Öcalan: Die Zeit für einen rechtlichen Rahmen ist gekommen
Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e. V.
Berlin, 22. Juli 2026
Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e. V.
Berlin, 22. Juli 2026
Während der Blick der Welt auf die militärische Eskalation zwischen Iran, Israel und den USA gerichtet ist, verschärft die Islamische Republik ihren Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Besonders in Rojhilat zeigt sich, wie Repression, Hinrichtungen und patriarchale Kontrolle auf einen widerständigen Kampf für Freiheit, Gleichberechtigung und demokratische Selbstbestimmung treffen.
Unter dem Vorwand des NATO-Gipfels wird Ankara mit beispiellosen Sicherheitsmaßnahmen praktisch in einen Ausnahmezustand versetzt. Der Beitrag geht der Frage nach, welche politischen Ziele hinter den Einschränkungen stehen und welche Rolle die Türkei in der strategischen Neuausrichtung der NATO spielen soll.
Deniz Undav steht für kurdische und êzîdische Sichtbarkeit im Profifußball – und wird genau deshalb zur Zielscheibe nationalistischer Hetze. Der Fall zeigt, wie tief antikurdischer Rassismus im Sport verankert ist und warum Repräsentation verteidigt werden muss.
Die sportlichen Erfolge von Agit Kabayel und Deniz Undav sind mehr als persönliche Erfolgsgeschichten: Für viele Kurdinnen und Kurden stehen sie für Sichtbarkeit in einer Gesellschaft, in der kurdische Identität bis heute oft verdrängt, kriminalisiert und unter Generalverdacht gestellt wird.
Gerade deshalb berühren ihre Erfolge so viele Menschen – weil sie zeigen, dass kurdische und êzîdische Identität nicht auf Flucht, Krieg oder Bedrohung reduziert werden darf, sondern selbstbewusst, erfolgreich und sichtbar sein kann.
Die Freilassung der deutschen Journalistin Eva Maria Michelmann nach 152 Tagen Haft in Syrien ist eine große Erleichterung – doch solange der kurdische Journalist Ahmet Polad weiter inhaftiert bleibt, ist der Fall nicht abgeschlossen.
82 Nobelpreisträger:innen haben das Ministerkomitee des Europarates zur Umsetzung des „Rechts auf Hoffnung“ für Abdullah Öcalan aufgefordert. In einem gemeinsamen Schreiben würdigen sie Öcalan als zentralen Initiator des laufenden Friedensprozesses.
Von Arîn Mîrkan bis zu den heutigen Kämpferinnen der YPJ reicht eine Geschichte des Widerstands, die weit über Kurdistan hinausweist. Ein Gastkommentar von Newroz Ristum über Frauenbefreiung, Selbstverteidigung und internationale Solidarität.
Demokratische Integration ist keine Eingliederung in die bestehende Ordnung oder gar in eine reformierte, sondern eine Einladung, Formen der Politik zu entwickeln, die unabhängig vom Staat sind und über ihn hinausgehen.
Während Ahmed al-Sharaa in Berlin empfangen werden soll, verdichten sich Berichte über ein Sammelgrab mit mehr als 270 Toten nahe Aleppo und über verschwundene Journalist:innen. Der Besuch sendet ein fatales Signal und stellt die Frage nach Aufklärung und politischer Verantwortung.
Die PJAK ruft die Bevölkerung in Ostkurdistan zur Bildung lokaler Selbstverwaltungs-, Versorgungs- und Verteidigungskomitees auf. Zugleich appelliert die Partei an junge Menschen, sich der Freiheitsguerilla anzuschließen.
Serkeft Hisen zeichnet die historische Unterdrückung der Kurden nach und stellt den Widerstand von Kobane als Wendepunkt dar, an dem kurdische Einheit und internationale Unterstützung entscheidend zur Abwehr des IS beitrugen. Zugleich beschreibt Serkeft Hisen aus persönlicher Erfahrung, wie Kobane trotz dieses Beitrags bis Anfang 2026 erneut isoliert und belagert wird – mit akuter humanitärer Not und der eindringlichen Forderung an die Welt, nicht zu schweigen.
Weltpolitik erlebt eine Phase, in der ihre moralischen Masken nicht mehr halten: Interessen treten offen zutage, Widersprüche werden zum Prinzip, Legitimität zur Verhandlungsmasse. Wer auf Rojava blickt, sieht diese Entblößung in Echtzeit – und zugleich, wie ein demokratischer Gegenentwurf zwischen Damaskus, Ankara und europäischer Realpolitik zunehmend an den Rand gedrängt wird.
Neue Details zum Prozess um das Abkommen vom 30. Januar: Politische Quellen berichten, Öcalan habe QSD und weitere Akteure zu Dialog und Verhandlungen gedrängt – und vor einem blutigen Szenario sowie langfristiger Eskalation gewarnt.
Während Kriegsverbrechen in Syrien offen dokumentiert sind, relativieren deutsche Leitmedien sie zunehmend – und übernehmen Narrative, die islamistische Täter reinwaschen und kurdische Opfer delegitimieren. Am Beispiel eines SPIEGEL-Artikels zeigen wir, was dabei ausgeblendet wird.
Am 6. Februar 2023 erschütterte ein schweres Erdbeben Nordkurdistan, die Türkei sowie Nord- und Ostsyrien. Die Katastrophe forderte Zehntausende Todesopfer, Hunderttausende Verletzte und ließ Tausende Vermisste zurück, deren Schicksal bis heute ungeklärt bleibt.
Ein Gastbeitrag von Nupelda Azgar … weiterlesen
Schreiben an Bundestagsabgeordnete zur aktuellen Lage in Rojhilat & Iran
15 Tage Waffenruhe – doch die Bedrohung bleibt: DAANES warnt vor neuen Offensiven. Nur Stunden später: Artillerieangriff auf Dörfer bei Kobanê, ein Kind (8) getötet, drei verletzt. QSD halten am Abkommen fest und fordern internationale Kontrolle.