Knotenpunkt Deir ez-Zor – Was passiert derzeit in Syrien?

Mehmet Ali Beydağı zu der Verschiebung der kriegerischen Auseinandersetzungen auf die Grenzgebiete des Bürgerkriegslands Syrien und dem Wettrennen zwischen den USA und Russland, 21.06.2017
Während die Operation auf Rakka voranschreitet, überschlagen sich die Ereignisse in den Grenzgebieten des Bürgerkriegslands. Das gilt für den Norden Rojavas ebenso wie für das südliche Grenzgebiet zu Jordanien und die östlichen Grenzgebiete zur Autonomen Region Kurdistans und zum Irak. Die Welt schaut derzeit gespannt darauf, wie die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) mit der Unterstützung der Internationalen Koalition den IS in seiner vermeintlichen Hauptstadt Rakka immer weiter in Bedrängnis bringen. Doch im Schatten der Rakka-Operation hat das russisch-iranisch-syrische Bündnis eine Operationswelle in Richtung einer weiteren strategisch wichtigen Stadt mit dem Namen Deir ez-Zor gestartet.… weiterlesen

Die blutige Fahne von Rojava – Polizeigewalt auf Demonstration gegen das Fahnenverbot

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 17.06.2017
Rund 500 Personen nahmen heute an der Demonstration mit dem Motto „Solidarität mit Rojava und Shengal – Gegen die Kriminalisierung der PYD, YPG und YPJ“ in Berlin teil. Die bis dahin friedlich verlaufende Demonstration wurde überschattet von gewaltsamen Angriffen der Polizei auf die Teilnehmer kurz vor Ankunft am Abschlussort der Demonstration. Zwei Demonstranten wurden dabei verletzt und mussten im nahgelegenen Bundeswehrkrankenhaus behandelt werden. Mehrere Demonstrationsteilnehmer wurden festgenommen. Zu der Demonstration hatte die Deutschlandvertretung der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) aus Rojava/Nordsyrien aufgerufen, um gegen das vom Bundesinnenministerium am 2.… weiterlesen

Gegen den barbarischen IS – Solidarität mit den Syrischen Demokratischen Kräften! Für einen demokratischen Mittleren Osten!

Plattform Solidarität mit der Föderation Nordsyrien/Rojava, Juni 2017
Nachdem die Stadt Kobanê in Nordsyrien im September 2014 durch die Banden des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) angegriffen und nach langer Belagerung im Januar 2015 endgültig durch die Volksverteidigungseinheiten Yekîneyên Parastina Gel (YPG) und der Frauenverteidigungseinheiten Yekîneyên Parastina Jin (YPJ) befreit wurde, steht fest: Der IS ist besiegbar. In der Folge gelang es, den IS aus zahlreichen weiteren Städten zu vertreiben. Dafür wurden YPG/YPJ weltweit gefeiert. Einzig die Türkei bezeichnet sie bis heute als „Terroristen“, so wie sie es mit allen politischen Gegnern macht. Die Bundesregierung übernimmt nun die Sichtweise des AKP-Regimes von Recep Tayyip Erdoǧan.… weiterlesen

Konstellationen und Möglichkeiten für die Zeit nach der Raqqa-Operation

Sinan Cudi, Yeni Özgür Politika, 14.06.2017
Seit dem Kampf um Kobanê, sprich seit Dezember 2014 verliert der IS (Islamischer Staat) bei allen militärischen Operationen in der Vorreiterrolle der Kurd_innen an Boden und Stärke. Der IS erbeutete zuvor schwere Waffen aus den Reihen des irakischen als auch syrischen Regimes und führte somit seit September 2014 einen asymmetrischen Krieg. Gegen Mitte Dezember desselben Jahres nahm der IS die Mehrheit der Stadt Kobanê ein. Trotz dessen begann mit der Gegenoffensive der YPG/YPJ (Volksverteidigungseinheiten bzw. Frauenverteidigungseinheiten Rojavas) der IS an Blut zu verlieren. Dieser Blutverlust hält bis heute kontinuierlich an.… weiterlesen

PM: Demokratischen Kräfte Syriens verkünden Beginn der letzten Offensive auf Raqqa

Pressemitteilung, Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 06.06.2017
Das Generalkommando der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) hat heute Morgen auf einer Pressekonferenz in der Stadt Hezime im Norden von Raqqa offiziell den Beginn der letzten Offensive auf Raqqa verkündet. Auf der Pressekonferenz sprach der offizielle Sprecher der SDF, Talal Silo vor einer Vielzahl von regionalen und internationalen Pressevertretern. Im Folgenden die Presseerklärung des Generalkommandos der Demokratischen Kräfte Syriens: “Nach einem langen Kampf, haben unsere Kräfte und die Kräfte, die einen gemeinsamen Kampf gegen die Terroristen führen, ihre Legenden des Heldentums in der Geschichte markiert. Vom historischen Widerstand von Kobanê über die Befreiung von Girê Spi, Hawl und Shaddadi, bis zu den Dörfern Deir ez-Zors und Raqqas und dem Staudämmen in diesen Regionen, wurden historische Schritte zur Befreiung der Völker dieser Regionen von den Terroristen und zur Erfüllung ihrer lebenswichtigen Bedürfnisse innerhalb der vorhandenen Ressourcen, gemacht.… weiterlesen

PM: SDF kündigt Endoffensive auf Raqqa an | „Wir werden die Frauen aus den Händen des IS befreien“

Pressemitteilung, Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 04.06.2017
Die von den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) am 10. Dezember 2016 begonnene Operation „Zorn des Euphrat“ zur Befreiung der syrischen Stadt Raqqa dauert weiter an. Nachdem die SDF am gestrigen Tag die Stadt al Mansura (Provinz Raqqa) eingenommen hatte, wurde heute der Freiheits-Staudamm vom Islamischen Staat (IS) befreit. Die SDF bereitet nun die Endoffensive auf das Stadtzentrum vor, das sie von drei Seiten umzingelt hat. Der Sprecher der Volksverteidigungseinheiten Rojavas (YPG), Nuri Mahmud erklärte in einer Stellungnahme gegenüber Reuters, dass der SDF die Außenbezirke von Raqqa erreicht habe und die Operation in wenigen Tagen beginnen werde.… weiterlesen

PM: Operation „Zorn des Euphrat“ | 4 Kilometer vor Stadtzentrum von Raqqa

Pressemitteilung, Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., 24.05.2017
Die von den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) am 10. Dezember 2016 begonnene Operation „Zorn des Euphrat“ zur Befreiung der syrischen Stadt Raqqa dauert weiter an. Im Rahmen der Operation wurde in den vergangenen Tagen die Stadt Tabka und der ihr naheliegende Staudamm vollständig vom Islamischen Staat (IS) befreit. Die Entfernung der Kämpferinnen und Kämpfer der SDF vom Stadtzentrum Raqqas beträgt gegenwärtig aus dem Norden circa 4, aus dem Osten 6 und aus dem Westen 19 Kilometer. Das nächste Ziel der vom Westen vorrückenden SDF ist der drittgrößte Staudamm Syriens, der sogenannte Freiheits-Staudamm.… weiterlesen

Die Türkei – von »null Problemen« zu »null Freunden«

Aktuelle Bewertung von Nilüfer Koç, Kovorsitzende des Nationalkongresses Kurdistan (KNK), für den Kurdistan Report Mai/Juni 2017
Manch einer mag es als übertrieben empfinden, dass sich die kurdische Politik ständig auf die Türkei bezieht. Aber es ist berechtigt. Denn wo immer es politisch um Kurdistan geht, wird man auch schnell der türkischen Hand begegnen. Das gilt im Falle Syriens, des Irak oder des Iran und natürlich auch, wenn es um die Kurden in der Türkei geht. Die kurdenfeindliche Politik der türkischen Regierung wird für die Kurden überall dort sichtbar, wo sie für ihre Rechte einstehen oder zu neuen Errungenschaften kommen.… weiterlesen

Ortssuche, sichere Verbündete und postmoderner Kolonialismus

Ein Kommentar von Ferda Çetin zur Incirlik-Debatte, 22.05.2017
Vor mehreren Tagen gab es in den Zeitungen eine Nachricht mit der jeweils selben Überschrift, die in Hinsicht auf den Inhalt und die Sprache interessant war. Die Nachricht bezüglich der Incirlik-Krise zwischen Deutschland und der Türkei wurde wie folgt wiedergegeben: „Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist für die Suche nach einem alternativen Ort für Incirlik in Jordanien.“ Der „Ort“ ist der Boden einer anderen Gesellschaft. Die „Besichtigerin“ hingegen hat die Macht mit ihrem Geld das gewünschte „Grundstück“ zu kaufen. Die „Alternativen“ sind die Türkei und Jordanien.… weiterlesen

Der Knotenpunkt Raqqa: Es geht nicht um Waffen, sondern um Legimität

Harun Ercan, Yeni Özgür Politika, 15.05.2017
Die US-Regierung hat so lange wie möglich abgewartet und die Türkei hat so lange wie möglich versucht die Raqqa Operation hinauszuzögern. Doch das Erwartete ist eingetroffen. Die Regierung um Trump hat nun direkte Waffenlieferungen an die YPG beschlossen. Das Gewicht des Pentagon und des Nationalen Sicherheitsrates innerhalb der Trump-Regierung hat sich durch diese Entscheidung direkt vor dem Treffen zwischen Trump und Erdoğan noch einmal mehr bestätigt. Die Geschichte selbst zwingt Kräfte von zwei entgegengesetzten ideologischen Polen zu Bündnissen. Wir befinden uns heute in einer ähnlichen historischen Phase wie zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges, als die USA mit der Sowjetunion, der unterschiedlichen Weltanschauungen zum Trotz ein Bündnis gegen den Hitler-Faschismus geschlossen hatte.… weiterlesen

Die Gründe für das Treffen von Erdoğan und Mesrur Barzani in den USA

Seyit Evran, Journalist, Civaka Azad, 14.05.2017
Es sind nur noch wenige Tage bis der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan seinen Besuch in den USA antritt. Es ist bekannt geworden, dass neben Erdoğan auch Mesrur Barzani am selben Datum in den USA sein wird. Das Treffen beider zur selben Zeit ist kein Zufall. Es scheint offensichtlich, dass das vorher geplante Treffen einen strategischen Grund beinhaltet. Ein Blick hinter die Kulissen des Besuchs ist lohnenswert. Şengal… Erdoğan bereitet sich darauf vor bei seinem Besuch in den USA mit einen großem Projekt aufzutreten. Doch wenige Tage vor dem Besuch hat der US-Präsident die Entscheidung unterzeichnet der YPG schwere Waffen zu liefern.… weiterlesen

Der historische Moment des neo-osmanischen Traums und die Demokratische Föderation Nordsyrien

Abdulmelik Ş. Bekir, Gazete Karınca, 13.05.2017
Mit jedem Tag wird deutlicher, was Syrien in Zukunft für eine Gestalt annehmen wird. Von der Vielzahl staatlicher und nichtstaatlicher Akteure, die am seit sechs Jahren andauernden Bürgerkrieg teilnahmen, sind viele ausgeschieden und die anfangs unübersichtliche Lage weicht nun einer etwas klareren Gleichung. Als verbliebene Hauptakteure können Russland, der Iran, Syrien, die USA und die QSD (Demokratische Kräfte Syriens) genannt werden. Außerhalb dieser Gleichung bleiben zurzeit Katar, Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, der IS, die KDP und die Al Nusra-Front. Die Türkei und die ihr verbundenen FSA-Gruppen haben in dieser Gleichung eine neutrale Position eingenommen.… weiterlesen

MSD: „Zonen der Deeskalation“ eine Aufteilung der Vorherrschaft über Syrien

Firatnews, 09.05.2017
Am vergangenen Donnerstag haben sich Vertreter Russlands, des Iran und der Türkei in Astana auf die Einrichtung von „Zonen der Deeskalation“, die sich über die gesamte Provinz Idlib sowie über Teile der Provinzen Latakia, Aleppo, Hama, Homs, Damaskus, Daraa und Kuneitra erstrecken sollen, geeinigt. Der Demokratische Rat Syriens (MSD) hat in einer heute veröffentlichten schriftlichen Erklärung zu der Einigung in Astana Stellung bezogen. So wird in der Erklärung davor gewarnt, dass das Töten und die Zerstörung durch die Einigung zunehmen werden: „Diese Einigung, aus dessen Bezeichnung ersichtlich wird, dass es nicht das gesamte Syrien einschließt, ist eine Aufteilung der Vorherrschaft zwischen den Garantiestaaten und dem syrischen Regime.… weiterlesen

Syrien-Krieg oder Krieg der internationalen Mächte?

syrienSeyit Evran, Journalist, Civaka Azad, 08.05.2017
Der innersyrische Krieg ist nun in seinem sechsten Jahr. In diesen sechs Jahren haben mehrere hunderttausend Menschen ihr Leben verloren. Mehrere Million wurden zur Flucht gezwungen, viele von ihnen ertranken im Meer. Von mehreren tausend Menschen ist bis heute nicht bekannt, was mit ihnen geschah. Unzählige Städte und Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht. Eine Frage, die sich mir seit mehr als fünf Jahren stellt, ist die, ob dieser Krieg tatsächlich der des syrischen Volkes ist. Die Antwort darauf kristallisiert sich immer klarer als ein „Nein“ heraus. Denn wenn dem so wäre, dann wäre er bis jetzt schon lange beendet.… weiterlesen

#NoFlyZone4Rojava – Was steht hinter dieser Forderung?

Aldar XelilInterview mit Aldar Xelîl von  TEV-DEM, Civaka-Azad, 07.05.2017
Nach den Luftangriffen der Türkei auf Ziele in Rojava und Shengal wurde in den Sozialen Medien der Ruf nach einer Flugverbotszone über Rojava/Nordsyrien laut. Unter dem Hashtag #NoFlyZone4Rojava verbreitete sich die Forderung binnen kürzester Zeit viral. Wir wollten wissen, was genauer hinter dieser Forderung steht und haben deshalb unsere Fragen an Aldar Xelîl von der Bewegung der Demokratischen Gesellschaft (TEV-DEM) gerichtet. Nach den jüngsten Angriffen der Türkei auf Nordsyrien wird eine Flugverbotszone für diese Gebiete gefordert. Was erhofft man sich dadurch? Die Forderung nach einer Flugverbotszone über Nordsyrien ist eigentlich nicht neu.… weiterlesen

Erdoğans neues Konzept

Îlham Ehmed, Özgürlükcü Demokrasi, 03.05.2017
Nach dem Referendum hat sich die Kurdenpolitik des türkischen Staatspräsidenten weiter herauskristallisiert. Die Angriffe auf Qerecox und Shengal waren ein erneuter Beweis für seine Unterstützung für den sogenannten Islamischen Staat. Darüber hinaus verfolgt er auch weiterhin sein Bestreben, sich zum „Sultan des Mittleren Ostens“ zu küren. Bei jeder Möglichkeit spricht er von dem Fehler, den sie im “Nordirak” zugelassen haben (gemeint ist die kurdische Autonomieregion in Südkurdistan/Nordirak, Anm. d. R.) und davon, dass er einen ähnlichen Fehler in Syrien nicht zulassen werde. Währenddessen werden aber Verantwortliche der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) in Istanbul empfangen.… weiterlesen

Salih Müslim: Flugverbotszone für Rojava

Firatnews, 30.04.2017
Der Kovorsitzende der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) Salih Muslim hat sich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Firatnews für eine Flugverbotszone über Rojava ausgesprochen: „Wir kämpfen sowohl gegen den IS als auch mit der Türkei. Dies zehrt an unseren Kräften. Damit die Gefahr aus der Türkei aufgehoben wird, sollten die Koalitionskräfte über den Luftraum von Rojava eine Flugverbotszone ausrufen“. Im Folgenden veröffentlichen wir einen Abschnitt des Interviews in der Muslim auf die Angriffe der Türkei auf Rojava und Şengal, sowie das Verbot der YPG/YPJ-Flagge in Deutschland eingeht: Die Türkei hat bis heute schon mehrmals Rojava angegriffen.… weiterlesen

Die Bedeutung hinter den Angriffen auf Shengal und Rojava

Fehim Taştekin für Gazete Duvar, 27.04.2017
Die Türkei hat nach einer langen Episode von Drohungen nun zum Schlag gegen die „feindlichen Elemente“ in Şengal und Rojava ausgeholt. Die Ziele wurden zunächst durch unbemannte Drohnen ausfindig gemacht, bevor die Angriffe durch die F-16 Kampflieger geflogen wurden. „Ziel erfassen – angreifen – vernichten“, das ist es, was den Soldaten interessiert. Über welche sozialen, politischen, historischen oder geographischen Bezüge das Zielobjekt verfügt, das interessiert den Soldaten in dem Moment nicht. Doch wenn sich die Politik allein auf die Logik des Soldaten verlässt, dann bedeutet das wenig Gutes. Egal welcher Ideologie wir nachhängen, wir müssen uns zunächst mit den Realitäten am Boden auseinandersetzen.… weiterlesen

Die türkische Armee greift êzîdische Kurden und Dörfer in Rojava an

Kurdistan Nationalkongress (KNK), 25.04.2017
Türkische Kampfflugzeuge haben  Şengal (Sinjar-Irak/Kurdistan) and Dêrik (Karaçokê-Rojava/Kurdistan) bombadiert. Nach neuesten Informationen haben 26 Kampfflugzeuge Amûd und Geliyê Kersê in Şengal/Sinjar angegriffen. Die Bombadierungen halten an. Es wurde bekannt, dass vor den Luftangriffen alle Kommunikationsnetzwerke in Derik und Umgebung vollständig ausgeschaltet wurden. Viele kurdische Zivilisten und Kämpferinnen wurden getötet und verletzt Türkische Kampfflugzeuge haben gestern die Radiostation Dengê Roajva Radio und ÇIRA-FM, ützpunkte der YPG in Karaçokê (Dêrik Stadt) bombadiert. Im Zusammenhang mit diesem Angriff hat der Generalkommandeur der YPG eine Erklärung abgegeben, in dem er die Bevölkerung von Rojava dazu aufruft, sich zu verteidigen: “Am Dıenstag, 25.… weiterlesen

Türkische Luftangriffe auf Shengal und Rojava

Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 25.04.2017
Die türkische Luftwaffe hat zu einem großangelegten Angriff auf kurdische Gebiete jenseits der türkischen Staatsgrenzen angesetzt. Ziel waren Orte in Rojava (Nordsyrien) und in Shengal (Südkurdistan/Nordirak). Den ersten Informationen zufolge wurden bei dem Angriff auf Rojava 18 Kämpferinnen und Kämpfer der YPG (Volksverteidigungseinheiten) getötet. Beim Angriff auf Shengal kamen laut bisherigen Erkenntnissen ein Zivilist, ein Kämpfer der Shengal Verteidigungseinheiten (YBŞ) und fünf Peshmerga-Kämpfer ums Leben. Die Angriffe begannen in der Nacht auf den 25. April gegen 2 Uhr Ortszeit. Zu den Angriffszielen der türkischen Luftwaffe gehörten sowohl in Rojava als auch in Shengal Radiosendestationen.… weiterlesen