Çiya Kurd: Der Widerstand hat die politische Lage verändert

Bedran Çiya Kurd, Mitglied von TEV-DEM, zur gegenwärtigen Lage in Afrin, 21.02.2018
Bedran Çiya Kurd, Vorstandsmitglied der Demokratischen Gesellschaftsbewegung (TEV-DEM), hat sich gegenüber ANF zur Militärinvasion in Efrîn, der Ankunft syrischer Volksschutzeinheiten und der Position der in Syrien vertretenen Großmächte geäußert. Beginnen wir dem Widerstand. In Efrîn wird seit 33 Tagen ein historischer Widerstand geleistet. Wie bewerten Sie diesen Widerstand? Vor 33 Tagen ging der türkische Staat noch davon aus, Efrîn in drei Stunden oder drei Tagen besetzen zu können. Trotz technologischer und zahlenmäßiger Überlegenheit ist er jedoch durch den entschlossenen Widerstand der Bevölkerung und unserer Kampfeinheiten aufgehalten worden.… weiterlesen

Gemeinsam gegen die türkischen Angriffe auf Afrin!

Aufruf des “Bündnis für Demokratie und Frieden in Afrin” zur bundesweiten Großdemonstration in Berlin am 3. März 2018, 19.02.2018
Seit dem 20. Januar 2018 greift das türkische Militär gemeinsam mit salafistischen bzw. dschihadistischen Gruppierungen das Gebiet Afrin in Rojava/Nordsyrien an. KurdInnen muslimischen, alevitischen und ezidischen Glaubens stellen die Bevölkerungsmehrheit Afrins. Darüber hinaus ist es Heimat christlicher AssyrerInnen und syrischer AraberInnen sowie vereinzelt ArmenierInnen. Die Stadt Afrin mit ihren umliegenden Dörfern im äußersten Nordwesten Syriens konnte seit Beginn des Kriegs trotz wiederholter Angriffe durch die Nusra-Front, den Islamischen Staat (IS) oder andere islamistische Gruppen sowie das türkische Militär relative Stabilität und den Frieden bewahren.… weiterlesen

Kriegsverbrechen der Türkei in Afrin

Prof. Dr. Norman Paech bewertet den völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der Türkei gegen Afrin, 16.02.2018
Seit dem 19. Januar 2018 hat die türkische Armee begonnen, Ortschaften im Norden Syriens in Afrin mit schwerer Artillerie anzugreifen. Am Tag darauf ist sie mit Bodentruppen über die Grenze in syrisches Territorium eingefallen, unterstützt von schweren Waffen aus der Luft. Dies erfüllt den strafbaren Tatbestand des „Verbrechens der Aggression“, wie er in Art. 8bis des Statuts des Internationalen Strafgerichtshof (IGH-Statut, Römisches Statut) als „die Planung, Vorbereitung, Einleitung oder Ausführung einer Angriffshandlung, die ihrer Art, ihrer Schwere und ihrem Umfang nach eine offenkundige Verletzung der Charta der Vereinten Nationen darstellt,“ definiert wird.… weiterlesen

Krieg gegen Afrin als direkter Angriff auf die Frauenrevolution

Die Frauenbewegung in Rojava (Kongreya Star) über die Rolle von Frauen im Aufbau demokratischer Strukturen in Afrin, 12.02.2018
Demokratischer Konföderalismus als Lösungsmodell Im Zuge des „arabischen Frühlings“ in Syrien haben die KurdInnen in Nordsyrien ab 2012 mit dem Aufbau von demokratischen Selbstverwaltungsstrukturen begonnen um sich so von der jahrzehntelangen Unterdrückung durch das Baath-Regime zu befreien. Dies bezeichneten sie als den „Dritten Weg“, der im Demokratischen Konföderalismus konzeptualisiert ist. Hierbei handelt es sich um ein politisches und gesellschaftliches Modell, das die Gleichberechtigung von Ethnien, Religionen und Geschlechtern anstrebt. Der Demokratische Konföderalismus wurde von Abdullah Öcalan, dem seit Februar 1999 unter schwersten Isolationsbedingungen in der Türkei inhaftierten Führer der kurdischen Freiheitsbewegung, als Vorschlag für ein friedliches Zusammenleben der zahlreichen Völker und Religionen im Mittleren Osten entwickelt.… weiterlesen

Make Rojava Green Again: Unterstützung der ökologische Revolution in Nordsyrien

Präsentation der Kampagne in Kooperation mit den Strukturen der Demokratischen Selbstverwaltung Nordsyriens, 11.02.2018
Hintergrund Fünf Jahre sind seit dem Beginn der Revolution in Rojava vergangen. Seit dem heroischen Widerstand von Kobani treiben YPG/YPJ die reaktionären Banden des IS immer weiter indie Enge. Gleichzeitig widerstehen die Menschen in Rojava erfolgreich allen hegemonialen Versuchen die Revolution zu korrumpieren. Inspiriert und geprägt durch die Ideen Abdullah Öcalans und dem Kampf der kurdischen Freiheitsbewegung, getragen von Frauenbefreiung, Ökologie und radikaler Demokratie, organisiert sich inmitten des Kriegs in Syrien eine revolutionäre Bewegung mit dem Anspruch der kapitalistischen Moderne einEnde zu bereiten.… weiterlesen

Bündnis mit Islamisten: Welche islamistischen Gruppen kämpfen an der Seite der Türkei in Afrin?

Das „Information Center of Afrin Resistance“ berichtet über die Hintergründe und die Rolle der einzelnen islamistischen Gruppen im Krieg gegen Afrin und deren Zusammenarbeit mit der Türkei, 06.02.2018
Während der Völkermord und der Besatzungsversuch der Türkei in Afrin seit nunmehr über zwei Wochen andauern, lohnt sich ein genauerer Blick auf die islamistischen Gruppen, mit deren Hilfe das AKP-Regime Krieg gegen den nordsyrischen Kanton Afrin führt, um die Wahrheit hinter den aktuellen Angriffen deutlicher zu sehen. Gerade weil derzeit in Afrin ein versuchter Völkermord als Ergebnis der reaktionären und faschistischen Denkweise des türkischen Regimes zu beobachten ist, ist es notwendig, diejenigen zu identifizieren, die an diesen Angriffen teilnehmen und ihre Beziehungen untereinander zu verstehen.… weiterlesen

„Eine Niederlage Afrins liegt nicht im Interesse Deutschlands”

Fatma Adır, Exekutivratsmitglied der KCK, zu den Angriffen auf Afrin und die Position Deutschland in diesem Konflikt, 05.02.2018
Das Exekutivratsmitglied der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK) Fatma Adır bewertete für die Nachrichtenagentur ANF die Angriffe des türkischen Staates auf Afrin. Adır hob hervor, dass die Angriffe von Erdoğan auf Afrin nicht nur eine Gefahr für die Kurden und Syrien darstellen, sondern dass sie sich mit ihrer Verschärfung auf den ganzen Mittleren Osten und Europa auswirken. Adır betonte, dass die Unterstützung der Besatzung Afrins durch Europa, insbesondere durch Deutschland, auch nicht im Interesse dieser Länder sein könne.… weiterlesen

Stoppt die Verbrechen der Türkei in Afrin

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 05.02.2018
Am 20. Januar hat der türkische Staat zusammen mit dschihadistischen Gruppen wie der al-Qaida, al-Nusra, der FSA, Heyet Tahrir al-Şam und IS-Terroristen eine militärische Offensive auf den kurdischen Kanton Afrin in Nordsyrien begonnen. Die Invasion stellt eine grobe Verletzung des internationalen Rechts dar. Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und muss klar als der Versuch eines Völkermordes benannt werden. Die Angriffe richten sich nämlich gegen eine ethnische Gruppe. Erdogans gegenwärtiger Angriff auf Afrin muss im Kontext der seit langem bestehenden rassistischen Feindschaft der Türkei gegen jegliche kurdische Selbstbestimmung, einschließlich der Forderung nach demokratischen Rechten in den bestehenden Staaten, bewertet werden.… weiterlesen

PYD: Das Schweigen der internationalen Gemeinschaft kommt dem Zustimmen der Massaker gleich

Erklärung der Partei der demokratischen Einheit (PYD) zu den Angriffen auf Afrin, 02.02.2018
Gestern am 1. Februar 2018 gab der Parteirat der PYD vor dem Parteigebäude in der Stadt Qamişlo eine Erklärung zu den Angriffen des türkischen Staates auf den nordsyrische Kanton Afrin ab. Im Folgenden veröffentlichen wir den vom PYD-Sprecher Ciwan Mistefa vorgetragenen Aufruf an die internationale Gemeinschaft: „Seit circa zwei Wochen hält der Widerstand der Epoche an. Die YPG, YPJ und SDF leisten gemeinsam mit der Gesellschaft Widerstand. Die türkische Besatzerarmee und die 25.000 Al-Qaida-, Al-Nusra- und IS-Terroristen greifen Zivilisten an und benutzen modernste militärische Technologie, Napalm- und Streubomben, deren Nutzung verboten ist.… weiterlesen

Über Afrin zum Faschismus: Was Erdoğan mit seinem Angriffskrieg bezweckt

Murat Çakır über den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei auf Afrin, 02.02.2018
Unter dem zynischen Namen »Operation Olivenzweig« hat die Türkei einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg begonnen. Seit dem 20. Januar 2018 steht der nordsyrische Kanton Afrin, nachweislich eines der wenigen befriedeten Gebiete Syriens, unter massiven Beschuss der zweitgrößten NATO-Armee. Berichte über Ankaras Kriegsführung belegen die Tatsache, dass der türkische Angriffskrieg längst zu einem Vernichtungskrieg ausgeartet ist: Türkische Artillerie und F16-Kampfjets bombardieren nicht nur zivile Wohngebiete und vermeintliche Stellungen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ), sondern auch die Infrastruktur und historische Kulturgüter. Die Angriffe forderten bisher zahlreiche zivile Opfer, darunter viele Frauen und Kinder.… weiterlesen

Menschenrechtsorganisationen sind für Afrin zum Handeln aufgefordert

Pressemitteilung von NAV-DEM – Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland, 31.01.2018
Seit dem 20. Januar greift die türkische Armee gemeinsam mit islamistischen Kräften wie der Al-Nusra den nordsyrischen Kanton Afrin an. Der türkische Angriff wird dafür weltweit von Regierungen und Vertretern der Zivilgesellschaft verurteilt. In Deutschland richtet sich die Kritik berechtigterweise gegen die deutschen Waffenexporte in die Türkei, aber auch Forderungen nach einem stärkeren politischen Druck seitens der deutschen Bundesregierung werden zunehmend lauter. Auffallend ruhig blieben bisher Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International oder Human Rights Watch. Das Schweigen dieser Organisationen ist angesichts der schwerwiegenden Verbrechen, die der türkische Staat in Afrin begeht, nicht hinnehmbar.  … weiterlesen

Altun: Unsere strategischen Partner sind die globalen demokratischen Kräfte

Rıza Altun, Exekutivratsmitglied der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK), zur Situatuion in Afrin, 27.01.2018
Rıza Altun, Mitglied des KCK-Exekutivrats, hat gegenüber der Nachrichtenagentur ANF den Besatzungsversuch des türkischen Staates in Afrin, die Motive Russlands und der USA, sowie die Position der kurdischen Freiheitsbewegung bewertet. Im Folgenden eine gekürzte Fassung der Aussagen von Altun: „Die aktuelle Situation in Syrien, insbesondere die der Regierung in Damaskus muss richtig analysiert werden. Seit fünf, sechs Jahren befindet sich Syrien in einem Kriegszustand. Da die Regierung in Syrien nicht auf eigenen Beinen stehen konnte, hat sich mit der Unterstützung des Iran und der ihr verbundenen Hezbollah eine andere Situation entwickelt.… weiterlesen

Nordsyrische Selbstverwaltung fordert Flugverbotszone für Afrin

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 27.01.2018
Seit Donnerstag Abend melden verschiedene deutsche und internationale Medien, die Selbstverwaltung der Demokratische Föderation Nordsyrien, zu der auch der Kanton Afrin gehört, fordere eine militärische Intervention der syrischen Armee zur Verteidigung Afrins. In den Meldungen wird zum Teil suggeriert, die Selbstverwaltung habe um die Entsendung syrischen Militärs nach Afrin gebeten. Durch etwaige Darstellungen entsteht die Gefahr weder dem tatsächlichen Wortlaut der Erklärung gerecht zu werden, noch vor dem Hintergrund der komplexen Verhältnisse des Krieges in Syrien die Erklärung ausreichend zu kontextualisieren. Der syrische Präsident Assad hat die Türkei kurz vor dem Beginn ihres Krieges gegen Afrin vor einem Angriff gewarnt und deutlich damit gedroht, türkische Flugzeuge abzuschießen, sollten diese in den syrischen Luftraum eindringen.… weiterlesen

Chronologie türkischer Angriffe auf Afrin im Jahr 2017

Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 24.01.2018
Die türkischen Angriffe auf Afrin haben nicht erst am vergangenen Samstag begonnen. Schon zuvor, vor allem im vergangenen Jahr hat das türkische Militär immer wieder Dörfer in Afrin angegriffen und versucht Teile des Gebiets zu besetzen. Im Folgenden eine unvollständige Chronologie türkischer Angriffe auf Afrin im Jahr 2017. Die Chronologie führt vor Augen, dass die Behauptung der türkischen Regierung, bei der sogenannten Offensive „Olivenzweig“ würde es sich um einen Verteidigungskrieg handeln, nicht der Wahrheit entspricht. Im Gegenteil. Entsprechenden Berichten des Menschenrechtsvereins (Rêxistina Mafê Mirovan) in Afrin zufolge sind 2016 in der Region insgesamt 37 Zivilisten bei Angriffen des türkischen Militärs getötet worden.… weiterlesen

Lasst Afrin nicht zu einem zweiten Kobanê werden!

Internationaler Aufruf von Akademikern und Menschenrechtsaktivisten für Afrin, 23.01.2018
Wir, die unterzeichnenden Akademiker und Menschenrechtsaktivisten, fordern, dass die Staatschefs von Russland, Iran und den USA sicherstellen, dass die Souveränität der syrischen Grenzen nicht durch die Türkei verletzt wird und dass der Bevölkerung von Afrin in Syrien erlaubt wird, in Frieden zu leben.
Afrin, dessen Bevölkerung überwiegend kurdisch ist, ist eine der stabilsten und sichersten Regionen in Syrien. Mit sehr wenig internationaler Hilfe hat Afrin in den letzten fünf Jahren so viele syrische Flüchtlinge aufgenommen, dass sich die Bevölkerung auf 400.000 verdoppelt hat. Nun ist Afrin umgeben von Feinden wie von der Türkei unterstützte dschihadistische Gruppierungen, al-Qaida und der Türkei selbst.… weiterlesen

Ein paar Fragen zu Afrin

Der Journalist Ragıp Duran stellt offene Fragen zur Situation in Afrin, Artı Gerçek, 23.01.2018
Krieg ist politisch als auch ideell ein wichtiges Reagenzpapier. Um das Ereignis zu verstehen und zu begreifen muss man Fragen stellen. Und die Antworten suchen. Ankara stuft die PYD/YPG als terroristisch ein. Was sind die konkreten, sachlichen Begründungen und Beweise für diese Definition? Aufgrund welcher Politiken und Aktionen wurde die PYD/YPG als terroristisch deklariert? Welche Terroranschläge hat die PYD/YPG gegen die Türkei verübt? Stellt es für Ankara kein Problem dar, dass in keiner anderen Hauptstadt die PYD/YPG als terroristisch eingestuft wird? Hat Ankara das Recht seine Nachbarn zu mögen oder nicht zu mögen?… weiterlesen

Türkische Invasion in Afrin

Erklärung des Informationsbüros der Bewegung der Demokratischen Gesellschaft (TEV-DEM), 22.01.2018
Die Türkei ist sehr über die Errungenschaften Rojavas beim Sieg über den Islamischen Staat (IS) und beim Neuaufbau eines Systems, das auf direkter Demokratie, Gleichberechtigung der Geschlechter, interethnischer Zusammenarbeit, Säkularismus und Umweltschutz beruht, beunruhigt. Der türkische Staat ist sich bewusst, dass die Stärkung dieses demokratischen Projekts, das als Vorbild für den Rest der Region dienen kann, gleichbedeutend mit dem Niedergang des Autoritarismus ist, für den es selbst steht. Deshalb mobilisierte der türkische Staat von Anfang an all seine Ressourcen, um die demokratische Selbstverwaltung in Rojava und Nordsyrien zu zerschlagen.… weiterlesen

Newsticker: Krieg in Afrin

Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 21.01.2018
Wir beenden den Newsticker an dieser Stelle. Einen fortlaufenden Newsticker findet ihr auf der Homepage von ANF Deutsch unter diesem LINK. Zudem könnt ihr über unseren Twitter- und Facebook-Account, sowie die Homepage von ANF Deutsch die neuesten Ereignisse in Afrin mitverfolgen. Auch auf unserer Seite werden wir mit regelmäßigen Beiträgen die weiteren Entwicklungen für euch analysieren. *** 18:07 Uhr – Kommandant: „Wir kämpfen Schulter an Schulter. Glaubt den Lügen der Türkei nicht“ Der Kommandant der Gruppe Ceyş’ül Suvar,  Hecî Ehmed, äußerte sich in einer Stellungnahme zu den Behauptungen türkischer und russischer Medien, dass einige Gruppen sich von dem Bündnis mit der YPG/YPJ abgespalten und auf die Seite der Türkei gewechselt hätten: „Schenkt den türkischen Medien keinen Glauben.… weiterlesen

Lösungsoptionen mit den Kurden

Die Autorin Hamide Yiğit über das Ende des syrischen Stellvertreterkrieges und die Schlacht um Idlib, 19.01.2018; für den Kurdistan Report Januar/Februar 2018
Der Krieg in Syrien nähert sich seinem Ende. Der Verlauf des Stellvertreterkriegs, dessen Intensität durch die Beteiligung dschihadistischer Kräfte aus der ganzen Welt zunächst zunahm, wurde durch die aktive Beteiligung Russlands als Reaktion auf die Offensive der USA entscheidend beeinflusst. Die Vertreibung der dschihadistischen Kräfte in Aleppo, in deren Händen Teile der Stadt seit 2011 lagen, stellte den ersten erfolgreichen Schritt gegen die Belagerung Syriens dar. Ihre Verluste weiteten sich auf andere Gebiete in Syrien aus, sodass der Islamische Staat (IS) und die Kräfte Al-Qaidas stark an Einfluss einbüßten.… weiterlesen

Was passiert in Idlib und Afrin?

Der Journalist Seyit Evran zu den Hintergründen der Drohungen Erdogans, eine Militäroffensive gegen den Kanton Afrin zu starten; 17.01.2018
Der türkische Staatspräsident nähert sich mit seiner Politik erneut der USA an. Mit Bezug auf den Kanton Afrin drohte er mit den Worten: „Entweder werden sie sich ergeben, oder wir werden Afrin dem Erdboden gleichmachen. Innerhalb einer Woche wird jeder sehen was passiert“. Was aber steht hinter dieser Drohung? In Idlib findet ein unausgesprochener Krieg statt Die Türkei schoss im November 2015 ein russisches Flugzeug ab. Später wurde der russische Botschafter Andrej Karlow im Dezember 2016 vor laufenden Kameras erschossen.… weiterlesen