Syrien

Widerstand und Angriffe in Rojava

Kobanê ist vollständig eingeschlossen: Rund 150.000 Menschen sind ohne Strom, Wasser, medizinische Versorgung und Fluchtmöglichkeiten einer gezielten Belagerung durch türkische Truppen, islamistische Milizen und verbündete Kräfte ausgesetzt. In ganz Rojava eskalieren die Angriffe, über 170.000 Menschen wurden vertrieben, während humanitäre Hilfe blockiert und ein Massenausbruch von IS-Häftlingen droht. Trotz internationalem Schweigen formieren sich Widerstand, Selbstorganisierung und weltweite Solidarität – von der Verteidigung Kobanês bis zu Demonstrationen, Karawanen und dringenden Spendenaufrufen.

Großangriff auf Rojava – DAANES ruft zum Volkswiderstand auf

Die Demokratische Selbstverwaltung von Nord und Ostsyrien hat am 18. Januar 2026 wegen fortgesetzter Angriffe der syrischen Übergangsregierung die Generalmobilmachung ausgerufen und Damaskus vorgeworfen, Abkommen zu brechen und Friedensbemühungen gezielt zu sabotieren. Sie ruft die Bevölkerung, besonders in Cizîrê und Kobanê, zur kollektiven Selbstverteidigung bis hin zur Bewaffnung auf und sieht das Ziel der Angriffe in der Zerstörung des revolutionären Zusammenlebens sowie der Unterdrückung kultureller Vielfalt. Als historischen Wendepunkt bewertet sie die Lage als existenziellen Kampf um Würde, Identität und Errungenschaften und fordert geschlossenen Widerstand an der Seite von QSD und YPJ.

Kriegsverbrechen, Verschleppungen und neue Eskalation

Die kurdisch geprägten Stadtteile Şêxmeqsûd und Eşrefiyê in Aleppo erleben derzeit eine der schwersten Gewalteskalationen seit Jahren. In der vergangenen Woche wurden sie von Truppen der syrischen Übergangsregierung gemeinsam mit verbündeten islamistischen Milizen angegriffen.

Civaka-Info: Wochenrückblick Kurdistan (22.-23. KW)

In unserem aktuellen Wochenrückblick geht es unter anderem um die Tötung der deutschen Guerillakämpferin Kelly Freygang, Verfassungsreformpläne in der Türkei, Gewalt gegen Frauen, wachsende IS-Gefahr und die Kampagne „Ich will Öcalan treffen“.

Civaka-Info: Wochenrückblick Kurdistan (20.-21. KW)

In unserem aktuellen Wochenrückblick geht es unter anderem um den Auflösungsbeschluss der PKK, die anhaltenden türkischen Angriffe, die Proteste in Mexmûr und die Lockerung der Syrien-Sanktionen durch die EU und die USA.

Civaka-Info: Wochenrückblick Kurdistan

In unserem aktuellen Wochenrückblick beschäftigen wir uns unter anderem mit dem Dialogprozess, der Situation der Gefangenen in der Türkei, der Verschlechterung der humanitären Lage in Syrien und der Kurdistan-Konferenz in Qamişlo.

Civaka-Info: Wochenrückblick Kurdistan

In unserem aktuellen Wochenrückblick beschäftigen wir uns unter anderem mit der neuen Regierung in Damaskus, den anhaltenden Angriffen im Norden und Osten Syriens und dem Urteil des Volkstribunals gegen die Türkei.

Civaka-Info: Wochenrückblick Kurdistan

In unserem aktuellen Wochenrückblick beschäftigen wir uns mit den anhaltenden Protesten in der Türkei seit der Absetzung von Ekrem Imamoğlu, der kurdischen Frauenkonferenz in Rojava sowie den weiteren Entwicklungen in Syrien und der angespannten Lage in Şengal.

Muslim: Das Abkommen entspricht Öcalans Perspektiven

Der PYD-Politiker Salih Muslim bezeichnet das zwischen QSD-Generalkommandant Mazlum Abdi und dem syrischen Interimspräsidenten al-Scharaa getroffene Abkommen als übereinstimmend mit den Perspektiven Abdullah Öcalans.

Wird der IS wieder erstarken?

In den vergangenen Tagen ist es zu einer Serie von großangelegten IS-Anschlägen in Syrien gekommen. Was steht hinter dieser „Rückkehr“ des IS?
Von ERSİN ÇAKSU

Die Angriffe auf Ain Issa in ihrem strategischen Kontext

Während der türkische Staat den letzten eingeschlossenen Stützpunkt in Idlib räumt, beginnen offizielle Gespräche zwischen der Türkei und Russland über eine Invasion der nordsyrische Stadt Ain Issa.

Cemil Bayik: Es geht nicht um einen Staat, es geht um Freiheit

Als Ko-Vorsitzender des Exekutivrats der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK) hat sich Cemil Bayik in einer Sondersendung bei kurdischen Sender Stêrk TV zu den weltweiten Protestbewegungen und der Situation in Syrien geäußert.

Syrienkrieg: Dritter Weg im Wirrwarr internationaler Interessen

Mako Qoçgirî, Mitarbeiter von Civaka Azad e.V., wirft mit dem vorliegenden Artikel einen Blick auf die Interessenslagen und die damit verbundenen Widersprüche in Syrien. Welche Mächte verfolgen welche Ziele und wie sieht die Perspektive für Frieden aus?

Die Lösung(-slosigkeit) syrischer Friedensverhandlungen

Mit der türkischen Drohung sollen die kurdischen Akteure in Nordsyrien und mit der ungelösten kurdischen Frage die jeweiligen Besatzerstaaten auf Linie gebracht werden – Ein perfides Spiel, das sich ein weiteres Mal wiederholt. Mako Qocgiri berichtet, was es mit der Nichteinladung der Kurden zu dem UN-Verfassungskomitee für Syrien auf sich hat.