Politik

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Drei Jahre nach der Erdbebenkatastrophe

Am 6. Februar 2023 erschütterte ein schweres Erdbeben Nordkurdistan, die Türkei sowie Nord- und Ostsyrien. Die Katastrophe forderte Zehntausende Todesopfer, Hunderttausende Verletzte und ließ Tausende Vermisste zurück, deren Schicksal bis heute ungeklärt bleibt.

Ein Volk namens Berxwedan: Der kurdische Widerstand als Konstante der Geschichte

Ein Gastbeitrag von Nupelda Azgar

Die Geschichte der Kurdi:innen ist geprägt von systematischer Verfolgung, Ausgrenzung und Entrechtung. Zugleich ist sie geprägt von einem anhaltenden Widerstand, der tief in der kollektiven Erfahrung verankert ist. Die aktuelle Eskalation in Rojava zeigt erneut, dass dieser Widerstand weit über geografische Grenzen hinausreicht.

Wenn es in der Geschichte gerecht zuginge, müsste dieses Volk längst einen anderen Namen tragen. Berxwedan, das kurdische Wort für Widerstand, ist keine Parole, sondern eine Haltung, die sich durch die Geschichte der Kurdi:innen zieht. Seit Generationen stemmen sie sich gegen die systematische Leugnung ihrer Identität, gegen die Zerstörung ihrer Kultur und …

Begegnung zwischen EU-Kommissionspräsidentin und dem syrischen Präsidenten in Syrien – Begrüßung ohne Handschlag

Die leeren Stühle von Rojava

Der zerbrechende Damm – Analyse | Civaka Azad

Anhaltende Bedrohung trotz Waffenruhe

15 Tage Waffenruhe – doch die Bedrohung bleibt: DAANES warnt vor neuen Offensiven. Nur Stunden später: Artillerieangriff auf Dörfer bei Kobanê, ein Kind (8) getötet, drei verletzt. QSD halten am Abkommen fest und fordern internationale Kontrolle.

Kein Ende der tödlichen Regime-Gewalt in Iran und Rojhilat

Die Proteste in Iran und Ostkurdistan gegen das Mullah-Regime in Teheran dauern unvermindert an. Gleichzeitig eskaliert die staatliche Gewalt: Zehntausende Menschen wurden durch Einheiten des Regimes getötet, weitere Zehntausende verhaftet. In vielen Regionen bleibt das Internet blockiert, was einen gezielten Versuch des Regimes darstellt, Informationen zu unterdrücken und Solidarität zu verhindern. Die systematische Abschottung soll internationale Aufmerksamkeit schwächen und die Protestbewegung isolieren. Doch trotz dieser Repression bleibt der Widerstand ungebrochen.

Freiheit ist nicht verhandelbar: Offene Briefe aus Kultur und Öffentlichkeit fordern Solidarität mit Rojava 

Angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Demokratisch Autonome Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (DAANES), auch bekannt als Rojava, wenden sich derzeit zwei offene Briefe an die Öffentlichkeit. Beide Aufrufe eint die klare Forderung nach politischer Verantwortung, Schutz der Zivilbevölkerung und Anerkennung der demokratischen Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien.

Gemeinsamer Aufruf: Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava!

Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava! Ein breiter Aufruf aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft fordert ein Ende der Angriffe auf die Autonome Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens und politische Anerkennung. Zahlreiche engagierte Stimmen haben bereits mitgezeichnet.

Widerstand und Angriffe in Rojava

Kobanê ist vollständig eingeschlossen: Rund 150.000 Menschen sind ohne Strom, Wasser, medizinische Versorgung und Fluchtmöglichkeiten einer gezielten Belagerung durch türkische Truppen, islamistische Milizen und verbündete Kräfte ausgesetzt. In ganz Rojava eskalieren die Angriffe, über 170.000 Menschen wurden vertrieben, während humanitäre Hilfe blockiert und ein Massenausbruch von IS-Häftlingen droht. Trotz internationalem Schweigen formieren sich Widerstand, Selbstorganisierung und weltweite Solidarität – von der Verteidigung Kobanês bis zu Demonstrationen, Karawanen und dringenden Spendenaufrufen.

Marsch der Solidarität für Kobane

In Pirsûs (tr. Suruc) marschieren tausende Menschen zur syrischen Grenze, um Solidarität mit dem belagerten Kobanê zu zeigen. Ein breites Bündnis linker, demokratischer und gewerkschaftlicher Gruppen organisiert den Marsch und widersetzt sich der Polizeigewalt. Die Teilnehmenden rufen Parolen wie „Bijî Berxwedana Rojava“ und „Jin, Jiyan, Azadî“ und tragen Porträts gefallener Kämpfer:innen. Die Aktion ist Teil einer größeren Mobilisierung in Kurdistan und der Diaspora gegen die Angriffe auf Rojava.

Aufruf zur Teilnahme am Newrozfest in Amed

Am 21. März werden erneut Millionen Kurd*innen weltweit auf die Straßen gehen, um Newroz zu feiern und ihre Forderung nach Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit sichtbar zu machen. Einer der zentralen Orte dieser Feierlichkeiten wird auch 2026 wieder Amed (Diyarbakır) sein.

Schreiben an Bundestagsabgeordnete zur aktuellen Lage in Rojava

Diese Vorlage dient als Entwurf für ein persönliches Schreiben an Bundestagsabgeordnete zur aktuellen Lage in Rojava (Nord- und Ostsyrien). Ihr könnt den Text frei anpassen, kürzen oder ergänzen, damit er zu euren eigenen Worten, Anliegen und Schwerpunkten passt.

So nutzt ihr die Vorlage:

  • Fehlende Stellen in eckigen Klammern bitte ausfüllen (Name, Adresse, Datum, Name des/der Abgeordneten).
  • Das Schreiben am besten per E-Mail an Bundestagsabgeordnete senden.
  • Kontaktinformationen (E-Mail-Adresse und Büro) findet ihr in der Regel auf der Webseite der jeweiligen Abgeordneten oder über die Bundestagsseite.
  • Persönliche Ergänzungen (z. B. warum euch das Thema betrifft, Bezug zu eurem Wahlkreis, konkrete Forderungen)

Aufstände in Iran und Ostkurdistan – Massaker an Demonstrierenden durch Iranisches Regime

Das iranische Regime verschärft seine Angriffe auf die Protestbewegung in Iran und Ostkurdistan mit brutaler Härte. Nach einem Bericht der Londoner Zeitung „The Sunday Times“ sollen zwischen 16.500 und 18.000 Menschen getötet worden sein. Die Zahlen stützen sich auf Angaben von medizinischem Personal aus 16 Notaufnahmen und acht spezialisierten Augenkliniken im ganzen Land.

Großangriff auf Rojava – DAANES ruft zum Volkswiderstand auf

Die Demokratische Selbstverwaltung von Nord und Ostsyrien hat am 18. Januar 2026 wegen fortgesetzter Angriffe der syrischen Übergangsregierung die Generalmobilmachung ausgerufen und Damaskus vorgeworfen, Abkommen zu brechen und Friedensbemühungen gezielt zu sabotieren. Sie ruft die Bevölkerung, besonders in Cizîrê und Kobanê, zur kollektiven Selbstverteidigung bis hin zur Bewaffnung auf und sieht das Ziel der Angriffe in der Zerstörung des revolutionären Zusammenlebens sowie der Unterdrückung kultureller Vielfalt. Als historischen Wendepunkt bewertet sie die Lage als existenziellen Kampf um Würde, Identität und Errungenschaften und fordert geschlossenen Widerstand an der Seite von QSD und YPJ.