Monat: Januar 2026
Ein Volk namens Berxwedan: Der kurdische Widerstand als Konstante der Geschichte
Ein Gastbeitrag von Nupelda Azgar … weiterlesen
Schreiben an Bundestagsabgeordnete zur aktuellen Lage in Rojhilat & Iran
Schreiben an Bundestagsabgeordnete zur aktuellen Lage in Rojhilat & Iran
Anhaltende Bedrohung trotz Waffenruhe
15 Tage Waffenruhe – doch die Bedrohung bleibt: DAANES warnt vor neuen Offensiven. Nur Stunden später: Artillerieangriff auf Dörfer bei Kobanê, ein Kind (8) getötet, drei verletzt. QSD halten am Abkommen fest und fordern internationale Kontrolle.
Kein Ende der tödlichen Regime-Gewalt in Iran und Rojhilat
Die Proteste in Iran und Ostkurdistan gegen das Mullah-Regime in Teheran dauern unvermindert an. Gleichzeitig eskaliert die staatliche Gewalt: Zehntausende Menschen wurden durch Einheiten des Regimes getötet, weitere Zehntausende verhaftet. In vielen Regionen bleibt das Internet blockiert, was einen gezielten Versuch des Regimes darstellt, Informationen zu unterdrücken und Solidarität zu verhindern. Die systematische Abschottung soll internationale Aufmerksamkeit schwächen und die Protestbewegung isolieren. Doch trotz dieser Repression bleibt der Widerstand ungebrochen.
Kobanê unter Belagerung: Fünf Kinder an Kälte gestorben
In der Stadt Kobanê an der syrisch-türkischen Grenze spitzt sich die humanitäre Lage dramatisch zu. Die Armee des islamistischen Präsidenten Syriens, Ahmed Al-Sharaa, belagert die Stadt seit Donnerstag.
Freiheit ist nicht verhandelbar: Offene Briefe aus Kultur und Öffentlichkeit fordern Solidarität mit Rojava
Angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Demokratisch Autonome Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens (DAANES), auch bekannt als Rojava, wenden sich derzeit zwei offene Briefe an die Öffentlichkeit. Beide Aufrufe eint die klare Forderung nach politischer Verantwortung, Schutz der Zivilbevölkerung und Anerkennung der demokratischen Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien.
Gemeinsamer Aufruf: Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava!
Freiheit ist nicht verhandelbar: Anerkennung für Rojava! Ein breiter Aufruf aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft fordert ein Ende der Angriffe auf die Autonome Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens und politische Anerkennung. Zahlreiche engagierte Stimmen haben bereits mitgezeichnet.
Widerstand und Angriffe in Rojava
Kobanê ist vollständig eingeschlossen: Rund 150.000 Menschen sind ohne Strom, Wasser, medizinische Versorgung und Fluchtmöglichkeiten einer gezielten Belagerung durch türkische Truppen, islamistische Milizen und verbündete Kräfte ausgesetzt. In ganz Rojava eskalieren die Angriffe, über 170.000 Menschen wurden vertrieben, während humanitäre Hilfe blockiert und ein Massenausbruch von IS-Häftlingen droht. Trotz internationalem Schweigen formieren sich Widerstand, Selbstorganisierung und weltweite Solidarität – von der Verteidigung Kobanês bis zu Demonstrationen, Karawanen und dringenden Spendenaufrufen.
Marsch der Solidarität für Kobane
In Pirsûs (tr. Suruc) marschieren tausende Menschen zur syrischen Grenze, um Solidarität mit dem belagerten Kobanê zu zeigen. Ein breites Bündnis linker, demokratischer und gewerkschaftlicher Gruppen organisiert den Marsch und widersetzt sich der Polizeigewalt. Die Teilnehmenden rufen Parolen wie „Bijî Berxwedana Rojava“ und „Jin, Jiyan, Azadî“ und tragen Porträts gefallener Kämpfer:innen. Die Aktion ist Teil einer größeren Mobilisierung in Kurdistan und der Diaspora gegen die Angriffe auf Rojava.
Aufruf zur Teilnahme am Newrozfest in Amed
Am 21. März werden erneut Millionen Kurd*innen weltweit auf die Straßen gehen, um Newroz zu feiern und ihre Forderung nach Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit sichtbar zu machen. Einer der zentralen Orte dieser Feierlichkeiten wird auch 2026 wieder Amed (Diyarbakır) sein.
Schreiben an Bundestagsabgeordnete zur aktuellen Lage in Rojava
Diese Vorlage dient als Entwurf … weiterlesen
Trotz angekündigter Waffenruhe: Angriffe in Nord- und Ostsyrien halten an
Trotz angekündigter Waffenruhe gehen Angriffe in Nord- und Ostsyrien weiter. In Qamişlo trifft es auch zivile Infrastruktur. Bundesweit Solidaritätsproteste. In Hannover Messerangriff nach Demo.
2.000 IS-Gefangene drohen auf freien Fuß zu kommen
2.000 IS-Gefangene in Raqqa drohen auszubrechen: QSD warnt vor Massenausbruch, Umstellung durch Regierungstruppen und türkeitreue Milizen. Unterstützung der Anti-IS-Koalition bleibt aus.
Aufstände in Iran und Ostkurdistan – Massaker an Demonstrierenden durch Iranisches Regime
Das iranische Regime verschärft seine Angriffe auf die Protestbewegung in Iran und Ostkurdistan mit brutaler Härte. Nach einem Bericht der Londoner Zeitung „The Sunday Times“ sollen zwischen 16.500 und 18.000 Menschen getötet worden sein. Die Zahlen stützen sich auf Angaben von medizinischem Personal aus 16 Notaufnahmen und acht spezialisierten Augenkliniken im ganzen Land.
Gespräche in Damaskus gescheitert –Übergangsregierung eröffnet Krieg gegen kurdische Regionen
Pressemitteilung von Civaka Azad – KurdischesZentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 19.01.2026
Großangriff auf Rojava – DAANES ruft zum Volkswiderstand auf
Die Demokratische Selbstverwaltung von Nord und Ostsyrien hat am 18. Januar 2026 wegen fortgesetzter Angriffe der syrischen Übergangsregierung die Generalmobilmachung ausgerufen und Damaskus vorgeworfen, Abkommen zu brechen und Friedensbemühungen gezielt zu sabotieren. Sie ruft die Bevölkerung, besonders in Cizîrê und Kobanê, zur kollektiven Selbstverteidigung bis hin zur Bewaffnung auf und sieht das Ziel der Angriffe in der Zerstörung des revolutionären Zusammenlebens sowie der Unterdrückung kultureller Vielfalt. Als historischen Wendepunkt bewertet sie die Lage als existenziellen Kampf um Würde, Identität und Errungenschaften und fordert geschlossenen Widerstand an der Seite von QSD und YPJ.
Kein Empfang für Kriegsverantwortliche – Einwände gegen den Besuch von Ahmad al-Sharaa in Berlin
Ehemalige Mandatsträger:innen und Bürgermeister:innen sowie MAF-DAD warnen vor dem Empfang von Ahmad al-Sharaa in Berlin. Sie verweisen auf völkerrechtliche Pflichten, dokumentierte Verbrechen und drohende Eskalation.
Proteste gegen den Staatsbesuch von Ahmad al-Shaara und gegen Kriegsverbrechen in Syrien
Am 19. Januar 2026 rufen zahlreiche Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen zu Demonstrationen gegen den Staatsbesuch von Ahmad al-Shaara (alias „al-Jolani“) in Deutschland auf.
Demoaufruf: Ahmad al-Scharaa: von Merz eingeladen, von uns angeklagt
Am 19. Januar mobilisiert ein breites Bündnis zu einer Demonstration gegen den Besuch Ahmed al-Sharaa. Zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen unterstützen den Aufruf.