. Dabei verloren zwei Personen bereits am Vorfallort ihr Leben. Der schwer verletzt ins Krankenhaus gelieferte Kamuran Taş erlag in den Morgenstunden seinen Verletzungen.
Zana Aksu, örtlicher Vertreter des türkischen Menschenrechtsverein IHD erklärte gegenüber der kurdischen Nachrichtenagentur Firat, dass seit Tagen türkische Sicherheitskräfte gemeinsam mit IS-Anhängern in Sêrt gewaltsam gegen kurdische Demonstranten vorgeht. Dabei werden in den letzten Tagen mehr scharfe Geschütze als Tränengas eingesetzt.
ANF

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11:10 Uhr

IS umzingelt Widerstandskämpfer in Sherfedîn: “Man liefert uns den größten Schrott an Waffen!”

Shingal (Irak) – Mit einer Offensive ist es der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) in der schwer umkämpften Region Shingal im Nordirak gelungen, die êzîdîschen Widerstandskämpfer zu umzingeln. Dort kontrollieren die Êzîden nun nur noch die Dörfer bzw. Gemeinden Duhola, Borek und die Pilgerstätte Sherfedîn nördlich vom Gebirge. Für einen Befreiungsschlag aus dem 15km umfänglichen IS-Belagerungsring fehlt es ihnen weiterhin an Waffen und direkter Unterstützung. Die sporadischen Luftschläge der USA erfolgen vor allem im Süden, wo derzeit kaum Aktivitäten der êzîdîschen Kämpfer erfolgen.

Die im Süden des Gebirges stationierte Widerstandseinheit Shingal YBS konzentriert sich auf die Verteidigung wichtiger Zufahrtsstraßen und einer bedeutungsvollen Pilgerstätte. Luftschläge nahe der Pilgerstätte Sherfedîn habe es nicht gegeben, so ein êzîdîscher Kämpfer der Heydar Shesho Einheit. Die Luftschläge erfolgten dem US-Verteidigungsministerium nach vor allem im Nordosten der Region, wo Peshmerga Einheiten in Rabia unterstützt werden. Eine mehrfach in den vergangenen Wochen angekündigte Offensive der Peshmerga zur Unterstützung der êzîdîschen Kämpfer in Shingal ist bislang nicht erfolgt.

Kämpfer der Êzîden erheben aufgrund der leeren Versprechungen daher schwere Vorwürfe gegen die kurdische Regierung in Erbil. “Es scheint, dass die PDK Regierung abwartet, bis die Pilgerstätte Sherfedîn unter der Kontrolle des IS steht und sie erst dann einschreiten werden, um sich als Befreier von Shingal feiern zu lassen”, kritisiert ein Kämpfer die zögernde Haltung. Peshmerga Kommandeure üben sich hingegen in Floskeln: Man werde “bis zum Tod” für die Befreiung Shingals kämpfen, wie BasNews berichtet.

Um die IS-Terroristen, die den Ring um die Êzîden immer enger ziehen, zurückdrängen zu können, fehlt es weiterhin an panzerbrechenden Waffen. Selbst die wenigen, kleinkalibrigen Waffen vom Typ AK 47, die die Êzîden erhalten, seien teilweise Jahrzehnte alt und nicht zu gebrauchen. Erst kürzlich lieferte die kurdische Regierung per Hubschrauber 120 Kalaschnikows, die teilweise 30 Jahre alt sind. “Eine Waffe ist nach dem ersten Schuss sofort auseinander gefallen. Die kurdische Regierung behält die Waffen aus dem Westen für sich und liefert uns den größten Schrott! Wir kämpfen hier an der vordersten Front”, erklärt ein êzîdîscher Kommandeur in Sherfedîn êzîdîPress telefonisch. “Selbst die Panzerabwehrraketen [vom Typ RPG; Anm. d. Red.] sind nicht zu gebrauchen”, hieß es in der Erklärung weiter.

Eine Lieferung moderner Waffen der irakischen Zentralregierung sei zudem nie an die Êzîden geliefert worden, weil sie zunächst nach Erbil gesandt wurde. Auch Matthew Barber, Publizist und Aktivist der sich vor Ort aufhält, bestätigte derartige Behauptungen und erklärte, dass die Regierung in Erbil die Hälfte der Waffen zurückbehalte, die für die Êzîden bestimmt seien.

Indes haben sich die êzîdîschen Kämpfer in Sherfedîn und den zwei weiteren Dörfern im Norden verschanzt und versuchen mit vereinzelten Aktionen den Vormarsch des IS zu stoppen. Die hochgerüsteten IS-Terroristen werden durch weitere Truppen aus den angrenzenden Regionen Syriens und der Region Anbar südlich von Shingal verstärkt. Durch die Offensiven im Norden von Shingal ist es dem IS gelungen die Kontrolle über weite Teile in der Region zu erringen.

êzîdîPress, 08. Okt. 2014

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10.40 Uhr

Erklärung des Ya-Basta-Netz: Solidarität mit dem Kampf der Kurdinnen und Kurden in Syrien

Wir fordern aus der Perspektive der Menschlichkeit:
Der türkische Staat muss seine feindselige Haltung gegenüber der kurdischen Bevölkerung und ihren Organisationen aufgeben.
Der türkische Staat soll die Grenze nach Syrien uneingeschränkt für Flüchtlinge und humanitäre Hilfen öffnen.
Der türkische Staat muss sofort sämtliche Unterstützung für den IS einstellen und Unterstützungshandlungen für diese
Terrorgruppe von seinem Territorium unterbinden.
Der türkische Staat soll in ernsthafte Friedensverhandlungen mit der PKK, die von weiten Teilen der kurdischen Bevölkerung in der Türkei als ihre legitime Vertretung angesehen wird, einsteigen.
Die deutsche Regierung und die NATO-Staaten sollen auf den türkischen Staat einwirken, die Komplizenschaft mit dem IS einzustellen und die Grenze für die Verteidiger_innen von Kobane
zu öffnen.
Die deutsche Regierung soll die anachronistische und durch nichts begründete Einstufung der PKK und ihrer Organisationen als “terroristische Vereinigung” endlich aufheben.
Wir fordern alle Menschen auf, sich mit dem Kampf der Verteidiger_innen von Rojava solidarisch zu zeigen und sie nach ihren Möglichkeiten zu unterstützen.

10.25 Uhr

Der von der türkischen AKP-Regierung entsendete Gouverneur von Amed (Diyarbakir) verhängt für die Provinz, die als Hochburg der Proteste in der Türkei gegen die Haltung der Regierung im Bezug auf Kobanê gilt, eine Ausgangssperre von 18:00-06:00 Uhr. In den letzten zwei Tagen war die Ausgangssperre ganztägig, so dass in der gesamten Stadt das Verlassen des Hauses unter Strafe stand.

CA

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10:05 Uhr

Nach der Zahlreichen Protestaktionen gegen die Haltung der AKP Regierung in Istanbul beläuft sich die Zahl der festgenommenen Personen auf über 150.

ANF

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09:55 Uhr

Anhaltendende Gefechte in Kobanê

Auch in der Nacht und am frühen Morgen fuhren die Kämpfe in Kobanê an der Ost-, Süd-, und Westfront weiter. Dutzende Tote gibt es auf Seite der IS-Terrormiliz meldet die Nachrichtenagentur Hawar.

ANHA

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03:00 Uhr

Kurden fordern Korridor von Türkei

Salih Müslim, der Ko-Präsident der kurdischen Partei der Demokratischen Einheit in Nordsyrien forderte in einem Zeitungsinterview die Türkei zur Einrichtung eines Korridors auf, damit die Kämpfer in Kobane über türkisches Territorium mit Waffen versorgt werden könnten. Bei Gesprächen in Ankara sei ihm solch ein Korridor zugesichert worden. Nach Ansicht des kurdischen Aktivisten Shivan Khabouri trägt die Türkei eine besondere Verantwortung: “Die Türkei hat von Beginn an eine sehr negative Rolle gespielt. Sie ist die Hauptursache dafür, dass die Terrormiliz so stark werden konnte. Sie hatte ihre Grenzen für die Terroristen geöffnet und erleichterte es ihnen damit, sich Waffen und Militärfahrzeuge zu beschaffen. Diese Waffen sind die Ursache der Tragödie, die wir jetzt in Kobane erleben.”

ARD

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02:15 Uhr

Zwischen Feind und Feind – Die Kurden und ihr Türkenproblem

Quelle: HR

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01:15 Uhr

Erneut kam es zu Angriffen salafistischer IS-Anhänger auf Kurdinnen und Kurden in Deutschland

Der Co-Vorsitzender vom NAVDEM, dem Demokratischen Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland, Yüksel Koc äußerte sich dazu in einem Telefongespräch gegenüber Civaka Azad folgendermaßen:

“Bei den Angriffen gewalttätiger Salafisten sind am Abend erneut Kurdinnen und Kurden in Hamburg angegriffen wurden. IS-Anhänger, zum Teil bewaffnet, haben den kurdischen Kulturverein angegriffen. Dabei wurden mindestens 23 Personen, zum Teil schwer, verletzt, welche sämtlich im Krankenhaus behandelt werden mussten.
Verständnislos erscheint uns das Vorgehen der Polizei. Angesichts dessen, dass es schon am Vortag zu Angriffen gewalttätiger IS-Anhänger kam, bei dem mehrere friedlich demonstrierende Menschen verletzt wurden, kann nicht erklärt werden warum die Polizei nicht die notwendigen Vorkehrungen getroffen hat. Anstatt einzugreifen und die Menschen von den Angreifern zu schützen, hat sich die Polizei vom Vorfallort zurückgezogen.
Schon zuvor hatten wir die Sicherheitsbehörden aufgrund der Gefahr von Übergriffen radikaler Salafisten auf kurdischstämmige Menschen in Deutschland hingewiesen. In Berlin, Hamburg und an anderen Orten kam es zu gewaltsamen Übergriffen auf kurdische Flüchtlinge. Mehrfach wurden kurdische Demonstrationen seitens IS-Anhänger aufgesucht und angegriffen.
Dementsprechend haben wir die Behörden informiert und ihnen unsere Kooperationsbereitschaft erklärt.
Wir vermuten stark die Türkei hinter diesen provokativen Angriffen. Aktuell herrscht eine positive Atmosphäre gegenüber den Kurdinnen und Kurden in Deutschland, sowohl in den Medien als auch in der Öffentlichkeit. Die Menschen beginnen die Kurdinnen und Kurden zu verstehen und sich mit ihnen zu solidarisieren. Mit solchen Aktionen wird bestrebt den Kurdinnen und Kurden ein gewalttätiges Bild aufzusetzen, und diese dadurch zu kriminalisieren. Die Kurdinnen und Kurden in Deutschland beruhen auf ihrem friedlichen Protestaktionen solange die Notstandssituation in Kobane und den anderen Teilen ihrer Heimat anhält. Sie stellen jedoch keine Sicherheitsgefahr da, wie es bestimmte Kreise versuchen darzustellen.
Wir haben die verschiedenen Innenministerien der Länder schon informiert, hier möchten wir nochmals an sie appellieren praktische Präventivmaßnahmen gegen die IS-Gefahr in Deutschland zu unternehmen. IS-Anhänger sind bestrebt den Krieg im Mittleren Osten nach Deutschland zu tragen, wie es uns der bedauerliche Fall in Hamburg gezeigt hat.”
CA

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00:45 Uhr

Erklärung der YXK zu den Aktionen des zivilen Ungehorsams in Parteibüros der CDU und SPD:

“(…) In Kobanê wird gerade ein Widerstand für die gesamte Menschheit geleistet. Es wird ein Kampf gegen eine Kraft geführt, die von rückständigen Machthabern, wie der AKP oder den Herrschern in Saudi-Arabien und Katar unterstützt wird. Die Politik der Türkei ist ein klares Zeichen dafür, auf welcher Seite sie im Kampf der YPG gegen den IS steht. Deshalb begrüßen wir als YXK ausdrücklich den Widerstand der Jugend in Nordkurdistan/Türkei gegen diese Politik des türkischen Staates. Es ist wichtig diesen Kampf weltweit zu unterstützen, auf politischem und zivilgesellschaftlichem Wege, aber auch bezogen auf die Selbstverteidigung der Bevölkerung in Rojava. Dabei wollen wir eins aber klar betonen: Wir werden uns in unseren Aktionen in Europa weiterhin auf keinen Fall auf Provokationen von IS-Anhängern oder Nationalisten einlassen. Für Bilder wie in Hamburg, Celle oder Herford sind wir deshalb nicht verantwortlich. Hier appelieren wir erneut an alle Menschen, die sich an den Aktionen gegen den IS beteiligen, friedlich aber entschlossen zu bleiben.(…)

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00:38 Uhr

Saleh Moslem: Turkey has not kept its promise
ANF/ALI GÜLER – BRUSSELS 08.10.2014 18:30:18
In an interview with ANF, PYD (Democratic Union Party) co-chair Saleh Moslem made important statements on the present situation in Kobanê, the details of the meeting with Turkish authorities in Istanbul, and the Kobanê decision of France.

Moslem said he had a meeting with the Turkish authorities last week in Istanbul and added: “The Turkish authorities promised us that they would help to Kobanê. But they don’t keep their promise despite all our insistence”.

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00:30 Uhr

Diyarbakır… (Ohne Kommentar)

Diyabakir_08.10.14

Quelle: Hürriyet

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00:25 Uhr

Österreich: Außenminister Sebastian Kurz “schwere Kriegsverbrechen und unvorstellbare Akte der Barbarei umgehend stoppen”

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) rief am Mittwoch dazu auf, die Kurden, “die an vorderster Front stehen”, in ihrem Kampf gegen die IS-Terroristen “so gut wie möglich zu unterstützen, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden”. Kurz betonte laut einer Aussendung, dass die “IS-Terroristen, die im Nordirak und Syrien schwere Kriegsverbrechen und unvorstellbare Akte der Barbarei” begingen, “umgehend gestoppt” werden müssen.

Wiener Zeitung

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00:15 Uhr

Österreich: “Klare Worte gegenüber Präsident Erdogan”

Die außen- und entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler, zeigte sich angesichts der Opferzahlen bei den Kurdenprotesten in der Türkei „erschüttert“ und rief den Außenminister dazu auf, „bilateral und gemeinsam mit seinen europäischen KollegInnen klare Worte gegenüber Präsident Erdogan zu finden“. Die EU dürfe „nicht zulassen, dass die Bedrohung und Ermordung der Kurdinnen und Kurden durch die IS-Terrormilizen von der Türkei dazu genützt wird, die Kurden zu schwächen“. Hinsichtlich der Bekämpfung der IS-Terroristen erwartet sich Windbüchler laut der Pressemitteilung vom Mittwoch „konkrete Vorschläge der Anti-IS-Koalition, der auch Österreich angehört, und schnelle Beschlüsse des UN-Sicherheitsrats“.

Tiroler Tageszeitung

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Mittwoch, 08.10.2014

23:21 Uhr

IS Anhänger ermorden in Adana einen Kurden

Islamistische Anhänger des IS im türkischen Adana haben einen kurdischen Bewohner der Stadt ermordet. Die Islamisten sollen seit zwei Tagen den Stadtteil Çamlıbel ausgespäht und nach Kurden gesucht haben. Am heutigen Abend haben sie das Haus des Kurden Ahmet Albay zunächst beschossen. Anschließend sind sie in das Haus eingedrungen und haben nach dem Sohn von Ahmet Albay verlangt. Als dieser sich weigerte, seinen Sohn den Islamisten auszuliefern, erschossen die Islamisten ihn. Anschließend verletzten sie seinen Sohn schwer. Während Ahmet Albay sofort starb, ist die Situation seines Sohnes, der im Krankenhaus liegt, weiterhin kritsich.

ANF

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22:44 Uhr

Kämpfe in Kobanê werden erneut heftiger

In den Abendstunden des nun 24.Tages der Belagerung von Kobanê durch den IS sind die Kämpfe in der Stadt wieder heftiger geworden. Der IS soll weitere Kämpfer aus Städten wie Raqqa, Til Ebyad, und Minbic nach Kobanê verlegt haben, wo diese sich mit den Kämpfern der YPG und YPJ schwere Auseinandersetzungen liefern. Die schwersten Auseinandersetzungen konzentrieren sich derzeit auf der Südfront der Stadt.

Gleichzeitig greifen die Islamisten auch immer wieder den Grenzübergang zur Türkei Mürşitpınar an. Vor allem die Angriffe beim Grenzübergang stellen eine besondere Gefahr für die mehrere tausend Zivilisten dar, die weiterhin in der Stadt ausharren.

ANF

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22:28 Uhr

Kreisvorsitzender der HDP in Erzîrom (Erzurum), Nevzat Çavuş wird schwer verletzt

Auf einer Solidaritätsdemonstration für den Widerstand in Kobanê schießt die Polizei in die Menge. Unter den Teilnehmern der Demonstration befinden sich zahlreiche BDPler. Die Protestierenden wurden noch vor Beginn des Demonstrationszuges mit Wasserwerfern und Tränengas angegriffen. Hierbei wurde der HDP-Abgeordnete Nevzat Çavuş am Kopf getroffen. Der gerufene Krankenwagen wurde von der Polizei blockiert und zurückgeschickt, Çavuş wurde darauf hin von Parteikollegen mit einem Taxi ins Krankenhaus gebracht.
Bei den Ausschreitungen sind auch mindestens vier Personen verhaftet worden.

ANF

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22:12 Uhr

Menschenrechtsstiftung der Türkei (TIHV, Türkiye İnsan Hakları Vakfı) zu den aktuellen Ausschreitungen in Nordkurdistan

Die Menschrechtsstiftung TIHV reagiert mit einer Stellungnahme auf die Angriffe auf die Menschen, die für Kobanê auf die Straßen gegangen sind. Sie erinnert an das Recht auf Leben, das Folterverbot, die Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Sie zeigt sich besorgt über die Verletzung der grundlegenden Menschenrechte. Sie weist hierbei auf die Rolle von HÜDA-PAR [die von der AKP gegen die Protestierenden genutzt werden, Anm.d.R., wir berichteten] hin und ruft die türkische Regierung zum verantwortungsvollen Handeln auf.

In der Erklärung zu den auf die Aktionen zur Solidarit mit Kobanê gerichteten Angriffe erklärt TIHV u.a., dass der IS (DAİŞ) neben den ethnischen und religiösen Dynamiken auch im Gefüge der Politik imperialistischer und regionaler Mächte, zu denen auch die Türkei zählt, zu betrachten sei. Die Angriffe des IS auf die verschiedenen Völker im Irak, Syrien und nahe der Türkei würden besorgniserregend schnell zunehmen. (…)

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20:48 Uhr

HDP Co-Vorsitzende Yüksekdağ: AKP hat keine Legitimation mehr

Die HDP Co-Vorsitzende Figen Yüksekdağ erklärt, dass eine Regierung, die gegen die Bevölkerung  Ausgangssperren verhängt und den Ausnahmezustand ausruft, keinerlei politische Legitimation mehr verfügt. Für die aktuelle Situation sei allein die AKP verantwortlich, weil sie jegliche Warnungen der HDP, dass die türkische Regierungspolitik in Rojava und ihre Unterstützung für den IS auf die Türkei zurückschlagen würde, in den Wind geschlagen hat.

Yüksekdağ kritisierte die Worte des türkischen Innenministers Efkan Ala, der gestern erklärt hatte, dass seine Sicherheitskräfte jegliche gewaltsame Protest mit einem Vielfachen vergelten werde. “Was wollt ihr noch machen? Wollt ihr ein Massaker verüben? Es ist die Bevölkerung, die gegen euch aufgestanden ist und keine bewaffnete Armee. Es erreichen uns ohnehin von überall Todesmeldungen”, so die Co-Vorsitzende der Demokrtischen Partei der Völker .

ANF

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20:21 Uhr (korrigiert)

Heute Abend um 22:45 Uhr bei Anne Will

Kampf um Kobane – Kann der Westen den “IS” nicht stoppen?

Die seit Tagen umkämpfte syrisch-türkische Grenzstadt Kobane droht zu fallen, die Einwohner fürchten Massaker. Lassen der Westen und die Türkei die Menschen in Kobane im Stich? Ist der Kampf gegen die Terrormiliz “Islamischer Staat” schon verloren? Und wie gefährlich ist der “IS” für die westliche Welt?

Hierzu werden am 8. Oktober bei Anne Will zu Gast sein:

Armin Laschet (CDU), stellvertretender Parteivorsitzender

Jan van Aken (Die Linke), außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion

Harald Kujat, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr

Sabine Rau, ARD-Fernsehkorrespondentin

Kurt Pelda, Journalist, war in Kobane

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20:16 Uhr

Ein weiterer Toter in Mêrdîn/Kerboran

In Kerboran (Dargeçit) ist der gestern von Dorfbewohnern im Dorf Umutlu (Provinz Merdîn) verletzt aufgefundene Eshan Akdoğan gestorben.
Zuvor wurde er in das Krankenhaus von Kerboran gebracht. Akdoğan, der von unbekannten Personen mit einer Waffe angeschossen wurde, konnte trotz der Behandlung im Krankenhaus nicht gerettet werden.

ANF

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20:12 Uhr

Kobane in Trümmern, Türkei in Flammen

Tomasz Konicz berichtet für Telepolis

Der Kampf um die Stadt Kobane und um die politische Zukunft der Türkei tritt in eine entscheidende Phase
Der Kampf um die kurdische Grenzstadt Kobane, die seit drei Wochen wütenden Angriffen des Islamischen Staates (IS) ausgesetzt ist, steht auf Messers Schneide. Im Laufe des Tages tobten in nahezu allen Stadtteilen heftige Häuserkämpfe, die immer wieder von Explosionen begleitet wurden. Zugleich entflammten in vielen Städten der Türkei Proteste gegen den Islamischen Staat, bei denen etliche Demonstranten von Sicherheitskräften und Islamisten erschossen wurden.

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19:25 Uhr

Erneut Tote bei Protesten in Nordkurdistan

Die türkische Polizei hat in Qoser (Kiziltepe) in der Provinz Mêrdîn (Mardin) scharf auf Demonstranten geschossen und zwei Menschen dabei umgebracht.

ANF

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19:00 Uhr

Deutsche Welle berichtet:

Roth: “Türkei betreibt dreckige Politik”

Anlässlich der Belagerung der Stadt Kobane an der türkisch-syrischen Grenze durch den IS kritisieren in Deutschland Oppositionsvertreter im Bundestag die Türkei, aber auch die deutsche Politik gegenüber Ankara. (…)

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18:48 Uhr (Update)

Die Bevölkerung hat die Grenzzäune zu Rojava in Silopi durchbrochen

Um sich mit dem Widerstand in Kobanê zu solidariseren, haben hunderte Menschen in Silopi (Sirnak) an der Grenze zum Kanton Cizîre eine Menschenkette gebildet. Als das türkische Militär die Menschenmasse mit Gasbomben angriff, haben die Aktivisten die Grenzzäune nach Cizîre in Rojava überwunden. Bei dem brutalen Übergriff des türkischen Militärs wurde das Feuer in die Menge eröffnet, dabei wurde mindenstens eine Person verletzt.

Die Jugendlc

DIHA

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18:35 Uhr

Abdullah: “Wir werden von zwei Seiten angegriffen”

Interview mit Asya Abdullah auf der Homepage der Deutschen Welle

Deutsche Welle: Frau Abdullah, gehen die Kämpfe bei Ihnen in Kobane ununterbrochen weiter, trotz der amerikanischen Luftangriffe?

Asia Abdullah Osman: Hier finden momentan schwere Gefechte statt, wir werden von zwei Seiten angegriffen. Die größte Gefahr geht vom Berg vor Kobane aus, weil die IS-Milizen ihre Panzer und Raketen dort stationiert haben und von dort aus die Stadt angreifen. Der IS hat seine ganze militärische Macht um Kobane versammelt. Die IS-Kämpfer erhalten Nachschub aus Rakke und anderen syrischen Städten, die unter ihrer Kontrolle stehen. Es stimmt zwar, dass die amerikanischen Luftangriffe ein paar wichtige IS-Stützpunkte getroffen haben, aber die Kämpfe gehen trotzdem weiter. (…)

Weiterlesen

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18:28 Uhr

Verletzte IS-Kämpfer nach Akçakale gebracht

IS-Kämpfer, die bei Gefechten mit der YPG/YPJ in Kobanê verletzt wurden, wurden an den Grenzübergang Akçakale gebracht. Von dort sollen die IS-Kämpfer zum Staatskrankenhaus Akçakale gebracht. Aufgrund der intensiven Gefechte in Kobanê wurde der Grenzübergang Akçakale auch für Krankenwägen gesperrt. Doch diesen Morgen wurden wieder ein intensiver Verkehr und Transport von Verletzten an dem Grenzübergang beobachtet.

DIHA

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18:14 Uhr

Ein Verletzter Flüchtling stirbt an syrisch-türkischer Grenze

Weil  türkische Soldaten sieben Verletzte Flüchtlinge für ihre medizinische Behandlung nicht über den Grenzübergang Mürsitpinar nach Suruc einreisen ließen, ist mittlerweile einer der Verletzten am Grenzübergang an seinen Verletzungen verstorben.Die Person verblutete an seinen Verletzungen, nachdem er zuvor fünf Stunden am Grenzübergang ausharren musste. Erst nach dem Tod des ersten Verletzten ließen die türkischen Grenzsoldaten die übrigen sechs über die Grenze nach Suruc gelangen, wo sie derzeit im Krankenhaus behandelt werden.

ANF

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17:03 Uhr

Why is the world ignoring the revolutionary Kurds in Syria?

David Graeber schreibt in “The Guardian”

In 1937, my father volunteered to fight in the International Brigades in defence of the Spanish Republic. A would-be fascist coup had been temporarily halted by a worker’s uprising, spearheaded by anarchists and socialists, and in much of Spain a genuine social revolution ensued, leading to whole cities under directly democratic management, industries under worker control, and the radical empowerment of women.
Spanish revolutionaries hoped to create a vision of a free society that the entire world might follow. Instead, world powers declared a policy of “non-intervention” and maintained a rigorous blockade on the republic, even after Hitler and Mussolini, ostensible signatories, began pouring in troops and weapons to reinforce the fascist side. The result was years of civil war that ended with the suppression of the revolution and some of a bloody century’s bloodiest massacres. (…)

Weiterlesen

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16:31 Uhr

HÜDA-PAR “übergibt“ die von ihr entführten elf Personen an die türkische Polizei

Die gestern während der Ausschreitungen in Amed (Diyarbakir) von HÜDA-PAR entführten AktivistInnen wurden heute der türkischen Polizei übergeben. Während die Entführten festgenommen werden, sind die Entführer auf freiem Fuß.
Demnach sind die Meldungen, dass gestern mehrere Personen von HÜDA-PAR entführt worden sind und die AKP diese HÜDA-PAR Einheiten gezielt einsetzt, bewahrheitet worden.
Die DBP-Kreiskovorsitzende von Diyarbakir, Zübeyde Zümrüt, hatte zuvor versucht Kontakt mit dem Polizeipräsidium Kontakt aufzunehmen, um sich nach dem Aufenthaltsort und den Gesundheitszustand der Entführten zu informieren, von denen in der Nacht einige kurz Kontakt mit ihren Familien aufnehmen konnten.

Heute teilt das zuständige Polizeipräsidium mit, dass die von HÜDA-PAR übergebenen AktivistInnen zur Verhörung an die Polizeiwache übergeben worden sind.
Informationen zu Namen und Gesundheitszustand der Entführten sind zur Stunde immmer noch nicht bekannt.

DIHA

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16:29 Uhr

Türkisches Militär verhindert Einreise von sieben Verletzten aus Kobanê

Sieben Menschen, die bei Gefechten mit dem IS verletzt wurden, versuchen derzeit vergeblich über den Grenzübergang Mürşitpınar in die Türkei zu gelangen. Das türkische Militär unterbindet die Einreise der sieben Personen, die dringend medizinische Versorgung benötigen. Der Zustand von mindestens einer Person ist äußerst kritisch.

Aufgrund der Willkür der türkischen Grenzsoldaten sind bereits mehrfach verletzte Menschen aus Kobanê an der Grenz ums Leben gekommen.

ANF

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16:08 Uhr

In Wan schießen Islamisten scharf auf die Bevölkerung

In Wan (Van), wo es seit gestern zu großen Demonstrationen aufgrund der Lage in Kobanê kommt, spaziert seit heute Nachmittag eine Gruppe von fünf Islamisten bewaffnet mit Kalashnikows durch die Straßen und eröffnen immer wieder das Feuer auf die Menschen. Bislang hat die türkische Polizei keinerlei Schritte unternommen, um die Islamisten zu stoppen.

ANF

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15:58 Uhr

Statement von Remzi Kartal, Vorsitzender des Kongra-Gel, zu den aktuellen Protesten aufgrund der Lage in Kobanê:

Seit mehr als drei Wochen leisten die Menschen von Kobanê vor den Augen der Weltöffentlichkeit einen Widerstand gegen die faschistischen Angriffe des Islamischen Staates. Nun ist die Wut der Bevölkerung über das Schweigen der Welt explodiert. Die versprochene Unterstützung der Weltgemeinschaft für die Menschen von Kobanê wird nur sehr langsam und unzureichend umgesetzt. Niemand kann politisch vertreten, dass die Gefahr eines grausamen Massakers nicht unterbunden, stattdessen lediglich hinausgezögert wird.

Die Millionen von Menschen, die nun überall auf der Welt auf die Straßen gehen, protestieren gegen diese Haltung. Für mancherein mag Kobanê von keiner strategischen Bedeutung zu sein. Aber für diese Menschen und für uns ist Kobanê von großer Bedeutung.Es geht hierbei nicht nur um einen Kampf um Kobanê, sondern um einen Kampf für Menschlichkeit und Demokratie.

CA

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15:28 Uhr

257 Kurdische AkademikerInnen rufen zur Solidarität mit Kobanê auf

Kurdish Studies Scholars’ Statement of Solidarity and Call for Action to Support Kobani

The humanitarian crisis caused by the Islamic State (IS) continues to terrorize and displace hundreds of thousands of people in the Middle East. The autonomous canton of Kobani is now bearing the brunt of the IS’s attacks as the international community has mostly been watching. The city has been under siege for three weeks. Despite fierce resistance by the defenders of the town, the advance of the IS forces towards Kobani is threatening to set off another massacre similar to that of Shengal. As scholars working on issues related to the Kurds and other peoples of Kurdistan, we are profoundly concerned about yet another imminent humanitarian crisis and stand in solidarity with the people of Kobani. We urgently call on the coalition forces against the IS and the broader international community to take immediate action to prevent an impending disaster by supporting the Kurds in their fight for self-defense. (…)

Weiterlesen

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15:17 Uhr

Türkischer Staatsterror in Nordkurdistan – Allein mehr als 50 Festnahmen in Wan

Nachdem gestern über den Bezirk Erdîş (Erciş) in der Provinz Wan (Van) eine Ausgangssperrre verhängt worden war, um die Proteste gegen den IS einzudämmen,  haben türkische Sicherheitskräfte heute in den frühen Morgenstunden bei Razzien begonnen, kurdische AktivistInnen festzunehmen. Insgesamt sollen hierbei mehr als 50 Menschen festgenommen worden sein.

DIHA

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15:11 Uhr

Aktualisierter Überblick über die heutigen Proteste in Deutschland (Korrektur):

‎Frankfurt‬ um 14.30 Uhr vor dem französischen Konsulat
‪‎Berlin‬ um 15 Uhr: Brandenburger Tor
‪‎Stuttgart‬ um 15 Uhr vor dem Schloßplatz
‪‎Hagen‬ um 16 Uhr im Stadtzentrum
‪‎Nürnberg‬ um 18 Uhr im Stadtzentrum (Korrektur)
‎Kiel‬ um 14 Uhr am Landtag
‪‎Mannheim‬ um 16 Uhr am Paradeplatz
‪‎Hamburg‬ um 17 Uhr am Mercador (Altona)
‪‎Leipzig‬ um 17 Uhr am kleinen Willy-Brandt-Platz
‪‎Wiesbaden‬ um 18 Uhr am Landtag

NAV-DEM

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15:00 Uhr

Türkische Polizei erschießt 17jährigen Demonstranten in Sêrt

Die Zahl der Todesopfer bei den Protesten gegen den IS in Nordkurdistan steigt weiter an. Bei Protesten am heutigen Tag in der Stadt Sêrt (Siirt) wurde ein 17jähriger Demonstrant durch eine Polizeikugel ermordert.
Trotz Ausgangssperre halten überall in der Stadt die Demonstrationen an.

Damit ist die Zahl der seit gestern getöteten kurdischen Demonstranten in Nordkurdistan auf zwölf gestiegen.

ANF

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14:43 Uhr

Erklärung von NAVDEM zu den gewaltsamen Angriffen von IS-Anhängern gegen kurdische Demonstranten

Als NAVDEM Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e.V. rufen wir, in Anbetracht der humanitären Notlage in Kobanê im Norden Syriens zu bundesweiten Protesten, auf.
Seit Wochen wird Kobanê von der Terrorgruppe des sogenannten Islamischen Staates IS auf brutalste Weise angegriffen. Die Dschihadisten gehen indessen mit Panzer und schwerer Artillerie vor.
Es gehört zu unserem demokratischen Grundrecht, dass wir auf die Notstandssituation in Kobanê aufmerksam machen. Dabei bedienen wir uns nur friedlicher Mittel.

Am vergangenen Dienstag kam es in Hamburg zu einem gewaltsamen Angriff radikaler Salafisten gegen friedlich demonstrierender Kurdinnen und Kurden. Obwohl wir die staatlichen Behörden mehrmals auf die Gefahr von Angriffen in Deutschland lebender IS-Anhänger hingewiesen haben, wurde wie am Dienstag in Hamburg keine präventiven Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Konträr dazu ließ sich ein Einschreiten der örtlichen Polizei gegen die angreifenden Anhänger des sogenannten Islamischen Staates  missen.

Wir möchten nochmals an die deutschen Sicherheitsbehörden appellieren die Gewaltbereitschaft der  IS- Anhängerschaft in Deutschland gegenüber den kurdischstämmigen Mitbürgern nicht außer Acht zu lassen und entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen zu treffen.

Yüksel Koc
Co-Vorsitzender des NAVDEM

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14:40 Uhr

Aktualisierter Überblick über die heutigen Proteste in Deutschland (Korrektur):

‎Frankfurt‬ um 14.30 Uhr vor dem französischen Konsulat
‪‎Berlin‬ um 15 Uhr: Brandenburger Tor
‪‎Stuttgart‬ um 15 Uhr vor dem Schloßplatz
‪‎Hagen‬ um 16 Uhr im Stadtzentrum
‪‎Nürnberg‬ um 18 Uhr im Stadtzentrum (Korrektur)
‎Kiel‬ um 14 Uhr am Landtag
‪‎Mannheim‬ um 16 Uhr am Paradeplatz
‪‎Hamburg‬ um 17 Uhr am Mercador (Altona)
‪‎Leipzig‬ um 17 Uhr am kleinen Willy-Brandt-Platz
‪‎Wiesbaden‬ um 18 Uhr am Landtag

NAV-DEM

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14:32 Uhr

Bombenangriffe des IS in Kobanê vereitelt

Im Osten der Stadt Kobanê haben Mitglieder des IS versucht mit einem mit Sprengstoff beladenen Wagen in die Reihen der YPG und YPJ Kämpfer vorzudringen. Der Wagen konnte durch die kurdischen Kämpfer vorzeitig gestoppt und zerstört werden.

Zeitgleich versuchen die Mitglieder des IS derzeit verstärkt in Richtung des Grenzübergangs Mürsitpinar vorzudringen. In der Umgebung des Grenzübergangs gibt es starke Auseinanderstzungen.

ANF

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14:16 Uhr

Update: Flüchtlinge aus Kobanê werden an der türkischen Grenze festgenommen

Während die Kämpfe in Kobanê an drei Fronten anhalten, nehmen die türkischen Soldaten aus Kobanê flüchtende Menschen an der Greze fest. Derzeit sind rund 250 Menschen festgenommen worden. Sie werden in einer Schule in Suruc festgehalten.

ANF

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14:09 Uhr

Falsche Darstellung der Proteste in Nordkurdistan in deutschen Medien

Die Berichterstattung deutscher Medien über die gestrigen Proteste gegen den IS in Nordkurdistan und der Türkei sind fehlerhaft. Die Darstellung, dass die Menschen gestern aufgrund des “Nichtstun” des türkischen Staates in Kobanê auf die Straßen gegangen seien, entspricht nicht der Realität. Ganz im Gegenteil, die Menschen sind auf die Straßen gegangen, um auch gegen das Tun des türkischen Staates auf Seiten des Islamischen Staates zu protestieren.
Beispiele für die falsche Berichterstattung:

Protest gegen Ankaras Nichtstun (tagesschau)

Die Wut entlädt sich auf der Straße: Weil die türkische Regierung im Kampf um Kobane nicht einschreitet, haben Kurden landesweit demonstriert. Bei Ausschreitungen kamen mindestens 14 Menschen ums Leben. (spiegel-online)

CA

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13:48 Uhr

Türkischer Generalstab: “Fünf Mitglieder der Terrororganisation PYD festgenommen”

Mit einer Stellungnahme auf ihrer offiziellen Internetseite offenbart das türkische Militär auf wessen Seite sie im Konflikt um Kobanê steht. Während Mitglieder des IS  in den letzten Tagen mehrfach problemlos die türkisch-syrische Grenze unter den Augen türkischer Soldaten passieren konnten, sollen gestern Nacht laut Angaben des türkischen Generalstabs fünf Mitglieder der PYD an der Grenze festgenommen worden sein. In der offiziellen Verlautbarung heißt es, dass “fünf Mitglieder der seperatistischen Terrororganisation/PYD Mitglieder mit drei Kalashnikows gefasst worden sind.”

CA

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13:38 Uhr

Aktuelle Proteste in Hamburg

Am Mittwoch den 8. Oktober findet am Altonaer Bahnhof /vor Mercado von 17–18 Uhr die wöchentliche Kundgebung zur Aufklärung der Morde von Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez statt, bei der die aktuelle Situation in Kobanê thematisiert wird.
Die Kundgebung findet seit den Morden am 9. Januar 2013 wöchentlich Mittwochs um 17 Uhr in Altona statt und wird von Rojbin – Rat kurdischer Frauen in Hamburg organisiert.
Am Samstag den 11. Oktober findet eine bundesweite Demonstration unter dem Motto “Solidarität mit dem Widerstand von Kobanê” in Düsseldorf statt. Beginn 10 Uhr vor dem DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Straße. Es werden Busse ab Hamburg fahren. Abfahrt Freitag, 10.10. um 24 Uhr am ZOB.

ISKU

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13:08 Uhr

IS Anhänger attackieren KurdInnen in Hamburg

++ PRESSEKONFERENZ Hamburgische Bürgerschaft um 15 Uhr im Rathaus, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg ++

Organisierte Anhänger des IS greifen KurdInnen in Hamburg mit Baseballschlägern, Eisenstangen und Messern an – die politisch Verantwortlichen sind gefordert zu Handeln statt wegzusehen!

Es ist offensichtlich, dass Anhänger des IS mit Gewalt und Brutalität versuchen von der Situation in Kobane und den friedlichen Protesten in Hamburg und der Bundesrepublik für die Unterstützung der von Kriegsverbrechen bedrohten Menschen in Kobane, Rojava/Nordsyrien abzulenken.

Am Dienstag Abend attackierten ca. 60 Anhänger und Sympathisanten des IS den kurdischen Verein am Steindamm in der Hamburger Innenstadt. Dabei wurden mehr als 20 KurdInnen zum Teil schwer verletzt. Die von den Menschen im Verein gerufene Polizei erschien erst nach 45 Minuten, obwohl ein Polizeirevier zwei Gehminuten vom Verein entfernt liegt. Immer wieder konnten sich die Angreifer über mehrere Stunden direkt vor den Augen der Polizei formieren und Menschen attackieren. Auch in Celle kam es zu Angriffen von Salafisten auf KurdInnen.

Der Hamburger Senat, die Landesregierung und die Bundesregierung sind gefordert sofort zu Handeln anstatt wegzusehen. Es muss in der Hansestadt und bundesweit entschlossen gegen Strukturen vorgegangen werden, die für den IS werben, dessen menschenfeindliche Ideologie verbreiten und Jugendliche auf die Straßen schicken um „Feinde“ zu attackieren“. Nur so kann verhindert werden, dass der IS nicht auch in Europa zu einer großen Gefahr wird.

Die Bundesregierung sollte die Übergangsregierungen in Rojava als Dialogpartner anerkennen und unterstützen. Zudem muss sie endlich Druck auf die türkische Regierung ausüben, damit diese ihre Unterstützung für den IS beendet. Die Entscheidung der Bundesregierung, weitere Waffenexporte an IS-Unterstützerländer wie Saudi Arabien und Katar zuzulassen, muss rückgängig gemacht werden. Andernfalls werden sich die Anhänger des IS ermutigt fühlen, auch in der Bundesrepublik ohne Konsequenzen unter den Augen der Öffentlichkeit und staatlicher Autoritäten, Jagd auf Menschen machen zu können, die sie ihrer fanatischen Glaubensauslegung zu Folge als Feinde betrachten.

Kürzlich hatte ein IS-Kämpfer im syrischen Rakka die Anhänger der Organisation auf Deutsch aufgefordert, auch die KurdInnen in der Bundesrepublik und Europa „zu schlachten“. Die Verantwortlichen PolitikerInnen müssen Angriffe wie in Hamburg und Celle als das werten was sie sind: eine systematische Vorgehensweise einer gut organisierten menschenfeindlichen Terrororganisation, die bereit ist Andersdenkende und Andersgläubige zu vernichten. Dementsprechend muss jetzt mit aller Entschlossenheit gegen den IS vorgegangen werden. Politik und Organe der Rechtspflege müssen dafür den Dialog mit kurdischen VertreterInnen suchen.

Wir wenden uns aber auch an die muslimischen Gemeinden in Deutschland, gemeinsam mit uns deutlich zu machen, dass der IS sich zu Unrecht auf den Islam beruft und die Religion für seine verbrecherische Politik missbraucht. Indem der IS für sich den einzig wahren Islam beansprucht und im Namen der Religion seine Verbrechen begeht, beschmutzt er den Glauben von Millionen MuslimInnen und trägt selber zum grassierenden Islamhass in Deutschland bei.

Wir KurdInnen werden uns von derartigen djihadistischen Angriffen nicht davon abbringen lassen, uns für Demokratie, Frieden und ein respektvolles Zusammenleben aller Bevölkerungs- und Religionsgruppen einzusetzen.

NAV-DEM

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12:57 Uhr

Wichtige Richtigstellung: Salih Müslim fordert keine ausländischen Bodentruppen für Kobanê

Heute morgen im ARD Morgenmagazin wurde Salih Muslim bei einer Liveschaltung interviewt (siehe hier). Dabei wird Muslim so übersetzt, als habe er auch Bodentruppen für Kobanê gefordert. Wir haben nochmals telefonisch mit ihm Kontakt aufgenommen. Er verneint solch eine Aussage. Es handelt sich um eine fehlerhafte Übersetzung.

“Wir fordern schwere Waffen und keine ausländischen Bodentruppen. Die Bevölkerung von Kobanê ist bereit ihre Heimat gegen den IS zu verteidigen, doch wir sind waffentechnisch unterlegen.” Hinsichtlich der Luftangriffe gegen IS-Stellungen bei Kobanê fordert Muslim effektivere Angriffe. Mit einzelnen Luftschlägen könne der IS nicht gestoppt werden.

CA

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12:54 Uhr

YPG: Nahkampf von Haus zu Haus geht weiter

In einer Erklärung des Pressezentrums der YPG, heißt es, dass in den letzten 24 Stunden 89 IS-Kämpfer

getötet wurden und die Gefechte weiter andauern. ,,Dem Fortschreiten der IS, bei Gefechten von Haus zu Haus, wurde Einhalt geboten. Die Bombardements der IS  von außerhalb der Stadt mit Panzern und anderen Mörsergeräten in die mit Zivilisten befindliche Innenstadt dauern weiter an,” heißt es in der Erklärung.

CA

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12:45 Uhr

KCK: Die Millionen Protestierenden sollten die Straßen und Orte des Widerstandes nicht verlassen

Der Kovorsitzende des KCK Exekutivrats begrüßt den Widerstand der Menschen in Nordkurdistan (Osttürkei) und in Europa gegen den Genozid an der Bevölkerung von Kobanê.

“Unsere Bevölkerung wird seinen gerechten, legitimen Widerstand mit einer großen Entschlossenheit zum Sieg führen. Die Millionen sollten die Straßen und Orte des Widerstandes nicht verlassen. Unserer Gesellschaft soll bewusst sein, dass jeder Rückschritt im Sinne einer Verringerung des Widerstandes größere Opfer fordern würde und dieser Widerstand ungebrochen weitergehen muss.”, heißt es in dem Aufruf. Der Vorsitz des KCK-Exekutivrats erklärt sein Beileid für Opfern, die durch die AKP und anderen Kontra-Einheiten [gemeint sind unter anderem HÜDA-PAR, Anm. d. R.] ermordet worden sind.

In einer schriftlichen Erklärung des KCK Exekutivrats heißt es weiter: “Während in Kobanê ein Massaker und Genozid gegen unsere Bevölkerung vorbereitet wird, wird in Europa und Bakure Kurdistan [türkischer Teil Kurdistans] seit zwei Tagen en großer Widerstand von dem Rest unserer Gesellschaft geleistet. Wir begrüßen diesen Widerstand mit Respekt!“ Es wird betont, dass von Seiten der AKP dieser gerechtfertigte, angemessene und legitime Widerstand mit Angriffen und der Ermordung von zahlreichen Protestierenden beantwortet wird. Weiter erklärt der Exekutivrat: “Um die fortschrittlichen Errungenschaften der kurdischen Freiheitsbewegung zu schützen und den Widerstand von Kobanê gegen einen Genozid zu unterstützen, haben sie mit ihrem Leben dafür gekämpft. Diesen Helden und Märtyrern des Widerstandes gedenken wir in Respekt und halten ihr Andenken mit einer großen Verbundenheit. Die Freiheitsbewegung unserer Gesellschaft werden wir bis zum Sieg weiterführen.

Wir erklären unser Beileid über unseren Verlust in erster Linie den Familien der Gefallenen, dann unserer Bevölkerung. Wir rufen unsere gesamte Gesellschaft, alle GenossInnen und FreunInnen, alle Völker der Türkei, alle Religonsgemeinschaften, alle Revolutionäre, alle Linken und alle, die eine Demokratie möchten dazu auf, ihren Platz in dem Widerstand von Kobanê einzunehmen und den Widerstand überall zu vergrößern.

Wiederholt rufen wir auch die islamische Gesellschaft dazu auf, sich gegen den islamfeindlichen «Islamischen Staat (IS)» in Bewegung zu setzen und diesen edlen Widerstand für die Menschlichkeit zu untertützen. Unsere gesamte Bevölkerung und FreundInnen müssen wissen: Der Angriff auf Kobanê, der auf Massaker und Genozid abzielt, ist ein neues Kriegskonzept der AKP. Die gestrigen Worte des türkischen Bundespräsidenten, Recep Tayyip Erdoğan, «Kobanê wird fallen» sind ein offizieller Beleg für die Allianz zwischen der türkischen Regierung und dem Islamischen Staat (IS). Die Kontraeinheiten des JITEM [Guerilla-Kontraeinheiten des türkischen Geheimdiensten, Anm.d.R.], die den Widerstand der Bevölkerung in Bakure Kurdistan [türkischer Teil Kurdistans] und in der Türkei ins Visier genommen hat, sind direkt unter der Führung und Verantwortung von AKP organisiert und koordiniert. Wir wissen, dass die AKP diese Kontraeinheiten planvoll und seit längerer Zeit bewaffnet hat.

Die an der Bevölkerung in Bakure Kurdistan [türkischer Teil Kurdistans] vollzogenen Ermordungen sind somit ein direktes Ergebnis dieser planvollen Vorgehensweise der AKP zuzurechnen. Statt seine Rojava-Politik zu überdenken und die Errungenschaften und Werte der Bevölkreung in Kurdistan zu respektieren, setzt die AKP weiterhin auf eine Genozid-Politik. Die Ausgangssperre als Antwort auf die in Bakure Kurdistan [türkischem Teil Kurdistans] entwickelten Aufstände sollte von der Bevölkerung nicht anerkannt werden. Die Bevölkerung sollte überall seinen Widerstand vergrößernd weiterhin konstant halten. Unsere Bevölkerung muss ihren gerechten und legitimen Widerstand mit Entschlossenheit fortführen. «Überall ist Kobanê, über all ist Widerstand!» – mit diesem Verständnis muss der Widerstand bis zum Sieg geführt werden.“

ANF

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12:42 Uhr

Erdogans perfides Spiel

Die  Kalkulation dabei: Die Autonomie der irakischen Kurden akzeptiert  Erdogan, weil sie ihm Öl liefern, doch ein Kurdengebiet in Syrien passt  ihm nicht. Denn die dortigen Kurden gehören zur PKK, die auch in der  Türkei aktiv ist. Diktator Assad, den Erdogan bekämpft wissen will, war  dessen bester Freund, bis er sich Ankaras Vermittlungsversuchen und  Großmachtansprüchen verweigerte. Das hat jedoch nichts mit der  Terrormiliz IS zu tun. Sie ist aus zwei Gründen groß geworden: Weil sie  nicht Assad, sondern säkulare Rebellen bekämpfte und weil sie Waffen und  Kämpfer über die Türkei einschleusen konnte – mit Erdogans Duldung.

Dieses  Spiel mit Völkerschicksalen und Mörderbanden macht der Westen mit, wenn  er nur zuschaut. Wenn Erdogan den Kurden nicht hilft, dann sollten wir  es tun, eindeutiger als bisher.

DIE WELT

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12:40 Uhr

Nach gewaltsamen Angriffen von IS-Anhängern auf kurdische Demonstranten – Pressekonferenz in Hamburgischen Bürgerschaft

Nachdem es am vergangenen Abend in Hamburg zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen IS-Anhängern und kurdischen Demonstranten kam, wird heute in der Hamburgischen Bürgerschaft eine Pressekonferenz organisiert.

Mehrere hundert kurdische Demonstranten gingen gestern in Hamburg auf die Straßen, um gegen den Terror des sogenannten Islamischen Staates zu protestieren. Plötzlich gingen Polizeiangaben zufolge eine Gruppe von 400 Islamisten auf die friedlich demonstrierenden Kurdinnen und Kurden los. Dabei setzten die dschihadistischen Anhänger der Terrorgruppe IS Schlagstöcke und Messer ein. Mehrere Menschen wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt. Kurdische Demonstranten beklagen, dass sich die Polizei nach dem Angriff der Salafisten zurückzog und den Kurdinnen und Kurden keinen Schutz gewährte.

NAV-DEM

Die Presse ist eingeladen. Weitere Infos werden folgen.

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12:27 Uhr

Fast 100 Festnahmen in Istanbul

Bei den Polizeiübergriffen gestern Nacht auf Solidaritätsdemonstrationen mit Kobane in Istanbul wurden 98 Aktivsten festgenommen.

ANF

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12:12 Uhr

Ein weiterer Demonstrant aus Amed ums Leben gekommen

Infolge der Angriffe der radikalislamistischen Organisation Hüda-Par auf die gestrige Demonstrantion in Amed ist ein weiterer Demonstrant ums Leben gekommen. Ein 22 Jähriger, der gestern mit Verletzungen ins Krankenhaus geliefert wurde, konnte nicht mehr gerettet werden. Damit sind aufgrund der Angriffe von Islamisten allein in Amed mindestens drei Menschen ums Leben gekommen.Auch in den Reihen der Islamisten soll es Tote geben.

Zudem wurde berichtet, dass Mitglieder der Hüda-Par gestern Abend insgesamt fünf Menschen aus einer Familie in Amed entführt haben sollen. Über den Zustand dieser Menschen gibt es derzeit keine weiteren Informationen.

Hüda-Par ist der politische Arm der radikalslamistischen paramilitärischen Hizbullah Organisation. Diese Organisation wurde mit Hilfe des türkischen Staates in den 90er Jahren aufgebaut und ist für hunderte Morde an kurdischen Aktivisten verantwortlich.

ANF

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12:00 Uhr

Dramatisches Versagen der Weltgemeinschaft

Gregor Gysi äußerte sich am Dienstag unter anderem zum drohenden Fall der nordsyrischen Stadt Kobane…

Youtube Video

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11:52 Uhr

Demonstrationen in Deutschland gehen weiter

Das sind die Informationen über die bisher bekannten heutigen Demonstrationen und Protestkundgebungen in Deutschland:

Berlin 15Uhr Brandenburger Tor
Hannover 13Uhr vor dem HBF
Bremen um 13Uhr vor dem Landtag
Hagen um 16Uhr im Stadtzentrum
Düsseldorf allwöchentliche Protestaktion vor dem französischen Konsulat um 11Uhr
Frankfurt um 14.30Uhr vor dem französischen Konsulat
Nürnberg um 16Uhr im Stadtzentrum
Stuttgart um 15Uhr vor dem Schloßplatz

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11:46 Uhr

YPG und YPJ greifen IS Stellungen an

Die YPG/YPJ Einheiten haben in der Nacht verschiedene Stellungen des IS angegriffen. Die Auseinandersetzungen halten derzeit in dem östlichen Stadtteil von Kobanê Kaniya Kurda und im Bezirk Mektelê im Süden von Kobani weiter an.
Vom Süden der Stadt versuchten Mitglieder des IS einen Vorstoß in Richtung Stadtzentrum.  Der Versuch scheiterte am Widerstand der kurdischen Einheiten. Die IS soll hierbei rund 35 Verluste in den eigenen Reihen zu verzeichnen haben

Unterdessen sind auch 35 Kämpfer von Cebhet El Ekrad aus Aleppo in Richtung Kobanê angekommen sein, um beim Kampf der YPG/YPJ gegen den IS Unterstützung zu leisten.

ANHA

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11:39 Uhr

Auszüge aus einem gestern veröffentlichten Interview mit Salih Muslim

Gibt es in der Stadt von Kobanê noch Zivilisten?

Ja, in der Stadt sind noch rund 10.000 Zivilisten. Sie wollen die Stadt nicht verlassen. Und unsere Kräfte versuchen mit allen Mitteln diese Menschen zu verteidigen.

Heute (7.10.) hat die Anti-IS Koalition einige Stellungen der IS in der Umgebung von Kobanê angegriffen. Haben die Angriffe aus der Luft Wirkung gezeigt?

Alle Angriffe bis gestern waren wenig effektiv. Es wurden Stellungen des IS rund 15 bis 20Km entfernt von der Stadt angegriffen. Doch die letzten Angriffe waren gezielter. Einige Panzer und schwere Geschütze des IS wurden zerstört.

Wie bewerten Sie die Luftangriffe?

Aus unserer Sicht, haben sie viel zu spät angesetzt. Dennoch erleichtert es uns, dass es jetzt zu gezielteren Schlägen kommt. Wir hoffen, dass die Angriffe weitergehen.

ANF

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10:51 Uhr

200 Flüchtlinge aus Kobanê in Türkei festgenommen?

Der Journalist Kurt Pelda teilt über Twitter mit, dass rund 200 Menschen, die aus Kobanê geflüchtet sind, von türkischen Sicherheitskräften festgenommen worden sein sollen. Ihnen werde vorgeworfen, die YPG unterstützt zu haben.

Twitter

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10:44 Uhr

Salih Müslim, Co-Vorsitzender der PYD, fordert im ARD Morgenmagazin bessere Waffen für den Kampf gegen den IS.

Hier gehts zum Beitrag

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10:00 Uhr

Massaker in Kobane verhindern! Den Islamischen Staat (IS) und die Türkei stoppen!
Mahnwache am Donnerstag, 9.10., in Bremervörde, vor der Liborius-Kirche, 17-18 Uhr

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09:52 Uhr

Karayilan: Woher kriegt IS so viel Munition?

Auszug aus einem gestern veröffentlichten Interview mit Murat Karayilan, Mitglied des Exekutivkomitees der KCK:

Nun wird Kobane schon seit 23 Tagen mit technisch weit entwickelten Waffen angegriffen und es wird jegliche Art von gewaltsamen Angriffen vollzogen. Doch hört man etwas von den Nachbarländern? Nein. Jeder schaut zu oder unterstützt sie. Heute, im zwanzigsten Jahrhundert wird inmitten der Kolonialländer in Kobane versucht ein Massaker zu verrichten und jeder schaut zu. Keiner der Mitglieder der Terrororganisation, die momentan Kobane angreift, sind Syrer. Es sind alles Mitglieder, die aus dem Ausland nach Syrien gebracht worden sind. Und wer hat es ihnen ermöglicht sie aus Amerika, Europa, Tunesien, Algerien, Ägypten, Afghanistan, Tschetschenien hierher zu bringen? Wer hat ihnen so viele Waffen in die Hand gegeben? Wer hat diese Möglichkeit geboten? Wer hat  ihnen ermöglicht an so viele technische Waffen, so viele Panzer, Munition und wirkungsvolle Waffen zu kommen? Und woher haben sie die besten russischen Raketen? Wer hat die Augen davor verschlossen und warum werden diese gegen die Kurden eingesetzt? Die Antworten auf diese Fragen sind selbstverständlich wichtig. Man kann nicht behaupten, dass dies Zufälle sind. Wer kann schon behaupten, dass die internationalen Geheimdienste und Kolonialmächte nichts damit zu tun haben?

Selbstverständlich wird hier für sie eine Unterstützung geleistet. Schauen sie, die Waffen, die seit 23 Tagen in Kobane eingesetzt werden, müssen mit einem hohen Aufwand kilometerweit hergebracht werden. Wenn diese Munition nicht täglich geliefert wird, sie keinen Nachschub erhalten, kann es dann sein, dass so viel Munition täglich genutzt wird? All diese Antworten sind wichtig. Es ist deutlich erkennbar, dass eine Unterstützung vorliegt und die Verantwortlichen  hierfür vor der gesamten Weltbevölkerung lügen. Es heißt, niemand unterstützt den IS, doch wie und woher kann es ohne Unterstützung zu so viel Ausrüstung kommen? Wir wissen nichts von ihren eigenen Fabriken. Demnach müssen sie die Waffen von jemandem bekommen und verstärkt werden.
ANF

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01.40 Uhr

Schweiz: Anti-IS-Aktionen

In Genf versuchte eine Gruppe kurdischer Aktivisten auf das Gelände des Palais des Nations (UN) vorzudringen. Auf dem Platz der Nationen entfalteten dutzende Demonstranten Transparente, um gegen den Vormarsch der IS in Kobanê zu protestieren.

In Zürich und Bern nahmen am Dienstagabend jeweils rund 300 Demonstranten an einer Anti-IS-Aktion teil.

CA

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01.01 Uhr

Österreich: Berivan Aslan warnt vor „riesigem Aufstand“ der Kurden in der Türkei

Die Tiroler Nationalratsabgeordnete, türkisch-kurdischer Abstammung beklagt, dass die Kurden in Kobane im Kampf gegen die Terrormiliz IS im Stich gelassen würden. Der Zorn der Volksgruppe könnte sich in der Türkei auf heftige Weise entladen.  (…)„De facto wird nichts gemacht“, beklagte Aslan die internationale Haltung. Die schlecht ausgerüsteten Kurden würden gegenüber der IS-Terrormiliz „im Stich gelassen“ was Waffenlieferungen betreffe. In Österreich, das keine Waffen liefern kann, sollten Bundeskanzler und Außenminister aber zur Solidarität aufrufen, „um den Schmerz der Kurden ein bisschen zu lindern“. (…)

Tiroler Tageszeitung

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00:30 Uhr

“Kobane symbolisiert die Zukunft der Kurden”

Türkei-Experte Günter Seufert erklärt im DW-Interview: “Der Führer der türkischen Kurden, Abdullah Öcalan, hat vor eineinhalb Jahren einen Friedensprozess mit der Türkei begonnen. Andererseits hat er ein Gesellschaftsmodell für ein neues Zusammenleben der verschiedenen Ethnien und Konfessionen im Nahen Osten verkündet, das sich sehr stark auf direkte Demokratie und Partizipation stützt. Dieses Modell hat man in Kobane ein Stück weit zu verwirklichen versucht. Das heißt: Für die türkischen Kurden, vor allem die Anhänger der Arbeiterpartei Kurdistans, die PKK, ist Kobane von großer symbolischer Bedeutung als der Ort, wo zum ersten Mal das Gesellschaftsmodell ihres politischen Führers verwirklicht worden ist. In ihren Augen symbolisiert Kobane die Zukunft der Kurden im Nahen Osten.”

DW

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Dienstag, 07.10.14

23:29 Uhr

YPG: Kobanê wurde nicht zur militärischen Zone erklärt

Die YPG-Kommandantur in Kobanê hat in einer Erklärung bekannt gegeben, dass die Meldungen über eine Ausrufung von Kobanê als militärisches Gebiet falsch sind. Tausende Zivilisten innerhalb der Stadt werden von der YPG geschützt und sind nicht aus der Stadt evakuiert worden. “Als YPG werden wir weiter mit unserer ganzen Kraft für die Sicherheit unserer Menschen kämpfen”, heißt es in der Erklärung.

ANF

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23:26 Uhr

“Zeit Online” berichtet – UN-Syrienvermittler Staffan de Mistura meldet sich zu Kobanê zu Wort:

“Die Welt, wir alle, werden es zutiefst bereuen, wenn der IS in der Lage ist, eine Stadt zu übernehmen, die sich selbst mit so viel Tapferkeit verteidigt hat” – das aber bald nicht mehr könne. Trotz der Luftangriffe durch das von den USA geführte Militärbündnis seien die Kurden weiter im Nachteil, weil sie nur leichte Waffen hätten, während die Dschihadisten über Panzer und Mörser verfügten.

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23:22 Uhr

In Batman werden junge DemonstrantInnen mit Waffen angegriffen

Während in Batman in der Diyarbakir Straße die Gefechte zwischen Polizei und jungen AktivistInnen andauern, wird aus dem an der Straße liegenden Parteigebäude von Hüda Par, einer Hizbullah nahestehenden Partei, auf die Demonstrierenden geschossen. Dabei ist Emrah Demir (22) ermordet worden, zahlreiche weitere Demonstrierende wurden dabei schwer verletzt.

Aufgrund der seit zwei Tagen andauernden Proteste hat der Gouverneur von Batman eine Ausgangssperre verhängt – hiernach seien Soldaten in das Stadtzentrum vorgerückt.

ANF

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23:20 Uhr

HÜDA-PAR Landeskreisvorsitzender Kadri Şengül ermordet zwei Protestierende

In Merdîn (Mardin) – In Dargeçit wurden Bilal Gezer und Sinan Toprak durch Kadri Şengül (HÜDA-PAR) und seinen zwei Söhnen erschossen.

ANF

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23:18 Uhr

Protestcamp für Kobane in Göttingen

Nach der spontaten Demonstration gestern Nacht in Göttingen, haben ca 60 AktivistInnen am Gänseliesel ein Camp erichtet. Sie protestieren gegen  die Tatenlosigkeit der deutschen Regierung, im Bezug auf die Situation in Kobane und fordern ein Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt.

YXK

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23:15 Uhr

Die Gewerkschaft KESK ruft am 09.10.2014 zum eintägigen Generalstreik auf. Neben einem Zeichen der Solidarität mit Kobanê, wird gefordert, dass das Kriegsmandat aufgehoben und die Unterstützung des IS durch die Türkei gestoppt wird.

KESK

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21:59 Uhr

Demonstrationen in Deutschland gehen weiter

Das sind die bisher für morgen bekannten Demonstrationen in Deutschland:

Berlin 15Uhr Brandenburger Tor
Hannover 13Uhr vor dem HBF
Bremen um 13Uhr vor dem Landtag
Hagen um 16Uhr im Stadtzentrum
Düsseldorf allwöchentliche Protestaktion vor dem französischen Konsulat um 11Uhr
Frankfurt um 14.30Uhr vor dem französischen Konsulat
Nürnberg um 16Uhr im Stadtzentrum
Stuttgart um 15Uhr vor dem Schloßplatz

NAV-DEM

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21:39 Uhr

Weiterer Jugendlicher in Amed ermordet

In Amed (Diyarbakir) wurde der ein 19-jähriger Jugendliche namens Süleyman Kale nach einem Angriff von Hizbullah-Anhängern ermordet.
Während der Proteste in verschiedenen Stadtteilen Ameds wurde von Hizbullah-Anhängern das Feuer auf die Demonstrierenden eröffnet. Die Angreifer haben das Feuer auf Süleyman Kaya in der Lezgin Avcı Straße im Viertel Bağlar 5 Nisan eröffnet. Süleyman wurde von Augenzeugen in das nahegelegene Krankenhaus Selahaddin Eyyubi gebracht, er konnte nicht gerettet werden.

DIHA

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21:28 Uhr

In weiteren Orten Nordkurdistans Ausgangssperren verhängt (UPDATE)

Mittlerweile wurden in Batman, Diyarbakır, Dargeçit (Mardin), Derik, Kızıltepe, Nusaybin, Mazıdağı, Ömerli, Savur, Erciş (Van) und Kurtulan (Siirt) Ausgangssperren verhängt.

ANF

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20:54 Uhr

Staatsterror in Nordkurdistan: Zwei Menschen in Kurtalan ermordet

In der Stadt Kurtalan in der Provinz Siirt wurde das Feuer von AKP-Anhänger und Dorfschützern  auf die Demonstranten eröffnet, die sich mit dem Kampf in Kobane solidarisierten.
Y.C. (17 Jahre alt) und Mehdi Erdogan (35)sind ihren Schussverletzungen im Krankenhaus erlegen. 13 weitere Menschen wurden verletzt. Der Zustand eines Verletzten ist kritisch.

ANF

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20:38 Uhr

Auch in Kızıltepe wurde ein Jugendlicher ermordet

Aufgrund der Proteste zur Solidarität mit Kobanê wurde eine Ausgangssperre in Merdîn (Mardin) Kızıltepe verhängt. Während der Proteste wurde ein Jugendlicher namens Kerem Karaaslan (22) aus einem Wagen mit unkenntlichem Kennzeichen gezielt erschossen. Als Antwort auf die Ausgangssperre begann zuvor der Aufstand und die Wege im nahegelegenen Dorf Qûbikê von der dortigen Bevölkerung versperrt.
ANF

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20:30Uhr

Varto im Aufstand: Alle staatlichen Einrichtungen stehen in Flammen

In Varto, wo der Jugendliche Hakan Buksur bei den Protesten für Kobanê durch die Polizei ermodet wurde, hat die Bevölkerung angefangen, staatliche Einrichtungen in Flammen zu setzen.
Die Gefechte gehen in allen Teilen der Innenstadt weiter. Während in allen Seitenstraßen Barrikaden erstellt werden, werden aus der gesamten Umgebung Polizeieinheiten dorthin geschickt.
ANF

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20:22Uhr

Türkischer Staat verhängt Ausgangsverbot in Merdin

Der türkische Staat reagiert weiterhin mit autoritären Mitteln auf die Proteste in Nordkurdistan, die sich gegen die Angriffe des IS in Kobanê und die türkische Unterstützung für den IS richtet. So hat der Gouverneur von Merdin (Mardin) in sieben Bezirken der Provinz ein Ausgangsverbot verhängt. Trotz der Ausgangssperren in Dargeçit,  Derik, Kızıltepe, Nusaybin, Mazıdağı, Ömerli und Savur halten die Proteste in den Orten weiterhin an.

ANF
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20:15Uhr

Übergriff auf Demonstranten in Paris

Vor dem Elysee-Palast in Paris gab es einen Übergriff der französischen Polizei auf demonstrierende Kurden, die bezüglich der Situation in Kobanê protestierten. Eine Person wurde festgenommen, einem Aktivisten wurde der Arm gebrochen.

Fünf Festnahmen in Bordeaux

In der Stadt Bordeaux haben circa 20 Jugendliche eine Aktion für Kobanê an der Brücke Aquitaine durchgeführt. Die Zahl der Aktivsten stieg zunehmend. Bei dem Marsch des Demonstrationszuges in Richtung Innenstadt hat die Polizei angegriffen. Insgesamt wurden fünf Festnahmen Bordeaux.

ANF
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19:56 Uhr

Tausende Menschen versammeln sich in Istanbul in der Istiklal Straße, um gegen die Angriffe des IS zu protestieren.

Twitter

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19:51

Solidarität mit dem Widerstand von Kobanê

NAV-DEM und zahlreiche weitere Organisationen rufen zu einer bundesweiten Demonstration am 11. Oktober in Düsseldorf auf

Den Aufruf findet ihr hier

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19:08

Türkischer Polizist ruft “Es lebe ISIS”

Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der türkische Polizei in Elbak (Başkale) haben die Journalisten der Nachrichtenagentur Dicle einen türkischen Polizisten aufgenommen, der mehrfach “Es lebe ISIS” (Yaşasın IŞİD) in Richtung der Demonstranten ruft.

Die Aufnahmen sind hier zu sehen.

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18:58Uhr

Dringender Appell des PYD Co-Vorsitzenden Salih Muslim für Nothilfe für Kobanê

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18:31Uhr

IS erleidet Verluste im Dorf Termêk bei Kobanê

Ein Versuch der Kämpfer des IS über das Dorf Termêk nach Kobanê zu gelangen ist am Widerstand der dortigen YPG und YPJ Einheiten gescheitert. Bei den Auseinandersetzungen wurde ein Fahrzeug der IS Kämpfer zerstört.  Auch im Osten des strategisch wichtigen Hügels Miştenûr halten die Kämpfe zwischen dem IS und den kurdischen Einheiten an.

ANF

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18:13Uhr

Ein Demonstrant bei Protesten in Amed getötet

Bei den Protesten in Amed aufgrund der gegenwärtigen Situation in Kobanê haben türkische Polizisten und Mitglieder der islamistischen Hizbullah auf die Demonstranten das Feuer eröffnet und dabei einen Menschen ermordet und zehn weitere verletzt. Die Islamisten der Hizbullah haben an drei verschiedenen Orten von Amed das Feuer auf die Demonstranten eröffnet. Dabei wurde ein 55jähriger Mann ermordet.

ANF

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18:04Uhr

Jacques Berès, Mitbegründer von Ärzte ohne Grenzen:

“Ich mache diesen Job seit mehr als 40 Jahren. Aber das, was ich in den vergangenen Wochen in Syrien gesehen habe, ist schlimmer als alles, was ich in meinen vorherigen Leben ansehen musste. Wenn die westlichen Staaten nicht bald agieren, wird es dort mit Sicherheit einen Genozid geben.”

zitiert aus dem Artikel Massakerpolitik von Tomasz Konicz, 07.10.2014, Telepolis

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17:27Uhr

Die FAZ führt ein Interview mit Asya Abdullah:

Die Schlacht um Kobane „Es besteht die Gefahr eines Massakers“

Nach wochenlangen Kämpfen droht das von der Terrormiliz IS angegriffene Kobane zu fallen. Asia Abdullah harrt seit dem Beginn der Angriffe in der nordsyrischen Stadt aus. Sie ist Frauenaktivistin und Mitanführerin der größten Partei der syrischen Kurden. Ein Telefoninterview aus der umkämpften Stadt.

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16:58 Uhr

Aktuelles aus Kobanê

Asya Abdullah erklärt am Telefon, dass ein IS-Panzer zerstört wurde. Der IS hat versucht mit zwei Panzern in die Stadt zu gelangen. Der Vordringversuch wurde durch die Volksverteidigungseinheiten gestoppt. Dabei wurde ein Panzerc zerstört. Die Luftangriffe der Anti-IS-Koalition dauern an.
CA

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16:55 Uhr
Deutschland: Bremen ist solidarisch
“Ich verstehe Ihre Sorgen, Sie sind ein Teil Bremens und wir alle machen uns gemeinsam mit Ihnen große Sorgen.”, so unterstrich Bürgermeister Jens Böhrnsen, dass auch der Senat nicht stumm bleiben kann angesichts der Verbrechen der Terror-Miliz IS in Kobane. Böhrnsen empfing heute Vormittag eine Delegation kurdischer Vereine, die mit einer Demonstration auf dem Marktplatz auf ihre Anliegen aufmerksam machten.
“Mit Ihrer friedlichen Aktion haben Sie viele Sympathien bei den Menschen in Bremen gewonnen. Die Menschen in den kurdischen Gebieten dürfen nicht allein gelassen werden. Bremen ist solidarisch mit den Kurden gegen den IS-Terror und die ganze Völkergemeinschaft muss hier zusammenstehen”, betonte Böhrnsen gegenüber Yüksel Koc, Co-Vorsitzender des Demokratischen Geellschaftszentrums der KurdInnen in Deutschland  (NAV-DEM).
CA
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15:50 Uhr
Türken verweigern Hilfe für Kobane
Markus Bickel von der FAZ schreibt: “Im Westen und im Osten greift der „Islamische Staat“ Kobane an. Doch Luftschläge im Süden sind es, die einen Fall der Stadt immer wahrscheinlicher machen. Und die Türkei verweigert die Öffnung der Grenze, um der Bevölkerung dringende Nothilfe zu bringen.”
Quelle: FAZ
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15:40 Uhr

Schweiz: Protest vor dem UN Hauptsitz in Genf

Hunderte Demonstranten protestieren vor dem Gebäude der Vereinten Nationen gegen die IS Angriffe in Kobanê. Sie fordern ein rasches Handeln, um ein Massaker in Kobanê zu verhindern.
ANF

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15:35 Uhr

Österreich: Hungerstreik für Kobanê

Dokumentiert: Erklärung von David Lang, Vorsitzender der Kommunistischen Jugend Österreichs

Ich gebe hiermit bekannt, mit dem 7. Oktober in Solidarität mit Rojava in einen 48stündigen Hungerstreik zu treten. Zwar mag diese Kampfform nicht unumstritten sein, dennoch stellt sich die Frage danach im Moment meiner Meinung nach nicht mehr auf einer politischen, sondern auf einer persönlichen Ebene. Unsere Handlungsmöglichkeiten mögen in Österreich beschränkt sein. Dennoch haben wir Möglichkeiten, Öffentlichkeit zu schaffen und unmittelbar solidarisch zu sein. (…) Für die selbsternannte westliche Wertegemeinschaft habe ich nichts als Hass übrig. Die großkopferten Phrasendrescher und vermeintlich die Geschicke der Welt Bestimmenden sehen zu, während das Massaker vorbereitet wird. Sie sprechen von Demokratie, Menschenrechten und Frieden. Sie schaffen Krieg, Armut, Hunger und Tod. Sie lassen sich für scheinheilige Erklärungen auf die Schulter klopfen, während die physische Vernichtung der progressiven Projekte in Rojava voranschreitet. Sie reden über Empörung und verurteilen dieses oder jenes. Alles nichts als leere Phrasen. (…)

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15:20 Uhr

Westliche Strategie in Syrien: Die Schande von Kobane

Spiegel Online berichtet: “(…) Der Fall von Kobane könnte zu einer politischen Schande für die Türkei, aber auch für die USA und die EU werden. Die Leidtragenden sind die dort lebenden Menschen, überwiegend Kurden. Sie sind schlecht ausgerüstet, von Versorgung abgeschnitten, hoffnungslos den IS-Milizen ausgeliefert.
Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als in Himmelfahrtskommandos ihre Stadt zu verteidigen. Seit Wochen setzen sie Hilferuf um Hilferuf ab, verschicken E-Mails, rufen Politiker und Journalisten an.(…)”
Quelle: Spiegel Online

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14:45 Uhr

Belgien/Brüssel: Heute Vormittag drang eine Gruppe kurdischer Demonstranten in das Europaparlament ein, um auf die Gewalt durch den Islamischen Staat IS aufmerksam zu machen. Gabi Zimmer, Fraktionsvorsitzende der GUE/NGL wandte sich umgehend an die Demonstrierenden: “Wir verstehen Eure große Sorge, um die Menschen in Eurer Region, Eure Verwandten und Familien, und stehen solidarisch an Eurer Seite. Wir tolerieren keine Gewalt gegen Euer Volk.” Zimmer weiter: “Jetzt zeigt sich, wozu die verfehlte westliche Politik des letzten Jahrzehnts geführt hat. Wir brauchend dringend eine internationale Lösung der Konflikte im Nahen Osten, an der alle Partner in der Region, auch der Iran, beteiligt werden. Nur so lässt sich diese kriminelle Mörderbande stoppen.”
PM von GUE/NGL

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14:30 Uhr

Update: PYD Co-Vorsitzende Asya Abdullah aus Kobanê über Telefon: “Stadtzentrum von Kobanê wird mit Panzern und schweren Waffen angegriffen. Im Osten und Süden gibt es am Stadtrand schwere Gefechte. Der Widerstand in Kobanê geht weiter.”
CA

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14:14 Uhr

Südosttürkei: In der Provinz Merdîn (Mardin) finden heftige Kämpfe zwischen Polizei und Demonstrierenden statt.
ANF

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14:00 Uhr

Update: Europäischer Parlamentspräsident Martin Schulz trifft sich mit Vertretern der Demonstranten

Der Europäische Parlamentspräsident, Martin Schulze, erklärte gegenüber den AktivistInnen: “Persönlich denke ich, dass eine militärische Operation gegen den IS von Seiten der EU-Staaten durchgeführt werden muss. Es braucht jemanden, der diesen Banden Einhalt gebietet. Als Europäisches Parlament aber können wir uns nur darum bemühen, die konkrete militärische Entscheidung liegt bei der NATO. Ich werde heute noch den NATO-Generalsekräter, die UNO, den Europäischen Rat treffen und diese zur dringenden Handlungen auffordern. Ich werde mit den Parteivertretern der europäischen Staaten zusammenkommen und die Ergegbnisse des Treffens auf einer internationalen Pressekonferenz bekanntgeben.”

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13:58 Uhr

Spiegel Online berichtet: “Kurdische Demonstranten machen in mehreren Städten Europas mit Protestaktionen und Besetzungen auf die verzweifelte Lage in der umkämpften syrischen Grenzstadt Kobane aufmerksam. Sie fordern mehr Unterstützung auch von Deutschland.”

Quelle: Spiegel

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13:45 Uhr
Europäische Parlamentspräsident Martin Schulz traf sich mit Vertretern der Demonstranten

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13:38 Uhr

Im Folgenden wichtige Aussagen von Murat Karayilan, Mitglied des Exekutivrats der PKK, in einem Interview mit der ANF:
Es ist die Realität, dass das Szenario der Beteiligung der Türkei an der Anit-IS-Koalition ein Spiel ist. Die Türkei ist immer bemüht die IS zu schützen.
Die von der AKP zurzeit geführte Politik ist eine sehr gefährliche Politik. Die Zeit von Worten ist vorbei, es braucht praktische Schritte.
Die gesamte internationale Öffentlichkeit und die damit zusammenhängenden Kräfte haben in diesem Punkt einen großen Fehler. Man muss wissen dass die Luftangriffe der Koalition mit der Vorreiterrolle der USA keine Auswirklungen haben.
Jeder Ort muss zu Kobane werden. Es ist der Tag des Widerstands, der Tag der Menschheit.
Die Beteiligung von Jugendlichen aus Kobane und Nordkurdistan am Widerstand über die Grenze ist sehr bedeutungsvoll.
Der Widerstand ist bis jetzt in Kobane erfolgreich. Was getan werden musste, wurde getan. Das Spiel des Kolonialismus wurde zerstört; das Spiel der IS wurde zerstört.
Die Kurden stützen sich wie immer auf ihre eigene Stärke, auf ihre demokratisch-nationale Einheit.
ANF***13:36 UhrIn der Provinzstadt Varto schießt die Polizei mit scharfer Munition – ein 17-jähriger Jugendlicher wird durch gezielten Kopfschuss ermordetDie Polizei reagiert auf die Proteste der Demonstrierenden in der Provinzstadt Varto (Provinz Mus), die seit den Morgenstunden andauern, mit scharfer Munition. Die Polizei schoss in eine Menschenmenge in der Cumhurriyet Straße und erschoss dabei auch einen siebzehnjährigen Jugendlichen mit einem Kopfschuss. Das Feuer wurde von einem Panzer aus eröffnet, das Kind erlag dem tödlichen Schuss sofort. Während einige Menschen den Leichnam des Jungen in das Krankenhaus bringen, nehmen die Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstrierenden zu.
ÖZGÜR GÜNDEM
***12:11 Uhr

Kurdische AktivistInnen sperren die Autobahn zwischen Schweden und Dänemark.
ANF

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12:10 Uhr

In Düsseldorf protestieren mehrere hundert Menschen vor dem US Generalkonsulat
ANF

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11:59 Uhr
Update: Kurdische Demonstrierende sind in das Europäische Parlament durchgedrungen.

ANF

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11:52 Uhr

Kurdische Demonstrierende stürmen das Europäische Parlament in Brüssel.

ANF

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11:50 Uhr

Öcalan: Widerstand gegen den IS muss bis zum bitteren Ende geführt werden

Der inhaftierte PKK-Vorsitzende Abdullah Öcalan wurde am Montag (6.10.) von seinem Bruder Mehmet Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali besucht. Bei seiner Rückkehr von Imrali berichtete Mehmet Öcalan gegenüber den anwesenden Pressemitarbeitern, dass sein Bruder den Widerstand der Bevölkerung von Kobanê gegen den Islamischen Staat (IS) nochmals begrüßt habe. „Er hat erklärt, dass die Bevölkerung ihren Widerstand aufrechterhalten muss. Auch hat er die Staaten und Personen, die den IS unterstützen, gewarnt. Der IS werde schlussendlich auch für sie zu einem großen Problem werden”, gab Mehmet Öcalan die Worte seines Bruders weiter.

“Für den Lösungsprozess können wir noch bis zum 15.Oktober warten”

Gefragt, ob der PKK-Vorsitzende zum Lösungsprozess etwas gesagt habe, erklärte Mehmet Öcalan, dass sein Bruder den Hinhaltekurs der türkischen Regierung scharf kritisiert habe: „Er hat kritisiert, dass der Staat noch nicht einmal die Gesetze befolge, die er für den Lösungsprozess erlassen hat. Deswegen gibt er dem Staat noch bis zum 15. Oktober Zeit, ab dann könne er nichts mehr machen.”

ANF, ISKU

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11: 45 Uhr

IS-Banden überqueren türkische Grenze

Aufgrund der Luftschläge der Anti-IS-Koalition in der Nacht sollen Mitglieder des Islamischen Staates mit sieben Fahrzeugen über die türkische Grenze geflohen sein. Das berichten die Demonstranten aus Nordkurdistan, die die gesamte Nacht über an der türkische-syrischen Grenze verbracht haben. Der Grenzüberschritt der IS-Mitglieder soll sich in Höhe des Dorfes Boyde bei Suruç ereignet haben.

DIHA, ISKU

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10:55 Uhr

Sprecher des Kanton Kobanê ruft zur Unterstützung für Zivilisten auf

Der Sprecher des Kantons Kobanê Mehmud Beşar erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur ANHA, dass der Widerstand gegen den IS in jeglicher Form fortgeführt werde. “Allerdings gibt es derzeit Schwierigkeiten die Bevölkerung mit Lebensmittel zu versorgen. Wir brauchen hierfür derzeit jede helfende Hand”, so Beşar.

Viele Menschen aus den umliegenden Dörfern hätten in den letzten Tagen und Wochen ihr gesamtes Hab und Gut hinter sich gelassen, um in das Stadtzentrum zu flüchten. Doch aufgrund des Embargos gegen Kobanê gäbe es derzeit starke Engpässe bei der Versorgung der Menschen in der Stadt. “Zudem sind diese Menschen nun der akuten Gefahr eines Massakers ausgesetzt. Wir brauchen hier dringend Unterstützung, um diesen Menschen zu helfen”, so Beşar weiter.
DIHA

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10:10 Uhr

Verteidigungsminister von Kobanê ruft zum Widerstand auf

Ismet Sheyh Hesen erklärt, dass sich die Gefechte nicht im Stadtzentrum ereignen, jedoch sich weiterhin intensiv im Süden und Osten der Stadt ereignen. Weiter ruft er jede und jeden zum Widerstand gegen das drohende Massaker auf. Weiter erklärt Hesen, dass der Grenzstreifen unter der Kontrolle der Volksverteidigungseinheiten YPG befindet, und dass sich weiterhin viele Zivilisten in der Stadt befinden.

Med Nuce

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09:53 Uhr

Kurdische Demonstranten haben in der Nacht aus Protest gegen die IS-Angriffe den schweizer Fernsehsender RTS in Genf besetzt.

CA

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09:40 Uhr

Proteste in Deutschland werden weitergehen

In der gesamten Nacht waren überall in Deutschland Menschen auf die Straße gegangen, um gegen den IS und seine Unterstützer zu protestieren. Die Proteste werden auch am heutigen Tag weitergehen. So versammeln sich die Menschen beispielsweise in Frankfurt ab 10Uhr wieder vor dem US Konsulat. Bereits gestern Nacht waren mehrere hundert Menschen vor dem türkischen Konsulat im Stadtteil Sachsenhausen quer durch die Stadt zum US-Konsulat im Stadtteil Preungesheim marschiert, wo ein Teil der Demonstranten auch die Nacht verbrachte.

Sobald wir neue Informationen über Proteste in Deutschalnd erhalten, werden wir diese mit euch teilen.

ANF

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09:33 Uhr

IS Banden überqueren türksiche Grenze

Aufgrund der Luftschläge der Anti-IS Koalition in der Nacht sollen Mitglieder des Islamischen Staates  mit sieben Fahrzeugen über die türkische Grenze geflohen sein. Das berichten die Demonstranten aus Nordkurdistan, die über die gesamte Nacht an der türksiche-syrischen Grenze verbracht haben. Der Grenzüberschritt der IS-MItglieder soll sich in Höhe des Dorfes Boyde bei Suruc ereignet haben.

DIHA

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08.58 Uhr

KCK ruft Millionen Kurdinnen und Kurden zum Widerstand und Solidarität mit Kobane auf.

In einer schriftlichen Erklärungen der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans KCK werden die in der Türkei lebenden Millionen Kurdinnen und Kurden dazu aufgerufen gegen die IS- Angriffe auf Kobanê ihren Protest kundzutun. Weiter erklärt die KCK, dass die Terrororganisation Islamischer Staat in Kooperation mit dem türkischen Staat bestrebt die Grenzregion um Kobanê menschenleer zu machen. Durch die Evakuierung der Grenzregion zu Kobanê soll der Widerstand gebrochen werden, und die Unterstützung von Kobanê verhindert werden. Der begonnene Widerstand in nahezu allen Städten der Türkei und Nordkurdistan soll unvermindert weitergeführt werden

ANF

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08:00Uhr

Die Kämpfe zwischen dem IS und der YPG im Osten und Süden der Stadt Kobanê führen fort.

ANHA

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06:00Uhr

In Teheran (Iran) solidarisieren sich 14 Schriftsteller, Künstler, Menschenrechtler und Juristen in einer Hungerstreikaktion mit dem Widerstand in Kobanê.

ANF

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05:30Uhr

Hunderte Demonstranten haben sich in Toronto (Canada) vor der US- Botschaft zusammengefunden, um gegen die Angriffe des IS zu protestieren.

ANF

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04.00Uhr

Ban Ki-moon ruft zum dringenden Handeln für Kobanê auf

Der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat dazu aufgerufen, dass für den Schutz der Zivilbevölkerung dringend gehandelt werden soll. Die Ereignisse in der Stadtz seien besorgniserregend. Zudem erklärte Ban, dass die IS bekannt für ihre grausamen Menschenrechtsverletzungen ist.  Daher sollen alle, die die Mittel dazu haben, sofort zum Schutz der Bevölkerung handeln, so der UN-Generalsekretär.
ANF

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 03.40Uhr

Demonstranten besetzen niederländisches Parlament 

Aus Solidarität mit der von der IS-Horde belagerten kurdischen Stadt Kobanê haben Hunderte kurdische Demonstranten das niederländische Parlament besetzt. Die Demonstration verlaufe friedlich, teilte die Polizei von Den Haag per Twitter mit.

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03.25Uhr

Kobane darf nicht fallen

“Kobane ist dem IS schon lange ein Dorn im Auge gewesen – einer der letzten Orte des Widerstands nördlich der islamistischen De-facto-Hauptstadt Rakka. Hierin liegt der Grund für die rücksichtslosen und massiven Angriffe zu einer Zeit, in welcher der IS gezwungen ist, den Kampf an mehreren Fronten zu führen. Mit der Einnahme Kobanes wäre der IS auch in der Lage, die eigenen Frontlinien an anderen Orten zu begradigen. Es wäre auch ein wichtiger Propagandaerfolg, denn die kurdischen YPG-Milizen sind eine der wenigen Gruppen, die erfolgreich Widerstand leisten. (…) Die Stadt aufzugeben, wäre eine humanitäre Tragödie und ein strategischer Rückschlag. Mit ihr ginge eine zentrale Bastion künftiger Stabilität verloren. Aus moralischen, politischen und strategischen Gründen können die USA und Europa dies nicht zulassen.” schreiben Michael Werz und Max Hoffman in ihrem Gastbeitrag für Spiegel Online vom 04. Oktober .

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03.05Uhr

In Kiel gab es eine Demonstration vor dem  Stadtzentrum der NDR Zentrale. Heute  startet um 14 Uhr eine weitere Protestaktion vor dem Kieler Landtag!

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02:22Uhr

Aufruf der Co-Vorsitzenden der Demokratischen Partei der Völker (HDP)

Kobane Canton in North Syria has been resisting against ISIS (Iraq and Sham Islamic State) siege with their heavy arms and military concentration for 21 days. Kobane Canton which directly ruling by Kurdish, Assyrian, Armenian and Arab peoples in a form of a legitimate assembly that a possible model for future of democratic and pluralist Syria.

Kobane Canton’s legitimate defense organization, YPG and the people almost isolated from four sides including Turkey Border. Due to the ongoing embargo by Turkish Government, Cobane Canton’s armed struggle against ISIS is not possible.

We as Peoples’ Democratic Party calls international community to urgently take necessary steps against ongoing ISIS Siege on Kobane in order to preventing a new massacre. We call International Public Opinion

Selahattin DEMİRTAŞ
Co-Chair of HDP

Figen YÜKSEKDAĞ
Co-Chair of HDP

07.10.2014

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01:55Uhr

Besetzung des Flughafen Berlin-Tegel und Proteste am Brandenburger Tor

Eine Gruppe kurdischer Jugendlicher hat den internationalen Flughafen Berlin Tegel aus Protest gegen die Angriffe des IS besetzt. Die jungen Männer und Frauen haben auf die Rolle der BRD und der internationalen Koalition hingewiesen, sie haben effektivere Luftangriffe auf die Stellungen des IS gefordert. Die Besetzungsaktion wurde nach ca. einer halben Stunde durch die Polizei aufgelöst.

Unterdessen hat sich eine große Masse an DemonstrantInnen zum Brandenburger Tor bewegt. Die Zahl der Protestierenden hat sich bis 01:00 Uhr auf rund 2.000 Menschen erhöht, die die Regierung in Berlin zu einem dringenden Eingreifen aufgerufen.

ANF

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01:53 Uhr

Sarıyıldız: Auch wenn es viele Opfer geben wird, Kobane wird nicht fallen

Der HDP-Abgeordnete aus Sirnak, Faysal Sarıyıldız, der am Grenzübergang Mürşitpınar die Zivilisten und Verletzten aus der umkämpften Stadt Kobanê empfing, erklärte, dass „egal wie viele Opfer es geben wird, Kobanê wird nicht fallen”. Er machte auch darauf aufmerksam, dass die AKP-Regierung die Grundlage für den Angriff der IS auf Kobanê gelegt hat. “Momentan befindet sich Nordkurdistan auf den Beinen. Auch wenn es eine verspäteter Reaktion ist, ist es wertvoll und bedeutungsvoll”, erklärte Sariyildiz.
ANF, 07.10.2014

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01:45 Uhr

Ein Überblick über die aktuellen Proteste und Aktionen in einigen europäischen Städten

Stockholm: Protest am Flughafen Arlanda
Wien: Kundgebung vor dem Parlament
Bregenz: Kundgebung vor dem türk. Konsulat
Straßburg: Kundgebung Europaparlament
Basel: Protest am Marktplatz/Rathaus
Zürich: Kundgebung Rathaus
Bern: Sitzstreik vor der US-Botschaft
Paris: Demo am Eifelturm, Gleise besetzt
London: U-Bahn besetzt (OxfordCircus station), Demo
CA

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01:42 Uhr

Nordkurdistan: Zehntausend Menschen übernachten an der Grenze zu Kobanê

Immer mehr Menschen versammeln sich derzeit in Suruc an der Grenze zu Kobanê. Mittlerweile sollen mehr als zehntausend Menschen sich in dem Gebiet zusammengefunden haben. In der Nähe des Dorfs Etmanek griff das Militär die Menschenmenge mit Gasgranaten an. Doch mittlerweile soll sich die Lage wieder beruhigt haben.
DIHA

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01:20 Uhr

YPG evakuiert 223 Zivilisten aus umkämpften Stadtteilen

Während die Kämpfe zwischen dem IS und der YPG im Osten der Stadt weiter andauern, haben die kurdischen Volksverteidigungseinheiten 223 Zivilisten aus dem umkämpften Teilen der Stadt evakuiert. Die Zivilisten wurden über die türkische Grenze nach Suruç gebracht.

DIHA

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01:05 Uhr

Überall Proteste in Nordkurdistan

Die Kurdinnen und Kurden schreiten in ganz Nordkurdistan auf die Straßen. Es kommt zu Barrikaden und Straßenschlachten mit der türkischen Polizei, die teilweise mit scharfer Munition schießt. Die Proteste dauern in Batman, Diyarbakır, Mardin, Adıyaman, Malatya, Siirt, Cizre, Hakkari, Van, Ağrı, Muş, Şırnak an.

ANF

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00:56 Uhr

Am heutigen Abend haben sich in Köln 3000, in Bremen 1000, in Frankfurt 1000, in Essen 1500, in Düsseldorf 2500, in Oldenburg 1000 und in Hannover 1000 zusammengefunden, um gegen die Angriffe des IS zu protestieren.

ANF

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00:50 Uhr

Auch in Bern  ist es zu Protestaktionen gekommen. Demonstranten haben sich vor dem US-Konsulat versammelt. Derzeit führen die Demonstrierenden einen Sitzstreik durch. Weiter hat eine Gruppe von Jugendlichen vor dem Zentralgebäude des Schweizer Fernsehens SRF protestiert. Anschließend hat sich der Demonstrationszug in Richtung Berner Hauptbahnhof bewegt.

ANF

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00:46 Uhr

Um das Verhalten der Regierung der Autonomen Region Kurdistan (KRG) zu protestieren hat sich eine Menschenmasse vor dem Parlament in Hewlêr (Erbil) versammelt.

ANF

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00:27 Uhr

Spenden für Rojava und Şengal

In diesen schweren Zeiten ist die Unterstützung der Revolution von Rojava dringender denn je. Deswegen möchten wir an dieser Stelle nochmal auf die Spendenkampagnen für Rojava aufmerksam machen:

http://civaka-azad.org/category/spenden/

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00:21 Uhr

Meldung bestätigt: Anti-IS Koaltion bombardiert den Osten der Stadt
Laut Angaben der Nachrichtenagentur ANHA hat die Anti-IS Koalitionen im Osten Kobanês Stellungen des IS bombardiert.
ANF

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00:09Uhr

Demokratische Verwaltung des Kantons Kobanê im bewaffneten Kampf mit IS

Nachdem der IS in die östlichen Stadtteile Kobanês vorgedrungen ist, haben nun auch die Mitglieder der Demokratisch Autonomen Verwaltung von Kobanê zu den Waffen gegriffen, um sich aktiv an der Verteidigung der Stadt zu beteiligen. So beteiligt sich neben dem Kanton Vorsitzenden Enver Müslüm und weiteren Mitgliedern der Verwaltung auch die PYD Co-Vorsitzende Asya Abdullah an der bewaffneten Verteidigung von Kobanê. Enver Müslüm forderte unterdessen nochmals die internationale Öffentlichkeit dazu auf, aktiv gegen den IS vorzugehen.
DIHA

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00:05 Uhr

Linken-Parteivorsitzende Katja Kipping gegenüber Deutschlandfunk: “Türkei muss Kooperation mit dem IS beenden”

(…)Die Türkei hatte eine jahrelange Zusammenarbeit mit der IS. Und was es jetzt heißt, dass die Türkei mit Bodentruppen vorrücken will gegen die Terrormilizen, auch das ist, glaube ich, eine falsche Darstellung. Die wollen vor allen Dingen in die Gebiete rein, wo es davor kurdische Autonomiebezirke gab. Da geht es gar nicht darum, vonseiten der Türkei, die IS zu bekämpfen, sondern einfach zu verhindern, dass es wieder kurdische Autonomiebezirke gibt. Und ich finde, da müsste man viel mehr Druck auf die Türkei – die immerhin ein NATO-Mitglied ist – ausüben, dass sie ihre latente Kooperation mit der IS beendet und endlich die Hilfsgüter und die Unterstützung zu den Kurden durchlässt.(…)

DLF

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Montag, 06.10.14

23:26 Uhr

Aktualisierung der aktuellen Proteste in Deutschland

Um 21:45h durch NAV-DEM gemeldet:
#Frankfurt: Vor dem türkischen Konsulat
#Stuttgart: Am Schlossplatz
#Bremen: Flughafen
#Hamburg: Vor der Bürgerschaft
#Hannover: Vor dem Hauptbahnhof
#Duisburg: Vor dem Hauptbahnhof
#Düsseldorf: Vor dem US-Konsulat (jetzt: WDR-Gebäude)
#Bonn: Vor dem Gebäude der Deutschen Welle
#Köln: Am Dom
#Mannheim: Paradeplatz
#Dortmund: Flughafen

Aktuelle Nachmeldungen:
#Berlin: Brandenburger Tor
#München: Stachus
#Gießen: Berliner Platz
#Göttingen: 23 Uhr am Gänseliesel
#Saarbrücken: Johaneskirche
#Essen: Hauptbahnhof
#Münster: am türkischen Konsulat
#Wesel: Hauptbahnhof
#Herford: Hauptbahnhof
#Oldenburg: 23 Uhr am Hauptbahnhof
#Mainz: 23 Uhr am türk. Generalkonsulat
#Trier: Porta Nigra
#Bielefeld: Hauptbahnhof und/oder Jahnplatz
#Kiel: Hauptbahnhof
#Stuttgart: Schlossplatz

Nachmeldungen im benachbarten Ausland:
#Wien: vor dem Parlament (siehe Foto)
#Bregenz: türk. Konsulat
#Straßburg: Europaparlament
#Basel: Marktplatz/Rathaus
#Zürich: Rathaus
#Bern: vor der US-Botschaft

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23:24 Uhr
Luftschläge der Anti-IS Koalition?
Beobachter vor der Grenze berichten von Luftschlägen der Koalition. Seit 23 Uhr sollen vier Bombardements um den Hügel Miştenur geflogen worden sein. Derzeit warten wir auf eine Bestätigung der Meldung
CA

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23:20 Uhr
Seitdem der IS nach Kobanê vorgedrungen sind und die Kämpfe sich in das Stadtzentrum verlagert haben, wurden neun Leichname und 40 Verletzte an die türkische Grenze gebracht. Die Verletzten werden im Krankenhaus von Suruç behandelt.
DIHA
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23:15 Uhr
Örtliche Meldungen in Suruç (Urfa) berichten von zahlreichen Verletzten. Helfer vor Ort appellieren “Spendet Blut für die Opfer”.
CA
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23:13 Uhr

Türkische Polizei greift Proteste in Nordkurdistan an
In der Stadt Bismil (Provinz Amed/DIyarbakir) sind in den späten Abendstunden tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen den IS und die AKP zu protestieren. Die Demonstranten besetzten eine Hauptstraße, woraufhin die Polizei unter anderem mit scharfer Munition die Demonstranten angriff.
Auch in den Städten Bitlis und Hizan ist es zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der türkischen Polizei gekommen.
DIHA

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23.07 Uhr

Proteste auch in Stockholm und Kopenhagen
In Stockholm und Kopenhagen befinden sich hunderte Kurdinnen und Kurden in den Flughäfen der beiden Städte derzeit im Sitzstreik.
ANF

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22:55 Uhr

Proteste in Nordkurdsitan

Überall in Nordkurdistan und in vielen Städten der Türkei gehen die Menschen auf die Straßen um gegen das drohende Massaker von der Bevölkerung von Kobanê durch den IS zu protestieren.

AMED
Tausende Menschen sind in Amed (Diyarbakir) auf den Straßen um gegen die Mörderbande des IS zu demonstrieren. Die türkische Polizei geht mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. Die Lage in Amed wirkt angespannt

QOSER
In Qoser (Kiziltepe) befinden sich tausende Menschen auf der Protestkundgebung gegen die Barbarei des IS. Auch hier geht die türkische Polizei gewaltsam gegen die Demonstranten vor. Es wird behauptet, dass es hierbei zum Einsatz von echten Kugeln kommt. Bisher sind unter den demonstrierenden Menschen zwei Verletzte zu beklagen.

NISÊBÎN   
In Nisêbîn (Nusaybin) hält eine Menschenmenge, um gegen das drohende Massaker in Kobanê hinzuweisen, die Hauptstraße versperrt. Dabei wurden Feuerwerkskörper in die Luft geschossen. Die Aktion verläuft weiter.

ŞIRNEX  
Die Polizei geht mit aller Gewalt gegen die Demonstranten in Şirnex (Şirnak) vor. Gegen den Einsatz von Tränengas versuchen sich die Demonstranten mit Steinen zu verteidigen.

SÊRT
In Sêrt hat sich eine Menschenmasse im Stadtzentrum versammelt. Auch hier haben sich die türkischen Sicherheitskräfte entschieden gewaltsam vorzugehen.

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22:31 Uhr

BBC berichtet:
Kobane: Zivilistinnen und Zivilisten fliehen vor den Straßenkämpfen

Paul Adams berichtet, dass die Fahne des IS das erste Mal über Kobane aufgetaucht ist. Zur Stunde finden schwere Gefechte in Kobane zwischen Volksverteidigungseinheiten und IS in der Stadt Kobane statt. Die IS hat die östlichen Stadtviertel betreten und ihre Fahne gehisst. Hunderte ZivilistInnen fliehen nach Berichten in Richtung Grenze. Mehr als 160.000 Menschen haben die Stadt schon verlassen.

Idris Hassan, ein lokaler Vertreter in Kobane hat gegenüber BBC erklärt, dass Kobane „mit Sicherheit bald fällt.“ Er bestätigte, dass der IS jetzt den Berg Mistenur über der Stadt kontrolliert und von dort aus schwer bombardiert. Die Syrische Menschenrechtsbeobachtungsstelle erklärt, dass der IS bisher etwa 100m in Kobanê eingedrungen sei und die Kämpfe im Moment in den östlichen Vierteln Maqtala al-Jadida und Kani Arabane stattfänden.

Das türkische Militär hat bisher die Grenze nicht überschritten. Es kommen ständig Ambulanzen von der Grenze zur Türkei mit verletzten.

Quelle: http://www.bbc.com/news/world-middle-east-29515431

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22:21 Uhr

RTL Extra berichtet aktuell über Kobanê

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22:15 Uhr

Erklärung des Kurdistan Nationalkongress (KNK):

Jetzt ist es die letzte Chance zu handeln um einen Massenmord in Kobane zu verhindern!
Die terroristische Organisation IS rückt unglücklicherweise auf die Stadt Kobane in Westkurdistan (Nordsyrien) vor. Sie haben schon einige Stadtviertel in Kobane betreten.
Die kurdischen Selbstverteidigungskräfte der YPG verteidigen mit großer Opferbereitschaft und großem Mut die Stadt und ihre BewohnerInnen gegen die Angriffe des IS. Sie verfügen nur über sehr begrenzte Waffen und diese sind nicht effektiv gegen die schweren Waffen des IS. Gerade die schweren Waffensysteme des IS stammen aus den Beständen der irakischen Armee.

Tausende ZivilistInnen befinden sich noch in Kobane und sind direct von Massenmord bedroht. Tausende von ZivilistInnen an der türkischen Grenze warden ebenfalls systematisch vom IS angegriffen. Der Kovorsitzende des Kantons Kobane Herr Enver Muslim warnte die internationalen Mächte schon vor zwei Tagen. Er rief die international Koalition auf ihr schweigen zu brechen und konstatierte: “Wenn der IS in Kobane eindringt und tausende Menschen ermordet, dann werden alle internationalen Mächte dafür verantwortlich sein.”

Tausende stehen kurz davor vor unseren Augen ermordet zu werden.
Jetzt ist die letzte Chance ein großes Massaker in Kobane zu verhindern!

CA

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22:07 Uhr

Weitere Proteste in Deutschland: In Dortmund und Hagen finden Demonstrationen im Stadtzentrum statt

CA

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22:05 Uhr

Bewohner von Suruc eilen zur Grenze zu Kobanê – IS greift das Dorf Etmanek an

Die IS-Terroristen dringen derzeit in das Stadtzentrum ein und versuchen das Dorf Etmanek zu umzingeln. In Nordkurdistan eilen derzeit tausende von Menschen zur Grenze. Tausende von Menschen, die in den Dörfern von Suruc nahe der Grenze zu Kobane Wache hielten sowie die restlichen Einwohner des Ortes lassen aktuell alles hinter sich zurück und eilen in Richtung des Dorfes Etmanek. Auf dem Weg zu Etmanek vermehrte sich die Anzahl der protestierenden zur Hilfe eilenden Menschen.
Derzeit feuern auch Mitglieder der IS Schüsse auf das Dorf Etmanek ab. Die Einwohner von Etmanek hören immer wieder Schüsse mit den Worten “Allah-u Ekber”. Trotz dieser Vorfälle ist zu erkennen, dass die internationale Kolation gegen IS bisher keine wirksamen Luftangriffe getätigt haben. Auch jetzt umkreisen die Flugzeuge der internationalen Koalition lediglich das Gebiet ohne IS Stellungen zu bombardieren.
DIHA

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22:02 Uhr

Der Vorsitzender des Kongra-Gel Remzi Kartal zu der akuten Situation in Kobanê:

“Das Verhalten der internationalen Gemeinschaft in Bezug auf die Situation in Kobanê stößt bei uns auf Unverständnis. Während die menschenverachtenden Barbaren, die sich als Islamischer Staat bezeichnen, seit 21 Tagen mit dutzenden Panzern und anderen schweren Waffen die Stadt angreifen, wird die Bevölkerung, die heldenhaften Widerstand leistet, von der Weltgemeinschaft allein gelassen. In Kobanê ereignet sich derzeit eine Tragödie. Straßenkämpfe zwischen den Volksverteidigungseinheiten YPG und der IS haben bereits begonnen. Angesichts des drohenden Massakers an zehntausenden Menschen, von dem die internationalen Medien seit Wochen berichten, ist das Schweigen der internationalen, insbesondere der europäischen Regierungen schwer nachvollziehbar. Enwer Muslim, Ministerpräsident von Kobanê, hat erklärt, dass sie sich gegenüber der grausamsten Barbarei im Widerstand befinden. „Der Widerstand der hier geführt wird, wird im Namen der Menschlichkeit betrieben. Wir appellieren an die internationalen Kräfte, ihre Augen den Angriffen des IS nicht zu verschließen und uns gegenüber der IS- Barbarei nicht alleine zu lassen.“

In persönlichen Gesprächen mit verschiedenen kurdischen Institutionen und Parteien haben die Vertreter der einzelnen EU-Staaten erklärt, dass sie die Lage in Kobanê nachdrücklich verfolgen. Trotz dessen schweigen die europäischen Regierungen, allen voran Deutschland, zu den Ereignissen in Kobanê. Während die deutsche Bundesregierung Waffen an die kurdische Peschmerga im Nordirak liefert, lässt entsprechend der besorgniserregenden Notstandssituation in Kobanê eine Erklärung von offizieller Seite auf sich warten. Dies könnte als Duldung dieser barbarischen Angriffe der IS gedeutet werden. In dieser Situation reichen auch keine Worte mehr. Es müssen praktische Schritte folgen, um gegen das drohende Massaker in Syrien was zu tun. Diejenigen, die in dieser Situation ihr Schweigen nicht brechen und nicht handeln, tragen für das Geschehen in Kobanê eine Mitverantwortung.”
CA

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21:52 Uhr

Die dringenden Forderungen von NAV-DEM aufgrund der aktuellen Lage sind:

  • Handeln von Bundesregierung und Bundestag – Umgehende Waffenlieferungen für die Verteidigung der Bevölkerung von Kobanê
  • Die Bundesregierung muss Druck auf die Türkei ausüben, damit diese ihre Unterstützung für den IS einstellt
  • Die Anti-IS Koaltion wird dazu aufgerufen, effektiver Stellungen des IS in Kobanê anzugreifen und vor ihre schwere Waffen zu zerstören

Weitere aktuelle Proteste in

Nürnberg: Demonstration in Richtung Flughafen

München: Sitzstreik im Stadtzentrum

Berlin: Am Brandenburger Tor

CA

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21: 45 Uhr

Kurdinnen und Kurden in Deutschland auf den Straßen

an folgenden Orten gibt es aktuell laut NAV-DEM Proteste:

Frankfurt: Vor dem türkischen Konsulat
Stuttgart: Am Schlossplatz
Bremen: Flughafen
Hamburg: Vor der Bürgerschaft
Hannover: Vor dem Hauptbahnhof
Duisburg: Vor dem Hauptbahnhof
Düsseldorf: Vor dem US-Konsulat
Bonn: Vor dem Gebäude der Deutschen Welle
Köln: Am Dom
Mannheim: Vor dem Hauptbahnhof
Dortmund: Flughafen
Weitere Städte könnten hinzukommen

CA

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21:44 Uhr

Proteste in Deutschland gegen das Schweigen gegenüber dem Massaker in Kobanê

Der Co-Vorsitzende des Demokratischen Geellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland  (NAV-DEM) Yüksel Koc erklärte, dass es überall in Deutschland noch heute Nacht zu Protesten kommen werde. In einer Vielzahl von Städten kommt es derzeit zu Sitzstreiks und spontanen Demonstrationen. Koc erklärte, dass niemand von den Kurden erwarten soll, dass sie schweigend zu Hause sitzen bleiben, wenn in Kobanê die Bevölkerung massakriert wird. Die Proteste richten sich auch gegen die deutsche Bundesregierung, die ihr Schweigen endlich brechen soll. “Jedes Schweigen kommt einer Zustimmung gleich. Und jede Zustimmung kommt einer Mittäterschaft gleich”, so Koc. Die Proteste würden solange weitergehen, bis das Schweigen komplett aufgebrochen wird.
CA

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21:25 Uhr

Die aktuellen Frontlinien

Quelle: deSyracuse (Twitter)

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21:20 Uhr

Spiegel Online berichtet:

Befreiung von IS-Gefangenen: Türkei soll Dschihadisten im Tausch gegen Geiseln freigelassen haben

Istanbul – Wochenlang schwieg die türkische Regierung über die Hintergründe der Befreiung von 49 Geiseln aus der Gewalt der IS-Terrormiliz – jetzt deutet vieles auf einen Gefangenentausch als Erklärung: Bis zu 180 in der Türkei inhaftierte Dschihadisten aus Europa habe Ankara im Tausch gegen die Geiseln freigelassen, berichtet die britische Zeitung “The Times” unter Berufung auf eine ihr vorliegende Liste. (…)

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21:13 Uhr

Die  PYD-Kovorsitzende Asya Abdullah berichtet aus Kobanê:

“Auch wenn der IS nun den Hügel Miştenur eingenommen hat und von dort über den Süden in die Stadt vordringt, soll sich niemand die Illusion machen, dass Kobanê nun gefallen sei. Der Widerstand gegen die Banden des IS wird bis zum bitteren Ende nun auch in der Stadt fortgesetzt. Wir machen uns allerdings sorgen um die Zivilbevölkerung. Wir versuchen sie aus den umkämpften Stadtteilen zu evakuieren. Die Gefahr eines Massakers bleibt weiterhin  akut.”

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21:06 Uhr:

Protest in Frankfurt

Die Kurdinnen und Kurden in Frankfurt versammeln sich um 22Uhr vor dem türkischen Konsulat, um gegen den IS und die türkische Unterstützung für den IS zu protestieren.

ANF

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21:00 Uhr

Appell der HDP an die Bevölkerung: Geht auf die Straßen

Angesicht der kritischen Lage in Kobanê, wo die Angriffe am 21. Tag mittlerweile in den Stadtteilen stattfinden, besteht höchste Lebensgefahr für tausende von Menschen. Daher appelliert die Demokratische Partei der Völker (HDP) an die Bevölkerung auf die Straßen zu gehen und zu protestieren.

Die HDP ruft die Bevölkerung Nordkurdistans zu einem unbefristeten Protest gegen den IS und gegen die AKP-Regierung, die den IS bei ihren Angriffen auf Kobanê unterstützt, auf.

ANF

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20:43 Uhr

Türkische Soldaten ziehen sich teilweise vom Grenzübergang Mürşitpınar zurück

Die türkische Armee, die  den Grenzübergang Mürşitpınar zum vom IS angegriffenen Kobanê kontrollieren, haben einen erheblichen Teil ihrer Soldaten im Grenzgebiet zurückgezogen.
An der Grenze blieben schwer gepanzerte Fahrzeuge wie die am Morgen eingesetzten Panzer, Mörser und Raketenbatterien zurück.
In den letzten Tagen hatte das türkische Militär besonders im Grenzgebiet gegenüber der Dörfer Etmanek und Dewşen  die Zahl ihrer Einheiten erhöht, um die Menschen aus Nordkurdistan, die sich dem Widerstand von Kobanê anschließen wollten, davon abzuhalten. Bemerkenswert ist nun, dass am Grenzübergang und den oben genannten Gebieten die Soldaten sich zurückgezogen haben, nachdem am Abend das Dorf Etmanek und Kobanê vom Norden her angegriffen wurden.
DIHA

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20:19 Uhr

Delegation der Linksfraktion berichtet aus türkisch-syrischer Grenze

Die drei Bundestagsabgeordnetinnen der Linksfraktion Karin Binder, Sabine Leidig und Annette Groth sowie die Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft  Cansu Özdemir befinden sich derzeit an der türkisch-syrischen Grenze im Ort Suruc. Telefonisch teilte uns die Delegation mit, dass sie tagsüber mitbekommen haben, wie Raketen des IS im Stadtzentrum von Kobanê eingeschlagen sind. Karin Binder erklärte, dass es offensichtlich ist, dass die türkische Regierung alles tut, damit Kobanê nicht unter der Kontrolle der Kurden bleibt.

Cansu Özdemir unterstützte den Aufruf der PYD Co-Vorsitzenden an die Anti-IS Koalition. Diese solle auf die Forderungen der Menschen, die gegen den IS Widerstand leisten, eingehen.

Die Delegation ist noch bis morgen Mittag in der Region. Falls journalistischer Kontakt mit der Delegation gesucht wird, kann sich an uns gewendet werden.
CA

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20:15 Uhr

Kantonsregierung von Kobanê appelliert an Weltgemeinschaft

Im Folgenden der Appell der Kantonsregierung von Kobanê

„Die internationale Gemeinschaft muss in Kobanê sofort handeln, um ein drohendes Massaker an der dortigen Bevölkerung durch den IS zu verhindern. Seit 22 Tagen leistet die Bevölkerung von Kobanê einen unerlässlichen Widerstand gegen die Terrororganisation Islamischer Staat, die mit schweren Waffen von allen Seiten aus unsere Stadt angreift. Obwohl wir  die Weltgemeinschaft und internationale Hilfsorganisation um dringende humanitäre Hilfe gebeten haben, blieben unsere Aufrufe bis jetzt alle unerhört.”
DIHA

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19.37 Uhr:

Asya Abdullah: „Die IS kontrolliert nun den Hügel Miştenur und schreitet mit Panzern und schweren Waffen in äußeren Stadtteile Kobanês vor. Das Stadtzentrum ist weiter unter Raketenbeschuss und währenddessen schreiten die Banden des IS voran. Die Kämpfe konzentrieren sich auf den östlichen Stadtrand. Der Widerstand der YPG und YPJ hält an. Doch das Leben vieler Zivilisten ist in Gefahr. Es sind weiterhin viele Zivilisten in der Stadt und ihr Leben ist akut gefährdet.
Wir verstehen nicht, worauf die Anti-IS Koalition noch wartet. Alle die jetzt gegenüber der Gefahr eines Massakers schweigen, werden aus unserer Sicht mitverantwortlich dafür sein.
Wir brauchen gegen die aktuellen Angriffe dringend Unterstützung aus der Luft. Wenn wir panzerbrechende und andere schwere Waffen aus der Luft erhalten, können wir den Vorstoß des IS stoppen. Deswegen wiederholen wir unseren Aufruf an die internationalen Mächte und die Anti-IS Koalition: Wenn ihr was machen wollt, dann macht es jetzt. In wenigen Stunden oder Tagen könnte es zu spät sein.“
CA
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19.20 Uhr:

PYD Co-Vorsitzende Asya Abdullah ruft internationale Gemeinschaft zur Hilfe auf: „Die IS ist in das Stadtzentrum vorgedrungen. Die Lage ist gefährlich. Wir rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, uns aus der Luft panzerbrechende und andere schwere Waffen zu bringen, damit wir auf diesem Wege den Widerstand fortführen und den IS stoppen können.“ Sie kritisiert weiter die Untätigkeit der Anti-IS-Koalition.
CA
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19:07 Uhr

Nordkurdistan: Tausende Menschen bewegen sich Richtung syrischer Grenze in Suruc
Tausende Menschen, die zuvor an einer Mahnwache beteiligt waren, bewegen sich in Richtung Grenzstreifen, von wo aus immer mehr Flüchtlinge aus Kobanê in die Türkei fliehen.
ANF
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19:07 Uhr:

Zahlreiche Zivilisten aus Kobanê fliehen in die Türkei

Nachdem die menschenverachtende Terrororganisation Islamischer Staat IS, die seit mehr als 21 Tagen von allen Seiten aus die kurdische Stadt Kobanê eingreift, bis ins Stadtzentrum vorgerückt ist, kam es zum Beginn von Städtekämpfen zwischen den IS-Terroristen und der Volksverteidigungskräften der YPG. Aufgrund der barbarischen Vorgehen der IS, die überall wo sie eingreift, wehrlose Menschen tötet, Frauen vergewaltigt und versklavt, Menschen die Köpfe abhackt, sind zahlreiche Zivilisten über die Grenzgang von Mürşitpınar nach Suruc in die Türkei geflohen.
ANF
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19:02 Uhr:

Die Kämpfer der IS sind in das Stadtzentrum von Kobanê vorgedrungen. Zuvor hatten die Kräfte der YPG und YPJ 21 Tage mit leichten Waffen den IS Kämpfern Widerstand geleistet und sie vor dem Eindringen in die Stadt erfolgreich abgehalten. Nun verlagern sich die Kämpfe in das Stadtzentrum. Die Zivilisten in der Stadt sind der akuten Gefahr eines Massakers ausgesetzt.
ANF
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05.10.2014

Salih Muslim: Wer handeln will, der sollte es jetzt tun

Der Kovorsitzende der Partei der Demokratischen Einheit Salih Muslim erklärte gegenüber ANF, dass der Islamische Staat IS seine Angriffe auf Kobanê intensiviert habe. Kurden und Kurdinnen haben sich überall erhoben und über die Angriffe informiert, wer handeln will, sollte es jetzt tun. Auch die internationalen Streitkräfte forderte er auf, gegen den IS zu intervenieren. Es seien zwar einige Posten des IS um Kobanê von den USA bombardiert worden, aber das reiche noch lange nicht. „Wenn es der USA ernst wäre, könnte sie den IS in kürzester Zeit zurückschlagen“, so Salih Muslim.

Trotz des starken Widerstandes der Verteidigungseinheiten YPG und YPJ und der Bevölkerung gab es Auseinandersetzungen mit der Terrororganisation IS in den Randgebieten der Stadt. „Jeder und jede kann dies beobachten, jetzt ist Solidarität gefragt,“ so Salih Muslim. Mit Blick auf das drohende Massaker erklärte er, dass die Welt stumm bleibe und zu schaue. „Alles findet vor ihren Augen statt, wir brauchen Waffen, aber sie wollen sie uns noch nicht einmal verkaufen“, so Muslim.

Salih Muslim verurteilte auch den türkischen Staat wegen der Angriffe auf die solidarischen Menschen an der Grenze zu Rojava. Diese seien aus Sorge um ihre Angehörigen an die Grenze gekommen und werden nun mit Tränengas wieder vertrieben.

Salih Muslim rief die kurdische Bevölkerung überall zur Solidarität auf. „Wer handeln will, der sollte es jetzt tun“, erklärte er, die Kurden und Kurdinnen sollen sich erheben, überall.

ANF, ISKU

 

 

Quellenkürzel:

ANF = Firatnews Agency

CA = Civaka Azad

ISKU = Informationsstelle Kurdistan

DIHA = Dicle News

ANHA = Hawarnews Agency