Türkische Intrigen und die Phase nach al-Bab

Seyit Evran, Firatnews, 24.02.2017
Die türkische Armee und die an sie gebundenen Gruppen haben nach einer Übereinkunft mit dem IS die Stadt al-Bab eingenommen. Noch ist es zu früh, um die türkische Gegenleistung für den Rückzug des IS auszumachen. Auf der anderen Seite wartet die syrische Armee in Tedef, das ca. 3 km von al-Bab entfernt liegt, und die ihrerseits mit dem Rückzug des IS zwei weitere Dörfer unter ihre Kontrolle gebracht hat. Zeitgleich gab der frührere Verteidigungsminister und jetzige “Minister für gesellschaftliche Übereinkunft” des syrischen Regimes, Ali Haydar, eine bemerkenswerte Erklärung ab. Die Frage, die sich jetzt stellt, ist: Was passiert jetzt in al-Bab und seiner Umgebung?… weiterlesen

Beziehungen zwischen Ankara und Rojava und die Süleyman Shah Enklave

Amed Dicle, Firatnews, 21.02.2017
Die erste offizielle Delegation aus Rojava besuchte im Jahr 2013 Ankara. Dieses Treffen fand im Gebäude des türkischen Außenministeriums statt. Solche und ähnliche Treffen fanden in der Folge immer öfter und regelmäßiger statt. Die Teilnehmer der türkischen Seite teilten jedes Mal mit, dass “Herr Öcalan ebenfalls von dem Treffen Bescheid wisse”. In der Folge haben auch Gouverneure aus Antep, Urfa und Mardin an diesen Treffen teilgenommen, und über das Thema Grenzschutz mit den Vertretern aus Rojava gesprochen. Während allen Sitzungen hat die türkische Seite die Delegation aus Rojava als “PKK’ler“ tituliert. Diese antworteten, dass sie sich auf der Basis von Öcalans Philosophie organisieren, allerdings keine offiziellen oder inoffiziellen Verbindungen zur PKK haben.… weiterlesen

„Mit einer Nadel einen Brunnen graben …“ – Die Grundlagen für ein freies Syrien schaffen

Interview mit Fewza Yûsif, Kovorsitzende des Exekutivrates der Demokratischen Föderation Nordsyrien, Civaka Azad, 16.02.2017
 Können Sie kurz erläutern, was die Demokratische Föderation Nordsyrien ist? Wer ist Teil der Föderation? Welche Gebiete umfasst sie und wird sie über vorbestimmte Grenzen verfügen? Was ist ihr politischer Charakter? Nach sehr langer Zeit ist es das erste Mal, dass sich auf der Erde Mesopotamiens Volk und gesellschaftliche Gruppen gemeinsam versammeln und einen Gesellschaftsvertrag verfassen und ihre eigene Zukunft selbst bestimmen. In einer Zeit, in der alles zerstört wird, bauen die gesellschaftlichen Gruppen Nordsyriens etwas auf. Einerseits verteidigen sie sich gegen die unmenschlichen Kräfte wie den Islamischen Staat IS, die Al-Nusra-Front und die Besatzung durch die Türkei und bemühen sich, Orte wie Raqqa zu befreien.… weiterlesen

Türkische Syrienoperation in der Zwickmühle – Wie geht es weiter?

Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 07.02.2017
Nachdem die türkische Armee gemeinsam mit verschiedenen islamistischen Gruppierungen ab Mitte August des letzten Jahres in Syrien interveniert ist und binnen kürzester Zeit zahlreiche Orte vom sog. Islamischen Staat (IS) erobert hat, steht sie nun seit fast dreieinhalb Monaten vor der nordsyrischen Stadt al-Bab und kommt nicht voran. Al-Bab steht unter der Kontrolle des IS. Dasselbe galt auch für Dscharablus und weitere Städte, die allerdings ohne größere Gegenwehr des IS in die Hände der Türkei und ihrer Unterstützer gefallen sind. Es kursierten hartnäckige Gerüchte, wonach der IS mit Absprache diese Orte der türkischen Armee und den gemeinsam mit ihr kämpfenden islamistischen Kampfverbänden überlassen hat.… weiterlesen

Die Selbstorganisierung und -versorgung in Rojava schreitet voran

Enzan Munzur, 05.02.2017,
Die Revolution von Rojava hat eine ganz besondere Dynamik, die schwierig ist in Worte zu fassen und immer wieder im positiven Sinne überrascht. Die Diskussionen der kurdischen Freiheitsbewegung können im ersten Augenblick sehr praktisch orientiert und wenig theorietief erscheinen, besitzen jedoch eine unglaublich starke Weitsicht. Am 19. Juli 2012 formierten sich mit der Revolution in Rojava die Volksräte auf Stadtteilebene in der Öffentlichkeit, um das Modell der „radikalen Demokratie“ praktisch werden zu lassen. Nach einigen Monaten stellte man fest, dass die Stadteilvolksräte noch nicht nah genug an der Bevölkerung sind, um eine wirkliche Selbstorganisierung zu gewährleisten.… weiterlesen

Embargo total

Enzan Munzur, Informationsstelle Kurdistan, 29.01.2017
Sie schleichen sich gebückt am Hang um den Militärposten. Die Gruppe kommt langsam voran, weil alle eine Last auf ihren Rücken haben. Nach dem sie keinen Sichtkontakt mehr haben, verschnaufen sie. Dann müssen sie sich hinlegen, denn gerade fahren zwei Autos über die wenig befahrene Straße in entgegengesetzter Richtung. Vorbei, jetzt geht es runter an den Fluss, es muss schnell gehen … Seit die KurdInnen im Norden des Staates Syrien ihre Orte 2012 im Schatten des Krieges in Syrien befreit und eine Revolution eingeleitet haben, werden sie von allen Himmelsrichtungen aus feindlich behandelt.… weiterlesen

»Wir leisten in Kobanê nicht nur Widerstand mit Waffen, sondern vor allem mit unseren Köpfen«

Die Revolution in Rojava will kein vereinheitlichendes Bildungssystem, Interview mit Abdi Qader, KPC-Demokratik, Kurdistan Report Nr. 189 | Januar/Februar 2017
Abdi Qader ist Mitglied des im Juni 2015 gegründeten »Komitees für die Bildung und Ausbildung einer Demokratischen Gesellschaft«, KPC-Demokratik (Komiteya Perverdeya Ciwaka Demokratik). Er ist in Kobanê geboren und hat sein Studium in Qamişlo absolviert. Eine Juniorprofessur an der Universität in Helep (Aleppo) gab er Anfang 2014 auf, um sich am Aufbau des Bildungssystems in Kobanê zu beteiligen. Der 32 Jahre alte Biologielehrer bildet an der Naturwissenschaftlichen Fakultät in Kobanê Lehrer für den Schuldienst aus. Im Gespräch mit dem Kurdistan Report berichtet er über die Fortschritte und Herausforderungen beim Aufbau des Bildungswesens in Kobanê.1.… weiterlesen

Diplomatischer Verkehr zwischen PYD und Russland: Was steckt dahinter?

Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 29.01.2017
Nachdem die Syrienkonferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana am 24. Januar ohne die Beteiligung einer kurdischen Delegation beendet worden war, hatte das russische Außenministerium Vertreter der PYD und der Demokratischen Selbstverwaltung Nordsyriens nach Moskau eingeladen. An dem Treffen, das sich am 27. Januar ereignete, nahmen auf kurdischer Seite der PYD Frankreich-Vertreter Xalid Isa, die PYD Co-Vorsitzende Asya Abdullah und der Co-Vorsitzende des Kantons Kobanê Enver Muslim teil. Im Interview mit der Nachrichtenagentur Firatnews erklärte Xalid Isa, was Gegenstand des Treffens mit den russischen Verantwortlichen war. So sei ein Thema des Treffens ein Verfassungsentwurf gewesen, das von Seiten der russischen Abordnung der kurdischen Delegation vorgestellt wurde.… weiterlesen

Der türkische Kurdenkrieg – Eine aktuelle Situationsanalyse (3)

Nilüfer Koc, Kurdistan Nationalkongress (KNK), 12.01.2017
Neben ihren übrigen außenpolitischen Bemühungen im Sinne der Anti-Kurdenpolitik ist die AKP auch bemüht, unter den Kurden die traditionelle „Teile-und-Herrsche“ Politik zu inszenieren. In Erbil forderte der türkische Ministerpräsident die KDP von Masoud Barzani auf, die PKK aus Sinjar herauszudrängen. Damit wollte Yildirm den, in den letzten Jahren begonnen Dialog zwischen der PKK und der KDP kappen und in einen Bruderkrieg führen. Er hat aber nicht verstanden, dass die PKK alles daran setzten wird, nicht gegen eine andere kurdische Bewegung vorzugehen. Weder die PKK noch eine andere kurdische Bewegung wird aus politischen Differenzen kurdischen Errungenschaften wie die Autonome Region Kurdistans aufs Spiel setzten.… weiterlesen

Die Region Şehba auf dem Weg zum Kanton – oder wird die kurdische Bevölkerung von der Türkei vertrieben?

Michael Knapp, Historiker, für den Kurdistan Report Nr. 189 | Januar/Februar 2017
Während sich mittlerweile die Kantone Afrîn, Kobanê und Cizîrê als Bestandteile der Föderation Nordsyrien – Rojava immer weiter konsolidiert haben, rückt nun die Şehba-Region stärker in den Fokus der Auseinandersetzungen. Das Şehba-Gebiet stellt die vierte autonome Region der demokratischen Föderation Nordsyriens dar und ist im Moment Schauplatz schwerster kriegerischer Auseinandersetzungen. Das im Süden durch Aleppo, im Norden die türkische Grenze, im Osten den Euphrat und im Westen den Kanton Afrîn begrenzte Gebiet hat sich seit der Invasion der Türkei und ihrer Verbündeten und der Befreiung von Städten wie Minbic (Manbidsch) durch die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) als eine Region der Entscheidung für etliche regionale und internationale Akteure herauskristallisiert.… weiterlesen

Der türkische Kurdenkrieg – Eine aktuelle Situationsanalyse

Nilüfer Koc, Kurdistan Nationalkongress (KNK), 12.01.2017
Der Irakbesuch des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim in Bagdad und Erbil schien der Öffentlichkeit gegenüber wie ein Tauschhandel. Die Türkei soll ihre Soldaten aus Bashiqa (Mosul) zurückziehen. Im Gegenzug sollen Bagdad und Erbil die PKK aus Sinjar (Shengal) herausdrängen. Die türkische Delegation legte für Letzteres drei Optionen auf den Tisch: Erstens – „ihr bekämpft die PKK“; Zweitens – „wir operieren gemeinsam“; drittens –   Wenn beides nicht geht, machen wir es eben selber mit unserer Armee. Mit diesem Schlachtplan besuchte der türkische Ministerpräsident Yildirim am 7. und 8. Januar Bagdad und Erbil.… weiterlesen

“Türkei hat Aleppo verkauft, um im Gegenzug dafür al-Bab zu erhalten”

Interview mit dem KCK-Exekutivratsmitglied Murat Karayılan, Firatnews, 19.12.2016 (Teil 1)
Derzeit finden wichtige und rasante Entwicklungen im Mittleren Osten statt. In Aleppo haben Gruppen wie die Al-Nusra Front und Teile der Freien Syrischen Armee die entscheidende Schlacht gegen das syrische Regime und Russland verloren. Die Verlierer dieser Auseinandersetzung waren also die Gruppen, die von der Türkei unterstützt werden. Nach diesem Ausgang in Aleppo sprechen bereits einige Kreise von neuen Machtverhältnissen in Syrien und der gesamten Region. Können Sie uns Ihre Perspektive zu diesen Entwicklungen mitteilen?  Es ist richtig, wir können von einer neuen Phase des Krieges im Mittleren Osten sprechen.… weiterlesen

Wie das neue Leben in Minbic läuft…

Seyit Evran, Firanews, 13.12.2016
Die Herrschaftszeit des IS in Minbic war geprägt von Stille und Angst. Seitdem die Stadt allerdings befreit ist, kehrt die Lebendigkeit wieder in die Stadt zurück. Viele Läden und Geschäfte, die unter der IS-Herrschaft geschlossen wurden, sind mittlerweile wiedereröffnet worden. Auf dem Markt herrscht eine neue Lebhaftigkeit. Doch das, was am meisten ins Auge sticht, sind die vielen neueröffneten Shisha-Läden. Bevor der IS die Kontrolle in der Stadt übernahm, gab es nur einige wenige Shisha-Geschäfte in der Stadt. Nachdem der IS nun vertrieben wurde, werden es immer mehr. Wie wird Minbic verwaltet?… weiterlesen

Raqqa, die Angriffe der Türkei und das Schweigen der Koalition und Russlands

ypgSeyit Evran, Firatnews, 24.11.2016
Nach langen Verhandlungen wurde die von den USA angekündigte Offensive gegen Raqqa gemeinsam mit den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) – die Volksverteidigungseinheiten (YPG) sind ebenfalls ein Teil davon – eingeleitet. Auch haben sich die von der Türkei ständig thematisierten YPG-/YPJ-Kräfte aus Manbij zurückgezogen. Daraufhin hat eine neue gefährliche Phase begonnen. Die Türkei ist am 24. August in Syrien einmarschiert mit der Absicht, bestimme Gebiete zu besetzen. Das eigentliche Ziel ihrer Invasion wird mit den jüngsten Angriffen noch klarer – das Föderale System Nordsyrien, das die Kurden gemeinsam mit den anderen dort lebenden Volksgruppen aufzubauen versuchen.… weiterlesen

Türkischer Angriff auf Minbic – Terror gegen Zivilbevölkerung zur Vernichtung eines politischen Projekts

militaerrat-von-minbicMichael Knapp, 25.11.2016
Die letzten Monate waren geprägt vom Säbelrasseln der türkischen Regierung. Der türkische Staatschef Erdogan erklärte immer wieder, dass die YPG aus Minbic (Manbij) vertrieben werde, dass Minbic nicht den Kurden, sondern den Arabern „gehöre“. Er  feierte den Abzug der YPG aus Minbic vor wenigen Tagen als einen Triumph seiner Politik, die Tatsache bewusst verkennend, dass die YPG und YPJ Einheiten nur die Selbstverteidigungseinheiten von Minbic ausbildeten und sich dann zurückzogen. Die YPG stellte mit ihrem Abzug aus Minbic nochmals deutlich klar, dass sie keine Besatzungsmacht sind, sondern entsprechend dem Selbstverständnis von Rojava die Selbstverwaltung und Selbstverteidigung der Lokalbevölkerung übertragen.… weiterlesen

Das Rennen um Al Bab

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Anja Flach, Ethnologin, Informationsstelle Kurdistan, 24.11.2016
Seit Tagen gewinnt das „Rennen um Al Bab“, in der strategisch wichtigen Shahba Region zwischen Kobani und Afrin, an Fahrt. Während die YPG/YPJ aus der Region westlich des Euphrat abgezogen waren, um ihre volle Kraft in der Raqqa-Operation einzusetzen, begann die türkische Armee mit ihren jihadistischen Stellvertretern, die von den SDF im August befreiten Gebiete um Manbij anzugreifen. Erdogan erklärte in den letzten Tagen immer wieder, man werde zunächst Al Bab und dann Manbij mit der Operation „Euphrat Shield“ einnehmen. Allerdings hatten die SDF und als Teil davon auch der Manbij Militärrat (MMC) in den letzten Tagen Dörfer von Daesh befreien können.… weiterlesen

Manbij, Al Bab und Raqqa, wie weiter?

rojda-felatAnja Flach, Ethnologin, 18.11.2016
Am 17.11. erklärten die YPG/J offiziell, dass sie sich aus Manbij zurückgezogen haben. Die Stadt war im August 2016 durch die SDF unter großen Opfern vom Islamischen Staat befreit worden. Mit dem Rückzug erfüllen die YPG/J die Forderung der Türkei, sich östlich des Euphrat zurückzuziehen. Er war nötig, um die Situation zu deeskalieren und auch Behauptungen entgegenzutreten, die kurdischen YPG/J besetzten arabische Städte.  Die Kräfte wurden Richtung Ayn Issa zurückgezogen, wo sie die Raqqa Front verstärken.1 Der Sprecher der US-Streitkräfte, John Dorrian, bestätigte den Abzug der YPG und YPJ.2 Adnan Abu Amjad, Sprecher des Militärrates von Manbij dankte den YPJ- und YPG-Einheiten.… weiterlesen

Dieses Mal der Zorn von Raqqa!

fehim-tastekinFehim Tastekin, für gazete duvaR., 07.11.2016
Er hat befohlen, soweit er befehlen konnte: „Die YPG darf die westliche Grenze zum Euphrat nicht  überqueren!“ Sie haben  die Grenze überquert. Sie haben die Shehba Region, die als unüberwindbar galt,  nicht nur östlich, sondern auch westlich überquert. Dann hat er erneut befohlen:  „Hashd al-Shaabi1 darf Mosul nicht betreten!“ Sie haben Mosul betreten. Sie haben ihn noch nicht mal beachtet. Als würde der Krieg in der Heimat nicht reichen, sieht es danach aus, als würde der Krieg in der Welt jeden Moment ausbrechen. Es ist ein nebeliger Dunst in der Atmosphäre.… weiterlesen

Die Befreiungsoffensive auf Raqqa

sdf_operation_raqqaVon Anja Flach, Ethnologin, 08.11.2016
Während die Befreiung um Mossul durch die irakische Armee und Peschmerga noch andauert, gerät Daesh nun auch in Syrien unter Druck. Am 6. November gaben die SDF (Demokratische Kräfte Syriens) in einer Presseerklärung bekannt, dass sie eine Operation mit dem Namen „Zorn des Euphrat“ gegen Daesh (auch IS) mit dem Ziel Raqqa zu befreien durchführen werden. Beteiligt seien die YPG, YPJ, der MFS (Suryoye Militärrat), das Raqqa Revolutions-Bataillon und die revolutionäre Brigade von Tel Abyad. Diese Bodenkräfte werden durch die US-geführte Koalition mit Luftschlägen, sowie der Beratung von US-Militärexperten unterstützt. Die SDF wurden ebenfalls mit schweren Waffen, wie Panzern und Raketen ausgestattet.… weiterlesen

Der Wiederaufbau von Kobanê: Zwischenbilanz und Schwierigkeiten

kobane-wiederaufbauEin Bericht der Selbstverwaltung Kobanês, 01.11.2016
Die Stadt Kobanê musste während den brutalen Angriffen des Islamischen Staates (IS) einen hohen Preis zahlen. Die Besatzungsangriffe des Islamischen Staates auf Kobanê haben den anfänglichen Entwicklungen im sozialen, kulturellen, politischen und städtischen Bereich, die parallel zu den entstandenen revolutionären Bedingungen in Syrien unternommen wurden, einen großen Schlag versetzt. Während die Stadt mit der revolutionären Phase in vielen Bereichen Schritte der Veränderungen unternommen hat, haben diese Angriffe die Entwicklung um Jahre zurückgeworfen. In Folge der Angriffe brach die Infrastruktur der städtischen Dienstleistungen vollständig zusammen. Das Wasser- und Elektrizitätssystem wurden vollständig beschädigt, circa 80% der Stadt wurde zerstört.… weiterlesen