2.000 IS-Gefangene in Raqqa drohen auszubrechen: QSD warnt vor Massenausbruch, Umstellung durch Regierungstruppen und türkeitreue Milizen. Unterstützung der Anti-IS-Koalition bleibt aus.
In unserem aktuellen Wochenrückblick geht es unter anderem um die Tötung der deutschen Guerillakämpferin Kelly Freygang, Verfassungsreformpläne in der Türkei, Gewalt gegen Frauen, wachsende IS-Gefahr und die Kampagne „Ich will Öcalan treffen“.
In unserem aktuellen Wochenrückblick beschäftigen wir uns unter anderem mit dem Dialogprozess, der Situation der Gefangenen in der Türkei, der Verschlechterung der humanitären Lage in Syrien und der Kurdistan-Konferenz in Qamişlo.
Der kurdische Dachverband KON-MED mahnt nach dem Anschlag von Solingen, dass Debatten über Asylrechtsverschärfungen und Massenabschiebungen den Diskurs immer weiter nach rechts schieben. Es brauche eine konsequente Bekämpfung islamistischer Akteure.
Nach dem tödlichen Drohnenangriff der Türkei auf die Sicherheitskräfte der Autonomieregion Nord- und Ostsyrien macht die Selbstverwaltung Russland und die US-geführte Koalition für die offene Unterstützung des IS verantwortlich.
Newroz Ehmed aus dem Generalkommando der QSD berichtet, dass in den vier Jahren seit dem militärischen Sieg über den IS 285 islamistische Zellen zerschlagen, 397 Dschihadisten getötet und 2.720 weitere gefangen genommen wurden.
Das in Rojava aufgebaute Rechtssystem schützt nicht die Interessen der herrschenden Klasse, sondern der gesamten Gesellschaft. Eine wesentliche Rolle spielen die Gerechtigkeitskomitees in den Kommunen von Nord- und Ostsyrien.
Die QSD gedenken drei Jahre nach der Zerschlagung des IS-Kalifats in Ostsyrien den Tausenden Gefallenen und warnen vor der anhaltenden Terrorgefahr. Vor allem die Türkei macht die Erfolge im Kampf gegen den IS zunichte.
Fayik Yağızay analysiert für das Nachrichtenportal Medya News die Zusammenhänge zwischen dem IS-Angriff in Hasakah und der türkischen Kriegspolitik in Kurdistan.
Der KNK hat einen Bericht zur Symbiose der Türkei mit der Terrororganisation „Islamischer Staat“ veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem, dass Erdoğan das Schweigen des Westens als Gelegenheit nutzt, um sich an den Kurd:innen für die Niederlage des IS zu rächen.
Newroz Ehmed fordert die Einrichtung eines internationalen Tribunals gegen den IS und berichtet vom Beginn einer Operation gegen „Schläferzellen“ nach dem IS-Angriff in Hesekê.
Nach dem mit dem türkischen Staat koordinierten IS-Angriff in Hesekê sind viele Fragen weiterhin offen. Fest steht jedoch, dass der IS eine erneute Territorialherrschaft erreichen wollte.
Von Ersin Çaksu für ANF
Zum Jahrestag der Befreiung von Kobanê erklärt Mako Qocgiri, Mitarbeiter von Civaka Azad, dass der IS weiterhin eine Gefahr für die Region darstellt und dass dies maßgeblich mit der Politik der Türkei zusammenhängt.
In den vergangenen Tagen ist es zu einer Serie von großangelegten IS-Anschlägen in Syrien gekommen. Was steht hinter dieser „Rückkehr“ des IS?
Von ERSİN ÇAKSU
Die Bundesregierung erwägt weitere Rückholungen von Kindern deutscher IS-Angehöriger aus Nordostsyrien. Staatsminister Michael Roth wiederholt die Behauptung, die Selbstverwaltung lehne die Rückführung von Frauen grundsätzlich ab.
Die Bundesregierung hat eine Gruppe deutscher Staatsangehöriger aus Internierungslagern im Autonomiegebiet von Nord- und Ostsyrien zurückgeholt. Dazu war das Auswärtige Amt von mehreren Gerichten verpflichtet worden.