Ein gemeinsames Verständnis über die Welt, in der wir leben

Fragen an die Kampagne »Make Rojava Green Again« der Internationalistischen Kommune in Rojava; für den Kurdistan Report September/Oktober 2018
Im Februar dieses Jahres habt ihr als Internationalistische Kommune in Rojava eure Kampagne »Make Rojava Green Again« gestartet. Dies in Zusammenarbeit mit dem Ökologie-Komitee und dem Komitee für Naturschutz des Kantons Cizîrê. Könnt ihr uns einen Einblick in eure Arbeiten geben? Im Frühjahr 2018 wollten wir mit dem Pflanzen von Bäumen auf dem Gelände unserer Akademie und dem Aufbau einer Baumschule beginnen. Mitte Januar, also zu Beginn unserer Kampagne, begann allerdings der Angriffskrieg der Türkei gegen Efrîn.… weiterlesen

Mit Drohungen wird man keine Lösung finden und den Krieg nicht beenden

Aldar Xelîl (TEV-DEM) im Gespräch mit dem Kurdistan Report zur Lage in Rojava und dem Verhältnis zum syrischen Regime; für den Kurdistan Report September/Oktober 2018
Aldar Xelîl von der »Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft« (TEV-DEM) spricht über die aktuelle Lage in Syrien und Rojava, die Verhandlungen zwischen der Demokratischen Föderation Nordsyrien und dem Assad-Regime sowie die Situation in Efrîn. Das Interview fand kurz vor dem Treffen des Demokratischen Syrienrats (MSD) mit der syrischen Regierung am 26. Juli in Damaskus statt. Die Syrien-Krise dauert unvermindert an. Die Besetzung Efrîns durch den türkischen Staat hat sie noch weiter in die Länge gezogen, ist aber auch ein ernsthafter Rückschlag für das Projekt der Demokratischen Föderation Nordsyrien.… weiterlesen

„Idlib ist ausschlaggebend für die Zukunft der Türkei“

Serhat Varto, Mitglied des Diplomatiekomitees der KCK (Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans) über die Beziehungen der Demokratischen Föderation Nordsyriens zum syrischen Regime und mögliche Szenarien der anstehenden Idlib-Operation, 18.09.2018
Warum kam es genau jetzt zu den Angriffen syrischer Regimekräfte in Qamislo gegen die lokalen Sicherheitskräfte der Asayis? Geschah das auf Grundlage von Anweisungen aus Damaskus? Aus den Erklärungen der Asayis-Kräfte bezüglich der jüngsten Angriffe wird deutlich, dass das syrische Regime versucht, den eigenen Einfluss in Nordsyrien auszuweiten. Den Auseinandersetzungen ging der Versuch regimenaher Kräfte voraus, einige Jugendliche zum Militärdienst zu zwingen. Damit versucht das syrische Regime dem eigenen Anspruch Ausdruck zu verleihen, ganz Syrien zu kontrollieren und im ganzen Land nach eigenem Ermessen zu handeln.… weiterlesen

Der Krieg des US-Dollars

Aktuelle Bewertung von Nilüfer Koç, Kovorsitzende des Nationalkongresses Kurdistan (KNK); für den Kurdistan Report September/Oktober 2018
Im siebenjährigen Krieg in Syrien, an dem etliche globale und regionale Mächte beteiligt sind, haben sich bislang zwei Kräfte behaupten können: die Demokratische Föderation Nordsyrien und das syrische Regime. Bis zur Befreiung der Regionen Mûsil (Mosul, Irak) und Raqqa (Syrien) vom Islamischen Staat (IS) im letzten Jahr wurde ein Stellvertreterkrieg geführt. Hinter dem IS hatten sich etliche Staaten versteckt. Die Türkei allerdings unterstützte neben dem IS eine Reihe anderer Gruppierungen der Islamisten sehr offensichtlich. Ihre Kurdenphobie veranlasste sie zu versuchen, mit allen erdenklichen Mitteln die Kurden von der Bühne zu treiben.… weiterlesen

Aldar Xelîl: Gemeinsame Verwaltung Nordsyriens notwendig

Ehemaliger Exekutivratsvorsitzende von TEV-DEM, Aldar Xelîl, zu den Entwicklungen auf dem dritten TEV-DEM-Kongress und in der Region, 02.09.2018
Der ehemalige Ko-Vorsitzende des Exekutivrats der Bewegung für eine demokratische Gesellschaft (TEV-DEM), Aldar Xelîl, berichtet von der Entscheidung, alle unter dem Dach von TEV-DEM organisierten Bereiche an die Selbstverwaltung anzuschließen. Was war das Gründungsziel von TEV-DEM und was sind die Hindernisse bei Ihrer Arbeit gewesen? Die Kurd*innen von Rojava verfügen über das Erbe einer ausdauernden Kampftradition. Die kurdische Bevölkerung von Rojava hat seit Jahren einen Kampf für die Organisierung der Gesellschaft, für eine demokratische Kultur und die Geschwisterlichkeit der Völker geführt.… weiterlesen

„Anschuldigung der Schließung assyrischer Schulen ist falsch“

Mohammed Salih Ebdo, Ko-Vorsitzender des Bildungsrats im Kanton Cizîrê, im Gespräch mit ANF, über die Vorwürfe türkischer Medien bezüglich der Diskriminierung der assyrischen Bevölkerung in Nordsyrien, 31.08.2018
Mohammed Salih Ebdo, der Ko-Vorsitzende des Bildungsrats der Demokratisch-Autonomen Selbstverwaltung des Kantons Cizîrê, hat sich gegenüber der Nachrichtenagentur ANF zu den Vorwürfen türkischer Medien hinsichtlich der Diskriminierung der assyrischen Bevölkerung in Nordsyrien geäußert. Ebdo gab an, dass im vergangenen Monat die Arbeit von 14 Privatschulen gestoppt wurde, da ihre Aktivitäten den auf dem Gesellschaftsvertrag von Rojava aufgebauten Gesetzen widersprächen. Dabei handelt es sich laut Ebdo nicht um christliche oder assyrische Schulen, sondern um Orte, die von regimenahen Personen eingerichtet worden seien, um den antidemokratischen, monistischen Lehrplan des Regimes durchzusetzen.… weiterlesen

Die Segnungen von Erdoğans »Krieg gegen den Terror«

Hasan Hasan, ehemaliger Universitätsdozent und jetziger Vertriebener in Şehba, über die Not vergessener kurdischer Flüchtlinge in der vom Krieg erschütterten Region Şehba; für den Kurdistan Report Juli/August 2018
Bedauerlicherweise ertragen die Kurden, in welchem Staat sie auch leben, ein gefährliches Dasein und die Weltmächte sehen nur dann nützliche Vertreter in ihnen, wenn sie gebraucht werden, und zu vergessende Freunde, wenn nicht. Kurden sagen oft, sie hätten keine Freunde außer den Bergen; aber selbst die Berge konnten sie nicht vor türkischen Kampfflugzeugen in Efrîn schützen. Als die Türkei gemeinsam mit Rebellen der syrischen Opposition am 20. Januar 2018 die »Operation Olivenzweig« gegen die kurdische Enklave Efrîn startete, war klar, dass eine unvermeidliche Flüchtlingskatastrophe am Horizont drohte.… weiterlesen

„Die Türkei ist ein Besatzerstaat, der aus Syrien vertrieben werden wird“

Interview mit İlham Ahmed, Ko-Vorsitzende des ‚Demokratischen Rates Syriens‘, 25.08.2018
Die Journalisten Ragıp Duran und Celal Başlangıç bereisten im Sommer dieses Jahres die Demokratische Föderation Nordsyrien. In diesem Rahmen führten sie ein Interview mit İlham Ahmed, der Ko-Vorsitzenden des ‚Demokratischen Rates Syriens‘, zu den Verhandlungen mit dem syrischen Regime und der aktuellen Situation in Afrin und Idlib. Dem Treffen des ‚Demokratischen Rat Syriens‘ mit Damaskus wurde in westlichen, arabischen und kurdischen Medien eine große Bedeutung beigemessen. In den türkischen Medien wurde es aber praktisch nicht erwähnt. Sie waren auch Teil der Delegation, die in Damaskus war.… weiterlesen

Rıza Altun: Idlib hat eine Schlüsselfunktion

Rıza Altun, Exekutivratsmitglied der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK), zur Schlüsselfunktion der nordsyrischen Region Idlib und der Position der Türkei, des Iran, Russlands und Syrien, 21.08.2018
In der Region findet gerade eine neue Veränderung statt. Die Idlib-Operation, die im Rahmen der Syrien-Krise eine Schlüsselfunktion spielt, kommt langsam auf die Tagesordnung. Was für eine Phase wird die anstehende Idlib-Operation aus Sicht der in der Region vertretenen Akteure einleiten? Idlib stellt nicht nur ein Problem Syriens dar. Es ist ein Problem für alle Kräfte, die in Syrien aktiv sind. Idlib ist definitiv ein Wendepunkt für Syrien. In Syrien waren neben den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) viele kleine Gruppen aktiv.… weiterlesen

Weder mit den Dschihadisten, noch mit dem Regime: Der 3. Weg der Kurdinnen und Kurden

Journalisten von Artı Gerçek über ihre Reise nach Nordsyrien, 19.08.2018
Die Journalisten Ragıp Duran und Celal Başlangıç bereisten im Sommer dieses Jahres die Demokratische Föderation Nordsyrien. Sie berichten von ihren Eindrücken des gesellschaftlichen Aufbaus und Einschätzungen des TEV-DEM-Vertreters Aldar Xelîl zur aktuellen politische Lage. Der kleine 150ps Yamaha-Motor an unserem Boot qualmte während wir den Tigris überquerten. Hinten auf unserem metallenen Boot, dessen Farbe an einigen Stellen bereits abblätterte, flatterte die grün, rot, weiße Flagge der KRG (Kurdistan Regionale Government) mit der Sonne in der Mitte. Nach einigen Minuten inmitten des Blaus des Tigris befanden wir uns in Syrien.… weiterlesen

Idlib statt Brunson

Die Journalistin Hamide Yiğit zu den Hintergründen der aktuellen türkisch-amerikanischen Konfrontation und den Verbindungen zum anstehenden Krieg in Idlib, 16.08.2018
Die Krise um den in der Türkei unter Hausarrest gestellten US-amerikanische Pastor Andrew Brunson spitzt sich zu. Doch wie glaubhaft ist diese Zuspitzung wirklich? Oder, um die Frage gleich vorwegzunehmen: Warum gerade jetzt? Es mag hilfreich sein sich in Erinnerung zu rufen, wie die USA in der jüngsten Vergangenheit mit der Festnahme von US-Bürgern und zwei türkischer Mitarbeiter in der Türkei umging. Damals setzte die USA die Visa-Bearbeitung für türkische Staatsbürger für eine gewisse Zeit aus.… weiterlesen

Impressionen einer Delegationsreise nach Rojava

Robert Jarowoy über seine Reise nach Rojava Anfang Juni 2018; für den Kurdistan Report Juli/August 2018
Als ein elfköpfiges Team von LinkspolitikerInnen und FilmemacherInnen/FernsehjournalistInnen fliegen wir mit zwei DolmetscherInnen nach Hewlêr (Erbil), der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregierung in Nordirak. Hier war ich zuletzt vor sieben Jahren. Damals war Hewlêr eine quirlige Stadt, in der sich ausländische Firmen die Klinke in die Hand zu geben schienen. Überall sah man die Leuchtschilder der Vertretungen vor allem deutscher Firmen wie Siemens, Bosch, Züblin oder Daimler. Ganz anders in diesem Jahr. Ein nahezu verwaister Flughafen, der aus Europa nur noch von Austrian Airlines angeflogen wird, ansonsten von Turkish Airlines, Egypt Airlines, einer pakistanischen und einer inländischen Airline aus Baghdad.… weiterlesen

Drei Forderungen an Damaskus

Derya Hana, Exekutivratsmitglied des Demokratischen Syrienrats (MSD), im Gespräch mit der Frauennachrichtenagentur JinNews über das Treffen zwischen dem MSD und der syrischen Regierung, 08.08.2018
Auf Einladung der syrischen Regierung hat am 26. Juli in Damaskus ein Treffen zwischen Vertretern des Demokratischen Syrienrats und der syrischen Regierung stattgefunden. Ziel des Treffens war es, die Basis für einen breiten Dialog zur Lösung der Syrienkrise und einem Ende der Gewalt zu legen. Beschlossen wurde, in allen Bereichen Komitees für die Entwicklung einer Roadmap für ein dezentrales, demokratisches Syrien zu bilden. Derya Hana, Mitglied im Exekutivrat des Demokratischen Syrienrats, hat sich im Gespräch mit der Frauennachrichtenagentur JinNews zu dem Treffen geäußert und erklärt, dass es sich hierbei um die erste Verhandlungsinitiative der syrischen Regierung im achtjährigen Krieg handelt.… weiterlesen

Das Tauziehen um Idlib

Der Journalist Fehim Taştekin über die regionalen Hintergründe der Kämpfe in Idlib, 04.08.2018
Im Vergleich zu den verschiedenen Fronten in Syrien ist das Gebiet um Idlib Kandidat für einen großen Krieg. Was unterscheidet Idlib von den zuletzt gefallenen Fronten wie Ost-Ghuta, Daraa und Kuneitra? Es gab es für die Gruppen, die ihre Waffen nicht niederzulegen wollten, eine alternative Front um ihren Krieg und ihre Sache fortzusetzten. Idlib war die Flucht zur nächsten Front. Zehntausende bewaffnete Kämpfer wurden zusammen mit ihren Familien nach Idlib gebracht. Deshalb ist Idlib der Schlussstrich des blutigen Marathons. Es gibt keine andere Front mehr zu der man gehen könnte.… weiterlesen

Dialog als erster Schritt hin zu einem demokratischen Syrien

Die Journalistin Rojbin Ekin über die Entwicklungen in Syrien, 01.08.2018
Der Bürgerkrieg in Syrien, welcher immense Zerstörung für das gesamte Land mit sich brachte, begann am 15. März 2011 in Daraa im Süden Syriens. Gegen die antidemokratische Politik des Assad-Regimes und dem Versuch mit Zuckerbrot und Peitsche die Menschen zu kontrollieren, begannen die Völker revoltieren. Ihr Ziel war es nicht mit kriegerischen Mitteln das Land zu zerstören, sondern mit demokratischen Protesten ein demokratisches und freies Syrien mit gleichen Chancen für alle zu schaffen. Doch als das Regime mit Härte auf die demokratischen Proteste reagierte, begannen die Menschen Wege zur ihrer Selbstverteidigung zu suchen.… weiterlesen

Syrien: Zurück auf Anfang

Der Journalist Nazım Daştan über die Offensive der syrischen Armee im Süden des Landes und mögliche neue Konfliktfelder im Syrien-Krieg, 16.07.2018
Entgegen der Erwartung das sich der seit sieben Jahren währende Konflikt in Syrien mit dem Sieg über den Islamischen Staat (IS) in Rakka dem Ende neigen würde, ist der Krieg mit neuen Militäroffensiven von inneren und äußeren Kräften wieder entflammt. Weiterhin mischen Akteure wie die USA, Russland, Israel, England, Frankreich, die Türkei und der Iran im Syrien-Krieg mit. Infolge einer Übereinkunft zwischen den USA und Russland haben sich die Kräfte des syrischen Regimes von der Grenze zu Jordanien und Israel zurückgezogen.… weiterlesen

„Das System der demokratischen Autonomie von Afrin lebt in den Flüchtlingscamps weiter“

Ein Interview von Civaka Azad mit einer Mitarbeiterin des „Information Center of Afrin Resistance“ in Şehba , 07.07.2018
Die Selbstverwaltung des Kantons Afrin und das Außenbeziehungskomitee von Şehba haben einen Bericht über die Probleme verfasst, mit denen die aus Afrin nach Şêrawa und Şehba geflohene Bevölkerung konfrontiert ist. In dem Bericht werden insbesondere die Probleme in den Dörfern von Şêrawa und Şehba, wie auch in den Camps thematisiert. Kannst du uns die momentane Lage kurz schildern? Wie viele Flüchtlingslager gibt es für die Menschen aus Afrin? Nachdem die Menschen aus Afrin nach strapaziöser Flucht in Şehba angekommen sind, fanden sie sich mit einer Situation des Nichts konfrontiert: Es gab weder Lebensmittel, noch Wasser, Strom oder Decken.… weiterlesen

Bildung für Demokratie und Diversität

Ein Delegationsbericht aus Rojava/Nordsyrien von Mitgliedern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), 05.07.2018
Vom 22. bis zum 27. Mai 2018 besuchte eine Delegation von Mitgliedern aus den GEW-Landesverbänden Niedersachsen und Bayern verschiedene Orte in Rojava/Nordsyrien. Ziel der Reise war es, sich über die Umsetzung der verschiedenen Solidaritätsprojekte im Bildungsbereich zu informieren (Projekt Schulaufbau und Schulpartnerschaften mit Kobanê und Girê Spî, Projekt Berufsschule für Mädchen in Kobanê) und sich mit den KollegInnen vor Ort persönlich über weitere sinnvolle bzw. notwendige Schritte der Unterstützung zu beraten. Darüber hinaus sollten Kontakte zu den Bildungsräten hergestellt werden, um Informationen über die Lehrerorganisationen sowie über die inhaltliche und strukturelle Neugestaltung des Bildungswesens in der Föderation Nordsyrien zu erhalten und auf dieser Grundlage gewerkschaftliche Kooperationsmöglichkeiten zu diskutieren.… weiterlesen

Die Wahlen in der Türkei und neue Besatzungspläne für Südkurdistan

Der Journalist Seyit Evran über die türkischen Angriffe auf Südkurdistan und deren Verbindung mit den Angriffsplänen Englands und der USA gegen den Iran, 02.07.2018
In der Türkei haben Wahlen stattgefunden. Deren Ergebnis stand bereits vorher aufgrund des Englandbesuchs Reccep Tayyip Erdogans und des Abkommens von AKP- und US-Vertretern bezüglich Minbic fest. Erdogan bleibt also an der Macht. In diesem Zusammenhang stellen sich einige äußerst entscheidende Fragen: Auf was einigten sich die verschieden Seiten bei den oben erwähnten Treffen? Welche Verpflichtungen ging Erdogan ein? Und was genau wurde von ihm verlangt? Gegenleistung für die Zustimmung Englands Kurz vor den Wahlen besuchte Erdogan England.… weiterlesen

Was passiert im Süden von Syrien?

Der Journalist Halit Ermiş über die Strategien der internationalen und regionalen Akteure in der Post-IS-Ära, 04.06.2018
Nach den Stellvertreterkriegen werden die Widersprüche zwischen den Staaten immer deutlicher. Die Polarisierung oder Allianzen innerhalb der Region sind genauso instabil wie die Verwerfungslinien in aktiven Erdbebenregionen. Der Krieg in der Region, der lange vom Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) geprägt war, gewinnt nun sowohl im Rahmen der Widersprüche der globalen Mächte USA und Russland, als auch zwischen den USA und der Regionalmacht Iran an Dynamik. Es scheint, als ob die Koalition der USA und der anderen Ländern des Westens nach ihren Lektionen im Irak und in Syrien einen neuen Plan zur Belagerung des Iran entwickelt hat.… weiterlesen