Die Karten im Mittleren Osten werden neu gemischt

Dr. Hüseyin Akdağ über den Vielfrontenkrieg im Mittleren Osten; für den Kurdistan Report Januar/Februar 2018
Der Mittlere Osten tritt mit der schweren Niederlage des Islamischen Staates (IS) und von dessen Unterstützern in Syrien und im Irak in eine neue Phase. Deren Vorbote war eigentlich der Besuch des US-Präsidenten Donald Trump in Saudi-Arabien im Mai 2017. Mit seinem öffentlichen Auftritt in den Medien zusammen mit dem saudischen König und dem ägyptischen Staatspräsidenten wurde diese von Riad angeführte neue Phase angestoßen. Im Jahr 2015 trafen die P5+1 – die fünf permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland – eine Vereinbarung mit dem Iran, der zufolge das Embargo gegen ihn im Gegenzug für die Einschränkung seines Atomprogramms aufgehoben wurde.… weiterlesen

Krieg gegen Afrin als direkter Angriff auf die Frauenrevolution

Die Frauenbewegung in Rojava (Kongreya Star) über die Rolle von Frauen im Aufbau demokratischer Strukturen in Afrin, 12.02.2018
Demokratischer Konföderalismus als Lösungsmodell Im Zuge des „arabischen Frühlings“ in Syrien haben die KurdInnen in Nordsyrien ab 2012 mit dem Aufbau von demokratischen Selbstverwaltungsstrukturen begonnen um sich so von der jahrzehntelangen Unterdrückung durch das Baath-Regime zu befreien. Dies bezeichneten sie als den „Dritten Weg“, der im Demokratischen Konföderalismus konzeptualisiert ist. Hierbei handelt es sich um ein politisches und gesellschaftliches Modell, das die Gleichberechtigung von Ethnien, Religionen und Geschlechtern anstrebt. Der Demokratische Konföderalismus wurde von Abdullah Öcalan, dem seit Februar 1999 unter schwersten Isolationsbedingungen in der Türkei inhaftierten Führer der kurdischen Freiheitsbewegung, als Vorschlag für ein friedliches Zusammenleben der zahlreichen Völker und Religionen im Mittleren Osten entwickelt.… weiterlesen

Make Rojava Green Again: Unterstützung der ökologische Revolution in Nordsyrien

Präsentation der Kampagne in Kooperation mit den Strukturen der Demokratischen Selbstverwaltung Nordsyriens, 11.02.2018
Hintergrund Fünf Jahre sind seit dem Beginn der Revolution in Rojava vergangen. Seit dem heroischen Widerstand von Kobani treiben YPG/YPJ die reaktionären Banden des IS immer weiter indie Enge. Gleichzeitig widerstehen die Menschen in Rojava erfolgreich allen hegemonialen Versuchen die Revolution zu korrumpieren. Inspiriert und geprägt durch die Ideen Abdullah Öcalans und dem Kampf der kurdischen Freiheitsbewegung, getragen von Frauenbefreiung, Ökologie und radikaler Demokratie, organisiert sich inmitten des Kriegs in Syrien eine revolutionäre Bewegung mit dem Anspruch der kapitalistischen Moderne einEnde zu bereiten.… weiterlesen

Warum die PKK keine terroristische Organisation ist

Cemil Bayik, Mitglied des Exekutivkomitees der KCK (Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans) und Gründungsmitglied der Arbeiter*innenpartei Kurdistans (PKK), im Interview mit der spanischen Zeitung Publico, 08.02.2018
Aus aktuellem Anlass und aufgrund wichtiger im Interview enthaltenen Inhalte, die helfen, um die kurdische Frage und die Politik der AKP-Regierung der Türkei differenzierter zu betrachten, geben wir im Folgenden die deutschsprachige Übersetzung bestimmter Fragen des Interviews wieder. Herr Bayik, wenn wir als Journalisten etwas über die PKK schreiben, müssen wir angeben, dass manche Organisationen und Staaten, zum Beispiel Spanien, die PKK als eine Terrororganisation betrachten. Können Sie erklären, warum die PKK nicht als eine terroristische Organisation gesehen werden sollte?… weiterlesen

Gewerkschaftler im Exil bekunden Solidarität mit Afrin

Gewerkschaftler aus der Türkei rufen Gewerkschaften in der Bundesrepublik und Europa zu Solidarität mit dem nordsyrischen Kanton Afrin auf, 07.02.2018
Bis zu dem Angriff des türkischen Staats, der am 20. Januar begann, war Afrin eine der wenigen Regionen in Syrien, die vom Krieg weitestgehend verschon geblieben war. Tausende von Menschen haben hier in den letzten fünf Jahren vor den Gräueltaten der verschiedenen vom Ausland finanzierten Dschihadisten-Gruppen, wie den IS, in Afrin Zuflucht gefunden. Obwohl sich die Einwohnerzahl verdreifacht hat und die Stadt kaum Unterstützung von der UN oder anderen internationalen Institutionen erhielt, war es dank der aufgebauten Selbstverwaltung dennoch gelungen, ein friedliches Zusammenleben für alle zu ermöglichen.… weiterlesen

Bündnis mit Islamisten: Welche islamistischen Gruppen kämpfen an der Seite der Türkei in Afrin?

Das „Information Center of Afrin Resistance“ berichtet über die Hintergründe und die Rolle der einzelnen islamistischen Gruppen im Krieg gegen Afrin und deren Zusammenarbeit mit der Türkei, 06.02.2018
Während der Völkermord und der Besatzungsversuch der Türkei in Afrin seit nunmehr über zwei Wochen andauern, lohnt sich ein genauerer Blick auf die islamistischen Gruppen, mit deren Hilfe das AKP-Regime Krieg gegen den nordsyrischen Kanton Afrin führt, um die Wahrheit hinter den aktuellen Angriffen deutlicher zu sehen. Gerade weil derzeit in Afrin ein versuchter Völkermord als Ergebnis der reaktionären und faschistischen Denkweise des türkischen Regimes zu beobachten ist, ist es notwendig, diejenigen zu identifizieren, die an diesen Angriffen teilnehmen und ihre Beziehungen untereinander zu verstehen.… weiterlesen

„Eine Niederlage Afrins liegt nicht im Interesse Deutschlands”

Fatma Adır, Exekutivratsmitglied der KCK, zu den Angriffen auf Afrin und die Position Deutschland in diesem Konflikt, 05.02.2018
Das Exekutivratsmitglied der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK) Fatma Adır bewertete für die Nachrichtenagentur ANF die Angriffe des türkischen Staates auf Afrin. Adır hob hervor, dass die Angriffe von Erdoğan auf Afrin nicht nur eine Gefahr für die Kurden und Syrien darstellen, sondern dass sie sich mit ihrer Verschärfung auf den ganzen Mittleren Osten und Europa auswirken. Adır betonte, dass die Unterstützung der Besatzung Afrins durch Europa, insbesondere durch Deutschland, auch nicht im Interesse dieser Länder sein könne.… weiterlesen

Stoppt die Verbrechen der Türkei in Afrin

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 05.02.2018
Am 20. Januar hat der türkische Staat zusammen mit dschihadistischen Gruppen wie der al-Qaida, al-Nusra, der FSA, Heyet Tahrir al-Şam und IS-Terroristen eine militärische Offensive auf den kurdischen Kanton Afrin in Nordsyrien begonnen. Die Invasion stellt eine grobe Verletzung des internationalen Rechts dar. Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und muss klar als der Versuch eines Völkermordes benannt werden. Die Angriffe richten sich nämlich gegen eine ethnische Gruppe. Erdogans gegenwärtiger Angriff auf Afrin muss im Kontext der seit langem bestehenden rassistischen Feindschaft der Türkei gegen jegliche kurdische Selbstbestimmung, einschließlich der Forderung nach demokratischen Rechten in den bestehenden Staaten, bewertet werden.… weiterlesen

Offener Brief an Merkel und Gabriel wegen Angriff auf Afrin

Offener Brief von 91 Kulturschaffenden, Künstlern und Wissenschaftlern an die Bundeskanzerlin und den Außenminister, 02.02.2018
Angesichts der Passivität, mit der die deutsche Politik auf den türkischen Überfall auf den Kanton Afrin in Nordsyrien reagiert, haben, 90 Kulturschaffende, Künstler  und Wissenschaftler einen offenen Brief an die Kanzlerin und den Außenminister verfasst. Scharf kritisieren sie dabei auch den Einsatz deutscher Waffen. Ihre Solidarität gilt Afrin und der gesamten Demokratischen Föderation Nordsyrien. Das Schreiben mit den Namen der Unterzeichnenden ist unten angeführt und außerdem unter  http://www.offener-brief-afrin.de/ abrufbar. Der offene Brief lautet: Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, sehr geehrter Herr Gabriel, wir, Kulturschaffende, Wissenschaftler_innen, Künstler_innen fordern Sie dazu auf, eindeutig Stellung zu beziehen.… weiterlesen

PYD: Das Schweigen der internationalen Gemeinschaft kommt dem Zustimmen der Massaker gleich

Erklärung der Partei der demokratischen Einheit (PYD) zu den Angriffen auf Afrin, 02.02.2018
Gestern am 1. Februar 2018 gab der Parteirat der PYD vor dem Parteigebäude in der Stadt Qamişlo eine Erklärung zu den Angriffen des türkischen Staates auf den nordsyrische Kanton Afrin ab. Im Folgenden veröffentlichen wir den vom PYD-Sprecher Ciwan Mistefa vorgetragenen Aufruf an die internationale Gemeinschaft: „Seit circa zwei Wochen hält der Widerstand der Epoche an. Die YPG, YPJ und SDF leisten gemeinsam mit der Gesellschaft Widerstand. Die türkische Besatzerarmee und die 25.000 Al-Qaida-, Al-Nusra- und IS-Terroristen greifen Zivilisten an und benutzen modernste militärische Technologie, Napalm- und Streubomben, deren Nutzung verboten ist.… weiterlesen

Über Afrin zum Faschismus: Was Erdoğan mit seinem Angriffskrieg bezweckt

Murat Çakır über den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei auf Afrin, 02.02.2018
Unter dem zynischen Namen »Operation Olivenzweig« hat die Türkei einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg begonnen. Seit dem 20. Januar 2018 steht der nordsyrische Kanton Afrin, nachweislich eines der wenigen befriedeten Gebiete Syriens, unter massiven Beschuss der zweitgrößten NATO-Armee. Berichte über Ankaras Kriegsführung belegen die Tatsache, dass der türkische Angriffskrieg längst zu einem Vernichtungskrieg ausgeartet ist: Türkische Artillerie und F16-Kampfjets bombardieren nicht nur zivile Wohngebiete und vermeintliche Stellungen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ), sondern auch die Infrastruktur und historische Kulturgüter. Die Angriffe forderten bisher zahlreiche zivile Opfer, darunter viele Frauen und Kinder.… weiterlesen

Aufruf zur Verteidigung der Frauenrevolution in Afrin

Pressemitteilung von CENÎ – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V., 01.02.2018
Am 19.01. hat das türkische Militär mit Hilfe verbündeter islamistischer Milizen einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Afrîn, den westlichen Kanton Rojavas (Nord-Syrien), begonnen. Afrin war lange Zeit eines der sichersten Gebiete in Syrien, hierhin waren hunderttausende Menschen vor dem Krieg in den anderen Regionen geflohen und wurden von der Bevölkerung Afrins aufgenommen. Europäische Regierungen und Institutionen, die dazu geschaffen wurden, eine Wiederholung der Greueltaten des zweiten Weltkriegs zu verhindern, schweigen zur Besatzung Afrîns oder sorgen sich statt zu kritisieren. Denn sie sind Teil der patriarchalen Ordnung, die ihre Schwäche mit Bomben, Kriegen, Verträgen und Abkommen zu überspielen sucht.… weiterlesen

Menschenrechtsorganisationen sind für Afrin zum Handeln aufgefordert

Pressemitteilung von NAV-DEM – Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland, 31.01.2018
Seit dem 20. Januar greift die türkische Armee gemeinsam mit islamistischen Kräften wie der Al-Nusra den nordsyrischen Kanton Afrin an. Der türkische Angriff wird dafür weltweit von Regierungen und Vertretern der Zivilgesellschaft verurteilt. In Deutschland richtet sich die Kritik berechtigterweise gegen die deutschen Waffenexporte in die Türkei, aber auch Forderungen nach einem stärkeren politischen Druck seitens der deutschen Bundesregierung werden zunehmend lauter. Auffallend ruhig blieben bisher Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International oder Human Rights Watch. Das Schweigen dieser Organisationen ist angesichts der schwerwiegenden Verbrechen, die der türkische Staat in Afrin begeht, nicht hinnehmbar.  … weiterlesen

Der deutsche Waffen-Mythos und die Rüstungsindustrie

Der armenischstämmige Aktivist und Historiker Toros Sarian über die Diskussion hinsichtlich deutscher Kampfpanzer bei der Offensive der Türkei auf Afrin, 30.01.2018
Waffen werden für Kriege produziert, mit der Waffenproduktion verdienen Rüstungsunternehmen viel Geld und jeder Krieg bedeutet für sie Gewinnquellen. Doch es sind die Regierungen, die dieses blutige Geschäft ermöglichen und fördern. Während die Rüstungsindustrie eine stets fließende Einnahmequelle hat, dienen der Waffenhandel und die Aufrüstung von bestimmten Staaten politischen und militärischen Interessen. Die USA haben nicht nur den mit Abstand höchsten Militäretat, sondern sind auch der größte Waffenexporteur. Deutschland, das sich mit der Rolle einer moralischen Macht begnügen muss, spielt im Waffenhandel eine untergeordnete Rolle, obwohl es als Industrienation auf eine große Erfahrung bei der Herstellung von Tötungsmaschinen zurückblicken kann.… weiterlesen

Altun: Unsere strategischen Partner sind die globalen demokratischen Kräfte

Rıza Altun, Exekutivratsmitglied der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK), zur Situatuion in Afrin, 27.01.2018
Rıza Altun, Mitglied des KCK-Exekutivrats, hat gegenüber der Nachrichtenagentur ANF den Besatzungsversuch des türkischen Staates in Afrin, die Motive Russlands und der USA, sowie die Position der kurdischen Freiheitsbewegung bewertet. Im Folgenden eine gekürzte Fassung der Aussagen von Altun: „Die aktuelle Situation in Syrien, insbesondere die der Regierung in Damaskus muss richtig analysiert werden. Seit fünf, sechs Jahren befindet sich Syrien in einem Kriegszustand. Da die Regierung in Syrien nicht auf eigenen Beinen stehen konnte, hat sich mit der Unterstützung des Iran und der ihr verbundenen Hezbollah eine andere Situation entwickelt.… weiterlesen

Nordsyrische Selbstverwaltung fordert Flugverbotszone für Afrin

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 27.01.2018
Seit Donnerstag Abend melden verschiedene deutsche und internationale Medien, die Selbstverwaltung der Demokratische Föderation Nordsyrien, zu der auch der Kanton Afrin gehört, fordere eine militärische Intervention der syrischen Armee zur Verteidigung Afrins. In den Meldungen wird zum Teil suggeriert, die Selbstverwaltung habe um die Entsendung syrischen Militärs nach Afrin gebeten. Durch etwaige Darstellungen entsteht die Gefahr weder dem tatsächlichen Wortlaut der Erklärung gerecht zu werden, noch vor dem Hintergrund der komplexen Verhältnisse des Krieges in Syrien die Erklärung ausreichend zu kontextualisieren. Der syrische Präsident Assad hat die Türkei kurz vor dem Beginn ihres Krieges gegen Afrin vor einem Angriff gewarnt und deutlich damit gedroht, türkische Flugzeuge abzuschießen, sollten diese in den syrischen Luftraum eindringen.… weiterlesen

Die Analyse einer „Analyse“

Welat Parêz über türkische Propaganda in deutschen und europäischen Zeitungen, 26.01.2018
Der folgende Text beschäftigt sich mit einer „Analyse“, die sich am 24.01.2017 wie ein Feuersturm über viele große und kleine, allgemeine und lokale, deutsche und österreichische Zeitungen verbreitete (Eine nach bisherigem Kenntnisstand bekannte Liste derjenigen Zeitungen, die diesen Artikel veröffentlichten, wird zum Schluss angegeben). Als Quelle wird die Deutsche Presse-Agentur (dpa), als Ort Istanbul angegeben. In den meist auflagenstarken Medien wie Die Zeit oder Süddeutsche Zeitung wird kein Autor angegeben. Warum? Erst weitere Recherchen führen zum deutsch-türkischen dpa-Korrespondenten Can Merey, dessen Name zwei kleinere Lokalzeitungen angegeben haben.… weiterlesen

Großdemonstration für Afrin am Samstag: Stadt Köln möchte mit inakzeptablen Auflagen Demonstrationsteilnehmer schikanieren

Pressemitteilung von NAV-DEM – Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland, 24.01.2018
Das gestrige Kooperationsgespräch hat gezeigt, dass die Stadt Köln erneut mit allen Mitteln unsere geplante Großdemonstration schikanieren möchte. Erneut wird nicht gestattet, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration mit Lebensmitteln versorgt werden können. All unsere Kompromissvorschläge wurden rigoros abgeschmettert“, kritisiert Ayten Kaplan, die Ko-Vorsitzende des Demokratischen Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (NAV-DEM), die Haltung der Stadt Köln bezüglich der für Samstag angekündigten Großdemonstration „Die Alternative lebt! Überall ist Afrin– überall ist Widerstand!“ „Wir erwarten bis zu 20.000 Menschen zu dieser wichtigen Demonstration gegen die Kriegspolitik des türkischen Staates.… weiterlesen

Chronologie türkischer Angriffe auf Afrin im Jahr 2017

Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 24.01.2018
Die türkischen Angriffe auf Afrin haben nicht erst am vergangenen Samstag begonnen. Schon zuvor, vor allem im vergangenen Jahr hat das türkische Militär immer wieder Dörfer in Afrin angegriffen und versucht Teile des Gebiets zu besetzen. Im Folgenden eine unvollständige Chronologie türkischer Angriffe auf Afrin im Jahr 2017. Die Chronologie führt vor Augen, dass die Behauptung der türkischen Regierung, bei der sogenannten Offensive „Olivenzweig“ würde es sich um einen Verteidigungskrieg handeln, nicht der Wahrheit entspricht. Im Gegenteil. Entsprechenden Berichten des Menschenrechtsvereins (Rêxistina Mafê Mirovan) in Afrin zufolge sind 2016 in der Region insgesamt 37 Zivilisten bei Angriffen des türkischen Militärs getötet worden.… weiterlesen

Lasst Afrin nicht zu einem zweiten Kobanê werden!

Internationaler Aufruf von Akademikern und Menschenrechtsaktivisten für Afrin, 23.01.2018
Wir, die unterzeichnenden Akademiker und Menschenrechtsaktivisten, fordern, dass die Staatschefs von Russland, Iran und den USA sicherstellen, dass die Souveränität der syrischen Grenzen nicht durch die Türkei verletzt wird und dass der Bevölkerung von Afrin in Syrien erlaubt wird, in Frieden zu leben.
Afrin, dessen Bevölkerung überwiegend kurdisch ist, ist eine der stabilsten und sichersten Regionen in Syrien. Mit sehr wenig internationaler Hilfe hat Afrin in den letzten fünf Jahren so viele syrische Flüchtlinge aufgenommen, dass sich die Bevölkerung auf 400.000 verdoppelt hat. Nun ist Afrin umgeben von Feinden wie von der Türkei unterstützte dschihadistische Gruppierungen, al-Qaida und der Türkei selbst.… weiterlesen