Türkei startet neuen Besatzungskrieg in Südkurdistan – Proteste in Deutschland
Pressemitteilung von Civaka Azad, 18.04.2022
Pressemitteilung von Civaka Azad, 18.04.2022
Arif Rhein, Mitarbeiter von Civaka Azad e.V., über die fatalen Folgen der Kurdistanpolitik Deutschlands –
Aus dem Kurdistan Report 219 | Januar/Februar 2022
Merwan Bedel, der Ko-Vorsitzende des Autonomierats von Şengal, ist in seinem Auto in Xanesor von einer türkischen Killerdrohne getötet worden. Seine Kinder überlebten den Anschlag.
Die türkische Armee führt eine grenzüberschreitende militärische Operation gegen Stellungen der PKK in Südkurdistan durch. Neben der breitflächigen Bombardierung von zivilen Siedlungsgebieten wird der türkischen Armee auch der Einsatz von chemischen Waffen vorgeworfen. Wir haben in unserem aktuellen Factsheet die Hintergründe beleuchtet.
Murat Karayılan hat dem Westen vorgeworfen, im Kampf gegen den Einsatz von Chemiewaffen zweierlei Maß anzuwenden. Die Politik international verantwortlicher Kräfte und Organisationen sei von „Doppelmoral“ geprägt, kritisiert der HPG-Oberkommandierende.
Der Nationalkongress Kurdistan (KNK) fordert internationale Institutionen und die Öffentlichkeit dazu auf, die Türkei für den Einsatz von Chemiewaffen zu verurteilen. Die Medien werden aufgefordert, über die türkischen Kriegsverbrechen zu berichten.
Die Anerkennung des IS-Genozids durch die UN oder Regierungen darf nicht länger ein protokollarischer Akt bleiben. Es ist wichtig, dass daraus praktische Schritte folgen, sagt Faris Harbo vom autonomen Volksrat Şengal. Ein Anfang wäre ein Status.
Der Demokratische Autonomierat Şengals fordert eine internationale Untersuchung zu den tödlichen Angriffen der Türkei. Bei Luftschlägen auf ein Krankenhaus und das Fahrzeug einer diplomatischen Delegation wurden Anfang der Woche zehn Menschen getötet.
Bei der Bombardierung des Krankenhauses in Şengal sind vier YBŞ-Kämpfer und vier Mitarbeiter:innen ums Leben gekommen. Der Autonomierat Şengal geht davon aus, dass der Angriff mit internationaler und regionaler Zustimmung erfolgt ist.
Sieben Jahre nach Genozid in Şengal: Ezidsche Frauen fordern Anerkennung der Selbstverwaltung und Selbstverteidigung
Heute jährt sich der IS-Genozid an den Ezidinnen und Eziden Şengals zum siebten Mal. Die KCK gedenkt aller Opfer des Völkermords und bekräftigt ihre Forderung nach Anerkennung eines Autonomiestatus für das Hauptsiedlungsgebiet der ezidischen Gemeinschaft.
Die türkische Armee führt Besatzungsangriffe in drei Teilen Kurdistans durch und setzt dabei auf totale Zerstörung. Darunter leiden nicht nur die Menschen, sondern auch die Natur. Eine große Rolle spielt dabei die Cengiz Holding.
Baxtiyar Çelê, Mitglied des Volksrats vom Geflüchtetencamp Mexmûr, berichtet über die aktuelle Bedrohungslage vor Ort.
Die Internationale „Delegation für Frieden und Freiheit in Kurdistan“ hat eine vorläufige Abschlusserklärung zu den Entwicklungen und Erfahrungen der Delegationsreise veröffentlicht.
In Köln beginnt heute die Veranstaltungsreihe „Erdoğans ‚Neue Türkei’ und der Krieg gegen die Kurd:innen – Bericht der Friedensdelegation nach Südkurdistan”. Weitere Termine finden in Hamburg, Mainz, Frankfurt und Berlin statt.
Am Mittwoch, den 16. Juni 2021, fand im Rahmen der internationalen „Delegation für Frieden und Freiheit in Kurdistan“ um 10 Uhr MEZ eine Pressekonferenz im Hotel Halwachy in Sulaymaniah statt.
Auf dem Ticker von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. haben wir vom 12. bis zum 16 Juni die Entwicklungen rund um die Friedensdelegation in Südkurdistan dokumentiert. Weitere Informationen sind auf der Internetpräsenz der Friedensinitiative „Defend Kurdistan – Gegen die türkische Besatzung“ zu finden.
Behinderung der Pressekonferenz zur Veröffentlichung der internationalen Initiative „DEFEND KURDISTAN gegen die türkische Besatzung!“.
Trotz der Behinderung durch die Bundesregierung und die PDK findet die #Delegation4Peace in Südkurdistan statt. Ein Teil der Gruppe befindet sich in der Autonomieregion Kurdistan und hat dort verschiedene Akteur:innen getroffen.
Auf Betreiben der Bundesregierung ist einer Friedensdelegation in Düsseldorf die Ausreise nach Hewlêr untersagt worden. Die Initiative bezeichnet das Vorgehen deutscher Behörden als aktive Unterstützung für den Krieg der Türkei in Südkurdistan.