Die letzten Entwicklungen zu den Morden von Paris und offene Fragen

Fidan Dogan, Sakine Cansiz und Leyla SaylemezCivaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e. V., 26.05.2014
Als am 9. Januar 2013 die Meldung von der Ermordung von den drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez in Paris durch die Welt ging, war der Schock innerhalb der kurdischen Gesellschaft groß. Ein Massaker dieser Art mitten in Europa trägt  das Potential, den kurdisch-türkischen Konflikt auf eine ganz neue Ebene zu tragen. Dass dieser Mord kurz nach dem Bekanntwerden von der Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen dem inhaftierten PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan und den Vertretern des türkischen Staates durchgeführt worden ist, sagt viel darüber aus, welche Interessen hinter solch einer grausamen Tat stecken.… weiterlesen

Der 1. Mai als Tag der ArbeiterInnen und aller unterdrückten Menschen weltweit!

YXK LogoErklärung der YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. 
Der 1. Mai ist der Tag der revolutionären ArbeiterInnenklasse und wurde in Folge schwerer Streiks um den 8 Stunden-Tag im 19. Jahrhundert geboren. Viele ArbeiterInnen mussten diesen Kampf mit dem Leben bezahlen. Seitdem ist der 1. Mai zum Kampftag gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Entrechtung geworden. Bis heute kämpfen Millionen Menschen – von Amed und Istanbul über Athen und Berlin bis Rojava – für eine andere Welt. Kapitalismus ist die Krise Der Kapitalismus zeigt überall auf der Welt immer dreister sein wahres Gesicht. Phänomene, die der Kapitalistischen Moderne inne wohnen, wie Krieg und Krise, Ausbeutung und Unterdrückung, Zerstörung sozialer Sicherungssysteme und der Umwelt, faschistische und rassistische Mobilmachung machen sich immer wieder bemerkbar.… weiterlesen

Warum keine humanitäre Hilfe an die Flüchtlinge in Rojava fließt

rojava-ambargo-resmiHumanitäre Hilfe als Waffe
Devriş Çimen, Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e. V.
Syrien ist längst nicht mehr der Ort, an dem ein Aufstand stattfindet, Syrien entwickelte sich in ein Schlachtfeld eines internationalen Stellvertreterkrieges. Neben mehr als 140 000 Menschen, die seit März 2011 getötet wurden, sind Millionen Flüchtlinge die Opfer dieser grausamen Tragödie. Auch die Genf-II-Konferenz hat zu keinem vernünftigen Ergebnis geführt. Das Agieren der regionalen und internationalen Konfliktparteien beschränkt sich auch nach Genf II weiterhin im Wesentlichen auf die Unterstützung ihrer Bündnispartner in Syrien. Mit Waffen, Kämpfern, Geld, Infrastruktur etc. werden die Auseinandersetzungen weiter angeheizt, statt mit ernsthaften Gesprächen nachhaltige Lösungen zu suchen und zu fördern.… weiterlesen

Radikales Denken aus Frauenperspektive

jineolojiJin Jiyan Azadî – die erste Jineolojî Konferenz
Dieses Wochenende (28. Februar bis 02. März) ging die erste Frauenkonferenz der Jineolojî erfolgreich zu Ende, die ersten Schritte Jineolojî, d.h. Frauenwissenschaften, breit zu diskutieren, sind gegangen. Von Freitag bis Sonntag wurde an der Universität in Köln die Arbeit verschiedener Wissenschaftszweige einer kritischen Betrachtung unterzogen – einer Analyse aus weiblicher Perspektive. Zu Wort kamen dabei Philosophinnen, Soziologinnen, Feministinnen verschiedener Nationalität, insbesondere aber auch kurdische Frauenaktivistinnen und Akademikerinnen. Jineolojî ist noch mehr als nur Kritik, sie ist vor allem auch der Vorschlag für eine Methode, alternative Formen des Denkens und Lebens zu entwerfen und eine neue Art der Organisierung zu schaffen.… weiterlesen

KINOSTART: „HÊVÎ – HOFFNUNG“

poster-heviab 6. März im Kino, ein Film von Yüksel Yavuz
Der Dokumentarfilm Hêvî -Hoffnung handelt von vier kurdischen Frauen, die sich gegen die Unterdrückung und Gewalt in ihrem Land einsetzen. Der Regisseur Yüksel Yavuz porträtiert die Schicksale dieser Frauen, welche auf unterschiedliche Weise Wege gefunden haben, Widerstand gegen Ungerechtigkeiten zu leisten. Die Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Eren Keskin schildert ihre Erfahrungen aus den  90er Jahren. Keskin geht insbesondere auf die Lage der kurdischen Frauen während des bewaffneten Krieges zwischen den kurdischen Guerillas und dem türkischen Staat ein, die vor allem mit sexueller Gewalt erniedrigt und unterdrückt wurden.… weiterlesen

Neue Internetpräsenz des Kurdistan Reports

“Für ein freies Kurdistan in einem demokratischen Mittleren Osten”
mit diesem Slogan erscheint der Kurdistan Report seit nunmehr über 30 Jahren und versorgt die deutschsprachige Öffentlichkeit mit Informationen aus Kurdistan. Die Arbeiten an dem Report wurden 1982 mit der Motivation aufgenommen, die Unwissenheit der deutschen Öffentlichkeit über den Kurdistan Konflikt aufzubrechen. Und auch heute besteht weiterhin ein dringendes Bedürfnis nach dem Kurdistan Report, da die deutschen Medien oft nur eine einseitige, oftmals direkt von türkischen Nachrichtenagenturen übernommene, Berichterstattung zum Kurdistankonflikt liefert.   Die Themenrubriken im Kurdistan Report umfassen die aktuellen Entwicklungen in Kurdistan, Hintergrundinfos zum Konflikt und der kurdischen Freiheitsbewegung, aktuelle Entwicklungen in der kurdischen Frauenbewegungen, ökologische Fragen aus Kurdistan, sowie internationalistische und kulturelle Themen.… weiterlesen

Für die Ermöglichung humanitärer Hilfe in den kurdischen Provinzen Syriens – Rojava

civaka azadErklärung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 30.01.2014
Die kurdische Bevölkerung setzt sich in Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 intensiv für Frieden sowie den Aufbau einer demokratischen und gleichberechtigten Gesellschaft ein. Trotzdem – oder gerade deshalb – verhindern sowohl das syrische Regime als auch Gruppen, die zur Al-Qaida gehören, ebenso wie die Türkei, Saudi-Arabien, Katar sowie weitere Regionalmächte, dass humanitäre Hilfsmittel und lebenswichtige Ressourcen wie Lebensmittel, Öl, Gas, Wasser und Medikamente diese Region erreichen können. Faktisch wird seitens der genannten Akteure, neben ständigen militärischen Angriffen, ein Embargo gegen die kurdische Bevölkerung und die demokratischen Strukturen in der Region aufrechterhalten.… weiterlesen

Morde von Paris – Tonaufzeichnungen deuten auf Beteiligung des türkischen Geheimdienstes

Fidan Dogan, Sakine Cansiz und Leyla SaylemezPressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 14.01.2014
Am 12. Januar 2014 gelangten Mitschnitte von Tonaufzeichnungen ins Internet, auf denen vermutlich Ömer Güney, der bislang einzige dringend Tatverdächtige für die Morde an drei kurdischen Frauen in Paris am 09. Januar 2013, mit zwei weiteren Personen über die Planung von Attentate auf kurdische Politiker und Aktivisten in Europa diskutiert. Die Mitschnitte haben zeitlich vor den Morden von Paris stattgefunden. Bei den beiden Personen, mit denen Güney spricht, soll es sich um Mitglieder des türkischen Geheimdienstes MIT handeln. Güney klärt mit diesen beiden Personen ab, wo er die Tatwaffen besorgen will und gegen welche weiteren kurdischen AktivistInnen in Europa Attentate durchgeführt werden sollen.… weiterlesen

Eine kurdische Geschichte: “Der Imker”

präsentiert von Bravehearts International mit Unterstützung von Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. 
Kinostart 30.01.2014
Nach «Unser Garten Eden» erzählt Mano Khalil die berührende Geschichte von Ibrahim Gezer. Die Wirren des türkisch-kurdischen Krieges haben ihm alles genommen: seine Frau und Kinder, seine Heimat und mit seinen über fünfhundert Bienenvölkern auch die Lebensgrundlage. Geblieben ist ihm nur seine Liebe zu den Bienen und das unerschütterliche Vertrauen in den einzelnen Menschen, egal welcher Herkunft. Nach einer langen und entbehrungsreichen Odyssee hat der Imker dank seiner Leidenschaft für die Bienenzucht in der Schweiz zurück zum Leben gefunden. Synopsis von “Der Imker” In „Der Imker“ zeichnet Mano Khalil ein berührendes Portrait von Ibrahim Gezer.… weiterlesen

Ein Jahr nach den Morden von Paris – Wir fordern weiter Gerechtigkeit

Fidan Dogan, Sakine Cansiz und Leyla SaylemezKurdisches Frauenbüro für Frieden – Cenî, 09.01.2014
Vor genau einem Jahr, dem 09.Januar 2013, wurden drei kurdische Revolutionärinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez im Kurdistan-Informationszentrum mitten in Paris brutal ermordet. Sakine Cansiz war Gründungsmitglied der PKK und eine der ersten Frauen, die sich dem kurdischen Freiheitskampf anschloss. Fidan Dogan war Vertreterin des Kurdistan Nationalkongresses (KNK) in Frankreich. Leyla Saylemez war Aktivistin der kurdischen Jugendbewegung. Ihre Ermordung mitten in Europa war ein Schock für die gesamte kurdische Bevölkerung und die Freundinnen und Freunde des kurdischen Freiheitskampfes. Dementsprechend groß waren die Trauer und die Wut nach der Ermordung.… weiterlesen

Ist euer Schweigen das Eingeständnis eurer Mitschuld?

sara- rojbin- ronahiDer Stand der Entwicklungen im Falle der Pariser Morde
Maxime Azadi, Journalist
(…) Sowohl die Angehörigen als auch das kurdische Volk wollen endlich, dass die Morde aufgeklärt und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Das Schweigen der französischen Behörden sowie der westlichen Regierungen verstärkt den Unmut. Daher gehen kurdische Frauen jeden Mittwoch unter dem Motto »Ist euer Schweigen das Eingeständnis eurer Mitschuld?« in zahlreichen europäischen Großstädten auf die Straße und fordern Gerechtigkeit. (…) Sakine Cansiz, genannt Sara, befand sich unter den 21 Personen, die an der Gründungsversammlung der PKK am 27. November 1978 im Dorf Fis, Licê/Amed (Diyarbakir) teilgenommen haben.… weiterlesen

Massaker von Paris: Indizien deuten auf Beteiligung der Türkei

sakine-rojnin-leylaAntoine Comte, Anwalt, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Firat
Mehr als elf Monate nach den Morden an den kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez in Paris, erklärt Antoine Comte, dass die Untersuchungen vorankommen. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Firat (ANF) erklärt der Anwalt der Angehörigen der drei ermordeten Frauen, dass viele Indizien auf die Beteiligung des türkischen Staates beim Massaker vom 9. Januar hindeuten. Im Folgenden geben wir die Übersetzung des Interviews wieder: Hinsichtlich des Massakers an den drei kurdischen Frauen vom 9. Januar 2013 in Paris gibt es noch viele unbeantwortete Fragen.… weiterlesen

Im türkisch-kurdischen Konflikt ist von Deutschland Friedenspolitik gefordert

andreas_buroVon Andreas Buro
Was soll das Geschwätz von der Friedensmacht Europa und der Friedenspolitik Berlins, wenn in Wirklichkeit nur Aufrüstung und weltweite militärische Interventionen auf der Tagesordnung stehen. Im nun etwa 90-jährigen Konflikt zwischen türkischen Staat und seiner kurdischen Bevölkerung, die systematisch einer Zwangsassimilierung mit blutigem staatlichem Terror unterworfen wurde, könnte Deutschland mit seinem Prestige eine wichtige friedenspolitische Rolle spielen. Das kann es allerdings nicht, wenn es aus wirtschaftspolitisch opportunistischen Gründen nur Beihilfe zur türkischen Konfrontationspolitik leistet und die kurdischen Aktivitäten in Deutschland unter dem Vorzeichen Terrorismus einstuft. Dies wird von der Bundesregierung nach wie vor beibehalten, obwohl in diesem neuen Jahrhundert die kurdische Seite mit vielen Aktionen bis zur Gegenwart ihre Bereitschaft zu einer friedlichen Verständigungslösung demonstriert hat.… weiterlesen

20.000 fordern Aufhebung des PKK Verbots

demo_gegen_verbot_berlin_16.11.13Kampagne Tatort Kurdistan, 16.11.2013
Heute, den 16.11.13 versammelten sich bis zu 20.000 Menschen zur Demonstration gegen das Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans PKK. Es wurde eine entschlossene aber friedliche Demonstration unter den Fahnen vieler Linker Organisationen aus Deutschland der Türkei und allen Teilen Kurdistans. Dabei fielen besonders auch die vielen Fahnen der PKK, KCK und Bilder Abdullah Öcalans auf, welche die TeilnehmerInnen der Demonstration, trotz Strafandrohung zeigten und so ihre Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung zeigten. Obwohl die Polizei hunderte Bilder des Vorsitzender PKK Abdullah Öcalan und Fahnen von PKK und KCK im Vorfeld „festnahm“, konnte das Verbot dieser Symbole von der Polizei nicht durchgesetzt werden.… weiterlesen

Aufruf zur Demonstration: Friedensprozess unterstützen – PKK Verbot aufheben

Aufruf des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan (YXK), 13.11.2013

Der Nahe- und Mittlere Osten befinden sich in einem Zustand des Chaos. Seit ungefähr 200 Jahren befindet er sich in einer immerwährende Konfliktsituation, die mittels repressiver Diktaturen fortdauert. Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts und insbesondere während und nach dem 2.Weltkrieg, ist die Nahost-Politik der kapitalistischen Kräfte darauf gerichtet, die Region auszubeuten, sowie dieses Gebiet als einen ständigen Konfliktherd zu bewahren. Die Auswirkungen dieser Politik, können an den Fällen wie Afghanistan, dem Irak sowie zuletzt Syrien vergegenwärtigt werden. Während einerseits mit Diktaturen langfristige Interessenbeziehungen aufrechterhalten werden, werden andererseits rückschrittliche Verbrecherbanden wie Al Kaida sowie ihr syrischer Ableger Al Nusra, logistisch als auch militärisch von lokalen Partner wie der Türkei unterstützt. Dass aus Europa stillschweigend mehrere hundert Jugendliche von dschihadistischen Gruppierungen für den vermeintlichen Dschihad in Syrien rekrutiert werden können, ist ein Teil der europäischen Unterstützung.

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„Die kurdische Freiheitsbewegung lässt an ihren friedenspolitischen Zielen und Forderungen keinen Zweifel“

Kampange TATORT Kurdistan Interview mit der Kampange TATORT Kurdistan zur Demo „Friedensprozess unterstützen – PKK-Verbot aufheben“ am 16. November in Berlin
Anlässlich des 20. Jahrestages des PKK-Verbots ruft die Kampagne TATORT Kurdistan gemeinsam mit einem breiten Bündnis zahlreicher gesellschaftlicher und politischer Gruppen zu einer Großdemonstration am 16. November in Berlin auf. Über die Demonstration und deren Vorbereitung führte die Ronahî-Redaktion ein Interview mit AktivistInnen der Kampagne TATORT Kurdistan. Anlass der Demonstration am 16. November 2013 sind die letzten 20 Jahre PKK-Verbot. Könnt ihr kurz erläutern, wie es zu dem Verbot gekommen ist und was für Interessen hinter diesem Verbot stehen?… weiterlesen

Rojava, Gezi, Amed, Berlin – kein Frieden ohne Freiheit!

Zur bundesweiten Demonstration am 16. November 2013 in Berlin:
Im Mai 2013 hat die Kampagne Tatort Kurdistan den Aufruf „Friedensprozess unterstützen – PKK-Verbot aufheben‟ für eine bundesweite Demonstration in Berlin am 16. November gestartet. Anlass ist der 20. Jahrestag des Betätigungsverbots für die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Deutschland. Wir unterstützen damit den zum kurdischen Neujahrstag Newroz nochmals bestärkten Vorschlag des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan für einen Friedensprozess in der Türkei. Eine positive Antwort der türkischen Regierung auf diesen Vorschlag und den am 8. Mai begonnenen Rückzug der PKK-Kämpferinnen und -Kämpfer blieb leider aus. Gleichzeitig wurde der Bau von Militärbasen und Staudämmen in den kurdischen Landesteilen ausgeweitet.… weiterlesen

Gibt es überhaupt ein wirkliches Interesse an einer Friedenslösung?

Ulla JelpkeEuropa und die kurdische Karte
Ulla Jelpke, Innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Anfang April feierten Kurdinnen und Kurden aus Berlin auf dem Alexanderplatz den Geburtstag des Gründers der Arbeiterpartei Kurdistans PKK, Abdullah Öcalan. Mit der öffentlichen Geburtstagsfeier sollte zugleich der Hoffnung auf Frieden in Kurdistan Ausdruck gegeben werden. Schließlich hatte der weiterhin in Isolationshaft auf der Insel Imrali gefangene Öcalan nach geheimen Verhandlungen mit dem Staat am Newroz-Tag im März zu einem Rückzug der Guerilla aus der Türkei aufgerufen, um für eine friedliche und demokratische Lösung der kurdischen Frage den Weg zu bereiten.… weiterlesen

OLG Stuttgart verhängt mehrjährige Freiheitsstrafen gegen kurdische Aktivisten

azadi-transparent2Pressemitteilung von AZADÎ e.V., 12. Juli 2013

Heute endete der am 13. September 2012 begonnene Prozess gegen zwei kurdische Aktivisten nach § 129b i.V.m. § 129a StGB („Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung“).
Die RichterInnen des 6. Strafsenats des OLG verurteilten Ridvan Ö. und Mehmet A. jeweils zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Damit ist der Senat deutlich unter den von der Bundesanwaltschaft geforderten Haftstrafen von 5 Jahren und 3 Monaten bzw. fünf Jahren geblieben, unter anderem deshalb, weil er im Gegensatz zur Anklage von einem kürzeren Tatzeitraum ausgegangen ist. Als strafmildernd erkannte das Gericht an, dass die Angeklagten nicht eigennützig gehandelt haben, selbst Opfer der Unterdrückung gewesen sind und dem türkischen Staat eine erhebliche Mitschuld an der Zuspitzung des Konflikts gegeben werden muss.
Gegen die Urteile wird die Verteidigung Revision einlegen.

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Wir fordern Gerechtigkeit!

sakine-rojbin-leylaWir werden nicht ruhig sein, bis die Morde an Sakine, Fidan und Leyla lückenlos aufgeklärt sind: Wir fordern Gerechtigkeit!
Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V., Juli 2013
Am 9. Januar 2013 wurden unsere Freundinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez im Zentrum von Paris ermordet. Alle drei waren mutige kurdische Frauen, die für eine demokratische Lösung der kurdischen Frage genauso kämpften wie für die Frauenbefreiung. Sakine Cansiz war eine Frau, die als eine der ersten Führungspersönlichkeiten der PKK gegen grausame Folter und Unterdrückung des türkischen Staates 37 Jahre lang entschlossen Widerstand leistete. Die kurdische Bevölkerung, Frauen und demokratische Kräfte aus allen Teilen der Welt fordern eine umgehende und lückenlose Aufklärung der Morde.… weiterlesen