Politik

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Politik

Empfang von al-Sharaa trotz Berichten über Sammelgrab mit mehr als 270 Toten

Während Ahmed al-Sharaa in Berlin empfangen werden soll, verdichten sich Berichte über ein Sammelgrab mit mehr als 270 Toten nahe Aleppo und über verschwundene Journalist:innen. Der Besuch sendet ein fatales Signal und stellt die Frage nach Aufklärung und politischer Verantwortung.

Meine Stadt hat die Welt vor dem IS verteidigt. Warum wird sie immer noch belagert?

Serkeft Hisen zeichnet die historische Unterdrückung der Kurden nach und stellt den Widerstand von Kobane als Wendepunkt dar, an dem kurdische Einheit und internationale Unterstützung entscheidend zur Abwehr des IS beitrugen. Zugleich beschreibt Serkeft Hisen aus persönlicher Erfahrung, wie Kobane trotz dieses Beitrags bis Anfang 2026 erneut isoliert und belagert wird – mit akuter humanitärer Not und der eindringlichen Forderung an die Welt, nicht zu schweigen.

Demaskierte Götter und nackte Könige: Die Legitimitätskrise der Weltpolitik und der Blick aus Rojava

Weltpolitik erlebt eine Phase, in der ihre moralischen Masken nicht mehr halten: Interessen treten offen zutage, Widersprüche werden zum Prinzip, Legitimität zur Verhandlungsmasse. Wer auf Rojava blickt, sieht diese Entblößung in Echtzeit – und zugleich, wie ein demokratischer Gegenentwurf zwischen Damaskus, Ankara und europäischer Realpolitik zunehmend an den Rand gedrängt wird.

Drei Jahre nach der Erdbebenkatastrophe

Am 6. Februar 2023 erschütterte ein schweres Erdbeben Nordkurdistan, die Türkei sowie Nord- und Ostsyrien. Die Katastrophe forderte Zehntausende Todesopfer, Hunderttausende Verletzte und ließ Tausende Vermisste zurück, deren Schicksal bis heute ungeklärt bleibt.

Anhaltende Bedrohung trotz Waffenruhe

15 Tage Waffenruhe – doch die Bedrohung bleibt: DAANES warnt vor neuen Offensiven. Nur Stunden später: Artillerieangriff auf Dörfer bei Kobanê, ein Kind (8) getötet, drei verletzt. QSD halten am Abkommen fest und fordern internationale Kontrolle.

Kein Ende der tödlichen Regime-Gewalt in Iran und Rojhilat

Die Proteste in Iran und Ostkurdistan gegen das Mullah-Regime in Teheran dauern unvermindert an. Gleichzeitig eskaliert die staatliche Gewalt: Zehntausende Menschen wurden durch Einheiten des Regimes getötet, weitere Zehntausende verhaftet. In vielen Regionen bleibt das Internet blockiert, was einen gezielten Versuch des Regimes darstellt, Informationen zu unterdrücken und Solidarität zu verhindern. Die systematische Abschottung soll internationale Aufmerksamkeit schwächen und die Protestbewegung isolieren. Doch trotz dieser Repression bleibt der Widerstand ungebrochen.

Freiheit ist nicht verhandelbar: Offene Briefe aus Kultur und Öffentlichkeit fordern Solidarität mit Rojava 

Angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Demokratisch Autonome Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (DAANES), auch bekannt als Rojava, wenden sich derzeit zwei offene Briefe an die Öffentlichkeit. Beide Aufrufe eint die klare Forderung nach politischer Verantwortung, Schutz der Zivilbevölkerung und Anerkennung der demokratischen Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien.

Gemeinsamer Aufruf: Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava!

Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava! Ein breiter Aufruf aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft fordert ein Ende der Angriffe auf die Autonome Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens und politische Anerkennung. Zahlreiche engagierte Stimmen haben bereits mitgezeichnet.

Widerstand und Angriffe in Rojava

Kobanê ist vollständig eingeschlossen: Rund 150.000 Menschen sind ohne Strom, Wasser, medizinische Versorgung und Fluchtmöglichkeiten einer gezielten Belagerung durch türkische Truppen, islamistische Milizen und verbündete Kräfte ausgesetzt. In ganz Rojava eskalieren die Angriffe, über 170.000 Menschen wurden vertrieben, während humanitäre Hilfe blockiert und ein Massenausbruch von IS-Häftlingen droht. Trotz internationalem Schweigen formieren sich Widerstand, Selbstorganisierung und weltweite Solidarität – von der Verteidigung Kobanês bis zu Demonstrationen, Karawanen und dringenden Spendenaufrufen.

Marsch der Solidarität für Kobane

In Pirsûs (tr. Suruc) marschieren tausende Menschen zur syrischen Grenze, um Solidarität mit dem belagerten Kobanê zu zeigen. Ein breites Bündnis linker, demokratischer und gewerkschaftlicher Gruppen organisiert den Marsch und widersetzt sich der Polizeigewalt. Die Teilnehmenden rufen Parolen wie „Bijî Berxwedana Rojava“ und „Jin, Jiyan, Azadî“ und tragen Porträts gefallener Kämpfer:innen. Die Aktion ist Teil einer größeren Mobilisierung in Kurdistan und der Diaspora gegen die Angriffe auf Rojava.

Aufruf zur Teilnahme am Newrozfest in Amed

Am 21. März werden erneut Millionen Kurd*innen weltweit auf die Straßen gehen, um Newroz zu feiern und ihre Forderung nach Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit sichtbar zu machen. Einer der zentralen Orte dieser Feierlichkeiten wird auch 2026 wieder Amed (Diyarbakır) sein.